Gleit- und Fließkommazahl

Gast #4043414
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Liebes Forum,
ich überlege seit mehreren Stunden und finde keine passende Lösung für 
folgende Aufgabe:
Wie viele Bits benötigt ein solches kleines
digitales Thermometer, wenn es in einem
Wertebereich von 0 bis 50 Grad Celsius mit
einer Genauigkeit von 0,1 Grad Celsius
messen soll?

Meiner Überlegung nach währe es am besten die Zahl als Festkommazahl zu 
speichern, also statt 49,9 499 und bei der Ausgabe darauf zu achten. Was 
würdet ihr sagen?

MfG

Jan Eric Wendt
#4043422
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Gleit- und Fließkommazahl schrieb:
> Liebes Forum,
> ich überlege seit mehreren Stunden und finde keine passende Lösung für
> folgende Aufgabe:
> Wie viele Bits benötigt ein solches kleines
> digitales Thermometer, wenn es in einem
> Wertebereich von 0 bis 50 Grad Celsius mit
> einer Genauigkeit von 0,1 Grad Celsius
> messen soll?

Du meinst offenbar nicht Genauigkeit, sondern Auflösung.

> Meiner Überlegung nach währe es am besten die Zahl als Festkommazahl zu
> speichern, also statt 49,9 499 und bei der Ausgabe darauf zu achten. Was
> würdet ihr sagen?

Sehe ich auch so. Gleitkomma ist hierfür nicht notwendig.
Gast #4043426
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Gleit- und Fließkommazahl schrieb:
> Meiner Überlegung nach währe es am besten die Zahl als Festkommazahl zu
> speichern, also statt 49,9 499 und bei der Ausgabe darauf zu achten.

Das kommt drauf an, was dir wichtiger ist: Rechenzeit oder Speicherplatz 
sparen. Eine Zahlenangabe für den Zahlenbereich von 0 bis 500 Dezigrad 
kannst du in 9 Bit ablegen. Das passt allerdings schlecht zur üblichen 
8/16-Bit Struktur von Speichern.
Persönliche Seite #4043429
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Gleit- und Fließkommazahl schrieb:
> Genauigkeit von 0,1 Grad

Ersetze das durch Auflösung.

Ansonsten: Ja, natürlich ist es viel einfacher, den Messwert als int 
zu verarbeiten. 9 Bit reichen hier (0-511).

Wenn Du die Auflösung auf 0.2° reduzierst (so genau zu messen ist auch 
schon gar nicht einfach), dann reichen 8 Bit, die zusammen schön 
gemütlich in ein Byte passen.
Gast #4043439
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Der Begriff Genauigkeit stammt aus einem Aufgabenbogen des 
Bildungsministeriums:) Vielen Dank für eure Auskünfte. Letzendlich kann 
man also sagen dass es weniger Rechenzeit kosten würde wenn das ganze in 
ein Byte passt?
(Wenn ich total offensichtliches Frage liegt das daran das ich kein 
Student sondern nur 10. Klässler bin:D)
Gast #4043464
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Wolfgang schrieb:
> Das kommt drauf an, was dir wichtiger ist: Rechenzeit oder Speicherplatz
> sparen. Eine Zahlenangabe für den Zahlenbereich von 0 bis 500 Dezigrad
> kannst du in 9 Bit ablegen. Das passt allerdings schlecht zur üblichen
> 8/16-Bit Struktur von Speichern.

Was meint Wolfgang damit?
Gast #4043491
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Gleit- und Fließkommazahl schrieb:
> Meiner Überlegung nach währe es am besten die Zahl als Festkommazahl zu
> speichern, also statt 49,9 499 und bei der Ausgabe darauf zu achten. Was
> würdet ihr sagen?

ja, Festkomma ist richtig.
Festkomma bietet dir viel Auflösung (Anzahl von Stellen)
Fließkomma opfert Auflösung zu zu gunsten von Dynamik (Anzahl der 
möglichen Potenzen)

Nimm 16 Bit-Werte; 1 LSB = 0.1°C/16 => kleinste Schrittweite; Die 
unteren 4 Bit halten deine Rundungsfehler beim umrechnen in Grenzen und 
lassen sich leicht entfernen.

Gleit- und Fließkommazahl schrieb:
> Was meint Wolfgang damit?

Es sind zwischen 0°C und 50°C 501x 0.1°C Schritte.
 T = Variable * 0.1°C
Eine 8 Bit vorzeichenlose Variable hat einen Zahlenbereich von 0..256
Eine 9 Bit vorzeichenlose Variable hat einen Zahlenbereich von 0..512
Eine 16 Bit vorzeichenlose Variable hat einen Zahlenbereich von 
0..(2^16-1)
Prozessoren rechnen mit einem Vielfachen von 8 Bit
#4043513
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Gleit- und Fließkommazahl schrieb:
> Der Begriff Genauigkeit stammt aus einem Aufgabenbogen des
> Bildungsministeriums:)

Das ist beunruhigend, denn der ist hier falsch.

> Vielen Dank für eure Auskünfte. Letzendlich kann man also sagen dass es
> weniger Rechenzeit kosten würde wenn das ganze in ein Byte passt?

Das läßt sich pauschal nicht beantworten, sondern hängt von der 
Prozessorarchitektur ab. Wobei ein Thermometer in der Regel um einen 
sehr kleinen Mikrocontroller herum aufgebaut ist. Dort stimmt diese 
Aussage.

SF6 schrieb:
> Gleit- und Fließkommazahl schrieb:
>> Wird dadurch die Rechenzeit verkürzt?
> Schnelleres als Ganzzahloperationen wirst du auf deinem PC nicht finden.

Das stimmt so nicht. Aber es geht ja auch nicht um einen PC.
Persönliche Seite #4044152
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Rolf Magnus schrieb:
> Du meinst offenbar nicht Genauigkeit, sondern Auflösung.

Wobei der entsprechende Wiki-Artikel

Auflösung und Genauigkeit: Genauigkeit
1
Genauigkeit gibt an, wie weit das Messergebnis vom physikalisch
2
absolut wahren Ergebnis abweicht [...]

Lassen wir das "absolut wahre" mal beiseite ;-) und legen diese 
Präzisierung des Begriffs "Genauigkeit" zugrunde, dann wird's bereits im 
nächsten Abschnitt "Eichen, Kalibrieren, Justieren" wirr:
1
Die meisten Meßgeräte müssen nach der Herstellung vor der
2
Verwendung noch eingestellt werden, um das Maximum an Genauigkeit
3
zu erreichen

Die Messgeräte müssen also so eingestellt werden, dass die Abweichung 
vom pysikalisch "absolut wahren" Ergebnis maximal wird.

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