Umgang mit Y-Kondensator

OP #4084172
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Liebe Leute,

ich löte zur Zeit für ein Lichtobjekt einzelne Segmente von 
WS2812B-Stripes neu zusammen. Dabei habe ich schon mehrmals einzelne 
Segmente zerstört: Entweder funktionieren sie gar nicht mehr, oder sie 
liefern keinen Datenstrom mehr für die nächste LED.

Ich vermute als Ursache der Probleme den Y-Kondensator im verwendeten 
GS36E05-Netzteil (http://www.meanwell.com/search/GS36E/GS36E-spec.pdf), 
hier im Zusammenspiel mit der hart geerdeten Lötstation (LF-1600, 
http://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/D200/2009-09-03_STATIONLF-1600.pdf).

Für den Y-Kondensator messe ich zwischen Primär- und Sekundärseite ca. 
2,5nF.

Jetzt meine Fragen:

1. Reicht die im Y-Kondensator nach Abschalten der Primärseite 
gespeicherte Spannung und Energie aus, um Schutzdioden oder sonstige 
Komponenten in ICs wie dem WS2812B zu zerstören?

2. Kann diese Energie auch zerstörerisch wirken, wenn bei abgeschaltetem 
Netzteil ein sekundär angeschlossener Mikrocontroller beispielsweise 
über USB mit einem PC verbunden wird?

3. Würde es in diesem Fall Sinn machen, die Sekundärmasse zu erden 
(Schutzerde ist vorhanden)? Was würdet ihr alternativ vorschlagen?

4. Das Netzteil ist auch als in medizinischer Version erhältlich 
(http://www.meanwell.com/search/GSM36E/GSM36E-spec.pdf). Der leakage 
current ist dort mit 50μA angegeben. Die entspräche einer Y-Kapazität 
von 700pF. Wäre die unkritisch?

LG, Sebastian
Gast #4084265
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Die Energie aus dem Y-Kondensator kann Bauteile beschädigen. Du bist 
nicht der erste dem das passiert.

Abhilfe schafft es den Minuspol der Sekundärseite mit Schutzerde zu 
verbinden.

Allerdings holst du dir dann möglicherweise ein neues Problem wenn du 
einen PC oder anderes Gerät anschließt das auch eine Verbindung mit 
Schutzerde hat. Dann gibt es eine Schleife in der Ströme induziert 
werden können die neue Schäden verursachen können. (zum Glück ist der 
Nulleiter heute nicht mehr zulässig)
OP #4084433
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A-Freak schrieb:
> Die Energie aus dem Y-Kondensator kann Bauteile beschädigen. Du
> bist nicht der erste dem das passiert.

Ok, das bestätigt meine Vermutung.

> Abhilfe schafft es den Minuspol der Sekundärseite mit Schutzerde zu
> verbinden.
>
> Allerdings holst du dir dann möglicherweise ein neues Problem wenn du
> einen PC oder anderes Gerät anschließt das auch eine Verbindung mit
> Schutzerde hat. Dann gibt es eine Schleife in der Ströme induziert
> werden können die neue Schäden verursachen können.

Und wenn ich den Minuspol der Sekundärseite über, sagen wir, 100kΩ mit 
der Schutzerde verbinde?

LG, Sebastian

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