So, ich habe mal meinen alten Ru van Wezel rausgesucht ("Video
Handbuch", Franzis, ISBN 3-7723-6601-5), in dem der Autor den Selbstbau
einer Vidikon Kamera beschreibt.
Für die Vorspannung der Speicherplatte (die lichtempfindliche Fläche)
wird entweder eine feste Spannung von etwa +40V benutzt oder im
Automatik Betrieb eine Spannung zwischen +100V bis +20V. Diese Spannung
ist sehr hochohmig eingespeist, damit der Videopegel unbeeinflusst
bleibt.
Die Gitterspannungen sind
G2 (Anode) etwa 300V
G4 (Netz) regelbar 370-200V
G3 (Fokus) rgelbar 200V-140V, niedriger oder gleich G4
Viele Vidikons haben eine Fokusspule, die regelbar von etwa 10-30V ist.
Die Heizspannung liegt bei üblichen Vidikons im Bereich von 6,3V.
Es gibt 2 Methoden der Austastung. Die eine tastet das G1, die andere
die Kathode mit den Blanking Impulsen.
Während an der V-Ablenkspule eine recht gut sägezahnförmiges Signal mit
etwa 50Hz zu messen sein sollte, ist an der H-Spule nur ein Puls mit
15,625kHz zu messen.
Ein Vidikon wie das 2/3" XQ1270 ist übrigens für max. 5000 lx
Beleuchtungstärke spezifiziert. Vorsicht beim Messen am Röhrensockel.
Ein Kurzschluss zwischen Heizfadenanschluss und einer der hohen
Spannungen kann den Heizfaden durchbrennen.
Pinbelegung der XQ1270:
1 - k
2 - i.c. (internal Connection)
3 - heiz
4 - heiz
5 - g1
6 - g2
7 - g3,g4
Wenn deine Röhre mehr als 7 Pins am Sockel hat, sags mal, dann suche ich
dir die Belegung raus.