Ich habe diese MB102-Stromversordungen auch (gleich zwei bestellt weil:
billich!). Hatte die nur mal kurz angetestet und schienen zu
funktionieren. Dass die USB-Buchse nur Ausgang ist, fiel mir gar nicht
auf, irgendwie klappte das auch damit. Muss ich mir mal genauer
anschauen heute Abend.
Inzwischen würde ich das aber selber basteln - ist kaum teurer, wenn man
die Bastelzeit nicht als Arbeitszeit rechnet, und funktioniert dann auch
richtig. Man braucht ja nur etwas Lochraster-Platine (beispielsweise
http://www.ebay.de/itm/400810883863 ), einen oder zwei LDOs,
Stiftleisten, Jumper und gegebenenfalls etwas Gemüse wie Kondensatoren.
Wenn man wirklich noch eine externe Versorgung via Netzteil plant,
natürlich noch eine dafür passende Buchse.
Ich würde auf USB-Versorgung setzen. Das sind einigermaßen stabile 5V,
die man ausgehend von einer Mini-USB-Buchse (etwa hier:
http://www.ebay.de/itm/351245220748 ) verteilen kann. Zudem mittels
effizientem LDO und Jumper dann die 3,3V-Option nachrüsten, etwa mit dem
XC6206 (20 Stück für rund 2 Euro oder 100 Stück für 4 Euro, zB
http://www.ebay.de/itm/191157169253 ). Falls man die 5V noch via
Buchse/Netzteil herstellen will, etwas Simples wie den 7805 (zB
http://www.ebay.de/itm/360432432320 ) oder AMS1117-5V
(http://www.ebay.de/itm/151600836053 ) , der dann die USB-Mini-Buchse
auch als Ausgang versorgen würde ;) Da sollte man vielleicht noch eine
Diode oder P-FET in Sperrrichtung zum 7805/1117 einlöten.
Das ist sicherlich nicht ganz so hübsch wie die fertige Platine, aber
man weiß, was man hat. (Und die Bestellliste ist auch fast vollständig.)
;)
Mal aufgemalt, wie ein Selbstbau aussehen könnte. Nicht erschlagen bitte
- habe das nicht gelernt und die ICs wie im Gehäuse gezeichnet -, hoffe
aber, dass erkennbar ist, was ich meine. ;) Mit einer zweiten
Jumper-Reihe könnte man auch die zweite Seite mit einer unabhängigen
Spannungswahl versorgen.
USB kann damit auch als Eingang dienen, die Diode verhindert dann das
Wegbrutzeln des 1117-5. Bei Speisung aus einem Netzteil sollte da jedoch
kein Computer am anderen Ende des USB stecken.
Als Diode empfiehlt sich eine Schottky wie SS14, damit der
Spannungsabfall gering (<0,3V) bleibt. Der Rest ist eigentlich nur
Baustein nach Datenblatt-Schaltungsvorschlag reingefriemelt.
Naja, hat Pete recht - eleganter und schöner ist ein Schaltregler
allemal. Und die Leistung wird nicht einfach nur verbrannt, was
insbesondere bei 15V Input doch schon grenzwertig werden kann mit
(ungekühlten) LDOs.
Ob der Effizienzgewinn da jetzt aber so relevant ist, für
Steckbrett-Bastel/Prototyp-Aufbauten? Das steht auf einem anderen Blatt.
Zum Basteln und Lernen jedoch immer gut. :)
Dirk K. schrieb:> Hatte die nur mal kurz angetestet und schienen zu> funktionieren.
Ja - ich weiss:Der Thread ist ca. 8 Monate alt aber passt zu meinem
"Anliegen"
Hab vor kurzem dies und das von den Chinesen gekauft.Unter anderem ein
Breadboard inklusive Powersupply-Board MB102 (siehe Anhang).
Bis auf dieses Powersupply war soweit alles ok.Nanos,UNOSs etc
funktionierten tadellos - musste nicht mal Treiber fuer den CH340
installieren - hat Windows10 fuer mich gemacht :-)
Nun zu dem Teil,von dem ich eigentlich fast schon gedacht hatte,dass es
nicht so tut wuerde, wie ich es mir wuenschte:
Im Leerlauf alles prima: 3.3V und 5V
Danach - wie ueblich bei mir - der Kurzschlusstest:
Zuerst die 5V kurz mit einem Draht kurzgeschlossen(ca 1s) mit dem
Ergebnis,
dass die 12V-Eingangsspannung nun auch am Ausgang anlag.....
Das gleiche Spielchen mit dem 3.3V Spannungsregler was auch mit 12 V am
Ausgang quittiert wurde.
Die 2 Spannungsregler sind beide im Eimer (satter Schluss zwischen In
und Outpins.
Werde die 2 Regler (AMS1117) entfernen,Bruecken einsetzen und das Board
mit einem kurzschlussfesten Standard-Netzteil betreiben.
Wer sich also so ein (billiges) MB102 besorgt,sollte den Kurzschlusstest
durchfuehren BEVOR man moeglicherweise teure Chips auf dem Breadboard
verwendet.
Die defekten AMS1117 werden wohl Fakes gewesen sein.....
Ich würde bei so Bastellequipment nie einen Schaltregler einsetzen,
nicht jeder Anfänger hat ein Oszi zur Hand und wundert sich über
Probleme trotz der "stabilen" 5V die das Multimeter anzeigt.
Das der Regler bis 15V am Eingang abkann, heißt nicht das man Ihn mit
15V versorgen muss. Ich würde nicht mehr als 9V nehmen eher würde ich es
mit 6V versuchen ob dann noch stabile 5V rauskommen.
Habe auch 2 von den Dingern hier liegen wenns mal schnell gehen muss,
den Kurzschlußtest habe ich noch nicht gemacht, muss ich auch mal
probieren.
Mögliche Abhilfe wäre das Versorgungsnetzteil nicht umbedingt mit
15V/1000mA auszulegen oder die beiden Spannungsregler auszutauschen als
Anternative kann man das hier verwenden
http://www.st.com/web/en/resource/technical/document/datasheet/CD00000446.pdf
Also ein L78L05 und ein L78L33 da dürfte dann nicht viel mehr als 100mA
rauskommen.
Toxic schrieb:> Die defekten AMS1117 werden wohl Fakes gewesen sein.....
Wer einem Spannungsregler einem Kurzschlussversuch aussetzt, bei einer
Speisespannung von 12 oder gar 15 V, braucht sich nicht zu wundern. Denn
er versucht mit Gewalt den Regler zu ruinieren. Das überlastet nicht nur
ein fake sondern wohl auch einen regulären Spannungsregler.
Beispiel für ähnliche Überlastung: Ein 2N3055 verträgt zwar 60V als
Höchstspannung oder 15A als Höchststrom aber doch nicht beides
gleichzeitig. Da gibt es so etwas wie second breakdown. Bei 60V dürfens
beim 2N... nur noch 1A sein.
Ähnliches ist dem Längstransistor im AMS1117 wohl auch passiert.
1A bei 15V Längsspannung sind 15W, und das in solch einem kleinen Chip
und Gehäuse!
Kurzschlussbelastung würde ich einem solchen Spannungsregler nur mit
maximal 9V zumuten, eher weniger. Eventuell würde ich ihn auch durch
einen Vorwiderstand zwischen den 15V und dem Reglereingang entlasten.
Für ein breadboard würde ich sowieso keinen Kurzschlussstrom von 1A
zulassen, wie ihn die meisten Regler haben, sondern höchstens 100 oder
200mA. Das hat schon oft platzende und rauchende ICs vermieden. Und die
ICs haben eine relle Chance, einen Fehler zu überleben. 47 oder 100 Ohm
zwischen Reglereingang und den 15V wären da ein richtiger Wert. Wenns
eben 15V sein muss.
Schau Dir mal das Datenblatt des 1117 an, da steht als Wärmewiderstand
45K/W. Mit 15W werden daraus 675K Übertemperatur. So schnell kann die
Strombegrenzung garnicht reagieren wie der Längstransistor da wegbrennt.
Peter R. schrieb:> Toxic schrieb:>> Die defekten AMS1117 werden wohl Fakes gewesen sein.....>> Wer einem Spannungsregler einem Kurzschlussversuch aussetzt, bei einer> Speisespannung von 12 oder gar 15 V, braucht sich nicht zu wundern. Denn> er versucht mit Gewalt den Regler zu ruinieren. Das überlastet nicht nur> ein fake sondern wohl auch einen regulären Spannungsregler.
Das ist Unsinn. Das Original LT1117 ist unbegrenzt kurzschlußfest. Hohe
Verlustleistung und/oder schlechte Kühlung bewirken dann nur, daß die
thermische Schutzschaltung schneller anspricht. Können aber das IC nicht
zerstören. Dieses Verhalten ist seit der Einführung der 78xx Dreibein-
Regler praktisch der Normalfall.
Nachtrag:
Peter R. schrieb:> Schau Dir mal das Datenblatt des 1117 an, da steht als Wärmewiderstand> 45K/W. Mit 15W werden daraus 675K Übertemperatur.
Natürlich nicht. Neben einem thermischen Widerstand gibt es auch noch
eine thermische Kapazität. Die fängt die Leistung so lange auf, bis die
Schutzschaltung zuschlägt.
> So schnell kann die Strombegrenzung garnicht reagieren wie der> Längstransistor da wegbrennt.
Es gibt keine nennenswerte Verzögerung zwischen der Erwärmung der
Halbleiterstruktur des Längstransistors und dem Eingreifen der Schutz-
schaltung (die sich samt Sensor ja auf dem gleichen Chip befindet).
Und selbst wenn: es ist die einzige Aufgabe der thermischen Schutz-
schaltung, den Längstransistor vor dem thermischen Tod zu schützen.
Wenn sie das nicht tut (durch das Experiment bestätigt) dann ist sie
schlicht kaputt. Auch im Datenblatt des AMS1117 gibt es übrigens
keinerlei Einschränkung für die erlaubte Verlustleistung. So lange man
mit der Eingangsspannung unter 15V bleibt, soll das IC einen Kurzschluß
am Ausgang unbegrenzt lange aushalten.
Axel S. schrieb:> Das ist Unsinn.
Stimmt
Also ich weiss schon was ich tue.Bei mir wird kurzgeschlossen und wenn
mir dabei das Teil um die Ohren fliegt, war,ist und bleibt es Schrott.
Axel's Erklaerungen treffen den Nagel auf den Kopf.
Peter R. schrieb:> Wer einem Spannungsregler einem Kurzschlussversuch aussetzt
Ich nehme an,dass Du es niemals wagen wuerdest ein Labornetzteil
kurzzuschliessen. Du wuerdest es immer mit Samthandschuhen anfassen und
auch niemals versehentlich einen Kurzschluss verursachen.
Das klappt bei mir nicht:
Ich bin schusselig genug um hier und da mal Plus mit Minus zu
verbinden.Es ist dann schon Strafe genug,wenn das schoene Breadbord
verkogelt aber auch noch einen 6€ PIC (von dem ich nur einen in der
Schublade habe)zu verlieren waere des Guten zuviel.
Kurzschluesse sind meine Spezialitaet ob gewollt oder ungewollt.....
;-)
Ich musste meinen AMS1117 5V auch nach wenigen Minuten auswechseln.
Ich bin froh, dass ich nicht der einzige bin.
Seit dem läuft das Board und ist sehr hilfreich.
Ich musste auch vor einem Monat diesen besch.. en Spannungsregler bei
meinem Arduino Board austauschen. Zum Glück waren nur beide Regler
kaputt. Wahrscheinlich hat der Mikrocontroller nur überlebt, weil ich
nicht mehr als 7,5v angelegt hatte.
Ich habe auch gleiches Modul fürs Breadboard und habe sogar nach dem
Fall mit dem Board paar Regler (von STmicroelectronics) für dieses Modul
besorgt.
Christian schrieb:> Ich musste auch vor einem Monat diesen besch.. en Spannungsregler bei> meinem Arduino Board austauschen.
Ich seh schon:
Ich werde meine neuen Arduinos und anderes billig erworbenes Zeug mit
diesen Fakereglern vorlaeufig nur mit USBpower laufen lassen.Ist
garantiert alles Ausschuss.Ich hatte bis dato eigentlich noch nie
Probleme mit Spannungsreglern gehabt - von seltenen Ausreissern im
Reparaturservice mal abgesehen.
Fast haette ich ja noch 100Stk ASM1117 so mitbestellt...
Stellt sich die Frage, wer ist der Hersteller der Dinger? Machen die
"originalen" ASM1117 auch solche Probleme?
Der Test ist wirklich gut. Was man so alles findet.
Ich könnte mir noch vorstellen, daß die eigentliche Ursache das Netzteil
ist. Z.B. der Kurzschluß wird durch brücken verursacht und prellt wenn
man da mit dem Schraubendreher und bisserl Draht hantiert. Wenn nun das
speisende Netzteil plötzlich keine Last mehr hat, könnte es die
Ausgangsspannung schlagartig nach oben treiben (Denn der Strom fließt in
Spulen einfach weiter - bis die Regelung das erkennt und abregelt.
Grundsätzliches Problem vor allem aller Schaltregler), damit würde der
ASM1117 auf einmal an seinem Eingang mehr als zulässige z.B. 15V sehen
und absterben. Reine Theorie und auch ein bißchen an den Haaren
herbeigezogen, aber denkbar. Ich hatte schon die irrsten Fehler.
Der Fehler könnte natürlich auch auf dem Chip selbst sein.
ich werde mir den Aufwand machen und das Oszi am Ein- und Ausgang des
Spannungsreglers anklemmen, wenn ich den Kurschlußtest durchführe. Als
Netzteil werde ich ne konventionelle Wandwarze 12V/1A eines älteren
Speedports nehmen(kein Schaltnetzteil).
Vielleicht schaut ihr mal das Datenblatt an.
Mit 12V- Kurzschlusstest ist das IC an der absoluten Grenze. 15V ist da
garnicht erwähnt. Zumindest in dem, das ich angesehen habe.
Selbstverständlich darf jeder sein Netzteil mit Kurzschlusstest unter
Grenzbedingungen testen.
Aber er soll dann das Plärren lassen, das IC sei ein fake.
Peter R. schrieb:> Vielleicht schaut ihr mal das Datenblatt an.>> Mit 12V- Kurzschlusstest ist das IC an der absoluten Grenze. 15V ist da> garnicht erwähnt. Zumindest in dem, das ich angesehen habe.
Doch bist 15V in steht im Datenblatt denke ehr das Problem ist das
niemand die angegebenen Kühlflächen benutzt inkl. mir bis 200mA geht das
auch super.
>> Selbstverständlich darf jeder sein Netzteil mit Kurzschlusstest unter> Grenzbedingungen testen.>> Aber er soll dann das Plärren lassen, das IC sei ein fake.
Laut DB hat der AMS1117 weder Kurtzschlusschutz noch
Übertemperaturschutz, er regelt nur bei Erwärmung nach, also kein wunder
das die dinger bei einem Kurzen hoch gehen wenn sie keine Termal-Pads
haben.
Peter R. schrieb:> Aber er soll dann das Plärren lassen, das IC sei ein fake.
Sollte dies auf mich bezogen sein:
Ich habe nicht geplaerrt,sondern lediglich eine Vermutung in den Raum
gestellt.
Persoenlich moechte ich speziell mit diesen "Dingern" nichts mehr zu tun
haben,sofern sie nicht vom Originalhersteller kommen.
Wer auf einem Breadboard oder wo auch immer experimentiert,moechte mit
Sicherheit nicht,das ein versehentliches Kurzschliessen der
Betriebsspannung das Ende des Netzteiles und anderer Bauteile bedeutet.
Zusammenfassung:
Ich habe 2 ASM1117 einm Kurzschlusstest innerhalb der Spezifikationen
unterzogen und beide sind ohne mit der Wimper zu zucken "verreckt".
Manche haben es hier zur Kenntnis genommen und mehr oder weniger
bestaetigt,andere hingegen tun es als Hirngespinst ab und vertrauen nach
wie vor den ASM1117 (von denen man nicht weiss,wer sie letztendlich
produziert hat).
Was die letztere Gruppe angeht:Bloss keinen Kurzschluss machen und alles
ist paletti (obwohl es scheinbar auch Ausfaelle ohne besonderen Grund
gab....)
Na ja, nicht unbedingt gleich fake, sondern eher irgendeinen China
billig Hersteller. Es ist kein Wunder, dass die nicht so gut sind. In
Deutschland kriegt man für den Preis nicht man eine Platine, geschweige
die nötigen Bauteile.
Das Breadboardteil hat genau 1 Euro gekostet und jetzt paar Regler aus
der Apotheke Conrad und wir sind bei ca. 2 Euro.
in diesem Datenblatt
http://www.advanced-monolithic.com/pdf/ds1117.pdf
ist folgendes nachzulesen "Current limit is set to minimize the stress
under overload conditions on both the regulator and power source
circuitry."
Es gibt also eine Strombegrenzung um im Überlastfall das Bauteil als
auch die Quelle zu schützen
Current Limit AMS1117-1.5/-1.8/-2.5/-2.85/-3.3/-5.0
(VIN - VOUT) = 1.5V
min.=900 typ.= 1,100 und max.=1,500 mA
Also bei einem Drop von 1,5V wie es sich bei einem höherem Drop verhält
ist die Frage
weiterhin habe ich folgendes gefunden
"The AMS1117 series of adjustable and fixed regulators are easy to
use and are protected against short circuit and thermal overloads.
Thermal protection circuitry will shut-down the regulator should
the junction temperature exceed 165°C at the sense point."
K. J. schrieb:> Peter R. schrieb:>> Vielleicht schaut ihr mal das Datenblatt an.>> Laut DB hat der AMS1117 weder Kurtzschlusschutz noch> Übertemperaturschutz
Bla. Lern lesen!
http://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/49118/ADMOS/AMS1117.html
Seite 2 unter ABSOLUTE MAXIMUM RATINGS:
"Power Dissipation ... Internally limited"
vulgo: man muß die Verlustleistung nicht extern begrenzen, weil sie
intern (über die Temperatur) begrenzt wird.
Seite 3:
"Current Limit ... 900 / 1,100 / 1,500 mA" (min/typ/max)
Es gibt also sehr wohl eine Strombegrenzung aka Kurzschlußschutz.
Konkret nochmal auf Seite 5: "The AMS1117 series have internal power and
thermal limiting circuitry designed to protect the device under overload
conditions."
Fazit: wenn sich ein AMS1117 spezifikationsgemäß verhält, dann verträgt
er auch einen ausgangsseitigen Kurzschluß bei bis zu 15V am Eingang.
Wenn er dabei hingegen über den Jordan hüpft, dann war er von Anfang an
kaputt.
Hier ist uebrigens auch noch einer der sich ueber die ASM1117 beschwert:
https://plus.google.com/+JamesSleeman/posts/Q5s4VmbQwj6
Hinweis:
Wer den Link anklickt kann unter anderem auf der dortigen Webpage auf
einen Datenblatt-Link klicken:
Firefox meldet daraufhin,dass die Webpage die das Datenblatt hostet, ein
Sicherheitsrisiko darstellt.Ich wuerde also auf das Herunterladen der
pdf-datei verzichten.
In einem Datenblatt steht unter thermal considerations , dass Tj 125
nicht Überschriften werden darf und es werden pcb Kühlflächen von
50x50mm beschrieben.
Könnte es denn sein, dass die hier beschriebenen Konstruktionen diese
Bedingung nicht erfüllen?
Gruß
Gerd
Gerd S. schrieb:> In einem Datenblatt steht unter thermal considerations , dass Tj 125> nicht Überschriften werden darf und es werden pcb Kühlflächen von> 50x50mm beschrieben.
Nichts verstanden?
T_j soll 125°C im Normalbetrieb nicht übersteigen. Ein ausgangsseitiger
Kurzschluß ist aber gerade nicht der Normalbetrieb. Die Tatsache daß
der Spannungsregler diese Überlastung ohne Schaden wegsteckt ist kein
Freibrief, ihn permanent in diesem Betriebszustand zu halten.
Was schon deswegen sinnlos wäre, weil der Regler dann seine Ausgangs-
spannung (respektive den Ausgangsstrom bei Kurzschluß) nicht mehr
konstant hält, sondern sukzessive so weit verringert, bis sich ein
thermisches Gleichgewicht einstellt.
Kurz gesagt: im Datenblatt steht nicht "die Kristalltemperatur darf um
Himmels Willen niemals 125°C überschreiten, weil sonst Weltuntergang"
sondern vielmehr "für die normale Funktion als Spannungsregler muß der
Regler soweit gekühlt werden daß die Kristalltemperatur unter 125°C
bleibt". Und ein paar Sätze weiter dann "wenn Sie den Regler nicht
hinreichend kühlen, sorgt die Schutzschaltung bei ca. 165°C Kristall-
temperatur dafür daß die Verlustleistung verringert wird" was bei einem
Linearregler nichts anderes bedeutet als daß der Ausgangsstrom
verringert wird.
Das ist schon ein Unterschied. Findest du nicht?
@Axel. Schwenke
Gerd S. schrieb:> Könnte es denn sein, dass die hier beschriebenen Konstruktionen diese> Bedingung nicht erfüllen?
Ich habe das meiner Meinung nach voll verstanden!
Und dies als Fragestellung an die Kurzschlusgeschâdigten verstanden.
Nur wenn die Konstruktionen nicht die erforderlichen Kühlflächen zur
Verfügung stellen,
kann das mit der Kurzschlußfestigkeit nicht funktionieren!
(Gem. Datenblatt von Advanced Monolithic Systems, Inc.)
Gruß
Gerd
Ich verstehe nicht was es im Kurzschlussfall mit der Kühlfläche auf sich
hat. Im Kurzschlussfall sollte die Temp im Chip so schnell steigen das
eine Abführung sowieso zu lange dauert egal wie groß die Kühlfläche ist.
Hier muss also eine ganz andere Regelung gefahren werden.
Die Kühlfläche wäre meiner Meinung nur wichtig für einen langsamen
Temperaturantieg z.B. bei einer leichten Überbelastung von ein paar
hundert mA
Ich vergleiche es mit einem Leitungsschutzschalter, dort gibt es aus
eine Auslösung im Kurzschlußfall und eine thermische Auslösung die um
einiges gemächlicher ist.
Thomas O. schrieb:> Ich verstehe nicht was es im Kurzschlussfall mit der Kühlfläche auf sich> hat.
Für mich ist es hier logisch beschrieben:
http://www.advanced-monolithic.com/pdf/ds1117.pdf
siehe beigef. Auszug.
Hitze muß über geeignet große Flächen abgeführt werden.
Gruß
Gerd
Gerd S. schrieb:> Ich habe das meiner Meinung nach voll verstanden!>> Nur wenn die Konstruktionen nicht die erforderlichen Kühlflächen zur> Verfügung stellen, kann das mit der Kurzschlußfestigkeit nicht> funktionieren!
Du hast es also nicht verstanden.
Gut daß wir das geklärt haben.
Axel S. schrieb:> Gerd S. schrieb:>> Ich habe das meiner Meinung nach voll verstanden!>>>> Nur wenn die Konstruktionen nicht die erforderlichen Kühlflächen zur>> Verfügung stellen, kann das mit der Kurzschlußfestigkeit nicht>> funktionieren!>> Du hast es also nicht verstanden.> Gut daß wir das geklärt haben.
Du solltest genauer lesen!!
Gerd S. schrieb:> und hier hat jemand verstanden, dass die Dinger gekühlt werden> müssen,
Das ist so, da hat der jemand Recht und Du hast es auch.
Wenn der Regler auf einen Kurzschluß arbeitet erhitzt er sich in kurzer
Zeit so stark, daß er in die thermische Begrenzung geht. Es stellt sich
ein Gleichgewichtszustand ein, aber nur dann, wenn er die dabei
entstehende Wärme über eine Kühlfläche los werden kann. Ist das nicht
gewährleistet, geht er "hoch".
Fazit: Der Konstrukteur der Platine ist doof, der Kurzschlußtester von
weiter oben ebenso.
Mach Dir Eines zur Regel: Wenn Dein Gegenüber unbedingt Recht haben
will, gib es ihm. Es sind Deine Nerven, die Du ruinierst. Wofür? Für
Nichts!
Vollkommen Entspannter schrieb:> Mach Dir Eines zur Regel: Wenn Dein Gegenüber unbedingt Recht haben> will, gib es ihm. Es sind Deine Nerven, die Du ruinierst. Wofür? Für> Nichts!
Ich habe noch nach einem Grundsatz fürs neue Jahr gesucht, das ist er.
Danke!
Vollkommen Entspannter schrieb:> Fazit: Der Konstrukteur der Platine ist doof, der Kurzschlußtester von> weiter oben ebenso.
Danke fuer die Blumen.Das mit dem "doof" nehme ich Dir nicht
uebel.Schade,dass auch bei Dir technischer Sachverstand Mangelware ist.
Da sich @Axel Schwenke(a-za-z0-9)
schon ausfuehrlich mit der Thematik beschaeftigt hat und sein Fachwissen
hier auf taube Ohren stoesst,erspare ich mir weitere Erlaeuterungen -
reine Zeitverschwendung.
Wer weiterhin AMS1117 von unbekannten Herstellern einsetzen will,sollte
sich ueber die Folgen darueber im Klaren sein:
https://www.youtube.com/watch?v=JCPXckfT-6g
:-)
Toxic schrieb:> Da sich @Axel Schwenke(a-za-z0-9)> schon ausfuehrlich mit der Thematik beschaeftigt hat und sein Fachwissen> hier auf taube Ohren stoesst....
Glaubst Du, daß ich meine Behauptungen aus der Luft greife?
Selbstverständlich beruhen sie auf Erfahrungen. Auch ein Herr Schwenke
kann nicht Alles wissen. Insofern verlasse ich mich lieber auf eigene
Beobachtungen.
Dieses Verhalten kann man auch am leistungsstärkeren "Bruder" LM317
feststellen, der auf die gleiche Weise (nur nach längerer Phase des
Quälens) den Geist aufgibt.
Aber: Macht nur so weiter -nicht aus der Ruhe bringen lassen und
phlegmatisch Alles hinnehmen...
Vollkommen Entspannter schrieb:> Toxic schrieb:>> Da sich @Axel Schwenke(a-za-z0-9)>> schon ausfuehrlich mit der Thematik beschaeftigt hat und sein Fachwissen>> hier auf taube Ohren stoesst....>> Glaubst Du, daß ich meine Behauptungen aus der Luft greife?
Ja, tust du. Das was du behauptest, steht so nicht im Datenblatt.
Es ergibt auch keinen Sinn. Die Aufgabe der thermischen Schutzschaltung
ist es, den Chip vor Zerstörung durch Übertemperatur zu schützen. Was
immer dann notwendig wird, wenn er nicht gut genug gekühlt wird. Die
Behauptung, man müsse den Chip kühlen (gar unter 125°C T_j) damit die
Schutzschaltung funktioniert, ist also schon in sich unlogisch.
Also gut: Ich habe einen Fehler gemacht -und zwar den, meinen eigenen
Rat nicht zu befolgen:
Vollkommen Entspannter schrieb:> Wenn Dein Gegenüber unbedingt Recht haben> will, gib es ihm. Es sind Deine Nerven, die Du ruinierst. Wofür? Für> Nichts!
Axel S. schrieb:> Ja, tust du. Das was du behauptest, steht so nicht im Datenblatt.
However maximum junction temperature ratings of 125°C should
not be exceeded under continuous normal load conditions.
Careful consideration must be given to all sources of thermal
resistance from junction to ambient. For the surface mount
package SOT-223 additional heat sources mounted near the device
must be considered. The heat dissipation capability of the PC
board and its copper traces is used as a heat sink for the device.
The thermal resistance from the junction to the tab for the
AMS1117 is 15°C/W.
usw, usw, lies den Rest im Datenblatt.
Ist doch nicht so schwer zu verstehen.
Ende meiner Beteiligung an diesem Thread!
>> ... 125°C should not be exceeded under continuous normal load>> conditions ...
.... sonst spricht die Schutzschaltung an.
Ansonsten: Alle Behauptungen im Thread können geprüft werden. Also,
genug der Argumente, ran an die Bauteile und Kurzschlüsse fabriziert &
falsifiziert.
Gerd S. schrieb:> Axel S. schrieb:>> Ja, tust du. Das was du behauptest, steht so nicht im Datenblatt.>> However maximum junction temperature ratings ...
Das ist nun grad ein denkbar ungeeignetes Zitat gewesen. Besser das:
"The AMS1117 series of adjustable and fixed regulators are easy
to use and are protected against short circuitandthermaloverloads."
Das gilt allerdings nur für ausgangsseitige Kurzschlüsse, denn weiterhin
steht im Datenblatt:
"If high value output capacitors are used, such as 1000mF to 5000mF and
the input pin is instantaneously shorted to ground, damage can occur."