Ripple-Current und ESR von Kondensatoren

OP Persönliche Seite #4115352
Lesenswert?
• ▲
▼
Guten Morgen :)

tut mir leid, wieder eine Basic-Verständnisfrage ... Ihr könnt mir da 
bestimmt helfen :)

Ich baue einen Schaltregler und hab mir ein paar Low-ESR-Elkos dafür 
angeschaut.

Was mich wundert ... Der ESR wird kleiner und der zulässige 
Ripple-Current  größer, wenn die Kapazität der Elkos steigt. 
Gleichzeitig wird bei Schaltreglern aber oft eine Kombination aus zB 
470µ und 10µ am Ausgang verwendet.

Wenn der ESR der 10µ größer ist als des 470µ, wieso wird das gemacht?

Viele Grüße,
Mampf
#4115491
Lesenswert?
• ▲
▼
Mampf F. schrieb:
> Gleichzeitig wird bei Schaltreglern aber oft eine Kombination aus zB
> 470µ und 10µ am Ausgang verwendet.
>
> Wenn der ESR der 10µ größer ist als des 470µ, wieso wird das gemacht?

Der 470µ ist gewöhnlich ein Elko, der 10µ gewöhnlich ein Kerko. Kerkos 
haben prinzipiell niedrigere ESR als Elkos der gleichen Kapazität. Es 
gibt nur keine Kerkos mit so hohen Kapazitätswerten wie die Elkos 
erreichen.
Gast #4115688
Lesenswert?
• ▲
▼
Mampf F. schrieb:
> Wenn der ESR der 10µ größer ist als des 470µ, wieso wird das gemacht?

Schau Dir dazu die Impedanzkurven der unterschiedlichen Kondensatoren an 
und beachte das Ersatzschaltbild eines realen Kondensators dann wird das 
verständlicher.
Wie bereits gesagt wurde haben Elkos zwar bauartbedingt die größere 
Kapazität aber erkaufen sich das auch mit einer gewissen Trägheit (hohe 
Impedanz).
Auch 10u Kerkos sind noch viel zu träge wenn es in den Mhz Bereich geht.
(Sperrschwingungen der Diode)
Bedämpfe ich solchen Schwingungen nicht am Entstehungsort breiten sie 
sich aus und verseuchen meine Schaltung.
Also lieber noch 100n am Ein- und Ausgang dazu.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren