Welche Zukunft haben Wir?

OP #4139930
Lesenswert?

Hallo Freunde!


Viele haben die Technik des vorigen Jahrhunderts (Jahrtausends)
miterlebt, sind teilweise auch aufgewachsen, ohne Telefon, ohne
Fernseher.
Radio gab es schon, aber auch nicht für Jedermann erschwinglich...

-Zig Jahre danach (heute) haben wir "Alles, was das Herz begehrt"
oder die "Brieftasche zulässt".

Sind wir deswegen - oder der Technik wegen - heute abhängiger
als vor Bsp. 50 Jahren?

Überwachbar sind wir ja schon seit Smartphone, PC usw...


Ich habe die Bilder meines "Schützlings" hier angefügt, weil
es den "Blick in die Zukunft" zeigt...

Was kommt auf mich zu, was erwart mich?


Ich denke, das sollten Wir Alle uns fragen, wohin die Reise
geht und worauf Wir uns einlassen...


Was wird uns die Elektronik noch bescheren???



Schöne Grüsse aus Österreich

Mani
Angehängte Dateien:
#4140014
Lesenswert?

> Überwachbar sind wir ja schon seit Smartphone, PC usw...
>Sind wir deswegen - oder der Technik wegen - heute abhängiger
als vor Bsp. 50 Jahren?
> Ich denke, das sollten Wir Alle uns fragen, wohin die Reise
geht und worauf Wir uns einlassen...

Aha .. ein Zauderer. Erstens ergibt die Technologie auch gleich die 
Moeglichkeit die Ueberwachung zu unterlaufen. Was haelt dich davon ab 
dein Smartphone jeden Tag aufs Neue mit Jemand anderem zu tauschen?
Ja. Wir sind voll abhaengig. Die gesammte Gesellschaft, die westliche 
Welt. Solange es mein Beruf ist, mach ich mir da weniger Sorgen. Das 
bedeutet auch die Arbeit wird nie ausgehen. Nein, ich frage mich nicht, 
wohin das geht, die Elektroniktechnologie ist ein Selbstlaeufer. Da 
steckt beliebig viel Geld dahinter. Besser als wie im Mittelalter unter 
einer Kirche vor mich hin zu rotten. Das war vielleicht eine schlimme 
Zeit.
#4140035
Lesenswert?

Ich muss zugeben, dass mich dieses Thema auch berührt.

Zur Zeit komme ich noch ganz gut ohne Smartphone aus. Ob das bleibt ist 
leider nicht mehr ganz von mir abhängig weil von den Machern erwartet 
wird, dass wir (die Bevölkerung) uns mehr und mehr davon abhängig machen 
lassen müssen. Ohne Smartphone zur Abwicklung von Geschäften wird man 
immer weniger Zugang zu allgemeinen geschäftsabwicklungen haben werden. 
Die traditionellen Wirtschaftsmethoden werden ja immer mehr mit 
Smartphones integriert bis wir eines Tages keine andere Wahl mehr haben 
und die physische Währung abgeschafft wird und vieles nur mehr im 
Zusammenhang mit "Verbundensein" funktioniert. Das kann natürlich sehr 
unangenehme Konsequenzen haben wenn irgend etwas schiefgeht. Im Film 
"Enemy of the State" erlebt man ein schönes Beispiel was passieren kann 
wenn man auf der falschen Seite steht. (Stellt Euch mal wie es wäre wenn 
das dritte Reich damals unsere heutige Technik zur Verfügung gehabt 
hätte - Die Bespitzelung eines jeden hätte Orwellianische 
Größenordnungen bei weitem überstiegen. 1984 wäre ein Kinderspiel im 
Vergleich dazu gewesen) Die moderne digitale Infrastruktur stellt eine 
potenzielle Gefahr ersten Ranges dar sollte die Verbreitung und der 
Gebrauch durch politische Veränderungen unfreiwillig und durch den 
Machthabenden konsequent ausgenützt werden. Ich glaube ein großer Teil 
der Menschheit hat überhaupt keinen Begriff von der potenziellen Gefahr 
weitschweifende, komplette digitale Kommunikationsinfrastruktur 
darstellt. Man sieht ja die Ansätze dieser Gefahr in Ländern wie China, 
Russland, Nordkorea und Ländern im Mittelosten.

IOT z.B. ist an sich prinzipiell ganz interessant. Nur gefällt mir das 
"Abhängigsein" von Infrastrukturen und der kontrollierenden Privatfirmen 
weniger. IOT wäre für mich nur dann von Interesse wenn ich volle 
Kontrolle über das System habe und bestimmen kann was mit den Daten 
genau passiert und deren Inhalt und Weiergebung. Es ist ja leider so 
dass viele Firmen ihren Geschäftsinhalt nur mehr darin sehen wie sehr 
sie uns alle von ihnen abhängig machen können und uns als naive 
Datenkühe nach allen Regeln der Kunst abmelken können. Anstatt das 
Potenzial neuer Technik und Konzepte für den wahren Nutzen der 
Menschheit zu wahren, wird einfach nur primitiv pekuniär ausgenutzt. Das 
gibt vieler Innovation einen eher bitteren Beigeschmack. Wenn viele 
positive Aspekte oder Nutzen neuer Technik seitens der Firmen 
aufgebracht werden, bedeutet das nicht unbedingt, dass neben dem 
Nutzfaktor keine versteckte Konsequenzen existieren. There is no free 
Lunch! Man braucht ja nur an die genetische Lebensmittel Industrie 
denken. Die machen ja nur einseitige Werbung vom angeblichen Nutzen 
ihrer Machenschaften. Die große Weltfirma mit dem M im Namen ist ja 
deswegen berüchtigt und sträubt sich mit Händen und Füssen die Karten 
auf den Tisch zu legen. Wenn solche Innovation müsste man sich ja nicht 
davor fürchten die Nahrungsmittel entsprechend zu kennzeichnen. GMO ist 
ja wissenschaftlich vollkommen klar, oder nicht?

Man fragt sich dann, ob man besser ein wirklicher "Mensch" sein kann 
wenn man sein Leben nicht zu sehr von den Umtrieben der modernen 
Wirtschaftswelt beeinflussen lässt und dort Riegel vorschiebt wo der 
Einfluß übermässig negative Gestalt annimmt. Meiner Meinung nach sollte 
man sich mit den Medien nur minimal und gezielt fokussiert einlassen.
Soziale Internet Aktivitäten sind oft nur von wenig Wert. Es spricht 
nicht sehr für viele Firmen, dass ein Fehlen einer sozialen Internet 
Präsenz mehr und mehr negativ bei manchen Job Neueinsteigern bewertet 
wird. Es wird erwartet dass "professionelle" Bewerber eine gepflegte 
Internetpräsenz betreiben weil das angeblich die Vielseitigkeit und 
Gewandtheit des Bewerbers bestätigt. Das ist nur eins von vielen 
möglichen Beispielen wie sehr das moderne Leben von den digitalen 
Innovationen immer mehr beherrscht wird. (Eine Konsequenz der Regel: 
"The golden Rule - Those with the gold make the rules").

Welche Zukunft haben wir? Ich könnte mir prinzipiell die Zukunft 
durchaus ganz positiv vorstellen. Aber solange man Staat und 
Wirtschaftsmachern nicht wirklich vertrauen kann und primitive 
Geldmotivation und Machtgier und Datensammlersucht und Ausbeutung der 
Gesellschaft den Pfad des Fortschritts definiert, sollte man besser 
wachsam sein und gesunde Skepsis jedem Neuen gegenüber praktizieren und 
nach Möglichkeit die Fakten ans Tageslicht zu bringen und zu wägen. Nur 
Open-Source Innovation sollte akzeptierbar sein. Interessengruppen 
welche Geheimnistuerei pflegen sollten von Anfang an mit gesundem 
Misstrauen begegnet werden. Es liegt zum Glück manchmal auch an uns die 
Art des Fortschritts zu skulptieren. Die ethische Komponente der 
Innovation sollte unzertrennlich mit ihr verbunden sein und nur als 
Ganzes bewertbar sein.

Noch etwas: nur weil manches Neues machbar ist, bedeutet das noch lange 
nicht, dass es auch kommerziell realisiert werden muß. Oft habe ich den 
Eindruck dass viele neue Produkte nur eine Variation von herkömmlichlen 
Eigenschaften ist. Viele Auto Neuerungen erheben in mir den Eindruck 
dass verkrampft nach Innovationen aller Art gesucht wird. Ob der Kunde 
das wirklich braucht ist sekundär. Ich amüsiere mich immer, wie schlecht 
ablesbar die TFT LCD Steuerkonsolen bei Sonneneinstrahlung sind. Wie oft 
fehlt ein richtiger Lautstärkeeinstellknopf, und, und und... Ist es 
nicht sonderbar, dass die Beschreibung der Steuer Elektronik mehr Platz 
im Handbuch braucht wie das eigentliche restliche Auto? Brauchen wir 
wirklich so dringend Elektrische Lenkung und Bremsen, Selbstlenkung, 
Traction Control, ABS, und, und, und...? Als Konsument wünsche ich mir 
ein zuverlässiges, sparsames Automobil mit zeitgeprüften Features, 
anstatt hoffnungloser überzüchteter Autos die nur mit Mühe und Not 
anfangs richtig funktionieren und zahlreiche Bugs in der Betriebs 
Software haben und extrem teuer in der Reparatur sind. Kein Mensch kann 
mich überzeugen, dass es wirtschaftlich vertretbar ist, einigermaßen 
fehlerfreie Autobetriebssoftware zu erstellen. Bei den Abermillionen von 
Quellcode Zeilen in Autosoftware ist das nicht gerade realistisch 
erwartbar und soll jetzt keine Kritik an die Entwickler sein. Dieser 
Aufwand wäre Besseres wert. Es ist mir bewußt dass ich möglicherweise 
einigen von Euch Lesern mit diesen Vorwürfen jetzt gewaltig auf die 
Zehen steige. Trotzdem; viele Eurer Innovationen sind für mich 
vollkommen bedeutungslos weil sie hoffnungslos technisch überzüchtet 
sind, das Fahrzeug unverantwortlich verteuern und an grundsätzlichen 
wichtigen Autoeigenschaften nicht rütteln. Auch wenn gewisse Trends und 
Agenden von Regierungen und Autofirmen gezielt verfolgt werden bedeutet 
das noch lange nicht einen allgemeinen Fortschritt in der Autotechnik. 
Wenn eine Autofirma nicht fähig oder willens ist ein ausreichend 
zuverlässiges, nicht überkomplizieres, bezahlbares Auto erzeugen zu 
können, dann hat sie in meinen Augen versagt. Kein elektronischer 
Schnickschnack kann mich vom Gegenteil überzeugen. Viele 
Insassenautomation im Auto ist totaler "Overkill". Brauchen wir wirklich 
Selbstlenkung, Kollisionsradar, automatische Auffahrschutzsysteme? 
Sicher hört sich das alles beindruckend an, gibt aber den Autoführer ein 
trügerisches Gefühl einer nicht unbedingt tatsächlichen Sicherheit 
anstatt sich immer bewußt zu sein, dass nur er selber für die eigene 
Fahrsicherheit verantwortlich ist. Es ist sicher möglich dass solche 
Systeme den einen oder den anderen vor einem schlimmen Unfall retten. 
Meistens spielen aber bei vielen Unfällen viele zusätzliche Faktoren 
eine Rolle die dann letzten Endes von technischen Schutzsystemen doch 
nur unzureichend erfasst werden können. Der hohe Aufwand wäre einer 
besseren Sache wert. Langzeit Zuverlässigkeit solcher Systeme ist auch 
eine zweifelhafte Angelegenheit. Trotz aller BITE Können nicht unbedingt 
relevannte Probleme rechtzeitig erfaßt werden. In diesem Fall ist man 
möglicherweise ein Opfer der Statistik. Man kann trotz aller 
(vermeintlichen) technischer Vollkommenheit nie wissen ob diese 
komplizierte Schutztechnik im Ernstfall dann wirklich noch richtig und 
vor allem rechtzeitig funktioniert. Bei vielen Unfällen spielt auch der 
menschliche Faktor eine Rolle die ein intelligentes Schutzsystem nicht 
unbedingt korrekt erfassen kann. Wenn nur wenige Spitzenautos solche 
intelligente Schutzsysteme haben, dann ist das für die restlichen 
Strassenbenutzer wenig Komfort. Man könnte sogar vermuten, dass solche 
Schutztechnik den Fahrer geradezu zum Leichtsinn verführt - Mir kann ja 
nichts passieren

Ich finde der hohe Aufwand und Kosten sind nicht unbedingt 
gerechtfertigt. Viele Unfälle werden durch strukturielle Bedingungen 
verursacht wie übermüdete Fahrer, Drogen und Alkohol, eine ungeunde und 
möglicherweise fahrlässige Lebenseinstellung die keine intelligente 
Schutztechnik auch nur annähernd beherrschen kann.

Das tragische Flugzeugunglück konnte trotz aller herkömmlicher High-Tech 
nicht verhindert werden weil der Faktor Mensch nicht vollkommen 
erfassbar war. Wäre es aber gut den Piloten von der Flugzeugführung 
auszuklammern und alles nur mehr von einer Automatik abarbeiten zu 
lassen? Ich weiß es nicht.

Ich weiß, dass jetzt viele von Euch denken, dem Gerhard ist nicht mehr 
zu helfen. Das ist OK. Jedenfalls bleibe ich gegenüber Erneuerungen wie 
immer skeptisch solange nicht alle Aspekte ins Licht gebracht werden 
können und die Eigenschaften einer neuen Technik nicht analysiert werden 
können. Kein Mensch kann behaupten, dass gerade dieser Sachverhalt immer 
gegeben ist. Meistens werden wichtige technische Gegebenheiten immer im 
Mantel des Firmengeheimnis versteckt. Nun wird von mir als Nutzer 
erwartet dass ich die Katze, also sozusagen, im Sacke kaufen muß, weil 
mir ja relevante technische Fakten nicht zugänglich sind. Das verursacht 
für mich prinzipiell bestimmte Probleme weil meine und anderer Leute 
Sicherheit auf Gedeih und Verderb der Vollkommenheit der Technik des 
Herstellers ausgesetzt ist.

Bei einem bestimmten Autohersteller gab es vor ein paar Jahre Problem 
mit unerwünschter Beschleunigung durch den Steuercomputer des Motors 
welches einige tödliche Unfälle zur Folge hatte. Da das Gaspedal 
heutzutage nur mehr elektrisch abgefragt wird, ist der Fahrer jetzt 
total vom Verhalten der Sensorik, Aktuator und Steuersoftware und 
Redundanz abhängig. Als Autobenutzer würde ich es wünschenswert sehen, 
wenn das Design dieser Technik und Herrstellungsdetails und 
Steuersoftware öffentlich zugänglich wäre, so dass Fehler durch open 
source eher einer breiteren Masse von Fachleuten zugänglich wäre und 
eher entdeckt werden könnten. Irgendwie hätte ich da mehr Vertrauen zur 
Technik der Autohersteller. Wie oft wurden schon wichtige Fehler seitens 
der Hersteller (literal) totgeschwiegen? Von mir als Autokäufer wird 
aber erwartet dass das Fahrzeug tatsächlich so sicher ist wie man 
erwarten sollte. Das dem nicht so ist, beweisen die vielen Tatsachen 
Berichte der NTSA und vergleichbaren Organen.

Jedenfalls bin ich der Ansicht dass Fahrzeugtechnik wieder Zugunsten 
besserer Überschaubarkeit einfacher entwickelt und hergestellt werden 
sollten so dass man Fehler realistisch besser erfassen könnte. Anstatt 
immer neue Autos entwickeln, sollte man besser existierende Designs 
verbessern und mit jeder Generation verbessern. Früher gab es bestimmte 
Autos Jahrzehnte im Lieferprogramm.

Jetzt wird man sich aufregen dass wir ja sooo notwendig intelligente 
Strassensysteme, Selbstlenkung und Sonstiges lebensnotwendig brauchen um 
der Zukunft gerecht zu werden. Ist dem aber wirklich so? Ich bin da 
nicht zu sicher. Viele Verkehrsprobleme werden ja eher durch 
marktpolitische Bewegungsgründe und erzwungenen Lebensstil verursacht 
die extrem viel Verkehr produzieren um die moderne Weltwirtschaft 
überhaupt möglich zu machen. Vielleicht wäre es besser, die Eisenbahn 
und andere öffentliche Verkehrssystem zu moderniesieren anstatt alles 
aufs Das Automobil zu setzen.

Mehr und mehr Autohersteller führen Start/Stop Motorsteuerungen ein um 
etwas Energie zu sparen. Damit der Motor das viel häufigere Anlassen 
länger aushält müssen nun die betroffenen Komponenten stärker konzipiert 
werden. Das kostet dem Käufer einige hundert Dollar extra. Die 
Amortisierung soll angeblich nach Quellen 6 Jahre betragen. Ist das 
wirklicher Fortschritt? Es wird angeblich nur an die 0.1l/100km an 
Energie gespart.

Bei unser letzten Landeswahl verlor die machthabende Partei nach 45 
Jahren mit einer blamierenden Niederlage. Von 87 Sitzen im Parlament 
sind jetzt 10 übrig. Das sollte ein warnendes Beispiel sein wie Arroganz 
und Überheblichkeit zu einem peinlichen Ende führen kann.


Mfg,
Gerhard
#4140048
Lesenswert?

Gerhard O. schrieb:
> Als Autobenutzer würde ich es wünschenswert sehen,
> wenn das Design dieser Technik und Herrstellungsdetails und
> Steuersoftware öffentlich zugänglich wäre, so dass Fehler durch open
> source eher einer breiteren Masse von Fachleuten zugänglich wäre und
> eher entdeckt werden könnten.

Wenn man dann die Hersteller dazu kriegt, ausnahmsweise mal kein 
Schweigekartell zu bilden sondern sich dran gewöhnen, den Code des 
Konkurrenten in der Luft zu zerreissen, dann wäre wohl etwas gewonnen. 
Allerdings schwant mir dann eine Renaissance klassischer Analogautos, 
mit doppeltem Spritverbrauch. Denn wer kauft schon Autos, bei denen er 
beim Kauf erst Tausende von bekannten Fehlern abnicken muss.

Wenn in Autoforen dann jemand sich drüber ärgert, dass seine Karre 
partout nicht das bietet, was er davon gerne hätte, dann kommt bestimmt 
jemand mit dem Tipp, er solle halt die Firmware seines Autos passend 
umschreiben. Wär ja alles da, was er dazu braucht. Alternativ soll er 
halt ne 3rd Party Firmware einsetzen, zu kriegen bei 
www.megaautodownload.nk/porsche/876/firmware/ehwudhu.v5.6.tar.gz. ;-)

> Das kostet dem Käufer einige hundert Dollar extra.

Im letzten Jahrzehnt war ab und zu von Billigautos für Billigländer die 
Rede, Indien beispielsweise. Wo man die westliche Dekadenz einfach 
wegliess. Der Witz dran war nur, dass sich solche Fahrzeuge dort nur 
schlecht verkauften. Wahrscheinlich fände sowas eher in Deutschland als 
Ideologietransporter Interesse, als dort, wofür es gedacht ist.
Gast #4140054
Lesenswert?

> Im letzten Jahrzehnt war ab und zu von Billigautos für Billigländer die
> Rede, Indien beispielsweise. Wo man die westliche Dekadenz einfach
> wegliess. Der Witz dran war nur, dass sich solche Fahrzeuge dort nur
> schlecht verkauften.

Das liegt wohl mit daran, dass in Indien (China, ...) von denjenigen 
Leuten, die sich überhaupt ein Auto leisten können, viele so reich sind, 
dass sie sich jedes Statussymbol leisten können.
Gast #4140105
Lesenswert?

Gerhard O. schrieb:
> die physische Währung abgeschafft wird

Das wird ja momentan stark propagiert.
Im TV wird behauptet, es würde an der Ladenkasse schneller
vorangehen. Meine Erfahrung: Bargeldzahler sind schneller
durch als Kartenzahler.

Dann wird halt mehr getauscht oder mit z.B. "Sammlermünzen" bezahlt.
Sinn der Aktion ist es Zugriff auf das jetzt beim Volk vorhandene
Barvermögen zu erhalten.
Zur Zeit läuft das so, dass durch Gelddrucken der Gegenwert des
Barvermögens im Volke gesenkt und damit angezapft wird.
Wie lange das gut geht - wer weiß.

Gerhard O. schrieb:
> (Stellt Euch mal wie es wäre wenn
> das dritte Reich damals unsere heutige Technik zur Verfügung gehabt
> hätte - Die Bespitzelung eines jeden hätte Orwellianische
> Größenordnungen bei weitem überstiegen. 1984 wäre ein Kinderspiel im
> Vergleich dazu gewesen)

Ich glabe nicht, dass es da anders wäre. Der Faschismus* im 3.Reich
unterscheidet sich vom angloamerikanischen Faschismus lediglich in
seiner Darstellung.

*http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2015/03/wir-wollen-demokratie-ohne-faschismus.html

LG
old.
#4140111
Lesenswert?

Old Europe schrieb:
> Meine Erfahrung: Bargeldzahler sind schneller
> durch als Kartenzahler.

Das liegt aber an der mangelhaften Technik. Ich zahle immer mit Karte, 
bei etwa 60% der Fälle muss man immer noch den Ausdruck unterschreiben 
statt schnell den Code einzutippen und fertig. Dann dauert der 
Verbindugsaufbau des Kartengerätes danke 19kBaud Analog Modem auch seine 
Sekunden.

Ich kann die Bargeld Cent-Zusammensammler mit Kartenaversion nicht 
verstehen. Bargeld ist total unpraktisch.
(Firma: Fatal Error) #4140114
Lesenswert?

>Zur Zeit läuft das so, dass durch Gelddrucken der Gegenwert des
>Barvermögens im Volke gesenkt und damit angezapft wird.

Mal wieder die typische kleinkindhafte Vorstellung von Ings der modernen 
Wirtschaft.

Der Bargeldanteil am Geldkreislauf beträgt nur 10-20%:

http://www.jpberlin.de/attac-augsburg/images/GeldschoepfungThemenblaetter.pdf

Attac sollte auch bei Verschwörungstheoretikern eine halbwegs 
zuverlässige Quelle sein.


Die Formulierung "Notenpresse anwerfen" hört sich doch für den Laien 
deutlich besser an als z.B. "Speicherplatz auf dem Geldserver wurde 
erhöht".
Gast #4140132
Lesenswert?

Claus M. schrieb:
> Ich kann die Bargeld Cent-Zusammensammler

Die sind genau so nervig wie Leute die ewig brauchen
um den Code einzutippen.
Die sollen einen Schein hinlegen oder den Kassierer
münzenpicken lassen.

Bei einem bargeldlosen System kann man den Kassierer
einstampfen. Das wird angestrebt.
Der Flaschenpfand wird ja so gehandhabt.
Das böse Bargeld muss man sich dann an der Kasse
holen. Aber nicht mehr lange.

Letztlich im Baumarkt:
Der Verkäufer klebt einen zusätzlichen Barcode auf die Ware.
Damit wird festgestellt, welche Ware mit Beratung über die
Kasse läuft. Ihr dürft mal raten was damit bezweckt wird.

LG
old.
(Firma: Fatal Error) #4140167
Lesenswert?

>http://www.crp-infotec.de/01deu/finanzen/grafs_pri...

Zum besseren Verständnis deinerseits solltest du mal nach den 
unterschiedlichen Geldmengen M0 - M3 googeln.

Einfach mal den Anteil der M1-Menge z.B. für März 2015 anhand der Zahlen 
der EZB selber ausrechnen und dabei berücksichtigen, daß das Bargeld nur 
ein Teil der M1-Geldmenge ist:

http://de.wikipedia.org/wiki/Geldmenge


>Der Verkäufer klebt einen zusätzlichen Barcode auf die Ware.
>Damit wird festgestellt, welche Ware mit Beratung über die
>Kasse läuft. Ihr dürft mal raten was damit bezweckt wird.


Welche finsteren Mächte sind da jetzt deiner Befürchtung am Werk? Etwa 
daß der Verkäufer Provision erhält?
#4140237
Lesenswert?

Fatal Error schrieb:
> Welche finsteren Mächte sind da jetzt deiner Befürchtung am Werk? Etwa
> daß der Verkäufer Provision erhält?

Wenn die Waren, die ohne Beratung verkauft werden in der Mehrzahl sind, 
dann kann man wieder einen Verkäufer "freisetzen"
:-((

Ich hörte vor Kurzem einen Bericht im Radio, daß der Handel ein großer 
Fan von Bargeld ist, weil dort die Provision für die Kartenunternehmen 
nicht fällig ist. Auch ich bin ein Fan vom Bargeld (so ich denn welches 
habe), weil:
-Man die einfache Kontrolle über seine Ausgaben behält
-Es an der Kasse schneller geht

MfG Paul
#4140238
Lesenswert?

Mani W. schrieb:
> Was kommt auf mich zu, was erwart mich?

Schau dich mal im Rest der Welt um:

Kriege wie 1620 allerorten, Flüchtlinge wie nach 1945 aus Schlesien aus 
jeder Ecke, Geld wird billionenweise gedruckt wie vor der Megainflation 
1928, der Kapitalismus steigert den Wohlstand der Reichen und die Armut 
der Armen.

Du lebst heute auf einer glückseligen Insel, profitierst von der 
Ausbeutung der Asiaten in China und Bangladesh, bekämpfst militärisch 
die Ausgebeuteten die sich wehren wollen ob in Syrien oder Irak oder 
Jemen oder Somalia und gönnst dem Nachbarn nicht die Butter auf dem 
Brot, damit du dir NOCH EIN BISCHEN MEHR gönnen kannst.

Heute wird Bekleidung weggeworfen, weil sie dreckig ist, nicht weil sie 
kaputt ist und nicht mehr wärmt, heute werden Vorgärten zubetoniert, 
damit kein Pflanzenblatt mehr das Sauberkeitsempfinden der 
desinfizierten Generation stört, und wenn der Internet-Stream nur für 1 
Stunde ausfällt, werden die Onlinejünger hysterisch.

Auf gut deutsch: Die Welt geht komplett den Bach runter, weil die faulen 
Bürger die Politiker machen lassen wie es ihnen die Kapitalisten 
befehlen.
Gast #4140346
Lesenswert?

Michael Bertrandt schrieb:
> der Kapitalismus steigert den Wohlstand der Reichen und die Armut
> der Armen.

Wenn Du noch die Wörter Kapitalismus/Kapitalisten durch
Faschismus/Faschisten ersetzt, bin ich ganz bei Dir.

Frage:

Wenn ich als Selbständiger Geld verdiene, wird es mir mit Steuern
teilweise weggenommen, zum "Wohle der Gesellschaft".
Wenn ich mit dem Unternehmen Geld verliere, dann bin ich alleine
für den Verlust verantwortlich.

Wie nennt man das?

LG
old.
#4140389
Lesenswert?

Paul Baumann schrieb:
> - Man die einfache Kontrolle über seine Ausgaben behält

Wirklich? Auch nur über die Summe in deiner Geldbörse. Wenn das Geld 
einmal weg ist weißt du nachher nicht mehr, wofür eigentlich.

> - Es an der Kasse schneller geht

nicht immer.


Was spricht für Kartenzahlung:
- Eine verlorene Karte lässt man sperren, verlorenes Bargeld ist futsch.
- Geht schneller an der Kasse.
- Nicht dauernd zur Bank um Bares abzuholen.
- Nachverfolgbarkeit jeder Ausgabe im Nachhinein (Wieviel Geld gebe ich 
im Monat für Essen aus/im Jahr für Kleidung, für Tanken etc.).
#4140395
Lesenswert?

Claus M. schrieb:
> Wirklich?
Wirklich.
>Auch nur über die Summe in deiner Geldbörse.
Nein, auch über das zu Hause Verbliebene, denn ich hole einen festen 
Betrag
pro Monat. Mehr geht nicht.

> Wenn das Geld
> einmal weg ist weißt du nachher nicht mehr, wofür eigentlich.

Doch. Exakt sogar, denn ich führe eine Excel- (oder Open Office) 
Tabelle, in die ich meine Kassenzettelinhalte am Abend eintrage. So weiß 
ich genau, wieviel für den Rest des Monats noch bleibt.

Diese Methode hat sich gut bewährt, denn ich hatte noch nie Schulden und 
das soll auch so bleiben.

MfG Paul
Gast #4140513
Lesenswert?

Fatal Error (Firma: Fatal Error) schrieb u.a.:
> Mal wieder die typische kleinkindhafte Vorstellung von Ings der modernen
> Wirtschaft.
> Der Bargeldanteil am Geldkreislauf beträgt nur 10-20%

Ist dies also ein Beleg dafür, dass Bargeld so gut wie obsolet ist ?

Wenn ja, was muss man dann daraus schliessen, dass von den weltweiten 
Geldtransaktionen weniger als 10 % zum Bezahlen von Waren, 
Dienstleistungen und Löhnen dienen, der ganze 'Rest' hingegen zum 
Spekulieren der 'lieben' Anleger und Investoren ?
Gast #4140534
Lesenswert?

Old Europe schrieb:
> Frage:
>
> Wenn ich als Selbständiger Geld verdiene, wird es mir mit Steuern
> teilweise weggenommen, zum "Wohle der Gesellschaft".
> Wenn ich mit dem Unternehmen Geld verliere, dann bin ich alleine
> für den Verlust verantwortlich.
>
> Wie nennt man das?

man nennt das "das Pech des kleinen Mannes"

im großen Maßstab werden die Gewinne privatisiert und die Verluste 
sozialisiert.
Gast #4140557
Lesenswert?

Hallo,

das Bargeld nicht mehr nötig ist, stimmt nach meiner Meinung nicht.
Und das nur 10% der EURO im Umlauf wirklich Scheine/Münzen sind, ist 
hoffentlich allseits bekannt.

Thema Geldschöpfung

Und in einem Gewerbe wird es glaube ich noch Bargeldzahlung geben.
Das Älteste

Oder wie sieht es denn aus wenn der Ehepartner von den ähäm 
nächtlichen Eskapaden erfährtt ??
Gast #4140559
Lesenswert?

> Wenn ich mit dem Unternehmen Geld verliere, dann bin ich alleine
> für den Verlust verantwortlich.

Wenn ein Unternehmen zwecks Profitsteigerung Arbeit(weg?)nehmer 
'freisetzt', wer trägt dann die negativen Folgen ?
(Firma: Fatal Error) #4140561
Lesenswert?

>Ist dies also ein Beleg dafür, dass Bargeld so gut wie obsolet ist ?

Lies dir den Beitrag:
Autor:  Old Europe (oldeurope)
Datum: 25.05.2015 09:58

Durch und meine darauf bezogene Antwort.

Und wenn du lange genug nachdenkst wirst du vielleicht verstehen, daß 
ich mich gar nicht auf Bargeld obsolet oder nicht obsolet bezogen haben.

Nur Mut, du schaffst das.


>Wenn ja, was muss man dann daraus schliessen, dass von den weltweiten
>Geldtransaktionen weniger als 10 % zum Bezahlen von Waren,
>Dienstleistungen und Löhnen dienen, der ganze 'Rest' hingegen zum
>Spekulieren der 'lieben' Anleger und Investoren ?

Laß mich raten, du glaubst bestimmt, daß die Bank deine Einlagen als 
Bargeld in einem beschrifteten aber weggeschlossenen Schuhkarton 
aufbewahrt.

Und wenn du Geld auf ein anderes Konto überweist, dann geht ein 
Bankmitarbeiter zu deinem Schuhkarton und legt das Geld dann in den 
Schuhkarton des Empfängers.
#4140593
Lesenswert?

Claus M. schrieb:
> Ich kann die Bargeld Cent-Zusammensammler mit Kartenaversion nicht
> verstehen. Bargeld ist total unpraktisch.

Anhand der Bewertung deines Betrags siehst Du, dass Du es hier gerade 
mit einem, naja, etwas "älteren" Publikum zu tun hast ;-b

Vom meiner Seite aus 100% Ack! +1

Uhu Uhuhu schrieb:
> Hat aber unschätzbare Vorteile:

> - es kann einem nicht automatisiert gestohlen werden

Tatsächlich? So, und wie oft passiert das im Privatbereich, im Gegensatz 
zu verschlammten Geldbörsen mit einem Haufen Bargeld drin oder den 
"bargeldbunkernden" Omis & Opis wo des Öfteren eingebrochen wird?

Zudem hat Giralgeld den unschätzbaren Vorteil, dass man hinterher genau 
sehen kann wofür man es dann tatsächlich ausgegeben hat.
#4140610
Lesenswert?

Автомат Калашникова schrieb:
> Tatsächlich? So, und wie oft passiert das im Privatbereich, im Gegensatz
> zu verschlammten Geldbörsen mit einem Haufen Bargeld drin oder den
> "bargeldbunkernden" Omis & Opis wo des Öfteren eingebrochen wird?

Automatische Einbrecher gibts (noch) nicht und selbst wenn es sie gäbe, 
wäre ihre Wirkung auf den Ort beschränkt, an dem sie sich gerade 
befinden.

Das Giralgeld von den Kundenkonten kann man dagegen mit einem Knopfdruck 
holen und das so gut wie gleichzeitig bei allen...

> Zudem hat Giralgeld den unschätzbaren Vorteil, dass man hinterher genau
> sehen kann wofür man es ausgegeben hat.

Das kann ich seit Jahrzehnten auch mit Bargeld - so ähnlich wie Paul das 
macht. Den Dienst der Bank brauchen dafür wirklich nur die ganz 
Dummen...

Ich hasse es, jedesmal der Bank mitzuteilen, wo ich wieviel Geld 
gelassen habe - das geht die nämlich einen feuchten Kehricht an.
Gast #4140617
Lesenswert?

U. B. schrieb:
> Wenn ein Unternehmen zwecks Profitsteigerung Arbeit(weg?)nehmer
> 'freisetzt', wer trägt dann die negativen Folgen ?

Wenn ein Arbeitnehmer aus "Geiz ist geil" sich lieber ein billigeres
Importgerät kauft, statt das vorhandene Teil bei mir reparieren zu 
lassen ...

Dann hoffe ich auf einen anderen Kunden. So wie der entlassene
Arbeiter auf einen neuen Arbeitgeber hofft.

Oft genug berechnet man dem Kunden nicht die gesammte Arbeitszeit
um die Reparatur für den Kunden attraktiv zu halten.
So wird man zwar nicht reich, hat aber sein Auskommen und einen
Beruf der Freude macht.

LG
old.
Gast #4140645
Lesenswert?

>> .. was muss man dann daraus schliessen, dass von den weltweiten
>> Geldtransaktionen weniger als 10 % zum Bezahlen von Waren,
>> Dienstleistungen und Löhnen dienen, der ganze 'Rest' hingegen zum
>> Spekulieren der 'lieben' Anleger und Investoren ?

> Laß mich raten, du glaubst bestimmt, daß die Bank deine Einlagen als
> Bargeld in einem beschrifteten aber weggeschlossenen Schuhkarton
> aufbewahrt.

Ich muss auch raten:
Es gibt wohl immer noch Leute, die nicht glauben, dass das gesamte 
System "Geld" mittelfristig (oder schon sehr bald ?) zusammenkrachen 
wird.
Wenn endlich jedes Bargeld in den "entwickelten" Ländern abgeschafft 
ist, kann der Crash dann noch leichter, ungestört durch irgendwelche 
Ewiggestrigen, vollautomatisch ablaufen.
#4140667
Lesenswert?

Als ich zu DDR-Zeiten nen TV gekauft habe (Colortron: 6250,-M) Geldkarte 
gezückt, Pin eingegeben, fertig war die Laube. "PA brauchen wir nicht, 
das Foto auf der Geldkarte sind Sie ja."

Als ich nach der Wende ne Stereoanlage gekauft habe in W-Berlin, mußte 
ich nen ganzen EC-Scheck Block ausfüllen (je 400,-DM), EC-Karte wurde 
nicht akzeptiert, der PA wurde mitgenommen und fotokopiert. Ich kam mir 
vor, wie ein Verbrecher.

Beim PC (5000,-DM) und Plasma-TV (4000,-€) ähnlicher Ärger. Ich mußte 
zum Geldautomaten gehen und Bargeld abheben.

Das ohne Bargeld wird noch lange ein Traum bleiben.
#4140699
Lesenswert?

Peter Dannegger schrieb:

> Das ohne Bargeld wird noch lange ein Traum bleiben.

Was für ein "Traum"? Das kann nur der feuchte Traum derer sein, die die 
volle elektronische Kontrolle über alle Zahlungsmittel und somit den 
gläsernen Bürger als Ziel haben. Dass gerade ein ehemaliger DDR-Büger 
dafür eintritt ist mir völlig unverständlich. Aber es deckt sich auch 
irgendwie mit dem Phänomen des ostdeutschen Wutbürgertums und dem 
Hinterherlaufen von Russland, das gerade Stück für Stück die Freiheit im 
eigenen Lande abschafft und die eigenen Bürger zunehmend mundtot und 
gefügig macht.
#4140733
Lesenswert?

Uhu Uhuhu schrieb:
> Hab ich gesagt, ich würde Excel dafür nutzen?

Uhu Uhuhu schrieb:
> so ähnlich wie Paul das
> macht.

Paul Baumann schrieb:
> Doch. Exakt sogar, denn ich führe eine Excel- (oder Open Office)
> Tabelle, in die ich meine Kassenzettelinhalte am Abend eintrage. So weiß
> ich genau, wieviel für den Rest des Monats noch bleibt.

Sorry, hab ich das etwa falsch verstanden?
#4140762
Lesenswert?

Hans Franz schrieb:
> Ja! Und ich weis außerdem das ähnlich ein Synonym zu vergleichbar
> sein kann und dass dieser Kontext den Schluss durchaus zulässt :-)

Vergleichbar ist ein etwas dehnbarer Begriff, auch wenn Oberlehrer 
behaupten, Äpfel und Birnen könne man nicht vergleichen. Man muss sich 
nur darauf einigen, welche Merkmale man vergleichen will, dann kann man 
auch Äpfel mit Kirchtürmen vergleichen...
(Firma: dm2sh) #4140793
Lesenswert?

Wir haben heute Waffensysteme, die über Datennetze ferngesteuert werden. 
Die Technik ist komplex und evtl. können Kernwaffen über das Internet 
ausgelöst/gesteuert werden. Ja Natürlich ist alles kryptographisch 
geschützt, aber der, der den Zugang hat, kann eine Menge Schaden 
anrichten.

Generell erlaubt die Technik, dass eine einzelne Person einen hohen 
Einfluss hat. Fabriken, Kraftwerke, Bahnnetze: Alles kann mit einem 
Klick ferngesteuert/gestört werden.

Das ist eine Unsicherheit.
#4141123
Lesenswert?

Ich sehe eigentlich 4 Probleme:
- Privatsphaere
- was wenn das Kartenterminal mal defekt ist (man sieht ja ab und zu: 
heute keine Kartenzahlung moeglich) Gut, dann muss der Laden halt zu 
machen
- Manchmal ist ja auch eine Karte defekt;  leider sieht man das nicht; 
d.h. man weiß nie mit Sicherheit ob man Geld dabei hat.
-Touristen. Wird auf jeden Fall die Kredit/Bankkarte auch aus Papua Neu 
sowieso ueberall akzeptiert, oder muss der Touri halt aufhoeren zu 
essen?
Sollte bis auf die Privatsphaere alles loesbar sein.
OP #4141125
Lesenswert?

Stefan Helmert schrieb:
> Wir haben heute Waffensysteme, die über Datennetze ferngesteuert werden.
> Die Technik ist komplex und evtl. können Kernwaffen über das Internet
> ausgelöst/gesteuert werden. Ja Natürlich ist alles kryptographisch
> geschützt, aber der, der den Zugang hat, kann eine Menge Schaden
> anrichten.

Auch der "letzte Zugriff" zur Auslösung einer Katastrophe sind dann
mehrere Relaiskontakte oder Fets oder ....


Am Ende der Kette liegt die Zündung, die nur mit allen
Vorsichtsmaßnahmen verhindert wird...
Gast #4141131
Lesenswert?

Peter Dannegger schrieb:
> Als ich zu DDR-Zeiten nen TV gekauft habe (Colortron: 6250,-M) Geldkarte
> gezückt, Pin eingegeben, fertig war die Laube.

Wie, in der DDR gabs Geldkarten? Mit Pin? In Echt?

> Beim PC (5000,-DM) und Plasma-TV (4000,-€) ähnlicher Ärger. Ich mußte
> zum Geldautomaten gehen und Bargeld abheben.

Selbst schuld, was kaufst Du Dir so ein teures Auto? Mal ehrlich, an 
welchem Geldautomat bekommst Du so viel Geld? Selbst bei mehreren 
Automaten ist recht schnell Schluss.

g. c. schrieb:
> Dass gerade ein ehemaliger DDR-Büger
> dafür eintritt ist mir völlig unverständlich.

Mir auch. Es gibt aber auch hier genügend Leute, die für Paybackpunkte 
ihre Großmutter verkaufen würden.

> Aber es deckt sich auch
> irgendwie mit dem Phänomen des ostdeutschen Wutbürgertums

Was bitte hat das jetzt mit Plastikgeld zu tun? Du hast manchmal 
verworrene Gedankengänge...
Gast #4141157
Lesenswert?

Peter Dannegger schrieb:
> Als ich zu DDR-Zeiten nen TV gekauft habe (Colortron: 6250,-M) Geldkarte
> gezückt, Pin eingegeben, fertig war die Laube. "PA brauchen wir nicht,
> das Foto auf der Geldkarte sind Sie ja."

In welcher DDR hast Du denn gelebt? Eine "Geldkarte" sah ich zum ersten 
mal ab Ende 1989.... (in DM)

Technisch gab es das von Robotron schon, doch die breite Masse kannte 
nur Bargeld!

Old-Papa
OP #4141165
Lesenswert?

Dumdi Dum schrieb:
>> Was haelt dich davon ab dein Smartphone jeden Tag aufs Neue mit Jemand
>> anderem zu tauschen?

Ich werde mich hüten davor, ein Smartphone mein Eigen nennen
zu müssen!

Dann noch in einer Menge Leute herum sitzen und auf dem
Gerät herum wischen, keiner redet mehr...


Aber nach dem Eiffelturm gockln, weil man als Maturant nicht
weiß, in welchen Land der steht...

Nein Danke!
Gast #4141184
Lesenswert?

Mani W. schrieb:
> Dann noch in einer Menge Leute herum sitzen und auf dem
> Gerät herum wischen, keiner redet mehr...

Also ich muss zugeben, ich hab so ein Teil auch erst seit einem Jahr. 
Aber Du wirst erstaunt sein: Es versetzt Dir keine elektrischen Schläge, 
wenn Du nicht ständig darauf rumwischst. Und es zwickt Dich auch nicht 
in die Eier, wenn Du mit Freunden redest, während es in der Tasche 
steckt.

Die dümmliche Diskussion gabs heut im DLF: Als ob es nur entweder - oder 
gäbe. Man kann ein "Smartfon" sehr vielseitig nutzen*, ohne dass man 
sich auf Fratzenbuch und Twitter reduzieren muss. Anscheinend ist das 
aber das einzige, was den Leuten dazu einfällt. Witzigerweise lief die 
Diskussion - im Stream auf dem Smartfon.

Turing definierte einen Computer als eine Maschine, die andere Maschinen 
ersetzen kann, indem sie sie simuliert. Nun ist ein Smartfon ein ständig 
verfügbarer Computer, der viele Funktionen übernehmen kann: 
Taschenrechner, Uhr, Navigation, Kommunikation, Fotografie, Datenbank, 
Musiksammlung, Radio,...

Ja, es geht auch ohne. Ging früher auch ohne. Aber es geht mit 
einfacher. Und das ist schließlich dass, was uns jahrelang im 
Sozialismus gepredigt wurde: Maschinen sind dazu da, dass sie uns 
dienen. Nagut, im Kapitalismus sind Maschinen dazu da, die Gewinne des 
Kapitalisten zu steigern, seis drum.

Wir merken: Die Technik ist nicht das Problem. Die sinnvolle Anwendung 
der Technik ist das Problem.
#4141189
Lesenswert?

Timm Thaler schrieb:
> Was bitte hat das jetzt mit Plastikgeld zu tun?

Es sind die Gegensätze, die sich hier auftun. Warum gerade ostdeutsche 
Bürger die Verfehlungen des Finanz- und Bankensektors 
beklagen/bejammern/benörgeln - gleichzeitig dann aber für (Banken 
genehmens) Plastegeld votieren und Bargeld abgeschafft sehen wollen 
erschließt sich mir nicht. Oder eben warum ganze Wutbügerkolonnen aus 
dem Osten den permanenten Fingerzeig auf die "pöse USA" richten und sich 
dann freiwillig einem agressiven und gefährlichen Neurusslandkurs 
anbiedern/hinterhereifern. Beides sind für mich jeweils totale 
Gegensätze, die nicht zusammengehen. Die aber nicht wenige (aus dem 
Osten) in sich vereinen ohne mit der Wimper zu zucken. Ich halte das für 
total durchgeknallt und mit dem gesunden Menschenverstand nicht 
nachvollziehbar.

Mehr kann ich dir dazu hier aber nicht schreiben, da das nicht erwünscht 
ist, wie wir alle wissen. Aber bei dem Forenthema muss man das schon mal 
anmerken dürfen.
#4141194
Lesenswert?

Ja.. die Leute ohne Smartphone(Tablet) ... haben die Moeglichkeiten noch 
nicht erkannt. Die werden auch nicht richtig kommuniziert. Es kann 
kommunizieren, muss aber nicht. Ich hab Fachbuecher, Dictionaries, 
Sprachkurse und mehr darauf.
Der urbane Verkehr ist meiner Meinung nach nicht mehr handhabbar ohne 
Smartphone(Tablet), alle 5 Minuten ist eine andere Verbindung optimal.
Gast #4141287
Lesenswert?

Old Papa schrieb:
> In welcher DDR hast Du denn gelebt? Eine "Geldkarte" sah ich zum ersten
> mal ab Ende 1989.... (in DM)

Wäre mir jetzt auch nicht bekannt. Ich bin zwar "im Westen" 
aufgewachsen, habe aber Bekannte in der DDR öfter besucht. Ich weiß, 
dass für Westgeld (Valuta?) oder Forumschecks beinahe alles zu haben 
war, aber eine Geldkarte, das hätte ich mitbekommen. Falls ich falsch 
liege, korrigiert mich, es ist lange her.

Das mit den Smartphones ist auch nichts anderes, als damals in den 
70ern, als die Farbfernseher in die Haushalte kamen und schon 
nachmittags Programm für Kinder/Jugend gab. Da hieß es "früher haben wir 
noch draußen gespielt, heute hocken alle vor der Glotze"...

Ich bin zwar ohne Fernseher aufgewachsen, aber dafür gab es Mecker, 
warum ich denn diesem Radio im Wohnzimmer immer Aufmerksamkeit 
schenke...

Das Gemecker bleibt gleich, nur die Technik ändert sich.

Mfg, Wolle
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4141318
Lesenswert?

gut, werden wir elektronisch.

-tapezierbare Bildschirme.
und dann wollen die Leute sich irgendwann am besten Display-Kugeln 
bauen, mindestens aber Hemisphären. dann kannst Du nach links, oben 
unten und rechts gucken, überall ist dann das Bild.

Erst dann macht mMn auch ein Tonsystem Sinn,
der den Eindruck macht, von allen Seiten zu kommen.
was ist dagegen schon curved OLED???

-Linksabbieger-Assistent:
Automatisch richtiges Einordnen, wenn man links abbiegen will.
Ach ja, die Gehirne der Fahrer sind dann mit dem Wagen vernetzt,
sodass der Wagen z.B. auch wirklich blinkt, wenn man abbiegen will.

was erwartet mich:
Ein Übertragungsfehler Hirn-Auto-Hirn, sodass ich wie der Roadrunner nur 
noch sagen kann: mööp mööp
#4141412
Lesenswert?

Old Europe schrieb:
> Stelle ich mal so in den Raum.

Das ist doch keine Abstellkammer hier...
;-)

MfG Paul

Old Papa schrieb:
> In welcher DDR hast Du denn gelebt? Eine "Geldkarte" sah ich zum ersten
> mal ab Ende 1989.... (in DM)


In der Gleichen wie ich. Da gab es auch Geldkarten:
http://www.moneypedia.de/index.php/Geldkarte

Man muß aber nicht Alles benutzen, was es gibt...
#4142208
Lesenswert?

Claus M. schrieb:
> Das liegt aber an der mangelhaften Technik. Ich zahle immer mit Karte,
> bei etwa 60% der Fälle muss man immer noch den Ausdruck unterschreiben
> statt schnell den Code einzutippen und fertig. Dann dauert der
> Verbindugsaufbau des Kartengerätes danke 19kBaud Analog Modem auch seine
> Sekunden.
>
> Ich kann die Bargeld Cent-Zusammensammler mit Kartenaversion nicht
> verstehen. Bargeld ist total unpraktisch.

Und mir gehen die Kasper, die 6,73€ mit Karte zahlen, auf die Nerven.

mfg.
#4142350
Lesenswert?

Thomas Eckmann schrieb:
> Und mir gehen die Kasper, die 6,73€ mit Karte zahlen, auf die Nerven.

Bleib mal locker, Aufregung ist schlecht fürs Befinden. Positiv denken.

Bei 10€ hätt ich dir vielleicht recht gegeben, 6,73€ geht mit Karte so 
schneller (vorrausgesetzt der Zahlende macht das nicht das erste mal).

Insgesamt find ich interessant wie pessimistisch die Leute hier 
eingestellt sind.
Ich bin mir sicher hier ist auch viel verklärte Träumerei und falsche 
Erinnerung im Spiel.
Jede Generation seit ~2000 Jahren sieht den Weltuntergang nahen...
OP #4142767
Lesenswert?

le x. schrieb:
> Insgesamt find ich interessant wie pessimistisch die Leute hier
> eingestellt sind.

Der Mensch sieht, was er sehen will...

> Ich bin mir sicher hier ist auch viel verklärte Träumerei und falsche
> Erinnerung im Spiel.

So wie bei Dir selbst?

> Jede Generation seit ~2000 Jahren sieht den Weltuntergang nahen...


Den habe ich noch nicht gesehen, aber die Abhängigkeit und die
Verblödung durch Technik, das nicht mehr logisch Denken können
und auch die Überheblichkeit von manchen Menschen, die glauben,
dass sie auf Grund des Besitzes von technischen Geräten den
Anderen weit voraus sind...

Nur leider können Viele nicht mehr rechnen, schreiben und
kommunizieren ohne ein elektronisches Gerät.

Man sitzt dann heute eben gemütlich in einer Runde, spricht
nur mehr nach Gockl-Antworten (weil der Hausverstand fehlt?)
und spricht nicht mehr miteinander, sondern schickt (postet)
Schwachsinn an das Gegenüber.
#4143065
Lesenswert?

Mani W. schrieb:
>> Ich bin mir sicher hier ist auch viel verklärte Träumerei und falsche
>> Erinnerung im Spiel.
>
> So wie bei Dir selbst?

Nö wieso denn? Ich weine doch der Vergangenheit nicht hinterher. Ich 
gehöre nicht zur Früher-war-alles-besser Fraktion.

Mani W. schrieb:
> Man sitzt dann heute eben gemütlich in einer Runde, spricht
> nur mehr nach Gockl-Antworten (weil der Hausverstand fehlt?)
> und spricht nicht mehr miteinander, sondern schickt (postet)
> Schwachsinn an das Gegenüber.

Ich hab ja einen durchaus beachtlichen Freundeskreis (nein, nicht auf FB 
sondern "in echt"). Aber sowas hab ich noch nicht erlebt. Klar wird ab 
und zu aufs Handy geschaut, aber diese Szenarien sind mir fremd, ich 
lese eigentlich nur immer hier davon. Würd ich unter "Subjektive 
Wahrnehmung" abheften.

Mani W. schrieb:
> Nur leider können Viele nicht mehr rechnen, schreiben und
> kommunizieren ohne ein elektronisches Gerät.

Ebenfalls subjektiv.
Ich trau mir ja wetten die Allgemeinbildung ist heute höher als vor 50 
Jahren.
Kennst du denn persönlich einen Teil dieser "Viele"? Oder hast du dass 
blos in einer Doku-Soap gesehen?

Mani W. schrieb:
> Der Mensch sieht, was er sehen will...

Da muss ich dir zustimmen. Wer nur noch Verblödete Hipster mit 
Smartphone vorm Gesicht twittern sehen will, der sieht diese auch 
überall.
Real werden die davon aber nicht.

Mani W. schrieb:
> und auch die Überheblichkeit von manchen Menschen, die glauben,
> dass sie auf Grund des Besitzes von technischen Geräten den
> Anderen weit voraus sind...

Tja, mich stört die Überheblichkeit von Menschen die glauben, dass sie 
auf Grund des Fehlens solcher Technik "zu ihrer Zeit" den Anderen weit 
voraus sind.
Was glaubst du erst wie überheblich du auf einen Mittelaltler wirkst? 
Der musste sich noch etwas mehr anstrengen um Feuer zu machen.
Und der Höhenmensch erst. Du verweichlichte Socke!
Gast #4143110
Lesenswert?

Mani W. schrieb:
> Nur leider können Viele nicht mehr rechnen, schreiben und
> kommunizieren ohne ein elektronisches Gerät.

Was machst Du dann hier im Forum?

> Man sitzt dann heute eben gemütlich in einer Runde, spricht
> nur mehr nach Gockl-Antworten...

Du hast echt komische Freunde. Von meinen Bekannten macht das keiner. 
Na, vielleicht hab ich auch komische Freunde.
OP #4144078
Lesenswert?

Timm Thaler schrieb:
> Du hast echt komische Freunde. Von meinen Bekannten macht das keiner.
> Na, vielleicht hab ich auch komische Freunde.

Von meinen Bekannten tut das auch niemand, da wir ja doch schon
mehr zur mittelalterlichen Fraktion gehören, die sich beim
Buschenschank treffen.

Aber geh einmal in Kaffeehäuser, Tankstellen mit Kaffeebude,
und dorthin, wo sich die Jugend trifft.

Da triffst Du dann auf die andere Welt.
Gast #4144117
Lesenswert?

Mani W. schrieb:
> Da triffst Du dann auf die andere Welt.

Da könnte Dir das hier gefallen: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Black_Out_%28Roman%29

Meiner Meinung nach ein Jugendbuch, aber gar nicht so schlecht. Die drei 
Teile gibts als Fanread auf Youtube. Suche nach "blackout eschbach", 
nicht zu verwechseln mit "blackout elsberg".

Witzig ist der Teil, wo ein Haufen Upgrader sinnlos in der Gegend 
rumstehen, weil die Kohärenz zu groß geworden ist und deswegen die 
Gehirne einfach abschaltet. ;-) War da nicht letztens was mit Facebook 
für einen Tag nicht verfügbar?
OP #4146902
Lesenswert?

Zurück zum Thema:

Digitalisierung ist für Viele eine Erweiterung des Lebens
geworden.

Analoger Rundfunk und analoges Fernsehen stirbt aus -
heißt - wird abgeschafft.

Konsequenz daraus:

Abhängigkeit, stehende Bilder und "Klacks-Geräusche"
bei schlechtem Empfang.

Konnte man auch bei schlechtem Empfang, mit Rauschen oder
Ameisen über den Bildschirm, immer noch den Ton hören,
so hört sich heute die Kommunikation mangels schlechtem
Empfang einfach für mehrere Sekunden auf.

Auch der Empfang wird mehr oder weniger ab der Grenze des
jeweiligen Landes unmöglich gemacht.

Wenn der "digitale Karren" zum Stehen kommt, wird die
Kommunikation nur mehr durch Trommeln oder Rauchzeichen
möglich sein...


Die Bildröhren-Fernseher haben zig-Jahre ihren Dienst
getan, aber wurden innerhalb weniger Jahre funktionierend
entsorgt zu Gunsten kurzlebiger Flat-Screens...

Ich will jetzt nicht noch mehr schreiben, was wir Alle
verlieren zu Gunsten einer Technik, von der wir abhängig
geworden sind...

Und- Ich bin kein Schwarzmaler


Schönen Samstag Morgen

Mani
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4146968
Lesenswert?

jaja das Thema Entsorgen.

Ich verwurste ja so einiges an ausgedienten" Gerätschaften, die mir von 
einigen Quellen zum Nulltarif überlassen werden.
Zwecks "stumpfer" Schrottverwertung und Teileweiterverhökerei.

Im ganzen zurückliegenden Teil dieses Jahres ist mir bei geschätzten 25 
(führe nicht Buch) Kofferraumladungen von Altgeräten verschiedenster 
Kategorien
gestern das erste nicht funktionierende Gerät untergekommen.

das war dann aber auch nur ein leichter Fehler mit britzelndem Lötpunkt 
an einer lockeren Kaltgeräte-Buchse.
Gast #4147061
Lesenswert?

>>> Als ich zu DDR-Zeiten nen TV gekauft habe (Colortron: 6250,-M) Geldkarte
>>> gezückt, Pin eingegeben, fertig war die Laube.
>>
>> Wie, in der DDR gabs Geldkarten? Mit Pin? In Echt?
>
> Laut Wikipedia seit Mitte der 80er. Die Abbildung passt zu der Aussage
> des Verkäufers. PIN konnte man sich aussuchen.

Ich selbst kenne das System nur aus Bildern und amüsierten Erzählungen. 
Dass das wirklich für ein breites Massenpublikum zugänglich war 
bezweifel ich aber.
Mehr noch: Ein Großteil der DDR-Bevölkerung hatte nichtmal ein 
Bankkonto. Ich und alle in meinem Umfeld hab das erst zur 
Währungsumstellung eingerichtet, da war ich schon fast 20 Jahre im 
Berufsleben.

Old-Papa
#4147301
Lesenswert?

Old Papa schrieb:
> Dass das wirklich für ein breites Massenpublikum zugänglich war
> bezweifel ich aber.

Doch, das war es. Es wurde nur nicht nennenswert angenommen. Neben 
Zweifeln an der Sicherheit spielte sicher auch eine Rolle, daß es nicht 
wirklich viele Geldautomaten gab und diese zudem häufig defekt waren.

> Ein Großteil der DDR-Bevölkerung hatte nichtmal ein
> Bankkonto. Ich und alle in meinem Umfeld hab das erst zur
> Währungsumstellung eingerichtet

Keine Ahnung, wo du gelebt hast, aber in meinem Umfeld kannte ich 
niemanden, der keines gehabt hätte. Ende der 80er war es dann auch 
möglich, den Lohn direkt aufs Konto überweisen zu lassen.
Gast #4147633
Lesenswert?

Ach Winfried, Du alter Putinversteher!

Dazu passend: 
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/russland-sanktionen-helfen-us-firmen-europa-verliert-a-1036204.html

Ham wirs nich gleich gesagt? Ham wir nich gesagt, die Amis verarschen 
uns nur und machen selber fleißig Geschäfte mit den Russen. Aber nee, da 
waren wir die Putin-Lohnschreiber (was zum Henker will ich mit Rubel?).

Man kann gar nicht so paranoid sein, wie man müsste.

Da ham unsere Lehrer immer erzählt, die DDR musste sich vor den 
Saboteuren aus dem Westen schützen. Jaja, redet ihr mal, dachten wir. 
Und dann kommt raus: Die alten Säcke hatten recht: 
http://www.spiegel.de/politik/ausland/ddr-cia-finanzierte-sabotage-und-anschlaege-a-1019554.html

Natürlich finanziert von: der CIA.

Ich kann jeden verstehen, der sagt: In diese Welt will ich keine Kinder 
setzen. Soviel zur Zukunft.
#4147687
Lesenswert?

Timm Thaler schrieb:
> Ich kann jeden verstehen, der sagt: In diese Welt will ich keine Kinder
> setzen. Soviel zur Zukunft.

Das fängt ja schon im eigenen Land an.
Die Kriminellen, die wir aktuell ins Land holen, werden uns noch ganz 
massiv belasten.
In unserem Dorf (!) wird in der Woche durchschnittlich dreimal 
eingebrochen. Das war vorher der Fünf-Jahres-Durchschnitt!

Diese Zukunft möchte ich auch keinen Kindern zumuten, besonders bei 
einer Regierung, die ihren Aufgaben nicht nachkommt, wie z.B. die 
Sicherheit im Inneren zu gewährleisten.
Gast #4147688
Lesenswert?

Timm Thaler schrieb:
> Ich kann jeden verstehen, der sagt: In diese Welt will ich keine Kinder
> setzen. Soviel zur Zukunft.

Ich kann Leute die so denken, gar nicht verstehen.
Und jeder Mensch hat die Möglichkeit die Welt ein kleines
bischen zu verbessern. Auch wenn es nur im eigenen Umfeld
passiert, so macht das doch glücklich.

Was mich gefreut hat ist, dass sie trotz der Hetze, den alten
Sepp wiedergewählt haben.
Und die Sache mit den Einreiseverboten und wie sich die Meister
der Doppeltstandards darüber ärgern. Köstlich.

LG
old.
Gast #4147705
Lesenswert?

Old Europe schrieb:
> Und jeder Mensch hat die Möglichkeit die Welt ein kleines
> bischen zu verbessern. Auch wenn es nur im eigenen Umfeld
> passiert, so macht das doch glücklich.

Nicht gegen die Mehrzahl von Idioten - siehe den Beitrag über Deinem.

Old Europe schrieb:
> Was mich gefreut hat ist, dass sie trotz der Hetze, den alten
> Sepp wiedergewählt haben.

Ja, das zeigt so richtig schön die Korruption dieses Dreckshaufens.
#4147707
Lesenswert?

☞ J-A von der Heyden ☜ schrieb:
> jaja das Thema Entsorgen.
>
> Ich verwurste ja so einiges an ausgedienten" Gerätschaften, die mir von
> einigen Quellen zum Nulltarif überlassen werden.
> Zwecks "stumpfer" Schrottverwertung und Teileweiterverhökerei.
>
> Im ganzen zurückliegenden Teil dieses Jahres ist mir bei geschätzten 25
> (führe nicht Buch) Kofferraumladungen von Altgeräten verschiedenster
> Kategorien
> gestern das erste nicht funktionierende Gerät untergekommen.
>
> das war dann aber auch nur ein leichter Fehler mit britzelndem Lötpunkt
> an einer lockeren Kaltgeräte-Buchse.

Oh Gott, ein Messi.

Nicht jeder will halt den Mixer von 1970 noch in seiner Küche verstauben 
sehen...
#4147768
Lesenswert?

Old Europe schrieb:
> Schlimmer geht immer. Schlimmer ist, wäre der Prinz
> gewählt worden.

Das kann man so nicht sagen. Wir können nur beurteilen wie die FIFA 
bisher geführt worden ist, aber nicht, was ein anderer vielleicht anders 
(oder auch nicht) gemacht hätte. Die Amtszeit Blatter hat sich bisher 
keinen guten Ruf eingefahren und er hatte genügend Zeit etwas zu ändern. 
Wenn man als Herausforderer allerdings nur halbherzige Bewerbungsreden 
schwingt und dann zurückzieht, ist sowieso Hopfen und Malz verloren. 
Wichtiger wäre es aber fernab dieses Geplänkels sich zu überlegen, ob 
man Ländern wie Russland die Austragung der WM2018 überhaupt noch 
belassen kann oder ob man damit nicht auch noch unfreiwillig zum Teil 
des russischen Propagandaapparates zweckentfremdet wird. So wie es 
aussieht wird sich die Lage wohl nicht verbessern und Salut für den 
Kampfzwerg beim Anpfiff sollte man sich ersparen.
#4147774
Lesenswert?

g. c. schrieb:
> Wichtiger wäre es aber fernab dieses Geplänkels sich zu überlegen, ob
> man Ländern wie Russland die Austragung der WM2018 überhaupt noch
> belassen kann oder ob man damit nicht auch noch unfreiwillig zum Teil
> des russischen Propagandaapparates zweckentfremdet wird.

Andersrum würde bedeuten, den Amis zu einem Propagandasieg zu verhelfen 
-- das ist auch nicht besser...
Gast #4147909
Lesenswert?

g. c. schrieb:
> Wichtiger wäre es aber fernab dieses Geplänkels sich zu überlegen, ob
> man Ländern wie Russland die Austragung der WM2018 überhaupt noch
> belassen

Warum nicht? Es gab eine WM in den USA und in Deutschland.
Da ist es doch ok wenn mal eine in Russland stattfindet.
Finde gut, das Blatter die FIFA da nicht von der momentanen
politischen Grosswetterlage beeinflussen lässt.

Übrigens: Schau mal welchen Betrag die FIFA in den zig Jahren
veruntreut haben soll und was uns die paar Tage Gipfel kosten.
Die sollen mal den Ball flachhalten, diese "Hüter der Moral" (lach).

g. c. schrieb:
> Wir können nur beurteilen wie die FIFA
> bisher geführt worden ist

Viel in den Fussballsport in armen Ländern getan.
Wem passt das nicht?

LG
old.
#4147940
Lesenswert?

Old Europe schrieb:
> g. c. schrieb:
>> Wichtiger wäre es aber fernab dieses Geplänkels sich zu überlegen, ob
>> man Ländern wie Russland die Austragung der WM2018 überhaupt noch
>> belassen
>
> Warum nicht? Es gab eine WM in den USA und in Deutschland.

Die fielen nur beide nicht auf einen Zeitpunkt zu dem diese Länder 
hybride Kriege führten.

> Da ist es doch ok wenn mal eine in Russland stattfindet.

Nur der Zeitpunkt ist falsch. Wenn man tote Soldaten (die angeblich gar 
nicht vorhanden sind) nun auch noch zum Staatsgeheimnis erklärt und 
Angehörigen 7 Jahre Haft androht wenn sie darüber sprechen, dann 
konterkariert das den Geist der Fußball-WM. Da kann man dem Diktator 
auch gleich übermitteln, wir (der Westen) finden es "toll" was du da so 
treibst. Hier müssen endlich deutlichere Zeichen gesetzt werden.

> Finde gut, das Blatter die FIFA da nicht von der momentanen
> politischen Grosswetterlage beeinflussen lässt.

Vielleicht fehlt es am Gewissen. Ist ihm wohl Scheiss egal.

> Übrigens: Schau mal welchen Betrag die FIFA in den zig Jahren
> veruntreut haben soll

Na warten wirs mal ab wieviel noch angeklagt werden.

> Viel in den Fussballsport in armen Ländern getan.

Und anscheinend noch viel mehr für sich selber. Wie kommt man eigentlich 
zu so viel Privatvermögen?

> Wem passt das nicht?

Ein bisschen Placebo für arme Länder ist immer gerne ein Aushängeschild 
für gute Geschäfte.
#4147961
Lesenswert?

Timm Thaler schrieb:
> .. Und dann kommt raus: Die alten Säcke hatten recht:
> 
http://www.spiegel.de/politik/ausland/ddr-cia-finanzierte-sabotage-und-anschlaege-a-1019554.html
>
> Natürlich finanziert von: der CIA.
>
> Ich kann jeden verstehen, der sagt: In diese Welt will ich keine Kinder
> setzen. Soviel zur Zukunft.

Und bloß weil ein paar durchgeknallte Typen (ähnlich wie heute) 
Brandanschäge verübten mussten gleich 121 davon von der Sowjetunion 
erschossen und 5 von der DDR hingerichtet werden? Eine Gefängnisstrafe 
war wohl nicht angemessen was?!

Von wem ging der Terror da wohl aus?!
Gast #4147987
Lesenswert?

g. c. schrieb:
> Und bloß weil ein paar durchgeknallte Typen (ähnlich wie heute)
> Brandanschäge verübten

Der Vergleich stimmt natürlich, damals wie heute wurden diese 
durchgeknallten Typen vom gleichen System finanziert.

> mussten gleich 121 davon von der Sowjetunion erschossen

Zur gleichen Zeit wurden übigens über 50 Leute an der deutschen Grenze 
erschossen. Nein, nicht an der innerdeutschen, sondern an der 
dt-belgischen Grenze. Nein, nicht weil sie Anschläge verübt haben. Weil 
sie Kaffee geschmuggelt haben. Bei seinen Steuern versteht der dt. Staat 
halt keinen Spass.

Geh doch zu den Amis, in deren Arsch steckst Du ja schon.
#4147996
Lesenswert?

Timm Thaler schrieb:
> Der Vergleich stimmt natürlich, damals wie heute wurden diese
> durchgeknallten Typen vom gleichen System finanziert.

Unsinn, wie auch der freche Rest deines Postings. Du bist der erste der 
hier mit persönlichen Beleidigungen kontert. Wegen Leuten wie dir darf 
man hier nicht mehr über solche Themen diskutieren.

Führerkult wie ihn Russland derzeit betreibt ist übrigens ein Merkmal 
von Faschismus. Da ist mir ein Obama den die Hälfte der Amis ablehnt 
zehnmal lieber.

Mit unfreundlichem Gruß
(Firma: Möhrchenzucht) #4148014
Lesenswert?

Ich habe das Thema jetzt nicht ganz durchgelesen, aber bis zum 
Smartphone-Problem bin ich auch gekommen.

Ich habe selbst vor etwa einem halben Jahr nach zwei Jahren Galaxy S2 
drei Monate mit einem Nokia (dem Klassiker: C3310) auskommen müssen.

Stellt euch vor es ging. Allerdings wurde ich während meines Praktikums 
bei einer Computerzeitschrift mitleidig belächelt ^^.

Mittlerweile habe ich wieder ein S4. Mehr brauche ich aber auch nicht. 
Da läuft Cyanogenmod drauf und vielleicht 6-7 Apps, die nicht 
vorinstalliert waren und der Rest wird über den Browser erledigt. Eine 
nicht installierte App schnüffelt nicht ungefragt herum.
#4148116
Lesenswert?

Korbinian Geiger schrieb:
> Ich habe das Thema jetzt nicht ganz durchgelesen, aber bis zum
> Smartphone-Problem bin ich auch gekommen.
>
> Ich habe selbst vor etwa einem halben Jahr nach zwei Jahren Galaxy S2
> drei Monate mit einem Nokia (dem Klassiker: C3310) auskommen müssen.
>
> Stellt euch vor es ging. Allerdings wurde ich während meines Praktikums
> bei einer Computerzeitschrift mitleidig belächelt ^^.
>
> Mittlerweile habe ich wieder ein S4. Mehr brauche ich aber auch nicht.
> Da läuft Cyanogenmod drauf und vielleicht 6-7 Apps, die nicht
> vorinstalliert waren und der Rest wird über den Browser erledigt. Eine
> nicht installierte App schnüffelt nicht ungefragt herum.

Aber den CM Sourcecode hast du bestimmt gelesen? Noch dazu wo diese 
demnächst mit Microsoft kooperieren...
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #4148272
Lesenswert?

1991–2001 Jugoslawienkriege

    1991 10-Tage-Krieg in Slowenien
    1991–1995 Kroatienkrieg
    1992–1995 Bosnienkrieg
    1999 Kosovokrieg
    2001 Mazedonienkrieg

seit 2001 Krieg in Afghanistan

2003–2011 Irakkrieg

Wann noch mal waren die fraglichen WMs zu denen Deutschland und die USA 
nicht in Kriege verwickelt waren offen oder auch verdeckt.

Mann, Mann, Mann
#4148292
Lesenswert?

Winfried J. schrieb:
> Gar keine wenn man auf solch Geschichtsbewustein schaut.

Winfried J. schrieb:
>> Welche Zukunft haben Wir?
>
> Gar keine wenn man auf solch Geschichtsbewustein schaut.
>
> Oh je...

Jo, oh je wenn man so geschichtsvergessen ist und nicht den Unterschied 
kennt zwischen den Interessen eines aggressiven Diktators (heute wie 
damals) und einer Staatengemeinschaft, die darauf zu reagieren hatte 
(und im übrigen damals auch richtig reagierte).

Was wollen die grünen Männchen im Donbass erzwingen? Das Land nicht zur 
Ruhe kommen zu lassen. Könnte ja sonst sein, dass es sich ohne 
russischen Einfluss besser entwickelt als mit. Und das passt dem Kreml 
halt nicht.
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #4148321
Lesenswert?

Ah Ja eine "Staatengemeinschaft" in der der Mächtigste Staat seine 
Vasallen wie Schachfiguren hin und herschiebt, bespitzelt und verarscht 
aus Angst vor seinen eigenen Verbündeteten, die sich mit dem erklärten 
Feind verbünden könnten wenn sie wollten, und das offen zugibt:

Beitrag "Re: Welche Zukunft haben Wir?"

Da hat old papa recht mit seinen 4 Affen.

Irgend wie findet Deutschland immer genau die verbündeten mit denen es 
in den Abgrund segelt. Sollte ich mich irren so gern aber ich fürchte 
das Gegenteil. Im übrigen scheine ich damit nicht allein. Gerade gar 
nicht so linken Kabarett mehren sich ebenfalss die stimmen welche immer 
weniger nachvollziehen können und wollen was offenbar gerade passiert.
so und nun wieder zur Zukunft.

Wenn wir eine solche haben wollen, dann gehört europa vom kopf auf die 
füße gestellt. Und damit meine ich eine wirtschaftliche, eine soziale 
und eine politische Union die den Namen verdient und in der Rechte und 
Freiheiten der Bürger keine zu teure aber billig gemachte Reklametafel 
ohne Inhalte sind sondern auch für Jeden erreichbar, auch den Migrannten 
etc.

Gern darf man sich dazu ander Präambel der Unabhängikeitserklärung und 
weiteren ein Beispiel nehmen und diese umsetzen.
Zitat Pennsylvanischer Staatsbote:

„Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, daß alle Menschen gleich 
erschaffen worden, daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen 
unveräußerlichen Rechten begabt worden, worunter sind Leben, Freyheit 
und das Bestreben nach Glückseligkeit. Daß zur Versicherung dieser 
Rechte Regierungen unter den Menschen eingeführt worden sind, welche 
ihre gerechte Gewalt von der Einwilligung der Regierten herleiten; daß 
sobald einige Regierungsform diesen Endzwecken verderblich wird, es das 
Recht des Volks ist, sie zu verändern oder abzuschaffen, und eine neue 
Regierung einzusetzen, die auf solche Grundsätze gegründet, und deren 
Macht und Gewalt solchergestalt gebildet wird, als ihnen zur Erhaltung 
ihrer Sicherheit und Glückseligkeit am schicklichsten zu seyn dünket. 
Zwar gebietet Klugheit, daß von langer Zeit her eingeführte Regierungen 
nicht um leichter und vergänglicher Ursachen willen verändert werden 
sollen; und demnach hat die Erfahrung von jeher gezeigt, daß Menschen, 
so lang das Uebel noch zu ertragen ist, lieber leiden und dulden wollen, 
als sich durch Umstossung solcher Regierungsformen, zu denen sie gewöhnt 
sind, selbst Recht und Hülfe verschaffen. Wenn aber eine lange Reihe von 
Mißhandlungen und gewaltsamen Eingriffen, auf einen und eben den 
Gegenstand unabläßig gerichtet, einen Anschlag an den Tag legt sie unter 
unumschränkte Herrschaft zu bringen, so ist es ihr Recht, ja ihre 
Pflicht, solche Regierung abzuwerfen, und sich für ihre künftige 
Sicherheit neue Gewähren zu verschaffen.“


Namaste
#4148367
Lesenswert?

Winfried J. schrieb:
> Irgend wie findet Deutschland immer genau die verbündeten mit denen es
> in den Abgrund segelt. Sollte ich mich irren so gern

Ja, hier irrst du dich. Denn die Entwicklung Deutschlands im Hinblick 
auf die Zeit der Westbindung der vergangenen Jahrzehnte war 
wirtschaftlich gesehen wesentlich erfolgreicher als die Bindung des 
Ostteils Deutschland namens "DDR" an die einstige Sowjetunion und deren 
Doktrin. Das hat Adenauer gespürt und entsprechend rechtzeitig die 
richtigen Weichen gestellt. Das Ende der DDR haben wir alle miterlebt. 
Der glückliche Umstand, dass Gorbi sich die DDR nicht mehr leisten 
konnte (und vielleicht auch wollte) brachte uns die Wiedervereinigung. 
Unter Putin hätten wir sie heute niemals mehr bekommen. Sein 
Neurusslandkurs der neuen (und alten) Stärke verbittet das. Viele Ex 
DDR-Bürger scheinen aber leider längst vergessen zu haben, dass sie 
Freiheit und wirtschaftlichen Aufstieg dem "pösen Kapitalismus", der bei 
uns als soziale Markwirtschaft sich einen Namen gemacht hat, verdanken. 
Was die Bespitzelung angeht, das ist ärgerlich und lästig, aber nicht 
lebensbedrohend für den Normalbürger. Da leben Systemkritiker im 
heutigen Russland wesentlich gefährlicher. Und bespitzeln tun 
schließlich alle, also euch Engländer, Franzosen, Chinesen und Russen 
mit Sicherheit sowieso. Darin ist Putin ja ausgebildeter Experte.
(Firma: EleLa - www.elela.de) #4148433
Lesenswert?

g. c. schrieb:
> Auf welchen Zeitraum gerechnet?

Home :: List of Countries Forecast 2025
There are 182 countries listed below. View year 2014 listing.

Was die genau und wie gerechnet haben wird sicher auch irgendwo da 
stehen. Vermutlich gehen die wohl davon aus dass es ein paar Wochen 
Stromausfall gibt und dann geht nix mehr. Weder Wasser noch 
Lebensmittelversorgung.
Gast #4148445
Lesenswert?

Markus Müller schrieb:
> Die USA trifft es noch härter ... 80%

Es wird, es wird... 
http://www.spiegel.de/panorama/us-polizisten-erschiessen-385-menschen-in-fuenf-monaten-a-1036399.html

Langsam, aber sie arbeiten daran. These: Wenn die Anzahl der 
Schusswaffen konstant bleibt und die Anzahl der Amerikaner sinkt, sollte 
die Entwicklung sich beschleunigen.

Allerdings müsste denen noch jemand erklären, dass 130 Kugeln auf 2 
Unbewaffnete ineffizient ist... 
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/usa-freispruch-fuer-polizisten-a-1035331.html

Ein derart krankes Land gehört eigentlich in Quarantäne.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4148974
Lesenswert?

Claus M. schrieb:
> ☞ J-A von der Heyden ☜ schrieb:
>> jaja das Thema Entsorgen.
>>
>> Ich verwurste ja so einiges an ausgedienten" Gerätschaften, die mir von
>> einigen Quellen zum Nulltarif überlassen werden.
>> Zwecks "stumpfer" Schrottverwertung und Teileweiterverhökerei.
>>
>> Im ganzen zurückliegenden Teil dieses Jahres ist mir bei geschätzten 25
>> (führe nicht Buch) Kofferraumladungen von Altgeräten verschiedenster
>> Kategorien
>> gestern das erste nicht funktionierende Gerät untergekommen.
>>
>> das war dann aber auch nur ein leichter Fehler mit britzelndem Lötpunkt
>> an einer lockeren Kaltgeräte-Buchse.
>
> Oh Gott, ein Messi.
>
> Nicht jeder will halt den Mixer von 1970 noch in seiner Küche verstauben
> sehen...

eben kein Messi.
Ein Messi hortet immer mehr an und vermüllt seine Wohnung.
Bei mir ist es ein ständiger Durchgang. wenn was rein kommt, geht auch 
immer im gleichen Maß wieder was raus.
Gast #4151404
Lesenswert?

> Das zum Thema Österreich und Zukunft: ...

Wir Piefkes haben aus Österreich öfters gerne importiert, aber dabei 
nicht immer profitiert.
Mozartkugeln machen zwar fett, schmecken aber wenigstens gut. -
Ohne einen Mechernich, ohne einen berüchtigten Gefreiten ... wäre es uns 
bestimmt nicht schlechter ergangen.
#4153812
Lesenswert?

Old Europe schrieb:

> Frage:
>
> Wenn ich als Selbständiger Geld verdiene, wird es mir mit Steuern
> teilweise weggenommen, zum "Wohle der Gesellschaft".
> Wenn ich mit dem Unternehmen Geld verliere, dann bin ich alleine
> für den Verlust verantwortlich.
>
> Wie nennt man das?

Hm, was ist denn der Unterschied zwischen Selbstständigem und 
Unternehmer?
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4154251
Lesenswert?

wie man gestern wieder in einem TV Bericht sehen konnte,
prognostiziert man uns ein "Arbeiten" in einer hip gestylten Hubba-Bubba 
Welt
Eine Welt
-in der Erwachsene sich wie Kinder verhalten,
-in der man sich dank vernetzter Gehirne,
zumindest aber mit Computer-Hirn-Interfaces sich z.B. seine Präsentation 
an die Video-Wall transferieren kann.

's fehlt nur noch dass ich irgendwann die Gedankengänge von den "lieben" 
kollegen wie in einem Borg-Hive mithören kann.

Wobei anders herum (meine Gedanken in die eines bestimmten Kollegen 
gestreamt) würde selbigen evtl in den Selbstmord treiben.
das wäre schon ein faszinierender Ausblick:
-Gedanken-Mord.

Da arbeite ich doch lieber an und mit Werkzeugmaschinen.
#4155348
Lesenswert?

Mani W. schrieb:
> Winfried J. schrieb:
>> „Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, daß alle Menschen gleich
>> erschaffen worden, daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen
>> unveräußerlichen Rechten begabt worden, worunter sind Leben, Freyheit
>> und das Bestreben nach Glückseligkeit.
>
> Dieser Satz beeindruckt mich sehr...
>
>
> Man muss ihn nur öfters lesen...

Und wenn ich mich noch ...zigmal beeindrucken lasse, bin ich hinterher 
genauso schlau wie vorher. Was willst du uns damit sagen, Winne? Hast du 
vergessen, in welchem System wir leben?
#4155366
Lesenswert?

Max Mustermann schrieb:

> Und wenn ich mich noch ...zigmal beeindrucken lasse, bin ich hinterher
> genauso schlau wie vorher. Was willst du uns damit sagen, Winne? Hast du
> vergessen, in welchem System wir leben?



"Das System" ist ja nicht ein abstraktes, unantastbares Credo, oder ein 
unabwendbares Schicksal, sondern das Ergebnis unserer aller Duldung und 
Unterstützung und in seinem zunehmend neo-feudalistisch entartenden Teil 
auch die Summe von mangelnder Aufmerksamkeit, opportunistischer 
Gutgläubigkeit und marginalisierter, politischer Zivlicourage seiner 
Mitglieder.

Gerade wenn man wahrnimmt in "welchem" System wir leben, sollte dieses 
Attribut nicht als fatalistisch-resignatives Alibi in den Raum geworfen 
werden. Es ist wenig Schläue darin, sich (im lutherischen Sinne) lieber 
mit dem emsigen Pflanzen von "ach so nützlichen" Apfelbäumchen zu 
entschuldigen, während das Unheil seine unübersehbaren Schatten 
vorauswirft. Auf diese Weise fliesst die Energie letztlich in 
Sandburgen, die schnell noch bei Ebbe an den Strand gesetzt werden.... 
wie so oft in unserer menschlichen Historie.

Und es liegt nicht daran, dass die Massen gar keinen Sinn und keinen 
Willen zur Erhaltung und Verwirklichung der fundamentalen Tugenden 
besässen, als vielmehr in ihrer Unfähigkeit, die in jeder Epoche 
auftretenden Wölfe im Schafspelz als solche zu identifizieren und von 
den Leitpositionen und Fresströgen fern zu halten. Das freiheitliche 
"Leben und leben lassen" gräbt sich seine Wurzeln ab, wenn es diese 
fundamentale Liberalität auf seine, durch ihre Taten zu erkennenden 
Antagonisten anwendet.

Es ist bezeichnend, dass gerade in solchen historischen 
Phasenübergängen, die Selbverständlichkeit der gesunden Toleranz, durch 
massiv überzogenes Friedens-, Freiheits- und Toleranzgeschrei 
propagandistisch zur Etablierung des, aus der Not heraus als 
"alternativlos" beschworenen Gegenteils mißbraucht wurde.

Gruß M.
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #4155369
Lesenswert?

Michael Sch. schrieb:
> Und es liegt nicht daran, dass die Massen gar keinen Sinn und keinen
> Willen zur Erhaltung und Verwirklichung der fundamentalen Tugenden
> besässen, als vielmehr in ihrer Unfähigkeit, die in jeder Epoche
> auftretenden Wölfe im Schafspelz als solche zu identifizieren und von
> den Leitpositionen und Fresströgen fern zu halten. Das freiheitliche
> "Leben und leben lassen" gräbt sich seine Wurzeln ab, wenn es diese
> fundamentale Liberalität auf seine, durch ihre Taten zu erkennenden
> Antagonisten anwendet.

Richtig das Problem mit der Macht ist, dass nur die sie zu erlangen 
Vermögen welche auch danach streben. Wer das nicht tut, weil er im 
Gegensatz zu jenen die nach ihr gieren, friedfertig sein Tagwerk 
verrichtet wird sie folglich nicht erlangen.
So können die gierigsten der Wölfe ihre Beute alsbald verzehren.
Namaste
#4155400
Lesenswert?

Winfried J. schrieb:

> Richtig das Problem mit der Macht ist, dass nur die sie zu erlangen
> Vermögen welche auch danach streben. Wer das nicht tut, weil er im
> Gegensatz zu jenen die nach ihr gieren, friedfertig sein Tagwerk
> verrichtet wird sie folglich nicht erlangen.
> So können die gierigsten der Wölfe ihre Beute alsbald verzehren.
> Namaste

Du solltest lieber mal wieder Aufzüge installieren. ;)
#4155404
Lesenswert?

Michael Sch. schrieb:

> Es ist bezeichnend, dass gerade in solchen historischen
> Phasenübergängen, die Selbverständlichkeit der gesunden Toleranz, durch
> massiv überzogenes Friedens-, Freiheits- und Toleranzgeschrei
> propagandistisch zur Etablierung des, aus der Not heraus als
> "alternativlos" beschworenen Gegenteils mißbraucht wurde.

Interessant. Und in welchem "Phasenübergang" befinden wir uns 
gegenwärtig?
#4155430
Lesenswert?

Michael Sch. schrieb:
> @Max
>
> Sagen wir mal so:
> Man braucht sich nicht dafür zu schämen, wenn man den laufenden Kehraus
> der alten Party, mit dem Beginn einer neuen verwechselt. Das ist
> historischer Usus unter den Nachzüglern...

Ich höre immer "Party".Für mich nicht so der richtige Ausdruck für ein 
System, das gerade mal wieder versuchte, über meine Leiche zu gehen. 
Dazu muss man nur ein bisschen früher aufstehen, darf nicht ein gutes 
halbes Jahrhundert seiner eigenen Geschichte verpennt haben wie dieser 
Scheißkapitalismus in Deutschland.

Interessantes Buch übrigens, das da seit kurzem vor mir liegt:

http://www.amazon.de/Freiheit-statt-Kapitalismus-Sahra-Wagenknecht/dp/3821865466
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #4155696
Lesenswert?

Max Mustermann schrieb:
> Und wenn ich mich noch ...zigmal beeindrucken lasse, bin ich hinterher
> genauso schlau wie vorher. Was willst du uns damit sagen, Winne? Hast du
> vergessen, in welchem System wir leben?

Habe ich nicht. Der Satz stammt aus der Preambel der Verfassung der USA,
welche ich weiter oben zitierte, ist also nicht mein Werk, sondern ich 
habe mich meinerseits darauf bezogen.

Hier sei auf den Zusammenhang noch einmal verwiesen.
Beitrag "Re: Welche Zukunft haben Wir?"

Max Mustermann schrieb:
> Interessantes Buch übrigens, das da seit kurzem vor mir liegt:
>
> http://www.amazon.de/Freiheit-statt-Kapitalismus-Sahra-Wagenknecht/dp/3821865466

Damit dürfte sie freilich nicht ganz falsch liegen. Ich bin noch ein 
wenig weiter zurückgegangen, um darauf zu verweisen, dass es schon 
früher kluge Köpfe gab, man also nicht ganz am urschleim beginnen muss. 
Es genügt alte Fehler welche auf die letzten positiven Tendenzen folgten 
nicht mantragleich zu wiederholen.

Wie in der Technik so funktioniert auch gesellschaftliche Evolution. Die 
verfügbare Methode heißt "Try und Error." Sie wird jedoch erschwert 
durch den Umstand, dass sie weder homogen veläuft, noch steetig oder gar 
monoton in eine Richtung.

Dies hat neben einigen mistakes schon ein gewisser Uljanow richtig 
erkannt als er vor hundert Jahren schon die Zählebigkeit der 
menschlichen Gewohnheiten beklagte, welche zusätzlich zur Notwendigkeit 
des Erkentnissgewinnes noch zu überwinden seien, um jedweden geringen 
Fortschritt zu erziehlen. Imho formulierte er  "Zwei Schritte vor Einen 
zurück".

Namaste
Gast #4155721
Lesenswert?

Winfried J. schrieb:
> Wie in der Technik so funktioniert auch gesellschaftliche Evolution.

Nein, sie funktioniert eben nicht, da ihr der nachhaltige Speicher 
fehlt.

Bei natürlicher Auslese, so das Postulat, wird die erfolgreiche 
Entwicklung in den Genen verankert. (Kurzfristige) Gesellschaftliche 
Entwicklung wird aber nicht im Genpool festgehalten, sondern allenfalls 
im Gedächtnis oder schriftlich.

Nun entscheiden sich aber Gesellschaften regelmäßig gegen die Weisheit 
ihrer Vorfahren, und so wird aus "Nie wieder Krieg" zwei Generationen 
später "Nie wieder Krieg ohne uns" und aus der "sozialen 
Marktwirtschaft" die "marktkonforme Demokratie".
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #4155746
Lesenswert?

@ Timm,
wenn du mal hier nicht Bad und Kind mit einem mal ausschüttest.
Auch die Geselschaftliche Evolution kennt Auslese und 
Quantitätsanhäufungen bis hin zum qualitativen Sprung.

Und das die gesellschaftliche Entwicklung eben keine Einbahnstrasse ist 
habe ich ja gerade eben beschrieben. Da spielt das gesellschaftliche RAM 
schon eine gewisse Rolle. Nur muss seine Verwendung allweil aufs neue 
erlernt werden, wenn sich alte Gewohnheiten Bahn gebrochen.

Namaste
OP #4157154
Lesenswert?

Mani W. schrieb:
> -Zig Jahre danach (heute) haben wir "Alles, was das Herz begehrt"
> oder die "Brieftasche zulässt".

Winfried J. schrieb:
> Wie in der Technik so funktioniert auch gesellschaftliche Evolution. Die
> verfügbare Methode heißt "Try und Error." Sie wird jedoch erschwert
> durch den Umstand, dass sie weder homogen veläuft, noch steetig oder gar
> monoton in eine Richtung.

Die Richtung, in die Wir gehen, ist es die Richtige ?



Mani
#4157205
Lesenswert?

Claus M. schrieb:
> Nicht jeder will halt den Mixer von 1970 noch in seiner Küche verstauben
> sehen...

Wenn du ihn benutzt, staubt er auch nicht ein. :-)

Ich habe erst letzte Woche unseren Mixer mit kleinem Kabelbruch 
repariert.
Es ist ein Philips von 1972. Der hat schon bei Oma Dienst getan und ist 
nun nach Muttern in dritter Genaration am rühren. Meine Frau hat es mal 
mit einem neuen Probiert. Fazit: Neuen verschenkt und Erbstück weiter 
benutzt.
#4157210
Lesenswert?

Timm Thaler schrieb:
> Zur gleichen Zeit wurden übigens über 50 Leute an der deutschen Grenze
> erschossen. Nein, nicht an der innerdeutschen, sondern an der
> dt-belgischen Grenze. Nein, nicht weil sie Anschläge verübt haben. Weil
> sie Kaffee geschmuggelt haben. Bei seinen Steuern versteht der dt. Staat
> halt keinen Spass.

Habe ich gar nicht gewusst. Hast du da mal eine Quelle?
Gast #4157356
Lesenswert?

g. c. schrieb:
> Wäre guter Stoff für Oliver Welke's ZDF heute-show.

Der faule Sack macht doch schon wieder Sommerpause. Jetzt gibts erstmal 
3 Monate keine vernünftigen Nachrichten mehr.

Max Mustermann schrieb:
> Das war ein Witz, oder?

Nein, wie Du schon bemerkt hast, leider nicht. Für mich zeigt das sehr 
deutlich den Unterschied der Systeme: Im real existierenden Sozialismus 
wurden die Leute wegen der Ideologie erschossen, im Kapitalismus wegen 
der Steuern.
Gast #4157471
Lesenswert?

Timm Thaler schrieb:
> Für mich zeigt das sehr
> deutlich den Unterschied der Systeme: Im real existierenden Sozialismus
> wurden die Leute wegen der Ideologie erschossen, im Kapitalismus wegen
> der Steuern.

Im Kapitalismus gibt es keine Steuern, da der Staatsdapparat
dort auf 0 runtergefahren ist. Ich vermute mal Du meinst
Faschismus. Aber in allen Systemen gibt es halt Leute die
meinen andersdenkende Menschen (Mund-) tot machen zu müssen.
(Siehe oben.)

LG
old.
#4157574
Lesenswert?

Old Europe schrieb:

> Im Kapitalismus gibt es keine Steuern, da der Staatsdapparat
> dort auf 0 runtergefahren ist.

Ach, und wie nennst du unser gegenwärtiges System?

"Staatsapparat auf 0 runtergefahren" kenne ich nur aus der Theorie 
(nennt sich "Kommunismus" - nicht zu verwechseln mit dem, was sich da so 
nannte). Dazu fehlen allerdings noch einige Voraussetzungen - und ob sie 
jemals geschaffen werden können, steht in den Sternen.
#4157698
Lesenswert?

B. Obachter schrieb:
> Timm Thaler schrieb:
>> Ich kann jeden verstehen, der sagt: In diese Welt will ich keine Kinder
>> setzen. Soviel zur Zukunft.
>
> Das fängt ja schon im eigenen Land an.
> Die Kriminellen, die wir aktuell ins Land holen, werden uns noch ganz
> massiv belasten.

"Kein Land hat Lust auf die Kriminellen eines anderen Landes - es sei 
denn, sie bringen genügend Kohle mit." (Weiß nicht, wen ich da zitiert 
habe - er hat's jedenfalls auf den Punkt gebracht, finde ich.)

> In unserem Dorf (!) wird in der Woche durchschnittlich dreimal
> eingebrochen. Das war vorher der Fünf-Jahres-Durchschnitt!
>
> Diese Zukunft möchte ich auch keinen Kindern zumuten, besonders bei
> einer Regierung, die ihren Aufgaben nicht nachkommt, wie z.B. die
> Sicherheit im Inneren zu gewährleisten.

[Sarkasmus]

Wieso - ist im Inneren die Sicherheit der Regierung nicht 
gewährleistet?

[/Sarkasmus]
#4157725
Lesenswert?

Die Prekäre an unserer Gegenwart ist die Tatsache dass es den meisten ja 
noch im Weltvergleich von der materiellen Seite her sehr gut geht. So 
gesehen kann ich jene auch irgendwo verstehen, die die warnenden Stimmen 
in der Verschwörer- und Pessimisten-Ecke angesiedelt haben möchten.

Mich erinnert die aktuelle Situation an den beginnenden GAU von 
Tschernobyl. Man hatte vorher viele Krisen und Extremsituationen schon 
erfolgreich, wenn auch knapp, gemeistert. So entstand das trügerische 
Gefühl, dass es auch diesmal so sein wird. Bis die neue Qualität der 
aktuellen Gefahr richtig eingeschätzt war, hatte der unsichtbare Prozess 
im Hintergrund schon Dimensionen angenommen, für die eine Beherrschung 
mit den bisher probaten Mitteln nicht mehr möglich war. Als der Deckel 
dann wegflog, waren die frühzeitig warnenden Pessimisten dann Realisten 
und die Optimisten taten was sie immer taten: Sie strahlten...
#4157753
Lesenswert?

Michael Sch. schrieb:
> Die Prekäre an unserer Gegenwart ist die Tatsache dass es den meisten ja
> noch im Weltvergleich von der materiellen Seite her sehr gut geht. So
> gesehen kann ich jene auch irgendwo verstehen, die die warnenden Stimmen
> in der Verschwörer- und Pessimisten-Ecke angesiedelt haben möchten.
>
> Mich erinnert die aktuelle Situation an den beginnenden GAU von
> Tschernobyl.

Hm. Wie etwa stellst konkret du dir den GAU vor, auf den wir zusteuern - 
und wie die Möglichkeiten, gegenzusteuern?
#4157842
Lesenswert?

Bis in vergangenen Jahrhundert wurden solche Dinge immer durch einen 
Krieg gelöst.
Wobei ich die jetztige Situation noch nicht so schlimm einstufe, wie es 
jeweils vor den beiden Weltkriegen war.
Auch denke ich, dass ein Krieg nicht mehr als Lösung angesehen werden 
kann, das Zerstörungspotential ist viel zu gewaltig geworden.
Gast #4157847
Lesenswert?

Old Europe schrieb:
> Im Kapitalismus gibt es keine Steuern, da der Staatsdapparat
> dort auf 0 runtergefahren ist.

Ich vermute mal, Du meinst Liberalismus.

Der Kapitalismus ist ohne Staat nicht machbar, da zum Einen die 
staatlichen Organe die Verfügbarkeit von billigem Humankapital 
sicherstellen und zum Anderen dieses Humankapital ruhighalten müssen. 
Denn für den Großteil der Gesellschaft ist Kapitalismus eigentlich 
kacke...
#4157863
Lesenswert?

Jürgen W. schrieb:
> Bis in vergangenen Jahrhundert wurden solche Dinge immer durch einen
> Krieg gelöst.
> Wobei ich die jetztige Situation noch nicht so schlimm einstufe, wie es
> jeweils vor den beiden Weltkriegen war.
> Auch denke ich, dass ein Krieg nicht mehr als Lösung angesehen werden
> kann, das Zerstörungspotential ist viel zu gewaltig geworden.

Was nichts daran ändert, dass laufend welche geführt werden.
#4157887
Lesenswert?

Timm Thaler schrieb:
> Old Europe schrieb:
>> Im Kapitalismus gibt es keine Steuern, da der Staatsdapparat
>> dort auf 0 runtergefahren ist.
>
> Ich vermute mal, Du meinst Liberalismus.
>
> Der Kapitalismus ist ohne Staat nicht machbar, da zum Einen die
> staatlichen Organe die Verfügbarkeit von billigem Humankapital
> sicherstellen und zum Anderen dieses Humankapital ruhighalten müssen.
> Denn für den Großteil der Gesellschaft ist Kapitalismus eigentlich
> kacke...

Und warum wählt der Großteil immer wieder genau die nicht, die offen 
gegen den Kapitalismus auftreten?
Gast #4157928
Lesenswert?

> Und warum wählt der Großteil immer wieder genau die nicht, die offen
> gegen den Kapitalismus auftreten?

Viele sind wohl mit den Almosen, die sie derzeit (wie lange noch ?) 
gnädigst zugeteilt bekommen, zufrieden.
OP #4158338
Lesenswert?

Max Mustermann schrieb:
> Im Ernst: Du hast diesen Thread
> doch nicht aus Langeweile eröffnet?

Nein! Absolut nicht aus Langeweile...


Max Mustermann schrieb:
> Du musst doch nichts davon kaufen?

Tu ich nicht...

Jürgen W. schrieb:
> Ich meinte "richtige" Kriege, d.h. den "totalen Krieg".

Hoffentlich niemals...



Der totale Krieg könnte ja anders aussehen:

A-Bombe in 100 km Höhe gezündet, und der FI eines ganzen
Kontinents fällt...


Mani
#4158598
Lesenswert?

Mani W. schrieb:
> Der totale Krieg könnte ja anders aussehen

Wie der Krieg der Zukunft geführt werden könnte, hat ein gewisser Dennis 
Bushnell, seines Zeichens Chefwissenschaftler bei der NASA, schon Anfang 
dieses Jahrtausends dargelegt:

https://www.metabunk.org/attachments/future-strategic-issues-and-warfare-pdf.3295/

Man beachte, daß viele seiner Vorhersagen bereits Realität sind, z.B. 
die Kriegführung mit Drohnen. Aufgrund der starken Abhängigkeit 
abendländischer Kulturen vom Funktioneren der Technik braucht es keine 
Atomwaffen mehr, um Staaten wie die USA zu paralysieren. Gezielte 
Angriffe auf die "Lebensadern" Energie, Kommunikation und Logistik 
genügen völlig und lassen sich mit vergleichsweise minimalem Budget und 
sehr kleinen Truppen ausführen.
OP #4162384
Lesenswert?

Das beste Angriffsziel ist die Kommunikation, die sich auf
Grund der Digitalisierung auf die Begriffe

"geht oder geht nicht"


beschränkt:


 Radio, FS, Internet, Mobiltelefonie, E-Mails, Datenfunk,
 Flugfunk,...


Damit auch verbunden mit E-Versorgern, Hilfsdiensten, etc...


Fällt die Kommunikation (zwischen Mensch-Mensch-Maschine-Maschine)
aus, sei es durch Unwetter oder Hacker, dann wird das ein
schweres Problem für die Produktion, Logistik, Kühlkette,...
#4165153
Lesenswert?

Scheibchen um Scheibchen rückt das Kriegsszenario näher. Dann eine False 
Flag, die das Fünkchen ins randvolle Pulverfass schleudert und schon 
steht unser treudoofer Kontinent ein drittes Mal kopfkratzend vor seinen 
eigenen Trümmern und fragt sich fast schon routiniert: "Wie konnte das 
bloss passieren?"

http://derstandard.at/2000017422909/Pentagon-will-schwere-Waffen-in-Osteuropa-stationieren
Gast #4165184
Lesenswert?

Michael Sch. schrieb:
> Scheibchen um Scheibchen rückt das Kriegsszenario näher.

Fehlt noch der nächste Bush for President. Der will erklärtermaßen das 
"alte Amerika" zurückbringen, mit Waffen und Weltmacht. Also offenbar 
das Amerika des kalten Krieges.

Ich könnte kotzen, wenn ich sehe, wie diese alten Knacker ungestraft die 
Zukunft meiner Kinder aufs Spiel setzen.
#4165361
Lesenswert?

Michael Sch. schrieb:
> Scheibchen um Scheibchen rückt das Kriegsszenario näher. Dann eine False
> Flag, die das Fünkchen ins randvolle Pulverfass schleudert und schon
> steht unser treudoofer Kontinent ein drittes Mal kopfkratzend vor seinen
> eigenen Trümmern und fragt sich fast schon routiniert: "Wie konnte das
> bloss passieren?"
>
> 
http://derstandard.at/2000017422909/Pentagon-will-schwere-Waffen-in-Osteuropa-stationieren

Naja, man höre mal beide Seiten:

https://www.youtube.com/watch?v=93evBMAVmNA

Von einer Gefahr für Europa oder Deutschland höre ich da erst mal nichts 
heraus ...
(Firma: Q3) #4192167
Lesenswert?

Heinz L. schrieb:
> Was meinst wie kurz Kriege wären wenn die, die sie wollen, sie
> auch
> führen müssten? Dann würden erst gar nicht mal viele überhaupt zustande
> kommen.

Was glaubst du, warum die Wehrpflicht in Dtl. abgeschafft wurde? Weil es 
auch ohne genügend Dumme, Gestrauchelte, Gewissenlose oder schlicht 
Leute ohne andere Aussichten gibt.
Das offizielle Gejammer über fehlenden Zuspruch bezieht sich bestenfalls 
auf Führungskräfte oder ist - was ich eher annehme - nur taktischer Art 
(von einer cleveren PR-Agentur entworfen). Elend schafft moralischen 
Abschaum, aus dem man immer genügend Kanonenfutter schöpfen kann ...
#4192189
Lesenswert?

Timm T. schrieb:
>> dort auf 0 runtergefahren ist.
>
> Der Kapitalismus ist ohne Staat nicht machbar, da zum Einen die
> staatlichen Organe die Verfügbarkeit von billigem Humankapital
> sicherstellen und zum Anderen dieses Humankapital ruhighalten müssen.

Das geht auch mit Sicherheitsdiensten.

Schwierig wirds indes beim Militär. Wenn alle um mich herum freiwillig 
ihr Scherflein dazu beitragen, dann kann ich mir das sparen ohne an 
Sicherheit zu verlieren. Wenn dann aber alle so denken... Deshalb wirds 
da ohne Zwangsbeiträge schwierig. Auch Steuern genannt. Weshalb auch 
radikalste Staatsfeinde in den USA genau da halt machen.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren