Michael schrieb:
> Ohne Quadrieren hätten 1 A den Wert 1365 und 2 A den Wert 2730. Das ist
> das Doppelte.
>
> Mit Quadieren hätten 1 A den Wert 1.863.225 und 2 A den Wert 7.452.900.
> Das wäre das Vierfache. Folglich würde die Abschaltung noch schneller
> erfolgen.
>
> Oder habe ich das jetzt nur falsch verstanden?
Du hast die Integration der Quadrate über die Zeit vergessen, bzw. deine
Integrationszeit ist schlicht zu kurz oder anders ausgedrückt: dein
Ringpuffer ist zu klein bzw. du füllst ihn zu schnell
> Beispiel: Bei dauerhaft 1 A soll noch nicht abgeschaltet werden, bei 2 A
> etwa nach 10 Millisekunden und bei Kurzschluss etwa nach 2 ms.
Damit muß dein Ringpuffer den Zeitbereich von 10 ms umfassen. Nehmen wir
mal an, da hast darin 10 Werte, dann darfst du also nur einmal pro ms
Messen.
Wenn 1A fließt, hast du also nach 10ms in Summe 18.632.250 in deinem
Ringpuffer stehen, wenn 2A fließen 74.529.000, also würde man den
Schwellwert auf diese Zahl festlegen. Bei 3A und höher wäre der Messwert
rund 4.100, zum Quadrat also 16.810.000. Nach 5 Messungen, also 5ms,
wäre der Schwellwert auf jeden Fall überschritten. Noch zu lange.
Also hilft nur, irgendwas anzupassen. Entweder du erweiterst den
Meßbereich, so daß die Scheiße nicht schon bei 3A aufhört, was
sinnvolles zu messen oder du verringerst den Schwellwert auf ca.
33.000.000, um die Abschaltbedingung für den Kurzschlußfall
sicherzustellen. Dann würde er bei 2A allerdings bereits nach 5ms
abschalten, nicht erst nach 10. Oder du benutzt einen höheren Exponenten
als 2, sagen wir mal 3, du speicherst also nicht das Quadrat der
Meßwerte in deinem Puffer, sondern das Kubik.
Übrigens:
1)
Wie du übrigens unschwer bemerken kann, kommt in meinem Text nirgendwo
das Wort Mittelwert vor. Das liegt daran, daß man den für diese Aufgabe
überhaupt nicht benötigt...
2)
Es ist auch nicht nötig, mit derartig großen Zahlen zu hantieren. Man
skaliert vielmehr die Meßwerte oder spätestens ihre Quadrate sinnvoll.
Ich würde bei den Quadraten die unteren 16 Bit einfach wegschneiden,
dann hätte man:
I W W²>>16
1A 1365 28
2A 2730 113
3A 4095 255
Das paßt dann wunderschön in Bytes und wenn man als Schwellwert analog
zu oben 1130 wählt, ergibt sich genau das gleiche Verhalten wie oben,
obwohl effektiv die unteren 8Bit der Meßwerte völlig unter den Tisch
gefallen sind, nur halt mit viel weniger Speicherverbrauch.