1 Transistor Vorverstärker funktioniert nicht

OP #4180006
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Hi Leute,
ich habe mir diesen Vorverstärker gebastelt:
http://www.eleccircuit.com/simple-preamplifier-circuits-by-transistors/
(Der erste von oben)
Leider musste ich feststellen, dass der Verstärker nicht funktioniert 
hat. Wenn ich die Versorgungsspannung von 15V trenne, höre ich das 
Audiosignal in abgeschwächter Form im Lautsprecher. Wenn ich wieder 
"Saft" draufgebe, höre ich gar nix mehr!

Was könnte der Fehler bei mir sein?

P.S. Statt 2SD30 habe ich einen BC 547B benutzt. Die Schaltung wurde auf 
einer Lochrasterplatine aufgebaut!

Vielen Dank im Voraus für eure Antworten!
Gast #4180010
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Welche der Schaltungen im Link hast du konkret aufgebaut? Hast du die 
Gleichspannungen an verschiedenen Punkten der Schaltungen durchgemessen? 
Z.b. VCC/2 am Kollektor ohne Eingangssingale etc.? Mach mal ein Photo 
vom Aufbau. Löt und Bestückseite
Gast #4180028
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Moin,

Tja, im www kann halt jeder die lustigsten Schaltungen posten, mit den 
aberwitzigsten Versprechungen. Aber ob die dann auch funktonieren....
Die Schaltung ist mindestens so holperig, wie das Engisch. Vielleicht 
geht's besser, wenn du den 4.7k Widerstand weglaesst. Ist aber trotzdem 
keine schoene Schaltung.
Bau' lieber nen anderen Verstaerker.

Gruss
WK
Gast #4180142
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Manu O. schrieb:
> Also er läuft!
> Aber ist verzerrt! Soll ich parallel zum 1megaohm noch einen 1 megaohm
> schalten, dass es 500k sind?


Ist die richtige Richtung. Du mußt den Basiswiderstand so wählen, daß am 
Kollektor die halbe Betriebsspannung steht. Hatte ja oben schon jemand 
geschrieben.
Gast #4180166
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Potibrutzler schrieb:
> nimm den 4k7 Widerstand raus oder setz ihn vor den Eingangskondensator.
> Die Schaltung wird mit den 1M schon gehen.

Naja, auch das ist nicht optimal.
Entweder, wie schon mehrfach geschrieben, die 4k7 erhöhen (30k..50k) 
oder das 1M verringern (80k ... 120k, bis am Kollektor irgendwas 
zwischen 4V und 10V DC (ideal UB/2) stehen oder noch besser, den 4k7 
weglassen, dafür aber den 1M (besser 220k...470k) an den Kollektor legen 
anstatt an V+. Das nennt sich dann Spannungsgegenkopplung.

Max H. schrieb:
> Ist vllt. die Verstärkung zu hoch und der Verstärker übersteuert? Durch
> eine Stromgegenkopplung könntest du sie verringern.

Kann sein, ich vermute aber eher, dass einfach der Kollektor nicht 
ausreichend in der Mitte hängt und so das Signal entweder unten oder 
oben anschlägt.
Das ist leider häufig so in einer Schaltung ohne jegliche Gegenkopplung, 
weil die Stromverstärkungsfaktoren der Transistoren in weitem Bereich 
streuen. Das kann man zufällig ganz gut funktionieren, beim Nachbau aber 
dann schon nicht mehr.
Gast #4180415
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Die erste Schaltung ist auch nicht für einen BC547 dimensioniert.
Der hat meist eine Stromverstärkung von 500 oder höher.
Der genannte 2SD30 hat typisch 100.
Probier es aus. Nimm anstatt des 1M einen Einstellregler von 5MOhm plus 
einen Schutzwiderstand von 100KOhm.
Und dann stellst du am Kollektor die halbe Betriebsspannung ein. Wenn du 
hast, teste das auch mit anderen Transis.
Die Schaltung funktioniert schon.
Gast #4180523
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@Manu O. (elektrofreak2)
Lade Dir doch mal das Datenblatt des BC547 herunter und schau Dir mal 
die dort mitgeteilten Daten an.

Beim Verstärkungsfaktor (hFE) wirst Du feststellen, dass dort nur von 
"typischen, minimalen und maximalen" Werten für hFE die Rede ist.
z.B.                     hFE           min. typ  max
IC = 2.0 mA, VCE = 5.0 V        BC547A 110--189--220
                                BC547B 200--290--450
                                BC547C 420--520--800

Jeder Transistor hat also ganz ordentliche Exemplarstreuungen. Zudem 
verringert er bei Erwärmung seinen Kollektor-Emitterwiderstand. Dies 
bedeutet, dass der Kollectorstrom bei 70°C deutlich größer ist als z.B. 
bei 20°C. Diesem "thermischen Davonlaufen" begegnet man am einfachsten 
mittels einer Gleichstrom-Gegenkoppelung, was - wie schon beschrieben - 
durch das Einfügen eines Widerstandes in die Emitterleitung erfolgt, der 
so zu bemessen ist dass ca. 400-500mV im reinen Gleichstrombetrieb (also 
ohne Eingangssignal) abfallen.

Um die Wechselspannungsverstärkung nicht zu behindern, wird der 
Emitterwiderstand mit einem entsprechend großen Elko, z.B. 100uF/6,3V 
wechselspannungsmäßig überbrückt, wobei eher ein größerer, als ein zu 
kleiner Kapazitätswert zu empfehlen ist.

Das kann man mit LTSpice, einem kostenlosen Simulationsprogramm, sehr 
schön darstellen (Siehe Anlage).

Der Exemplarstreuung beim Verstärkungsfaktor begegnet man -neben der 
Methode mit dem Emitterwiderstand, zusätzlich, indem man mittels eines 
abgleichbaren Basisspannungsteilers, den Basisstrom so einstellt, dass 
sich am Kollektor +Ub/2 + Uemitter einstellt. Dann ist auch der 
Aussteuerungsbereich nach +Ub und GND symetrisch. In der Anlage handelt 
es sich um einen 100k-Trimmer, auf halben Widerstandswert gestellt

Die Ausführungen sind von mir sind evtl. etwas grob, dürften Dir aber 
weiterhelfen. Details kannst Du ja bei den richtigen Fachleuten 
nachlesen.

mfG GroberKlotz
Angehängte Dateien:
Gast #4180614
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"C3 acts as a wizard" (nach dem zweiten Bild zeile 7)
Was soll das bedeuten?

Vlt. suchst du deine Schaltungsvorschläge besser auf einer anderen 
Seite.
Oder hat es eine Bedeutung technischer Relevanz, welche mir nicht 
bekannt ist?
(Firma: matzetronics) #4180655
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Die erste Schaltung ist doch Unsinn. Erstens gibts da durch das falsche 
Verhältnis der Basiswiderstände so gut wie keine Basisvorspannung und 
zweitens fehlt, wie einige schon gesagt haben, die Selbststabilisierung.

Roll ganz runter zum Kassettenrekorder Verstärker und bau nur die erste 
Stufe nach - am Kollektor noch einen Koppelkondensator und damit gehts 
zum Ausgang. Da kannst du am besten einen BC549 oder einen BC550 nehmen, 
die rauschärmsten Typen aus der BC54X Familie, denn den BC109 gibts 
heute nicht mehr. Der 3,3MOhm kann auch durch was ab 220k aufwärts 
ersetzt werden.

Wenn die Verstärkung nicht reicht, kannst du parallel zu R3 (1k) einen 
Elko (22µF-100µF) schalten (Pluspol Richtung Emitter). Ein Trimmpoti in 
Reihe mit diesem Elko erlaubt die Regelung der Verstärkung.
OP #4180995
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Das mit der Formel probier ich noch!
Folgendes: Schaltung von GroberKlotz habe ich auf Steckboard getestet 
und am Eingang einen 470uF Elko auf Masse gelegt, der die Höhen etwas 
dämpft. Jetzt bin ich eigentlich zufrieden. Layout für Lochrasterplatine 
steht auch schon. Dann würde ich jetzt zwei davon Löten!
Gast #4181005
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Manu O. schrieb:
> Schaltung von GroberKlotz habe ich auf Steckboard getestet
> und am Eingang einen 470uF Elko auf Masse gelegt, der die Höhen etwas
> dämpft.
Damit würde ich aber vorsichtig sein, da die Grenzfrequenz des Filters 
von der Ausgangsimpedanz der Quelle abhängig ist. Wenn du die 
Bauteilwerte Berechnest oder Simulierst, kommst du wahrscheinlich 
schnelle zu einer vernünftigen Schaltung als wenn versuchst sie zu 
erraten.
#4181019
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wiederniemandaber schrieb im Beitrag #4180965:
>
> aha, und du meinst jetz, DU hast hier DAS "Rezept" für alle Hobbyisten,
> oder was? Wie schlau tust DU denn? nimm dich mal mit deinen
> Anschuldigungen bitte etwas zurück! Jeder, der was ins Netz stellt, ist
> deswegen nich gleich dumm! Also unterlass solche Bemerkungen hier! Und
> was die Bemerkung zu seiner Schaltung betrifft: Wenn schon keine Ahnung
> von nichts hast, wieso nimmst Dir hier heraus, dass du meinst, seine
> Schaltung sei holprig? Würd mal sagen: verzieh dich einfach, Meister
> wichtig! ist gesünder! Rotzlöffel!

Was hat man Dir denn heute unters Breichen gemischt?
Gast #4181484
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Hallo manu,

freut mich, dass Dir die von mir gezeigte Schaltung geholfen hat! 
Nebenbei bemerkt, wenn Du die Kondensatoren vergrößerst "filterst" Du 
damit nicht die Höhen. Hierdurch wird lediglich der frequenzabhängige 
Wechselstromwiderstand des Elko für niedrige Frequenzen verringert.

Mehr Erfolg verspricht ein einfaches Klangregelnetzwerk, wie z.B. ein 
sog. "Kuhschwanzfilter". Dieses kommt mit wenigen Bauteilen aus und 
erlaubt Dir die hohen und tiefen Frequenzen in weitem Bereich zu 
beeinflussen. Ich habe die Schaltung von 
[https://de.wikipedia.org/wiki/Kuhschwanzfilter] mit LTSpice 
"nachgebaut" und das Wechselstromverhalten simuliert. Zum Anschauen oder 
noch besser Nachbauen füge ich die Schaltung als Anlage bei.

Die Beschäftigung mit der kostenlosen Simulationssoftware LTSpice kann 
ich Dir nur empfehlen. Mit LTSpice lassen sich viele Schaltungen 
simulieren und man kann dabei viel über das Zusammenspiel der einzelnen 
Bauteile im Schaltungsverbund lernen
Download: 
[http://www.gunthard-kraus.de/LTSwitcherCAD/CD_LTSwitcherCAD/Software_LTSwitcherCAD/LTspiceIV.exe]

Ein gute, ausführliche deutsche Anleitung für LTSpice findest Du bei 
Gunthard Kraus 
[http://www.gunthard-kraus.de/LTSwitcherCAD/index_LTSwitcherCAD.html].

mfG GroberKlotz
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