Liebe Leute,
ich suche händeringend nach einer Lösung.
in meiner 12V Schaltung, welche einen Rollanden auf und zu fahren lässt,
möchte ich eine Sicherung einbauen, die ein Warnsignal abgibt sobald sie
ausgelöst wird. Sie soll ausgelöst werden, wenn mehr als 1,4A / 12V
gezogen werden. Dann hat sich nämlich was verklemmt.
Jetzt dachte ich an einen Polyswitch, der beim Auslösen ein Akustisches
Signal anschlatet. (durch einen Transitor!?)
was meint ihr? Ist das zielführend oder habt ihr eine bessere Idee?
Vielen Dank schonmal!
Frank schrieb:> Kannst die Poly ja Lowside rein machen und dann noch ein Schmitttrigger> der den Alarm anschaltet...
Danke Frank, das mit dem Schmitt-trigger ist eine gute Idee.
Aber ich check die Schaltung noch nicht ganz. Bauteil habe ich dieses
hier gefunden:
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A200/mos4584_mot.pdf
Versogrungsspannung mit 3-18V passt ja
VSS negative Spannung. ist klar. Pin7
VDD postitive Spannung- auch klar Pin14
Aber du meinst ich schalte den polyswitch vor den schmitt trigger?
D.h. Poly schaltet ab-> negativ an schmitt trigger (z.B. Pin1)(oder hier
schon an VSS?) -> Pin2 zu Akustik Signal -> Akustik signal zu Ground?
Aber ginge sowas nicht auch einfach mit einem PNP?
Nein derguteweka, es soll keine Autobahnfanfahre sein. Nur ein kleines
Akustiksignal. Möglichst hochfrequent, dass das Signal weit zu hören
ist. Aber hast du eine Idee was ich da nehmen kann?
Du schaltest ihn einfach parallel auf die Polyswitch.
Wenn die Polyswitch leitet ( alles ist ok ), dann "sieht" der Summer
keine Spannung.
Wenn die Polyswitch auslöst, stehen die ( fast ) 12V über ihr an. Summer
summt.
Der Strom, den der Summer braucht ( evtl. 50mA ) fließen weiterhin durch
deinen Rolladenmotor. Aber die 50mA merkt der ja nicht...
Habe jetzt keine Zeit was zu malen.
Spannungsteiler nach der Polyfuse auf einen NPN, der die Basis eines
zweiten NPN auf GND zieht.
An die Basis des zweiten NPN einen Pull-UP Widerstand an 12V vor der
Polyfuse.
Der zweite NPN schaltet den Buzzer, der an 12V hängt zu GND.
Moin,
schlenk28 schrieb:> Die Frage ist eben nur, wie ich den Summer am einfachsten Anschalte,> wenn die Sicherung kommt.
Ja, wiejesaaacht: Parallel zum Polyswitch. Es sei denn, der Strom, den
dein italienischer Autobahn-Buzzer braucht, ist zu hoch, um im
Fehlerfall noch durch den angeschlossenen Verbraucher fliessen zu
duerfen.
> Aber hast du eine Idee was ich da nehmen kann?
Nee, natuerlich nicht. Woher soll ich wissen, wie weit du hoeren kannst?
Irgendeinen Summer, Quietscher, Klingel, Piezo... fuer die "richtige"
Spannung und mit moeglichst geringer Stromaufnahme.
Gruss
WK
Ich finde die Idee einen einfachen 12V Buzzer parallel zum PolySwitch
optimal. Manchmal ist die einfachste Lösung auch die Beste. Es muss
nicht immer kompliziert sein... ;-)
Du könntest nebenbei statt der Polyswitch auch einen kleinen Mosfet
nehmen - z.B. den AUIPS71451. Es gibt auch welche, die noch weniger
Strom können. Bei Überstrom schaltet er einfach aus und gibt einen
Konstantstrom am Sense-Ausgang.
Aber das ist alles aufwändiger, als die Polyswitch mit der Hupe zu
brücken.
Martin D. schrieb:> Ich finde die Idee einen einfachen 12V Buzzer parallel zum PolySwitch> optimal. Manchmal ist die einfachste Lösung auch die Beste. Es muss> nicht immer kompliziert sein... ;-)
Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch. Wenn ich den Poly parallel zum
Buzzer schalte, wird doch der Buzzer immer mit Strom versorgt oder
nicht?
+VC ----- ---------
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PolySw. Buzzer
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GND ----- ---------
Und der Polyswitch lässt doch den Strom durch, es seih denn es kommt zu
viel Strom, dann trennt er die Leitung und nach einiger Zeit schließt er
wieder- richtig oder falsch?
schlenk28 schrieb:> Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch. Wenn ich den Poly parallel zum> Buzzer schalte, wird doch der Buzzer immer mit Strom versorgt oder> nicht?
Nein, denn die Polyswitch hat nahezu Null Ohm ( Draht ).
Beispiel:
Nimm eine Glühlampe, und schalte einen Draht parallel
Der Strom fliesst zu 100% durch den Draht.
Die Glühlampe "sieht" aus ihrer Sicht einen Kurzschluss an ihren
Anschlüssen und leuchtet nicht.
Ohmsches Gesetz.
Stefan M. schrieb:> Nein, denn die Polyswitch hat nahezu Null Ohm ( Draht ).
Alles klar, die Info hatte ich gebraucht. Da hatte ich wohl in der
Schule nicht aufgepasst. Danke für den Nachhilfeunterricht Stefan M. :)
Okay, dann wäre das geklärt und ich stehe nicht mehr auf dem Schlauch.
Jetzt gibts nur noch 1 Problem:
Ich habe diesen Poly auserkoren:
https://www.reichelt.de/Rueckstellende-Sicherungen/PFRA-065/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=35208&GROUPID=3307&artnr=PFRA+065
Da Ihold 0,65A sind (das Bedeutet, dass der bei 1,3 A / 12V auslöst,
richtig?) Bei 0,65 passiert also nichts, wenn ich das richtig verstanden
habe, und bei 1,3A löst der Poly aus.richtig?
Sollte dann noch was schieflaufen kommt eh die Feinsicherung mit 1,6A.
Die tripzeit beträgt 5,3 Sek. Das würde also bedeuten: wenn der Poly
auslöst (Der Motor zieht normal 1,2A, und wenn man ihn Festhält 1,6) ist
der Buzzer nur für 5,3 Sek zu hören, richtig?
Was passiert, wenn man das nicht hört? Dann Schaltet der Poly wieder an
und wieder aus und wieder an und wieder aus, solange die Barriere nicht
behoben ist?
Das kann er ja auch nicht unendlich oft machen :?!
schlenk28 schrieb:> Die tripzeit beträgt 5,3 Sek.
Das heisst, die Rolladensteuerung schaltet sowieso nach 5,3 Sek alles
aus?
Egal ob der Rolladen in der Zeit runter/ hoch gefahren ist?
Stefan M. schrieb:> schlenk28 schrieb:>> Die tripzeit beträgt 5,3 Sek.>> Das heisst, die Rolladensteuerung schaltet sowieso nach 5,3 Sek alles> aus?> Egal ob der Rolladen in der Zeit runter/ hoch gefahren ist?
Nein, der Rolladen braucht ca 20 sek. um von oben nach unten zu fahren.
Nur der Poly hat 5,3 Sek Tripzeit. (wenn was im Weg ist, und die
Sicherung kommt) Leider finde ich keinen mit längerer Tripzeit und
gleiche A Zahl.
Vielleicht sollte ich dann den Summer über die Glassicherung laufen
lassen und nicht über den Polyswitch.. (..mh)
Dass sozusagen der Polyswitch die notsicherung ist, falls die Katze
durchläuft, und die Feinsicherung auslöst, wenn ein Gegenstand im Weg
steht, der nicht wegbewegt wird. Dann ginge ja auch der Summer nicht
aus.. Und ich könnte den Summer ebenfalls zur Feinsicherung parallel
schalten, wie ich ja jetzt gelernt habe :)
Wenn der Fehler Auftritt und nicht beseitigt wird löst die Polyswitch
aus.
Solange der Fehler besteht bleibt die Polyswitch ausgelöst ( Summer
summt also immer ).
Die Polyswitch wird im ausgelösten Zustand warm.
Rückstellung erfolg erst, wenn manuell der Strom abgeschaltet wird, und
die Poly sich abkühlen kann.
Somit sollte das Konzept so klappen.
Die Anlage darf im Fehlerfall nur nicht von selbst den Strom irgendwann
abschalten.
schlenk28 schrieb:> Da Ihold 0,65A sind (das Bedeutet, dass der bei 1,3 A / 12V auslöst,> richtig?) Bei 0,65 passiert also nichts, wenn ich das richtig verstanden> habe, und bei 1,3A löst der Poly aus.richtig?>> Sollte dann noch was schieflaufen kommt eh die Feinsicherung mit 1,6A.>> Die tripzeit beträgt 5,3 Sek. Das würde also bedeuten: wenn der Poly> auslöst (Der Motor zieht normal 1,2A, und wenn man ihn Festhält 1,6) ist> der Buzzer nur für 5,3 Sek zu hören, richtig?
Nein.
Ihold ist der Strom, den der PolySwitch dauerhaft aushält, ohne
hochohmig zu werden. Fließt ein Strom > Itrip, wird er nach ttrip
hochohmig (oder auch nach weniger als ttrip, wenn der Strom noch größer
wird).
Zwischen Ihold und Itrip kann der PS auslösen, muss es aber nicht. Hängt
dann von Dauer der Belastung, Umgebungstemperatur etc. ab.
Das heißt
1. Du musst einen PolySwitch aussuchen, mit Ihold >= zu erwartendem
Dauerstrom und Itrip <= zu erwartendem Strom bei Blockade. Das wird
schwierig, da Itrip meist ~2 * Ihold ist, dein Blockadestrom aber nicht
so stark über dem normalen Betriebsstrom liegt.
2. Bei ttrip = 5,3 s löst der PS aus, wenn 5,3 s lang ein zu hoher Strom
geflossen ist.
Wie Malte schon schrieb, ist der PolySwitch ungeeignet, da bei dir die
der Auslösestrom (1,6A) und der normale Strom (1,2A) zu nahe beieinander
liegen. Du wirst also eine elektronische Auswertung brauchen.
Also weil die Funktionsweise der Polyfuse wohl etwas missverstanden
wird:
Das Teil besteht aus einem Kunststoff, dass ein Gittergefüge im kalten
Zustand bildet. In dieses Gefüge sind Kohlenstoff-Nanopartikel
eingearbeitet. Diese stellen die zur Stromleitung nötigen Elektronen
bereit.
Wird der Nennstrom der Polymersicherung überschritten, heizt sich das
Teil durch den Innenwiderstand auf. Irgendwann ist es so heiß, dass das
Kristallgittergefüge kippt und in den amorphen Zustand wechselt. Ab
jetzt steigt der Innenwiderstand der Sicherung drastisch an, weil die
notwenidigen Elektronen nicht mehr vorhanden sind. Dieser
Innenwiderstand gibt auch den Haltestrom vor.
Wird der Strom nun reduziert, kühlt das amorphe Kunststoff wieder ab und
bildet erneut ein Gittergefüge. Die Sicherung hat sich "zurückgestellt".
Allerdings altert eine Polyfuse bei jedem Schaltvorgang und stirbt
irgendwann den Selbstmord, weil der Innenwiderstand durch jede
Erwährmung größer und größer wird.
An der Erklärung sieht man auch, warum die Polyfuse das falsche Bauteil
ist: Es schaltet anhand der eigenen Verlustleistung.
Besser wäre wohl hier ein kleiner Sicherungsautomat. Die gibt es auch
für 1-2A bereits.