Bei Schallplatten wurde das Verfahren angewendet.
Die Bässe wurden absichtlich abgeschwächt in die Rille geschnitten,
damit man kleinere Nadelbewegungen bekommt.
Hört man sich so ein Signal direkt an, dann klingt es fad, weil die
Bässe nur ganz schwach vorhanden sind.
D.h. in diesem Fall wird dann eben diese absichtlich auf die Platte
gepresste Verzerrung des Frequenzganges durch eine entsprechende
gegenteilige Verzerrung wieder ausgeglichen, so dass hinterher wieder
alles richtig klingt
https://de.wikipedia.org/wiki/Entzerrvorverst%C3%A4rker
Das Prinzip einer Predestortion könnte man zb so zusammenfassen:
Wenn ich weiss, dass ein System A ein durch sich durchgehendes Signal um
den Anteil x verfälscht und ich kann dagegen nichts tun, dann kann ich
ja auch vor dieses System ein weiteres System B schalten, welches das
Signal erst mal genau gegenteilig verfälscht, sodass letzten Endes die
Verfälschung durch A genau diese künstlich eingeführte gegenteilige
Verfälschung wieder aufhebt.
Wenn ich weiss, dass eine Uhr um 20% zu schnell läuft, dann stelle ich
die Weckzeit nicht auf 7:00 Uhr, sondern auf 8:24. Denn wenn dieser
falsch gehende Wecker 8:24 anzeigt, ist es in der restlichen Welt erst
7:00. Ich hab also eine absichtlich falsche Einstellung gemacht, die so
gewählt ist, dass er durch den Systemfehler (hier: die Uhr geht 20% zu
schnell) wieder ausgeglichen wird, so dass hinten alles richtig raus
kommt (der Wecker läutet, wenn die Zeitansage im Radio 7 Uhr ansagt)