Wärmebildkamera an Metallischen Oberflächen

Gast #4206306
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Hallo,
die Leute von euch die Aktiv mit einer Wärmebildkamera arbeiten kennen 
das Problem das an Metallischen Oberflächen Ruflektionen entstehen.

Meine Frage ist, welchen Ansatz nutzt Ihr um dies zu verhindern!

Wir haben jetzt die Reflektierenden stelle mittels schwarzem Edding 
beschichtet :)
Gast #4206346
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Es gibt ein temperaturfesten schwarzen Mattlack für KFZ-Abgasanlagen, ob 
der 250°C aushält müsste man nachlesen. Ist zwar etwas umständlicher 
weil er in stufen eingebrannt werden sollte, aber hat bei mir gute 
Ergebnisse mit der FLIR-Kamara geliefert (Temperaturverläufe auf 
metallischen Oberflächen).
Gast #4206377
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Nico schrieb:
> Sorry stimmt habe vergessen zu erwähnen das die Temperatur bei den
> Messungen schon mal bis 250°C geht!

Wir haben dafür an der Uni im Labor Ofenlack-Spray verwendet, konnte 
laut Aufdruck ~ 450°C verkraften...

@Fpga Kuechle
Temperaturfühler aufkleben scheidet bei hohen Spannungen im Aufbau 
aus... bzw. wenn man acht oder mehr Leistungshalbleiter hatte, ist eine 
FLIR Kamera einfacher...
#4206416
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nico schrieb:
> In dem Fall geht es um die Elko Beinchen, die fast 250°C heiß werden.

ist das ne neue Form von geplanter Obszoleszenz oder was hast Du vor?

Wenn die Beinchen vom Elko 250°C haben, wird der Körper auch nicht weit 
drunter liegen. Da wird die Lebensdauer wohl auf den Bereich von Minuten 
bis wenigen Stunden zusammenschmelzen.

Ich hab auch ne Wärmebildkamera. Aber wenn ich damit solche Werte sehe, 
ist es höchste Zeit etwas grundlegendes am Design der Baugruppe zu 
verändern.
Gast #4206491
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Fpga K. schrieb:
> Abkleben mit schwarzen Kapton:

Fpga K. schrieb:
> Abkleben mit schwarzen Kapton

Wie die "Beschichtung" im Sichtbaren aussieht, ist ziemlich egal, weil 
die Wärmebildkamera dort nicht misst.
Prinzipiell aber ist eine pigmenthaltige (Ruß, Graphit, farbige 
Metalloxide) Farbe wahrscheinlich geeignet oder ein Kunststoff mit einem 
möglichst komplizierten IR-Spektrum, welches man erhält, je mehr 
chemische Elemente darin enthalten sind.
Aus diesem Grund eignen sich einfache Verbindungen wie PE, PP, PTFE eher 
nicht, aber die meisten anderen, einschliesslich Papier.
http://www.doitpoms.ac.uk/tlplib/artefact/flash/infrared.swf
Bei diesen Spektren ist für die Wärmestrahlung bei gemäßigten 
Temperaturen hauptsächlich der Bereich rechts von der Mitte der Spektren 
verantwortlich.
Bei 500K enstprechend 227°C liegt das Strahlungmaximum des schwarzen 
Strahlers bei etwa 6µm entsprechend 1667/cm  und wandert mit sinkender 
Temperatur immer weiter nach rechts. Dort sollten also möglichst starke 
und breite Absorptionen im IR-Spektrum liegen.

Bei der Verwendung von Filzsiften habe ich Bedenken.
Zum Einen weiß man i.d.R. nicht, wie gut die überaus dünnen 
Farbschichten im IR absorbieren, und zum Anderen muß man damit rechnen, 
daß der Farbstoff verdunstet.
Gast #4207733
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Ist ja auch ne Frage was man messen will:
-Ob die Temperatur unterhalb der spezifizierten Arbeitstemperatur bleibt
-welche maximal temperatur überhaupt erreicht wird.

Zum Rework (bspw BGA-wechel) wurden die FPGA's "bei uns" mit Kapton 
abgeklebt, die Unterheizung hochgefahren und mit der Kamera die 
Boardtemperatur gecheckt - nicht das an der falschen Stelle das Lot 
flüssig wird. Oder mikromodule bei denen unter package noch eine Platine 
klemmt mit schmorgeln anfangen.

dann noch eine heissluftdusche von oben an den BGA - wieder 
Temperatur-check
und dann Hoch das Kerlchen und runter damit.

Will man dagegen messen ob die zulässige Betriebstemperatur (um 120 
Grad) nicht überschritten wird kommt man besser mit Temp-fühler und 
datenlogger.

Der hier beschriebene Proband (Draht 250C) klingt eher nach PCB-Forensik 
- Ermittlung der möglichen Brandherde. Da sollte man auch mal beim 
Platinenhersteller nachfragen wieviele und wie steile Temperaturkurven 
das Material (FR4) verträgt. FR heisst schon mal Fire resist was aber 
nicht heisst das es bei munteren Rauf runter nicht zu Delaminierungen 
kommt:

http://wiki.fed.de/index.php/Basismaterial_f%C3%BCr_Leiterplatten
http://www.multi-circuit-boards.eu/produkte/leiterplatten/sonderfertigung/hoch-tg.html
http://www.eptac.com/wp-content/uploads/2011/12/webinar_eptac_11_19_08.pdf


MfG,
#4207738
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@ lrep (Gast)

>Bei der Verwendung von Filzsiften habe ich Bedenken.
>Zum Einen weiß man i.d.R. nicht, wie gut die überaus dünnen
>Farbschichten im IR absorbieren, und zum Anderen muß man damit rechnen,
>daß der Farbstoff verdunstet.

Ich hab mal irgendwo gelesen, dass die Farbschicht min. 10um dick sein 
sollte. Das kriegt man nur mit einem fetten Edding hin, ggf. mehrfach 
drüber malen.

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