Hallo,
ich möchte einen aufgeladenen Kondensator über eine Reihenschaltung von
Spule und Widerstand entladen. Sonst befindet sich nichts in der
Schaltung, da die Verbindung zur Versorgung zum Aufladen des
Kondensators getrennt wurde.
Ändert sich jetzt an der Gleichung zum Entladen des Kondensators
U(t)= U0 * e^(-t/Tau) entsprechend am Tau etwas oder wie sieht es jetzt
aus?
wenn man tau als tau(t) auffasst, dann nicht. Ansonsten kannst Du ja mal
versuchen, tau auszurechnen -- wird vermutlich komplex mit
Frequenzabhängigkeit ;(
M.N. schrieb:>> Kondensator, Reihenschaltung von Spule und Widerstand>> Das ist ein Schwingkreis, der eine gedämpfte Schwingung ausführt
Nicht zwingend, nämlich nur dann, wenn die Güte >1 ist.
Ist die Güte <1 schwingt da nichts, auch nicht gedämpft.
Die Gleichung zum Entladen ändert sich theoretisch zwar, aber nicht
unbedingt in einem Maß, dass es relevant wäre: Nur wenn RL und RC sich
in der gleichen Größenordnung bewegen, ist das überhaupt wichtig.
Natürlich ist das fast immer relevant, zumindest bei Filtern.
Dein Fall könnte aber die Ausnahme sein :-)
Deniz schrieb:> Kann ich mit der Gleichung (32) arbeiten, wenn ich das dI/dt kenne?
Ja, aber kennst du dI/dt?
Nimm noch besser gleich die Gleichung (36).
Ich möchte den Kondensator auslegen.
Meine Vorgehensweise stelle ich mir so in etwa vor.
Das R in dieser Schaltung ist ein MOSFET, über den ein hoher Strom
fließen soll.
Jetzt möchte ich dass der Kondensator sich so entlädt, so dass zwar der
MOSFET an seine Grenzen getrieben wird, jedoch sich nicht überhitzt und
beschädigt wird.
Ich kann leider nicht sagen, welche Modell es ist, jedoch verträgt ein
einziger MOSFET (es sind 3 Parallel geschaltet, Energieverteilung
(50/30/20 %) ungefähr 540mJ.
Also darf der MOSFET nach einer bestimmten Zeit Tx sich nicht
überhitzten, aber muss schon etwas belastet werden.
Dementsprechend möchte ich die Kapazität des Kondensators, wenn möglich,
mit dem dI/dt , der Zeit Tx und der Belastbarkeit der MOSFET's irgendwie
bestimmen.
Der Stromverlauf ist bekannt, mit der Funktion
I(t)= - dI/dt * t = - 10A/µs * t.
Jetzt wollte ich eine Funktion, anhängig von der Zeit und der Kapazität
aufstellen. Im Anschluss schaue ich mir an, wie sich die Temperatur an
den MOSFET's ändern würde, um die genaue Belastungsdauer Tx zu
bestimmten.
Am Ende habe ich dann meine Kapazität.
Die Frage ist nur, ob das, was ich mir vorstelle überhaupt richtig ist.
Deniz schrieb:> Ich möchte den Kondensator auslegen.> Meine Vorgehensweise stelle ich mir so in etwa vor.>> Das R in dieser Schaltung ist ein MOSFET, über den ein hoher Strom> fließen soll.> Jetzt möchte ich dass der Kondensator sich so entlädt, so dass zwar der> MOSFET an seine Grenzen getrieben wird, jedoch sich nicht überhitzt und> beschädigt wird.
OK was solls werden?
Coil Gun?
Ne Ne.
Ich muss einige Kurzschlusse an den MOSFET's erzeugen. Ich habe dazu
eine Schaltung entwickelt, mit der ich in diesem Moment die
überschüssige Energie ableite, damit die MOSFET's nicht beschädigt
werden.
Bevor ich meine Schaltung jedoch testen darf, muss ich sicher stellen,
das diese nicht beschädigt werden können, falls meine Schaltung nicht
funktioniert.
Daswegen will ich die beim Kurzschluss enstehende Energie begrenzen,
damit die MOSFET's nicht beschädigt werden können. Bin aber noch nicht
weiter gekommen.
Die Spule dient zur Strombegrenzung.
Aus der Spannung am Kondensator kannst du Imax berechnen.
Energieerhaltung beim idealen Schwingkreis:
0,5*C*U^2 = 0,5*L*I^2
Umformen nach I
I=U/sqrt(L/C)
I ist der gesuchte maximale Strom.
Vielen Dank.
Ich hatte wirklich den Energieerhaltungssatz vergessen -.-
Ich sollte wohl die Sache etwas ruhiger angehen und nicht versuchen
gleich Ergebnisse zu bekommen.
Jedenfalls habe ich jetzt allen anhand der Gleichung herleiten können
und habe jetzt den Kondensator dimensioniert.
Vielen Dank nochmals