Evana schrieb:
> Hallo Zusammen
> es geht hier um eine PC Osziloskop, die ich kaufen möschte.
Rufus Τ. Firefly schrieb:
> aber wenn Du Dich
> drauf versteifen willst - bitte, 's ist schließlich Dein Geld
@rufus: Aber bitte, was soll die Polemik?
@Evana:
Seit zwei Jahren benutze ich ein Picoscope 2205 MSO.
Es entspricht nicht Deinen Vorstellungen (2-Kanal, 8 bit, 25 Mhz,
Wave-Generator, 16 TTL-Eingänge, aber echt kleines Budget <400€). Aber
soviel: die Hardware ist sauber verarbeitet und funktioniert tadellos.
Die PC-Software von Picotech ist die gleiche für alle Modelle, ausser
der 9000er Reihe. Sie ist meiner Meinung nach ausgereift und bietet eine
Menge Funktionen:
- Mehrere Fenster mit unterschiedlichen Darstellugen möglich
- Scope im Standard- und Persistence- Modus
- FFT Spektrum
- Funktionsgenerator inklusive AWG
- Oversampling von periodischen Signalen, damit virtuelle Erhöhung der
Auflösung um bis zu 4 bits
- erweiterte Triggerfunktionen
- Messungen an den angezeigten Wellenformen (Spannung, Frequenz,
Periode, Anstiegs- und Abfallzeit usw.
- usw usw ...
- 16-Kanal Logic Analyser
Die Software kann man von https://www.picotech.com/downloads frei
herunterladen. Sie läuft auch ohne angeschlossene Hardware im
Simulationsmodus, so dass Du Dir erst mal selbst ein Bild machen kannst.
Sie wird ständig weiterentwickelt und verbessert.
Was Du unter "Echtzeit USB Übertragung" verstehst, ist mir nicht ganz
klar. Meines Wissens (Wer's besser weiss, nur zu ...) arbeiten quasi
alle USB-PC-Scopes nach folgendem Verfahren:
Erst werden mit der gewählten Samplingrate die Messkanäle abgetastet und
die Werte in einen schnellen Zwischenspeicher geschrieben, danach wird
der Speicherinhalt über die USB-Schnittstelle zum PC gesendet. Das
geschieht nicht in Echtzeit, dazu wäre die USB-Schnittstelle gar nicht
in der Lage (und der PC wohl auch nicht).
Beispiel: 4 Kanäle mit 1 Gs/s und 8 bit Auflösung (Picoscope 3000)
ergeben eine Datenrate von 4*8*1G=32 GByte/s. Dagegen USB: 480 Mbyte/s
:-(
Die Anzeige hinkt dem Signal also grundsätzlich hinterher. Aber die
Framerate der Anzeige ist hoch genug, um eine Anzeige in Quasi-Echtzeit
zu simulieren, das Auge kann ja bekanntlich nicht mehr als 50
Bildwechsel in der Sekunde erkennen.
Gruss, derri