Also bei beiden finde ich die Befestigung der Entlötspitze am
Plastikgriff miserabel.
Die 3 Schrauben in sprödes Plastik brechen weg, wenn man versucht, mit
dem Entlötkolben z.B. einen Draht aufzubiegen den man gerade erwärmt und
deswegen Scherkräfte ausübt. Solche Befestigung gibt es auch bei 4-95
Lötkolben, der Hersteller weiss also, daß die mies ist.
Der Auffangbehälter für das entlötete Lötzinn ist auch ziemlich
hakeliger Plastikpfusch.
Für den Preis gab es bei Pollin mal Löt- und Entlötstation zusammen,
billig ist es also auch nicht.
Ich habe die 915 auch im Einsatz, das Wichtigste ist regelmäßig die
Filter zu wechseln, die setzen sich mit Flussmitteldämpfen voll und
werden gelb und hart. Als Filter benutze ich Abschmink-Wattepads aus
Baumwolle, so kann man nach jedem längeren Gebrauch die Filter wechseln
ohne, dass es Kosten verursacht. Der Vakuum-Motor wird es einem danken.
Wenn man Ersatzspitzen kauft, immer den kleinsten Durchmesser kaufen,
größer wird dieser durch Abnutzung aufgrund mangelnder Qualität der
Spitzen automatisch.
Bei manchen Lötstellen muss man mit einem zusätzlichen Lötkolben etwas
nachhelfen damit das Zinn heiß genug wird um komplett ausgesaugt zu
werden.
Nach jedem Benutzen immer den Auffangbehälter leeren denn dadurch, dass
die Pistole schräg nach vorne neigend im Halter sitzt, fällt sonst
Lötzinn auf das noch heiße Röhrchen, das zur Spitze hin geht, schmilzt
und verstopft es.
Der Ersatzteilsupport vom Hersteller ist phänomenal. Komplett neue
Hauptplatine inkl. Display und Steuerungs-IC nur $7.50 inkl. Versand aus
China.
Ich möchte sie nicht mehr missen, sehr gut investierte 80€.
sanni .. schrieb:> Komplett neue> Hauptplatine inkl. Display und Steuerungs-IC nur $7.50 inkl. Versand aus> China.
Hättest Du dazu noch einen Link? Das wäre sehr gut.
bart v. schrieb:> Ich hab ein ZD-985, ist ne andere Variante. Arbeitet prima !!
Ich finde die praktisch nirgends (außer bei einem einzigen ebay-Händler
in Italien). Wo hast Du sie denn her?
Nach Ansehen diverser youtube-Videos scheint mir die ZD-915/985 ziemlich
laut zu sein. Stimmt das?
Die Aoyue 474A+ scheint eine Membranpumpe zu besitzen und deutlich
leiser zu sein. Kann das jemand bestätigen?
Und was gibt es sonst noch für preiswerte Alternativgeräte?
Diodenes D. schrieb:> Nach Ansehen diverser youtube-Videos scheint mir die ZD-915/985 ziemlich> laut zu sein. Stimmt das?
Ja, das ist in der Tat der Fall.
Ich habe die 915.
Diese hat nur einen recht kleinen Lüfter verbaut, welcher die ganze Zeit
mit voller Drehzahl läuft. Und die Pumpe ist auch nicht unbedingt ein
Leisetreter. :-)
L.G.
Micha
Die ZD-915 ist ein verdammt gutes Teil, besonders für den Preis.
Geräusch und Lautstärke ist vergleichbar mit einem von diesen 12V
Kompressoren zum Reifen aufpumpen, wer das kennt.
sanni .. schrieb:> Wenn man Ersatzspitzen kauft, immer den kleinsten Durchmesser kaufen,> größer wird dieser durch Abnutzung aufgrund mangelnder Qualität der> Spitzen automatisch.
Kann ich nicht bestätigen.
sanni .. schrieb:> Nach jedem Benutzen immer den Auffangbehälter leeren denn dadurch, dass> die Pistole schräg nach vorne neigend im Halter sitzt, fällt sonst> Lötzinn auf das noch heiße Röhrchen, das zur Spitze hin geht, schmilzt> und verstopft es.
Kann ich ebenfalls nicht bestätigen. Ich leere die Pistole erst wenn sie
randvoll ist. Ist eine fummelige Angelegenheit, daher vermeide ich das
wenns geht. Die Saugdüse war bei mir noch nie verstopft.
Die Station wird übrigens von einem 18V Schaltentzteil versorgt. Bei dem
Lüfter handelt es sich um ein 12V Modell. Ratet mal wo der dranhängt ...
also schleunigst einen 7812 einbauen, sonst ist der Lüfter ruckzuck im
Eimer. Das hilft auch schon mal sehr bzgl. der Geräuschkulisse.
Die Pumpe wird von dem Mikroschalter in der Pistole geschaltet. Fand ich
nicht so prickelnd. Ich habe ein Relais eingebaut um die Pumpe zu
schalten.
Die Pumpe ist übrigens ebenfalls ein 12V Modell. Ratet mal wie die
versorgt wird. Na? Also: in dem schwarzen Plastikkasten sind zwei
Leistungswiderstände, die die überschüssigen 6V vernichten. Fand ich
nicht so prickelnd. Ich habe die Widerstände durch ein paar 1N540x in
Reihe ersetzt. So läuft die Pumpe schneller an und hat einen kräftigeren
"Vakuumschlag".
Zudem habe ich noch das Blechgehäuse vom Netzteil entfernt, damit es
besser gekühlt wird. Mensch, das Gehäuse der Station selbst ist doch
schon aus Stahlblech und geerdet ...
Hallo Malignes Melanom,
ich habe ebenfalls heute eine solche Entlötstation erhalten.
Von dem lautem Lüfter habe ich schon vor der Bestellung gelesen. Nun ist
klar warum er so laut ist, bei 17,5V am 12V Lüfter kein Wunder.
Was mich nun noch interessiert wie die Modifikationen vorgenommen
wurden.
Speziell die Anzahl der Dioden. Bei einer Vorwärtsspannung von 1,2V pro
Diode denke ich mal es wurden 5 Dioden in Reihe eingesetzt.
Was für ein Relais wurde verbaut. (mit Freilaufdiode?) In einem anderen
Forum (eadboard) wurde statt dem Relais eine Freilufdiode über dem Motor
gesetzt. Der TE hatte schon einen defekten Microtaster.
Ich persönlich finde die Lösung mit dem Relais besser.
Zusätzlich hatte der Kollege aus dem edaboard auch die Kabelquerschnitte
erhöht. Allerdings hat er ein Modell Mit Trafo und nicht mit
Schaltnetzteil.
Ich habe zwar eine nun beginnende Garantie auf das Gerät aber mit der
jetzigen konfiguration werde ich die wohl sehr wahrscheinlich Zeitnah in
Anspruch nehmen müssen.
Das kann man ja vermeiden. Auch wenn Sie durch die Veränderngen dann
gleich futsch ist, habe ich doch wohl länger was von dem Gerät. Eine
Reparatur im Fehlerfall ist ja wohl auch kein Hexenwerk.
Gruß Michael
Wir haben auch so ein ZD-Modell.
Allerdings eines in Kombination mit einem Lötkolben.
Zufrieden, jjjjaaaa aber eine Weller Station verstopft weniger und saugt
besser. Auch sind bei Weller die Spitzen besser gegen verzundern
geschützt.
Für den Preis ist die ZD ganz gut.
sanni .. schrieb:> Der Ersatzteilsupport vom Hersteller ist phänomenal. Komplett neue> Hauptplatine inkl. Display und Steuerungs-IC nur $7.50 inkl. Versand aus> China.
An wen kann man sich da wenden? Ich habe eine ZD-985 aber wird
sicherlich der gleiche hersteller sein. Bräuchte mal neue düsen.
Ganz ehrlich?
Ich hatte einige Jahre eine ZD- Doppelstation von Pollin/Reichelt.
Vom Prinzip her funktionierte sie ja ganz gut, bis zu dem Tag, wo ich
mal mit einer richtigen Entlötstation arbeiten konnte...
Die Probleme wurden ja alle schon benannt. Auch halten die Heizelemente
vom Lötkolben und von der Entlötpistole nicht ewig. Es ist gut, immer
einen Ersatz vorrätig zu haben.
Mir persönlich ist sehr oft das innere Ende des Absaugrohres verstopft.
Dann musste man mit Hilfe des Lötkolbens und dem Reinigungswerk rustikal
für freie Fahrt sorgen. Immer dann, wenn man es am wenigsten brauchte.
Allerdings muss man natürlich auch das P/L-Verhältnis sehen sowie die
recht preiswerten Ersatzteile. Von daher ist es fuer den hobbymässigen
Gelegenheitsbenutzer eine brauchbare Version.
Persönlich empfehle ich aber etwas mehr Geld auszugeben und sich die
LF-8800 von XYtronic zu kaufen (ELV/Reichelt), die funktioniert bei
weitem besser.
Das Vorgängermodell XY988D finde ich persönlich noch besser. Da gab es
keine Folientasten. Zusätzlich ist ein richtiges Manometer verbaut, wo
man mit einem Blick erkennen kann, ob der Entlötkolben anfängt sich
zuzusetzen und man mal mit dem Reinigungswerkzeug durchstochern muss.
Nach drei Jahren intensiver Nutzung zur Bauteilrückgewinnung ist das
Heizelement des Entlötkolbens letztens ausgefallen. Mit 30 Euro
Eratzteilaufwand aber verschmerzbar.
Das Glasröhrchen als Auffangkammer, was ich anfangs als problematisch
angesehen hatte, hat bisher problemlos standgehalten. Die Spitzen sollte
man regelmäßig pflegen, reinigen und ab und an mal nachverzinnen. Dann
halten sie auch recht lange.
Anfangs ungewohnt sind die relativ großen Flächen an der Spitze. Der
Wärmeübergang gestaltet sich dadurch aber bedeutend einfacher. Dadurch
benötigt man für den Entlötvorgang weniger Zeit. Weniger Stress fuer
Bauteil und Platine.
Etwas nervig ist die Zuleitung, die etwas flexibler sein könnte.
Allerdings hat es in den 3 Jahren nicht gereicht, mich dazu zu bewegen,
sie auszutauschen.
Im Vergleich zu einer professionellen Weller, muss sich diese Station
nicht verstecken. Anstatt des normalen Lötkolbens kann auch ein Tweezer
angesteckt werden. Mit etwas Übung erreicht man auch hier überzeugende
Resultate.
Im Vergleich zum hier angefragten ZD915 würde ich mich jederzeit zur
LF-8800, als Nachfolgerin der oben beschriebenen Station, entscheiden.
Vielleicht helfen meine Ausführungen zur eigenen Entscheidungsfindung...