Komparator Push Pull

Gast #4302124
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Guten Abend,

ich hab da ein kleines Problem mit meinem Komparator für meine 
Strom-Auswertungs-Schaltung.
Dazu hab ich euch ein kleines Schema im Anhang.

Der Komparator (IC1) soll 5V für Uout liefern sobald:

Eingansspannung > Referenz ist.

Eigentlich eine ganz normale Schaltung ohne Hysterese oder der gleichen. 
Jedoch haben "normale" Komparatoren einen open collector Ausgang. Ich 
möchte gerne ohne Pull-Up Widerstand arbeiten und hab daher für meinen 
IC1 den Komparator TLV3201 von TI entdeckt. 
(http://www.ti.com/lit/ds/symlink/tlv3202.pdf)

Daher meine Frage, schaltet diese TLV3201 5V an seinen Ausgang? (wird 
bisschen weniger sein) Im Datenblatt finde zur Ausgangsspannung (Seite 
3) Output VoH = 170mV was ich komisch finde.


Ich danke für eure Hilfe und freue mich auf eine Antwort.

Pius.
Angehängte Dateien:
Gast #4302134
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Pius L. schrieb:

> Im Datenblatt finde zur Ausgangsspannung (Seite
> 3) Output VoH = 170mV was ich komisch finde.

Bitte die entsprechenden Zeilen im Datenblatt

1) komplett und
2) sinnentnehmend

lesen. Dort steht nämlich: "Voltage output swing from lower
rail / from upper rail ..."

Die dort genannten ungefähr 200 mV sind also die Differenz
zur jeweiligen Spannungsschiene.
Ist auch sinnvoll, diese Angabe; niemand weiß, mit welcher
Spannung Du das Ding genau versorgst. 2.7 V bis 5.5 V sind
zulässig.
Gast #4302281
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Herzlichen Dank für eure schnelle Antwort.
Ich entschuldige mich für mein schlechtes lesen...

Somit liefert der TLV3201 wenn er mit 5V versorgt wird
und die Eingangsspannung > Referenz ist (mein Schema im Anhang)
am Ausgang eine Spannung Uout ≈ 4.8V
Diese 4.8V kann ich danach direkt nutzen.

Stimmt das nun so, wie ich es geschildert habe?

Ich danke euch.

Pius.
Gast #4302289
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Pius L. schrieb:
> Somit liefert der TLV3201 wenn er mit 5V versorgt wird
> und die Eingangsspannung > Referenz ist (mein Schema im Anhang)
> am Ausgang eine Spannung Uout ≈ 4.8V
> Diese 4.8V kann ich danach direkt nutzen.

Nur, wenn du ihn mit dem genannten Strom bei der genannten 
Versorgungsspannung belastest.

Wie sich die Ausgänge wirklich verhalten, kannst du Fig 15 und Fig16 
entnehmen. Für zwei spezifische Versorgungsspannungen.

Du kannst also durchaus mehr Spannung nutzen - wenn du den Strom klein 
hältst.

Der Hintergrund ist, dass die FET, mit denen der Komparator die Ausgänge 
schaltet, einen RDSon haben.
Das mit FET ist eine auf FIG. 15 gestützte Vermutung.
Gast #4302294
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kondenstaor schrieb:
> Was macht dich unsicher?

Die Tatsache, dass ich noch nie mit diesem Bauteil gearbeitet habe.
Hab das Bauteil in TINA-TI auch simuliert und klappt so. Jedoch hab ich 
in TINA-TI auch schon andere Sachen simuliert, und Ergebnisse bekommen, 
welche so nicht stimmen konnten. Aber das ist ein anderes Thema.

Daher stellte ich an euch Elektronik Experten die Überprüfungsfragen, um 
sicher zu sein, dass die Schaltung wie ich Sie gezeichnet habe mit dem 
TLV3201 auch funktioniert.

Danke.

Pius.
Gast #4302315
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Pius L. schrieb:
> Daher stellte ich an euch Elektronik Experten die Überprüfungsfragen, um
> sicher zu sein, dass die Schaltung wie ich Sie gezeichnet habe mit dem
> TLV3201 auch funktioniert.

Denn du hast keine Hysterese eingebaut. Der Komarator ist aber recht 
flott, und hat nur 1,2mV Hysterese. Das wird sich immer eindengeln, wenn 
die Schwelle erreicht ist. Das kann stören, wenn ein Interrupt 
draufhängt.

Den Spannungsfolger kannst du dir vermutlich schenken, der Komparator 
nimmt höchsten 50nA auf. Der Folger ist nur nötig, wenn die Widerstände 
sehr groß sein sollten.
Spendier dafür einen Kondensator in der Referenz.

Eine Referenz könnte man außerdem aus einem TL431 oder einer sonstigen 
unabhängigen Quelle ziehen, weil die Versorgung immer versaut sein kann.
Aber das hängt von deinen Anforderungen ab.

So wie das jetzt ist, läuft das nur in der Simulation sauber, nicht auf 
dem Board.
Gast #4302532
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WehOhWeh schrieb:
> Du kannst also durchaus mehr Spannung nutzen - wenn du den Strom klein
> hältst.

Der Uout Ausgang vom Komparatator sollte dann als Eingang für ein Logik 
Gatter (OR) verwendet werden, daher sollte der Strom nicht zu gross 
sein.

WehOhWeh schrieb:
> Eine Referenz könnte man außerdem aus einem TL431 oder einer sonstigen
> unabhängigen Quelle ziehen, weil die Versorgung immer versaut sein kann.
> Aber das hängt von deinen Anforderungen ab.

Danke für den Tipp. Werde das Bauteil das nächste mal berücksichtigen. 
Für diese Anwendung hab ich nicht sehr grosse Anforderungen.
Wichtig ist mir nur, dass der Komparator selber eine Spannung ausgibt 
ausgibt (sobald er die schwelle überschritten hat) und ich es nicht mit 
einem Pull-Up lösen muss wie bei Open-collector Komparatoren. Aber so 
wie ich das nun verstanden habe sollte der TLV3201 in der Lage sein, 
diese Anforderung zu erfüllen.

Ich danke euch.

Pius.

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