Liebe Community
Ich mache gerade für die Schule ein Projekt mit dem man Audiofiles von
einer Sd Karte auslesen kann und ausgeben. Benutzt wurde ein Arduino ln
Kombination mit dem Adafruit Vs1053 breakout board. Als ich aber das
projekt mit meiner Stereo Anlage verbinden wollte muss es einen
kurzschluss über die Erdung gegeben haben. Auf jeden fall hat meine
platine gebrutzelt und der fi ist gefallen. Nun meine frage ob da jetzt
schon alles hinüber is oder ob man da noch was machen kann und wie man
systematisch den Kurzschluss findet. Übrigens der arduino hats überlebt.
Anbei noch ein Bild und danke im voraus.
Den Hinweis mit dem Entkoppeln hast du gelesen?
Ich habe das Sparkfun Board und muss erst was umlöten damit ich es an
aktive Boxen anschließen kann, weil Standardmäßig Klinkenstecker Gnd
nicht gleich Schaltungs-Gnd ist...
Wie das adafruit gelöst hat weiß ich nicht.
Dank
AAABattery schrieb:> Den Hinweis mit dem Entkoppeln hast du gelesen?> Ich habe das Sparkfun Board und muss erst was umlöten damit ich es an> aktive Boxen anschließen kann, weil Standardmäßig Klinkenstecker Gnd> nicht gleich Schaltungs-Gnd ist...> Wie das adafruit gelöst hat weiß ich nicht.
Danke für die Antwort. Jetz hab ich das auch gefunden. Auf der seite ist
aber gestanden man könne die 2.0V des Boards direkt an eine Anlage
anschließen wegen den elkos am ausgang. Über die sache das es für die
Buchse einen eigenen Gnd gibt hab ich mich auch schon gewundert. Leider
ändert das die situation nicht.Das Board is jetz hin und ein neues wäre
zu teuer desw würd ich gern den chip ersetzen bzw die fehlerquelle
finden.
AAABattery schrieb:> Den Chip einzeln gibts bei Exp-tech.de Ist dort glaub auch zurzeit> im Angebot
Die frage is ob das ersetzen des chips das Problem löst. (Den
kurzschluss)
Roman Percht schrieb:> AAABattery schrieb:> Den Chip einzeln gibts bei Exp-tech.de Ist dort glaub auch zurzeit im> Angebot>> Die frage is ob das ersetzen des chips das Problem löst. (Den> kurzschluss)
Da sonst 'nichts' auf dem Board ist außer Bauelementen, würde ich mal
drauf tippen.
Danach würde ich vllt erstmal Kopfhörer anschließen...
Stereo-Anlagen und Komponenten haben in der Regel 2-polige Stecker, da
kann keine Erdschleife entstehen.
Aber z.B. über den Antennenanschluß an einer Kabeldose können schon sehr
heftige Ausgleichsströme fließen.
Warum nimmst Du nicht für den Arduino ein 2-poliges Steckernetzteil?
Roman Percht schrieb:> Auf jeden fall hat meine platine gebrutzelt und der fi ist gefallen.
Wenn bei dir beim Basteln der FI-Schalter ausgelöst hat, hat du ein
dickes Problem bzw. richtiges Glück.
Statt mit Schutzkleinspannung von 3.3V etc. hatte deine Schaltung
offenbar Kontakt zum 230V~ Stromnetz, zumindest N, vielleicht sogar L.
Da war also beim Basteln etwas grundfalsch und die verwendeten Netzteile
bzw. die Schaltung ist lebensgefährlich.
> Nun meine frage ob da jetzt schon alles hinüber is
Davon ist auszugehen, sei froh daß nicht du hinüber bist.
> oder ob man da noch was machen kann
Erst mal Grundlagen der Elektrotechnik und des Elektronikbastelns
lernen.
> und wie man systematisch den Kurzschluss findet.
Messen mit einem Ohmmeter. Dein Aufbau darf keinen Kontakt zu 230V~ N
oder L haben, nur zu 230V Schutzleiter.
Eigentlich kann ein richtiger Aufbau nicht schwer sein.
Das problem ist nicht meine schaltung sondern meine Anlage. Und das es
ein fehler war ist mir bewusst. Meine frage ist nur ob ein austauschen
des decoder chips was bringt. Optische schäden an den passiven bauteilen
sind nach meiner Beurteilung nicht vorhanden. Schaltung ist jedoch
kurzgeschlossen. (Durchgang zw Vcc und Gnd)
Roman Percht schrieb:> Das problem ist nicht meine schaltung sondern meine Anlage.
D.h. GND Deiner Anlage ist direkt mit Netz verbunden?
Hast Du denn schon den Darwin Award beantragt?
Der Fi kommt ja nicht bei Erdschleifen, sondern bei >30mA Stromdifferenz
auf den beiden Netzzuleitungen.
Peter D. schrieb:> D.h. GND Deiner Anlage ist direkt mit Netz verbunden?
Das wäre ja völlig in Ordnung.
Da löst aber kein FI aus, nichtmal wenn man zwischen 2
Schutzleiteranschlüssen einen Autoakku im Kurzschluss betreibt, aus
Sicht der FI darf beliebig viel Strom über den Schutzleiter fliesen, der
wird nicht mitgemessen.
Er hat wohl eher N an GND seiner Anlage. Das kann in Netzen mit
klassischer Nullung der Fall sein, aber dort gibt es keinen FI.
Bei seinem Fehler war viel mehr im Argen.
Also systematisch den Kurzschluss finden geht üblicherweise indem
du dein Labornetzteil mit Strombegrenzung anlegst und schaust, wo
auf dem Board es warm wird (üblicherweise da, wo der Kurzschluss ist).
Klingt recht brachial, und man kanns auch nicht immer erfühlen.
Infrarot-Thermometer oder gar eine Wärmebildkamera helfen wenn mans
selbst nicht erfühlen kann.
Letztendlich bleibt noch sich den Schaltplan genau anzusehen und zu
hoffen, dass es nicht ein IC is der durch ist. Gepolte Kondensatoren
vertragen auch ungern Wechselstrom - und wenn der FI fliegt, dann war
wohl irgendwo Netzspannung im Spiel. Aber da das Board kaum für 230V
ausgelegt war, kann die Spannung sonst wo angelangt sein.
Aber genau sagen, wo/was kaputt sein könnte,
wird dir hier vermutlich keiner. Erst recht nicht, wenn wirklich
Netzspannung auf dem Board lag (und ob das wirklich so war, weiss
ja auch keiner - vor allem wenn du selbst nicht weisst wieso der FI
ausgelöst hat?).
Ist bestimmt ein interessantes Projekt den Fehler da zu finden.
So ein Ding wo man gern mal 1-2 Tage Zeit rein steckt und am Ende
weiss, wie die Schaltung aufgebaut ist aber immer noch nicht welches
Bauteil nun kaputt ist. Man muss sich auch bewusst sein, dass bevor
ein Bauteil durch den zu hohen Strom zum Kurzschluss durchgebrannt ist,
haben evtl. schon andere Bauteile (gerne die ICs) unter dem Strom schon
aufgegeben (Schmelzsicherungen retten auch nur selten die ICs).
Robin R. schrieb:> Also systematisch den Kurzschluss finden geht üblicherweise indem> du dein Labornetzteil mit Strombegrenzung anlegst und schaust, wo> auf dem Board es warm wird (üblicherweise da, wo der Kurzschluss ist).>> Klingt recht brachial, und man kanns auch nicht immer erfühlen.> Infrarot-Thermometer oder gar eine Wärmebildkamera helfen wenn mans> selbst nicht erfühlen kann.>> Letztendlich bleibt noch sich den Schaltplan genau anzusehen und zu> hoffen, dass es nicht ein IC is der durch ist. Gepolte Kondensatoren> vertragen auch ungern Wechselstrom - und wenn der FI fliegt, dann war> wohl irgendwo Netzspannung im Spiel. Aber da das Board kaum für 230V> ausgelegt war, kann die Spannung sonst wo angelangt sein.>> Aber genau sagen, wo/was kaputt sein könnte,> wird dir hier vermutlich keiner. Erst recht nicht, wenn wirklich> Netzspannung auf dem Board lag (und ob das wirklich so war, weiss> ja auch keiner - vor allem wenn du selbst nicht weisst wieso der FI> ausgelöst hat?).>
Danke für die antworten. Mir is gerade eingefallen das ich meine Anlage
mal "modifiziert" hatte. Ist etwas schwierig zu erklären mein gedanke
wäre das 12V auf den audio ausgang gekommen sind die durch das
einstecken kurzgeschlossen wurden und damit das interne netzteil der
stereo und desw der Fi gefallen ist. Wenn 220V auf dem Board gewesen
wären hätte das anders ausgesehen würde ich vermuten. Ich probiers mal
mit der "brachialen methode" welche strombegrenzung empfiehlst du mir da
bei 5V ich hätte es mal mit 100mA probiert Lg
Roman Percht schrieb:> und desw der Fi gefallen ist.
Wie schon gesagt, wenn der Fi kommt, besteht unmittelbare Lebensgefahr!
Die 12V sind dem Fi schnurzegal.
Der Fi interessiert sich nur für Strom aus dem 230V Anschluß.
Im günstigsten Fall fließen die >30mA direkt zur Schutzerde, ansonsten
durch Deinen Körper.
Roman Percht schrieb:> welche strombegrenzung empfiehlst du mir da> bei 5V ich hätte es mal mit 100mA probiert Lg
Miss halt mal durch, ob da wirklich 0 Ohm sind oder evtl.
doch noch bissl was. Ob man bei 0,5 Watt die Wärme spürt weiss ich
nicht. Fang halt unten an und dreh hoch. Viel mehr
kaputt machen geht ja kaum.