Tobias P. schrieb:
> Man müsste vermutlich im Kopfhörer drin ein Mikro haben.
Wozu? Innen gibt es keine Klangquelle ausser dem LS und der trägt das
Nutzsignal. Der Schall, den man unterdrücken will, ist innen zwar etwas
authentischer, aber aussen einfacher zu empfangen. Natürlich muss es auf
"Innen" umgerechnet werden.
Ein Nutzsignal ist kein Umstand, das wird einfach überlagert. Wenn es
vom Mikrofon aussen aufgenommen wird (und das wird es wahrscheinlich),
muss es zeitrichtig eliminiert werden, damit dessen Information nicht
wieder abgezogen wird und das Signal verfälscht.
In der Praxis funktioniert das auch gut. Das Nutzsignal ist perfekt und
die Störsignale sind einigermassen unterdrückt. Ich benutze einen Bose
QC 15. Der hat auf jeder Seite ein Mikro und wirkt gegen tiefe
Frequenzen sehr gut. Bei hohen klappt es naturgemäss weniger gut.
Auch Hörgeräte funktionieren so. Die suchen sogar aktiv nach dem
lautesten Störsignal und blenden es so gut wie möglich aus.
Man kann es auch umgekehrt machen, indem man das Nutzsignal aus
entfernten Lautsprechern abzieht um eine dezentrale Lärmunterdrückung zu
bewirken. Ich habe das seinerzeit für Aussenbeschallungsanlagen (open
air events) demonstriert. Besonders die störenden Bässe die die Anwohner
belasten, bekommt man so gut in den Griff, bei minimalen Einbussen für
die Gäste.