Kohleschicht als Potentiometer auf Platine "drucken"?

OP #4363206
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Ich möchte per Motor und Gewindestange eine lineare Bewegung steuern, 
allerdings muss ich dessen Position auch bestimmen können. Da die 
Gewindestange fest mit der Platine verbunden ist habe ich mir überlegt 
ein Schiebepotentiometer daran zu befestigen. Allerdings ist der Platz 
sehr beschränkt und daher dachte ich mir folgendes:
Ist es möglich eine Kohleschicht als Linie auf eine Platine zu drucken 
oder kleben, sodass man dadurch mittels eines Schleifers ein 
Schiebepotentiometer baut?
Dass es irgendwie möglich ist weiß ich, da diese Technik bei meinem 
Linearservo angewendet wird (Siehe Bild)
https://www.conrad.de/de/spektrum-micro-servo-analog-servo-getriebe-material-kunststoff-418446.html
, aber ist es auch als Privatperson möglich bzw erschwinglich?
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Gast #4363225
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Little P. schrieb:
> aber ist es auch als Privatperson möglich bzw erschwinglich?

Ob erschwinglich musst du selbst entscheiden, aber möglich ja, wenn auch 
nicht perfekt, sofern nicht das entsprechende Equipment vorhanden ist.
Sieb für Siebdruck zeichnen und herstellen lassen. Goldoberfläche der 
Kontakte auf der Leiterplatte werden vorausgesetzt. Siebdruck von 
entsprechenden Pasten durchführen. Die Pasten kann man bspw. von Peters 
Lacke beziehen. Paste anschließend "einbrennen", fertig, vereinfacht 
gesprochen.
OP #4363232
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hp-freund schrieb:
> 
https://de.rs-online.com/web/c/passive-bauelemente/stellwiderstande/potenziometer/?searchTerm=folien+potentiometer&h=s&sra=oss
>
> Mal zur Übersicht. Die gibt es sicher auch woanders, vermutlich sogar
> günstiger.
>
> Die sind ein geschlossenes System und damit vermutlich genauer und
> langlebiger als "selbst gemalte".
>
> Gibt es in verschiedenen Längen mit verschiedenen Werten.

Leider für meine Zwecke noch zu groß. Es geht um ähnliche 
Größenverhältnisse wie beim Linearservo.

Genauer als Größe für die Kohleschicht: 1x8mm
Gast #4363234
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Little P. schrieb:
> eine Kohleschicht als Linie auf eine Platine

Ist eigentlich großer Mist, da man Verschleißteile tauschen muß und eine 
Kohleschicht selbst auf Potis nur lange, aber nie ewig hält.
Falls kein Schmutz im Spiel ist, wäre eine optische Abtastung wie beim 
Drucker eine Idee? Sonst wäre auch eine kapazitive/induktive Lösung zu 
überlegen.
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Gast #4363235
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Little P. schrieb:
> aber ist es auch als Privatperson möglich bzw erschwinglich?

Nein, zu teuer
http://www.conductivecompounds.com/applications/compounds-for-potentiometers-and-rheostats.html

Ist Siebdruck mit Ofenhärtung, ggf. noch lasergetrimmt.

Es gibt aber Potis aus denen man die Widerstandsschicht (und den 
Schleifer)ausbauen kann, bloss wozu wenn man sie auch auflöten kann.

http://www.reichelt.de/Spindeltrimmer/962-20-1-0K/3/index.html

Selbst gemacht hält die Reibung nicht aus
http://www.bareconductive.com/make/making-a-potentiometer-with-electric-paint/
http://www.watterott.com/de/Electric-Paint-Jar-50ml
das ist nicht viel besser als mit einem Bleistift auf Papier.
Gast #4363289
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experiment schrieb:
> Nette Idee, bei einer Pentel D=0.5mm L=60mm messe ich grad mal 1.9 Ohm!

Ach so das war ne HB.

H-Typen sind wohl hochohmiger :)

D=2mm L=60mm Typ H Herst. Pentel 4,7 Ohm
was anderes liegt grad nicht in der Schublade.

Eingiessen und dann hobeln,

Seh da grad was liegen,

Faber Castell  Typ H5 D=2mm L=125mm ca 21 Ohm

OK, have fun.
Gast #4363305
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Das mit dem Widerstandsdraht ist gar nicht so schlecht.
Man könnte auch einen Schlitz in die Platine fräsen und einen 
Drahtwiderstand versenken. Dieser muss natürlich von der Isolation 
befreit werden. Aber, je höher der R desto dünner der Draht.
#4363318
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Little P. schrieb:
> Ich möchte per Motor und Gewindestange eine lineare Bewegung
> steuern,
> allerdings muss ich dessen Position auch bestimmen können. Da die
> Gewindestange fest mit der Platine verbunden ist habe ich mir überlegt
> ein Schiebepotentiometer daran zu befestigen. Allerdings ist der Platz
> sehr beschränkt und daher dachte ich mir folgendes:
> Ist es möglich eine Kohleschicht als Linie auf eine Platine zu drucken
> oder kleben, sodass man dadurch mittels eines Schleifers ein
> Schiebepotentiometer baut?


Vielleicht gibt es das, aber was wäre der Aufwand?


Du kannst "Mehrgangpot" benutzen, die haben meist 10 Umdrehungen
und auch mehr (Auflösung!)
Gast #4364008
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Jannik O. schrieb:
> Ist es möglich eine Kohleschicht als Linie auf eine Platine zu drucken
> oder kleben

Drucken z.B. im Siebdruck mit:

http://www.britze.de/files/datasheets/Datasheet%20-%20Peters%20-%202348.pdf

Allerdings sind diese Leitlacke für Tastaturen entwickelt, nicht für 
Potentiometer. Ob der Widerstandsverlauf gleichmässig genug ist, müsste 
man testen, aber das hängt natürlich auch vom gleichmässigen Auftrag ab. 
Mit dem Pinsel draufschmieren wird von vornherein scheitern.

Georg
Gast #4364272
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Hi,
du kannst die ja so ein Folien-Poti auch zurecht schneiden und mit 
Sekundenkleber aufbringen und ausßerhalb der Schleifbahn mit Leitlack 
kontaktieren. Wenn das Poti keinen Standard Wert hat ist wohl egal. 
Solltest nur schön parallel schneiden :)

mfg
bernd
Gast #4364362
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Ich würde einen alten Poti schlachten  meist ist da eine kleine Platine 
drin, die man aufkleben könnte. Da hat man eine zuverlässsiger 
Widerstandsschicht als man sie selber herstellen kann, und man kann ggf. 
den teil auch ersetzen.

Eventuell könnte man auch gleich einen Spindeltrimmer für die Mechanik 
nutzen.
#4364797
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wow schrieb:
> Schau auf das Datum deines Beitrages.
> Schau auf das Datum des angehängten Bildes.
> Arbeite an deiner Selbstironie.

No Problem...

Also, verstehe nicht, was Du mir sagen möchtest...

Entweder hast Du zu viel gekifft oder ich zu viel
Wein getrunken. Vielleicht ist alles aber ganz anders...

Egal, liebe Grüsse an Alle

Mani
OP #4366180
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scherzkeks schrieb:
> Wozu denn ?
> Wenn Du eine Gewindestange hast und weißt wie oft der Motor gedreht hat
> hast Du doch auf's Gewinde genau Deinen Wert ?

Problem ist, dass ich keinen Schrittmotor o.ä. nutze, sondern einen 
einfachen Gleichstrommotor mit Getriebeuntersetzung, und je nach Last 
kann er auch mal langsamer drehen. Zusätzlich wird er auch noch über 
Batterie betrieben, und wenn die Batteriespannung erstmal bergab geht 
...


branadic schrieb:
> Sieb für Siebdruck zeichnen und herstellen lassen. Goldoberfläche der
> Kontakte auf der Leiterplatte werden vorausgesetzt. Siebdruck von
> entsprechenden Pasten durchführen. Die Pasten kann man bspw. von Peters
> Lacke beziehen. Paste anschließend "einbrennen", fertig, vereinfacht
> gesprochen.

Georg schrieb:
> Drucken z.B. im Siebdruck mit:
> http://www.britze.de/files/datasheets/Datasheet%20-%20Peters%20-%202348.pdf

Ich glaube ich werde es einfach mal ausprobieren und dann weiterschauen. 
Zur Not, wenn der Widerstandsverlauf wirklich so besch...eiden sein 
sollte, dann messe ich halt mit einem µC den Widerstand jeder Position, 
speicher ihn ein und hinterlege den daraus entstehenden Graphen in der 
Ansteuerelektronik.
Müsste man aber dann wahrscheinlich sogar mehrmals kalibrieren, wegen 
dem Verschleiß?
#4366255
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Ist leider alles zu teuer!

Mein Vorschlag:


Ein 10 Gang Poti an einer Referenzspannung, über einen
Spannungsfolger ein genaues DC-Messgerät anschliessen...


Die Über/Untersetzung wird mit Zahnriemenscheiben gelöst,
"C" hat so etwas...


Der beigefügte Plan ist nur ein Prinzipschaltbild...


Damit könnte ein "Sollwert" eingegeben werden über das
Sollwertpoti


Anhand der Relaisstellung könnte ausgewertet werden, ob
der "Istwert" erreicht, bzw. überschritten wird...

Das benötigt einen Schmitt-Trigger mit kleiner Hysterese...


Ich hoffe, das ich sinnvoll geschrieben habe


Mani
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Gast #4366698
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Widerstandsschichten in verschiedenen Längen und dazu passende Schleifer 
gibt es z.B. von

www.novotechnik.de

wenn die mechanische Führung des Schleifers passt (Abstand), sind 
mehrere Millionen überfahrten ohne nennenswerten Verschleiss möglich.

Grüssle.
Gast #4367200
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Jannik O. schrieb:
> scherzkeks schrieb:
>> Wozu denn ?
>> Wenn Du eine Gewindestange hast und weißt wie oft der Motor gedreht hat
>> hast Du doch auf's Gewinde genau Deinen Wert ?
>
> Problem ist, dass ich keinen Schrittmotor o.ä. nutze, sondern einen
> einfachen Gleichstrommotor mit Getriebeuntersetzung, und je nach Last
> kann er auch mal langsamer drehen. Zusätzlich wird er auch noch über
> Batterie betrieben, und wenn die Batteriespannung erstmal bergab geht
> ...
>

Und mit einem Poti wird's genauer ?
Schlachte einfach eine alte Maus aus wo noch Gabellichtschranken drin 
sind, dann hast Du Deine Umdrehungen.
Oder Du markierst einen Punkt (oder mehrere) auf der Achse und wertest 
den dann aus.
#4367405
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Oder D. schrieb:
> das funktioniert so dann nicht. Einen OpAmp wie einen 324 sollte man nie
> als Komparator verwenden, und ohne Hysterese sowieso nicht.

Ich habe ja geschrieben, "mit kleiner Hysterese"

Mani W. schrieb:
> Das benötigt einen Schmitt-Trigger mit kleiner Hysterese...

Und ob Du jetzt einen 324 oder einen speziellen Komparator verwendest,
bleibt Dir und auch jedem anderen überlassen...


Das war ein Schaltungsprinzip und nicht eine fertige Schaltung...


Mani

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