enhancement mosfet ?

#4366299
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Gerd S. schrieb:
> Was ist enhancement mosfet?
> Mir ist der Begriff enhancement ( Erweiterung) nicht klar

Übersetzungen sind gerne mal mehrdeutig. "Erweiterung" ist keine 
besonders gute Übersetzung. Gebräuchlicher ist "Anreicherung".

Ansonsten: lies die Wikipedia (oder jeden anderen Artikel im Web über 
MOSFET-Typen). Tip: Anreicherungstypen entsprechen von der Funktion her 
ungefähr den Bipolartransistoren ("ohne Steuerung keine Wirkung").

Depletion-MOSFET ("selbstleitend", "Verarmungstyp") verhalten sich so 
als ob sie im Ruhezustand schon durchgesteuert würden und müssen mit der 
entgegengesetzten Steuerspannung in den Sperrzustand gebracht werden.
OP #4366677
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>> Ach misst
> Wer Misst mist, mist Misst...  ;-)

http://www.verbformen.de/konjugation/messen.htm :-)
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Danke für die Erklärungen,
wenn ich das jetzt mal für einem einfachen Maschinenbauer ausführe, so 
arbeitet enhancement umgekehrt wie ein "normaler" n-channel im Bezug auf
ein und ausschalten.

Was ist denn der tiefere Sinn einer solchen Ausführung, spart man sich 
z.B. das Invertieren eines Steuersignals?

Gruß Gerd
#4366771
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Gerd S. schrieb:
> wenn ich das jetzt mal für einem einfachen Maschinenbauer ausführe, so
> arbeitet enhancement umgekehrt wie ein "normaler" n-channel im Bezug auf
> ein und ausschalten.

Nicht umgekehrt. Verschoben.

Sieh dir die Steuerkennlinien an: I_d vs. U_gs. Beim Anreicherungstyp 
geht die Kennlinie durch den Ursprung des Koordinatensystems und ab der 
Threshold-Spannung steigt der Drainstrom ca. quadratisch mit der 
Steuerspannung. Beim Anreicherungstyp ist die Kurve einfach nach links 
verschoben, so daß bei Steuerspannung 0 schon ein Strom fließt. Positive 
Spannung steuert den MOSFET noch weiter auf. Und zum Sperren des MOSFET 
muß eine negative(!) Steuerspannung angelegt werden.

> Was ist denn der tiefere Sinn einer solchen Ausführung, spart man sich
> z.B. das Invertieren eines Steuersignals?

Es gibt Schaltungen die mit einem Verarmungstyp einfacher werden. Bei 
einem Sourcefolger spart man sich z.B. die Erzeugung der Vorspannung für 
die Arbeitspunkteinstellung. Selbstleitende MOSFET geben auch ganz 
passable Konstantstromquellen ab. Und man kan mit ihnen Schaltungen 
bauen, die schon bei sehr kleinen Betriebsspannungen funktionieren.

Zugegebenermaßen macht man all das häufiger mit Sperrschicht-FET. So 
gesehen ist ein selbstleitender MOSFET ein enger Verwandter des 
Sperrschicht-FET, mit dem Vorteil daß man ihn im Gegensatz zu letzterem 
mit beiden Polaritäten ansteuern kann.

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