Das Haus, in dem ein Freund wohnt, wird über Fernwärme geheizt,
Warmwasser wird auch aus Fernwärme gewonnen.
Das Warmwassersystem ist eine Zirkularleitung mit 3 aufsteigenden
Strängen und einem gemeinsamen Rücklauf. Die Zurkulationspumpe liegt im
Rücklauf etwa in halber Höhe des Boilers.
Wenn irgendwo im Haus am WW-Strang gearbeitet wird und dabei das WW
abgestellt werden muss, dann kommt nach Angaben anderer Bewohner
anschließend nur noch lauwarmes Wasser und das über Tage.
Das Problem läßt sich beheben, indem man am Rücklauf einen Spülschlauch
an eine Stutzen direkt über der Pumpe anbringt und so lange Wasser
laufen läßt, bis keine Luft mehr mit kommt.
Kann mir jemand erklären, warum ohne Entlüftung nur noch lauwarmes
Wasser kommt? Warum reicht es nicht aus, irgendwo in dem Strang, an dem
gearbeitet wurde, den WW-Hahn aufzudrehen und die Luft raus zu lassen?
Uhu U. schrieb:> Das Warmwassersystem ist eine Zirkularleitung mit 3 aufsteigenden> Strängen und einem gemeinsamen Rücklauf.
Kommt mir merkwürdig vor. Üblich ist eine Warmwasser- und eine
Kaltwasser-Leitung und ein Rücklauf je Strang, also drei Leitungen pro
Strang.
Ist hier die Zirkulation komplett separat von den normalen Strängen
geführt oder wie soll ich mir das vorstellen?
> Kann mir jemand erklären, warum ohne Entlüftung nur noch lauwarmes> Wasser kommt? Warum reicht es nicht aus, irgendwo in dem Strang, an dem> gearbeitet wurde, den WW-Hahn aufzudrehen und die Luft raus zu lassen?
Von "meiner*" Zirkulationsanlage kenne ich ein ähnliches Problem. Am
höchsten Punkt des Stranges (wo also die Warmwasserzufuhr in den
Rücklauf der Zirkulationsleitung übergeht) kann sich eine Luftblase
bilden, und die stört die Funktion der Zirkulation. Die
Zirkulationspumpe arbeitet mit recht geringem Druck und kann daher die
Blase nicht selbst beseitigen.
Da sie dauerhaft läuft, würde das deutlich zu viel Strom verbrauchen.
Wird dann Warmwasser gezapft, kommt das zwar aus der Warmwasserleitung,
die aber ist aufgrund der fehlenden dauerhaften Durchströmung mit
Warmwasser zunächst kalt und benötigt je nach Länge bis zum
Warmwasserkessel eine ganze Weile, bis sie sich erwämt hat, bzw. bis
heißes Wasser am Hahn ankommt.
Bei "meiner" Anlage sind das beispielsweise etwa 50m Rohrleitung; ohne
Zirkulation dauert es mehrere Minuten, bis die Solltemperatur erreicht
wird.
Hier kann jede einzelne Strangleitung abgesperrt werden, es gibt also
für Kalt- und Warmwasser und die Zirkulation jeweils einen Absperrhahn.
Wird das Warmwasser abgesperrt, und dann Warmwasser gezapft, läuft das
aus der Zirkulationsrücklaufleitung quasi "rückwärts" und kann so o.g.
Luftblase beseitigen. Bei dieser "Rückspülung" sprotzelt die Luft
irgendwann aus dem Warmwasserhahn und die Angelegenheit ist beseitigt.
Hier ist es sinnvoll, eine möglichst weit oben gelegene Zapfstelle zu
verwenden.
Im Endeffekt entspricht das der von Dir geschilderten Entlüftung, mit
dem Unterschied, daß das Verfahren schneller geht, weil der Abstand
Luftblase - Zapfstelle deutlich geringer ist.
*) Mehrfamilienhaus, 27 Wohnungen, ca. 10 Stränge
Rufus Τ. F. schrieb:> Kommt mir merkwürdig vor. Üblich ist eine Warmwasser- und eine> Kaltwasser-Leitung und ein Rücklauf je Strang, also drei Leitungen pro> Strang.
Ich sehe nur eine Rücklaufleitung, aber der Vorlauf verzweigt sich
4-fach (nicht 3-fach). Ich nehme an, dass die Rückläufe entweder ganz
oben zusammengeführt werden, oder irgenwo unten, wo ich es nicht sehen
konnte.
In jeder Etage liegen 4 Wohnungen und jeder "Stapel" hat seine eigene
Vorlauf-Leitung.
> Ist hier die Zirkulation komplett separat von den normalen Strängen> geführt oder wie soll ich mir das vorstellen?
Was meinst du mit "normalen Strängen"?
> Die Zirkulationspumpe arbeitet mit recht geringem Druck und kann daher> die Blase nicht selbst beseitigen.
Die Zirkulationspumpe saugt am Rücklauf und pumpt in den Boiler hinein.
> Wird dann Warmwasser gezapft, kommt das zwar aus der Warmwasserleitung,> die aber ist aufgrund der fehlenden dauerhaften Durchströmung mit> Warmwasser zunächst kalt und benötigt je nach Länge bis zum> Warmwasserkessel eine ganze Weile, bis sie sich erwämt hat, bzw. bis> heißes Wasser am Hahn ankommt.
Das wirds wohl sein...
Komisch ist nur, dass die Leute steif und fest behaupten, selbst die
Badewanne würde nur mit lauwarmem Wasser gefüllt und dass das Öffnen
eines WW-Hahnes ganz oben angeblich auch nichts nutzt.
Womöglich erzählen die mal wieder Unsinn. Es wäre nicht das erste mal...
> Hier kann jede einzelne Strangleitung abgesperrt werden, es gibt also> für Kalt- und Warmwasser und die Zirkulation jeweils einen Absperrhahn.
Absperren kann man die Vorlaufstränge auch einzeln und den zusätzlich
noch den Rücklauf. Außerdem ist die Pumpe abtrennbar, damit sie
austauschen kann. Warmwasser wird nur duch die Zirkulation verteilt,
eine weitere WW-Leitung gibt es nicht.
Wozu gibt es bei dir eine extra WW-Leitung?
Uhu U. schrieb:> ch sehe nur eine Rücklaufleitung, aber der Vorlauf verzweigt sich 4-fach> (nicht 3-fach). Ich nehme an, dass die Rückläufe entweder ganz oben> zusammengeführt werden, oder irgenwo unten, wo ich es nicht sehen> konnte.>> In jeder Etage liegen 4 Wohnungen und jeder "Stapel" hat seine eigene> Vorlauf-Leitung.
...
> Warmwasser wird nur duch die Zirkulation verteilt, eine weitere> WW-Leitung gibt es nicht.>> Wozu gibt es bei dir eine extra WW-Leitung?
Mal davon doch bitte mal ein Bild. Möglicherweise reden wir nur
aneinander vorbei.
Rufus Τ. F. schrieb:> Mal davon doch bitte mal ein Bild. Möglicherweise reden wir nur> aneinander vorbei.
Hier die Skizze.
ZH ist die Zentralheizung. (Die besteht aus zwei Hauptkreisen, von denen
sich der eine auch wieder in 4 Stränge aufteilt.)
Die Kringel an der WW-Anlage sind Absperrhähne.
Das sind Pfeile, die zeigen sollen, wo hin die Brühe läuft. Man kann es
bei der WW-Verteilung auch so interpretieren: dort verschwindet das Rohr
in der Wand/Decke des Heizraums.
Die 4 vorlaufenden WW-Stränge versorgen dann je einen "Stapel"
Wohnungen. Zurück kommt das Ganze in einer Leitung. Wo die
Vorlaufstränge zusammengeführt werden, weiß ich nicht, vermute aber,
dass das irgendwo oben im Haus passiert.
Etwas verkompliziert wird die Geschichte noch dadurch, dass in den
obersten beiden Stockwerken nur noch je 2 größere Wohnungen liegen; ob
die an jeweils 2 WW-Stränge angeschlossen sind, weiß ich nicht.
Uhu U. schrieb:> Etwas verkompliziert wird die Geschichte noch dadurch, dass in den> obersten beiden Stockwerken nur noch je 2 größere Wohnungen liegen; ob> die an jeweils 2 WW-Stränge angeschlossen sind, weiß ich nicht
Das laesst sich doch herausbekommen, denn dann muessten
doch die "groesseren" Wohnungen auch ueber jeweils zwei
Wasserzaehler verfuegen. (Sofern ueberhaupt Wasserzaehler
verbaut sind.)
Was bei Deiner Zeichnung natuerlich interesant waere,
wie die einzelnen "Straenge" mit der Zirkulationsleitung
verbunden sind. Aber das wird man so einfach nicht
herauskriegen. Entweder man hat ein "Strangschema" oder
man muss "nachsehen". Sollten die Wohnungen komplett
ohne "Revisionsoeffnungen" gebaut worden sein, kann man
echt nur Raten oder ausprobieren.
In den 50er bis 80er Jahren sind halt sehr fragwuerdige
Konstrukte installiert worden, das ist halt so.
(Ich hatte sogar mal einen Fall, da war die Zirkulationsleitung
versehentlich in die Kaltwasserleitung eingebunden. Die
Mieterin im obersten Stockwerk klagte ueber "nicht richtig"
warmes Wasser und ueber lauwarmes "Kaltwasser" wenn sie laenger
nichts verbraucht hatte.) Kann halt vorkommen !
Uhu U. schrieb:> Wenn irgendwo im Haus am WW-Strang gearbeitet wird und dabei das WW> abgestellt werden muss, dann kommt nach Angaben anderer Bewohner> anschließend nur noch lauwarmes Wasser und das über Tage.
Das laesst darauf schliessen, Das die Zirkulationsleitung
nicht "hydraulisch" abgeglichen ist, und das ist durch
irgendwelche "Hebelbewegungen" in Deinem Strangschema
nicht zu beheben. Irgendwo scheint es einen "Hydraulischen"
Kurzschluss zu geben, der verhindert, das die ganze Angelegenheit
zur zufriedenheit funktioniert.
Besser (sauber) waere, wenn jeder Strang seine eigene
Zirkulationsleitung haette. Dann koennte man durch drosseln
einzelner Leitungen wieder ein "Gleichgewicht" herstellen.
Aber ich nehme mal an, das wird ohne groesseren Umbau
nicht moeglich sein.
Das "spuelen" der Leitung an der oertlich entferntesten
Zapfstelle sollte aber eine kurzfristige Loesung darstellen.
Bedingt aber, das der entsprechende Mieter dazu bereit ist.
Gruss Asko.
Uhu U. schrieb:> Komisch ist nur, dass die Leute steif und fest behaupten, selbst die> Badewanne würde nur mit lauwarmem Wasser gefüllt und dass das Öffnen> eines WW-Hahnes ganz oben angeblich auch nichts nutzt.>> Womöglich erzählen die mal wieder Unsinn. Es wäre nicht das erste mal...
Das halte ich auch fuer Unsinn, denn beim Badewannenzapfen
fliessen ja 100-160 Liter in die Wanne. Das ist schon
mal "ne ganze Menge". Spaetestens dann sollte der komplette
Inhalt der Leitung ausgetauscht sein. (Waermeabgabe an die
Rohrwand oder die Umgebung mal voellig ausser Acht gelassen)
Was jedoch durchaus sein kann, der Boiler schafft es nicht
die benoetigte Menge in ausreichender Zeit zu erwaermen.
Wuerde bedeuten:
1: Boiler zu klein (<300Liter)
oder :
2. Waermetauscher vom Energieversorger zu klein gewaehlt.
Das wuerde aber nicht erklaeren, das es nach "einiger Zeit"
dann doch wieder funktioniert.
Gruss Asko.
Im Moment schein mir Rufus' Erklärung mit der Luftblase oben im System,
gegen die die Zirkulationspumpe nicht ankommt, am ehesten plausibel.
Damit fällt die gesamte Zirkulation einfach aus und es fließt nur noch
die gerade gezapfte Menge durch die Vorlaufleitung.
Ein hydraulischer Abgleich sollte doch eigentlich mit Hilfe der
strangweisen Absperrhähne im Vorlauf möglich sein - von denen sollte man
also tunlichst die Pfoten lassen.
Mir scheint, dass das größte Problem beim Verständnis der ganzen Sache
die unzuverlässigen Informationen durch Hausbewohner sind. Der
Quasi-Hausmeister a.D. sagt, dieses Verhalten sei eine Besonderheit des
Hauses (der Mann war früher selbst in einem Hochbau-Planungsbüro tätig)
- das ist es wohl eher nicht - und eine Bewohnerin - die ansonsten sehr
viel Scheißdreck erzählt - sagt, es käme nur noch lauwarmes Wasser, auch
wenn man eine Badewanne füllen will.
Der Boiler ist sicher > 300 l - das ist ein mannshohes Trumm mit
geschätzt > 1 m Durchmesser.
Falls die Enden der Vorlaufleitungen wesentlich höher liegen, als der
letzte Hahn, dann wäre zumindest denkbar, dass auch Aufdrehen dieses
Hahnes das Rohr nicht so weit entlüftet, dass die Pumpe die Zirkulation
in allen Strängen wieder in Gang bekommt.
Asko B. schrieb:> Waermetauscher vom Energieversorger zu klein gewaehlt.
Wäre das der Fall, dann müsste es doch permanent Probleme mit ungenügend
erwärmtem Wasser geben - die gibt es aber nur, wenn irgendwo eine
WW-Leitung auf gemacht und anschließend nicht entlüftet wurde.
> Das wuerde aber nicht erklaeren, das es nach "einiger Zeit"> dann doch wieder funktioniert.
Da habe ich die Alte wörtlich wiedergegeben: das heißt nur, dass es sich
nicht von selbst wieder einpendelt; das Problem besteht wohl so lange,
bis die Leitung entlüftet wird.
> In den 50er bis 80er Jahren sind halt sehr fragwuerdige> Konstrukte installiert worden, das ist halt so.
Das ganze Haus strotzt nur so von Fragwürdigkeiten... z.B. gibts ein
Flachdach ohne Gefälle, auf das zwei Balkontüren führen, deren
Bodenniveau imt dem des Daches identisch ist.
Uhu U. schrieb:> Das ganze Haus strotzt nur so von Fragwürdigkeiten... z.B. gibts ein> Flachdach ohne Gefälle, auf das zwei Balkontüren führen, deren> Bodenniveau imt dem des Daches identisch ist.
Das lass ich mal unkommentiert. ;-)
Wenn es keine andere moeglichkeit gibt, die Anlage in einen
"sauberen" Zustand zu versetzen, gaebe es noch eine Moeglichkeit...
...staerkere Z-Pumpe einbauen.
Denn normalerweise "pumpen" die Dinger nicht sondern waelzen
nur um.
Entweder hab ich mich zu sehr an die bestimmungen gehalten
oder ich bin doch noch nicht alt genug. Aber Warmwasserleitungen
und deren Zirkulationsleitungen in denen sich Luftblasen
sammeln sind mir in den letzten 35 Jahren noch nicht
unter gekommen. Sri ...
Da muss Verlegetechnisch schon arg was schieflaufen.
Bis in die 80er Jahre wurden "schwerkraftanlagen" gebaut.
Da zirkulierte die ganze Mimik sogar ganz ohne Pumpe.
(und das nachweislich zur zufriedenheit (wenn man die damals
fehlende Isolation mal weglaesst))
Bei Rufus seinem Problem kann ich mir nur vorstellen,
das es sich um eine "innenliegende" Zirkulation handelt
und deswegen nach ...zig Jahren ab Stockwerk xy einfach
"abstirbt". Aber auch da ist beim befuellen einer Badewanne
die volle Leistungsfaehigkeit da.
Und das sollte es auch beim UhU seinem Bekannten sein.
Ich tippe mal auf zwei Phaenomaene:
1. Die Anlage ist wirklich Sch****e gebaut
2. Die Mieter "wollen" den Mietpreis druecken
Gruss Asko.
@Uhu
Jetzt hab ich mir "nochmal" Deinen Text durchgelesen.
Ein "Planer" hat ja wohl nix mit der realitaet zu tun.
Uhu U. schrieb:> und eine Bewohnerin - die ansonsten sehr> viel Scheißdreck erzählt - sagt, es käme nur noch lauwarmes Wasser, auch> wenn man eine Badewanne füllen will.
Das wuerde erklaeren, warum die gante Anlage nicht funktioniert.
Asko B. schrieb:> (Ich hatte sogar mal einen Fall, da war die Zirkulationsleitung> versehentlich in die Kaltwasserleitung eingebunden. Die> Mieterin im obersten Stockwerk klagte ueber "nicht richtig"> warmes Wasser und ueber lauwarmes "Kaltwasser" wenn sie laenger> nichts verbraucht hatte.) Kann halt vorkommen !
Und wenn Eine von Vier Einbindungen versehentlich falsch ist
ergibt es mit Sicherheit den beschriebenen Effekt.
Da man die Verbindungen ja scheinbar nur raten kann, bringt
mit 100% Sicherheit nur ein Neubau.
Gruss Asko.
Asko B. schrieb:> Bei Rufus seinem Problem kann ich mir nur vorstellen,> das es sich um eine "innenliegende" Zirkulation handelt
Was magst Du meinen?
> und deswegen nach ...zig Jahren ab Stockwerk xy einfach> "abstirbt".
Das ist ein fünfgeschossiger Altbau, die Installation aber ist keine 20
Jahre alt. Und das Luftblasenproblem tritt nur nach
Warmwasserabsperrungen auf.
Im Normalfall dauert es in meiner Küche etwa sechs Sekunden nach
Aufdrehen des Warmwasserhahns, bis die Maximaltemperatur erreicht ist.
Zwischen dem Wasserhahn und dem Warmwasserkessel liegen geschätzte 50m
Rohrleitung.
Die Anlage ist auch recht gut isoliert, das Temperaturgefälle zwischen
Austritt aus dem Warmwasserkessel und dem rückgeführten Wasser aus der
Zirkulation liegt bei etwa 3 K.
Rufus Τ. F. schrieb:> Was magst Du meinen?
Um Waermeverluste zu vermeiden wurde in das Warmwasserrohr
ein Kunststoffschlauch eingefuehrt der bis vor die
letzte zapfstelle fuehrte.
Der Nachteil der Angelegenheit war, das der Kunstoff alterte
oder sogar brach, und dann das ganze "Gebilde" in sich
zusammensackte. Die Zirkulation war dan "teilweise" nur
noch bis zum tatsaechlichen Ende der Leitung gegeben.
(Einbauzeitraum 1975-1990 hauptsaechlich in der "Zone")
So etwas auszuwechseln ist aus eigener Erfahrung eine
"ziehmliche Sauerei".
Gruss Asko.
Rufus Τ. F. schrieb:> Im Normalfall dauert es in meiner Küche etwa sechs Sekunden nach> Aufdrehen des Warmwasserhahns, bis die Maximaltemperatur erreicht ist.
Ist doch "sauber".
Rufus Τ. F. schrieb:> Die Anlage ist auch recht gut isoliert, das Temperaturgefälle zwischen> Austritt aus dem Warmwasserkessel und dem rückgeführten Wasser aus der> Zirkulation liegt bei etwa 3 K.
Noch besser, was will man denn mehr ?
Gruss Asko.
Rufus Τ. F. schrieb:> Und das Luftblasenproblem tritt nur nach Warmwasserabsperrungen auf.
Genau so ist es in meinem Fall auch. Im Normalbetrieb gibt es keine
Probleme.
Ich konnte mir keinen rechten Reim darauf machen, warum das Problem
auftritt, wenn irgendwo der WW-Strang geöffnet wird, um z.B. ein Ventil
auszutauschen, weil die Informationen, die ich von zwei Personen
erhalten hatte, wohl im einen zu 50% und in anderen Fall zu 100% falsch
sind.
Rufus' Erklärung:
> Von "meiner*" Zirkulationsanlage kenne ich ein ähnliches Problem. Am> höchsten Punkt des Stranges (wo also die Warmwasserzufuhr in den> Rücklauf der Zirkulationsleitung übergeht) kann sich eine Luftblase> bilden, und die stört die Funktion der Zirkulation. Die> Zirkulationspumpe arbeitet mit recht geringem Druck und kann daher die> Blase nicht selbst beseitigen.
erscheint mir schlüssig.
Es bildet sich eine Luftblase am höchsten Punkt der Dirkularleitung den
die Zirculationspumpe nicht durchzuziehen vermag und welche den
Zirkulationsdurchfluss verringert bis ganz abklemmt. An diese drei
Punkte gehört je ein automatisches Entlüftungsventil alles andere ist
Pfusch am Bau.
Namaste
Könnte da eventuell der Automatikentlüfter fehlen?
Optimalerweise wird so ein Teil in der obersten Dusche eingebaut,
damit im Fehlerfall nicht das Haus gewässert wird.
Wenn das Teil funktioniert, ist Luft im System kein Thema.
Grüße Bernd
Dann gibt es auch noch einen Fehler, der so leicht nicht auf-
fällt. ( Hatte ich selbst vor 5 Jahren )
Die Zirkulationspumpe läuft, aber irgendwie nicht richtig.
Die Pumpe war nach 12 Jahren innerlich ( Abrasion ) so
verschlissen, das Pumpenflügel und Gehäuse deutliche Ab-
Nutzungen hatten.
Grüße Bernd
Uhu U. schrieb:> Bernd F. schrieb:>> Könnte da eventuell der Automatikentlüfter fehlen?>> Wie funktionieren die Dinger?
Es gibt 2 Varianten.
In der Zentralheizung werden Teile aus Messing verbaut.
Die sollten an Punkten sitzen, an denen sich Luftblasen
bilden können. ( Also immer ganz oben )
Das Teil hat 3-4 cm Durchmesser, innen einen Schwimmer und
ein Ventil, Luft kann raus, Wasser nicht.
Soweit die Theorie: Nach ca. 20 Jahren sind die am Ende.
Dann lassen die Wasser durch, es verdunstet und der Druck
im Heizungssystem sinkt dauernd, obwohl es nirgends nass wird.
Bei der Wasserversorgung sind andere Teile verbaut.
Die Funktion ist die gleiche.
Die werden in der obersten Dusche auf 2m Höhe eingebaut.
Da schaut dann so ein verchromtes Rohrstück aus der Wand.
Der tiefer Sinn dahinter ist klar, die Heizung würde im
Fehlerfall einige Liter abblasen, die Wasserversorgung hört
so schnell nicht auf.
Deswegen Dusche oder Badewanne.
Grüße Bernd
Was mir unklar ist: Das Zirkulationssystem verzweigt sich im Heizkeller
in 4 Stränge, zurück kommt aber nur ein Rohr. Werden die Einzelstränge
ganz oben zusammengeführt, oder passiert das irgendwo im Keller, wo ich
keinen Einblick habe?
Wie macht man das dann mit dem Automatikentlüfter?
Uhu U. schrieb:> Werden die Einzelstränge> ganz oben zusammengeführt, oder passiert das irgendwo im Keller, wo ich> keinen Einblick habe?
Das hängt davon ab welche baulichen Vorraussetzungen bestehen, beides
ist möglich.
Es gibt sogar Rohr in Rohrsysteme für die Steigleitungen.
Namaste
Bernd F. schrieb:> Könnte da eventuell der Automatikentlüfter fehlen?
Die Dinger sind da, aber vom Berliner Leitungswasser so entzückt, daß
sie funktionslos sind. Aber immerhin dicht.
Mag sein, daß sie in den ersten paar Jahren auch noch funktioniert haben
mögen, die Anlage ist jetzt volljährig, und ich beschäftige mich erst
seit etwa zehn Jahren damit. Der Aufriss, nach einer Warmwassersperrung
in den Keller zu gehen, zwei Absperrhähne abzudrehen, in meiner Wohnung
in Bad und Küche die Warmwasserhähne auf und nach einer Weile wieder
zuzudrehen und im Keller die Absperrhähne wieder zu öffnen, der ist
jetzt nicht so riesig und kommt nur alle paar Jahre mal vor. Da muss man
keine Automatikentlüfter tätscheln, austauschen und warten.
Uhu U. schrieb:> Was mir unklar ist: Das Zirkulationssystem verzweigt sich im Heizkeller> in 4 Stränge, zurück kommt aber nur ein Rohr. Werden die Einzelstränge> ganz oben zusammengeführt, oder passiert das irgendwo im Keller, wo ich> keinen Einblick habe?>> Wie macht man das dann mit dem Automatikentlüfter?
Den Entlüfter baut man normalerweise in die Hauptleitung für
Warmwasser.
Wenn er wirklich am höchsten Punkt sitzt, ist die Zirkulations-
leitung mit entlüftet.
Ich würde mal die kleine Pumpe näher untersuchen.
Die Dinger halten nicht ewig.
Sie laufen, bringen aber nur noch 10- 20 % der nötigen
Leistung.
Grüße Bernd
Rufus Τ. F. schrieb:> Der Aufriss, nach einer Warmwassersperrung> in den Keller zu gehen, zwei Absperrhähne abzudrehen, in meiner Wohnung> in Bad und Küche die Warmwasserhähne auf und nach einer Weile wieder> zuzudrehen und im Keller die Absperrhähne wieder zu öffnen, der ist> jetzt nicht so riesig und kommt nur alle paar Jahre mal vor. Da muss man> keine Automatikentlüfter tätscheln, austauschen und warten.
In dem Fall hier gibt es einen Anschluss wie zum Nachfüllen der
Zentralheizung üblich sind, über der Zirkulationspumpe. In einer Ecke
habe ich einen passenden Schlauch gefunden und ein Abfluss für einen
Überlauf ist auch vorhanden. Die ganze Entlüftungsaktion wird über
diesen Anschlussstuzen gemacht.
Bernd F. schrieb:> Den Entlüfter baut man normalerweise in die Hauptleitung für> Warmwasser.
Die Hauptleitung ist keine 2 Meter lang und verzweigt sich noch im
Heizkeller in 4 Stränge.
> Ich würde mal die kleine Pumpe näher untersuchen. Die Dinger halten nicht> ewig.
Die Pumpe ist OK. Das Problem tritt nur auf, wenn irgendwo die
WW-Zirkulationsleitung aufgemacht wurde.
Eine Besonderheit der Anlage ist noch, dass 2 der 4 Stränge nicht bis
ganz hoch gehen.
Bernd F. schrieb:> Ich würde mal die kleine Pumpe näher untersuchen.
Ich auch.
> Die Dinger halten nicht ewig.>> Sie laufen, bringen aber nur noch 10- 20 % der nötigen> Leistung.
Ich habe schon welche gesehen, bei denen das Flügelrad kaum noch Flügel
hatte. Es war durch das kalkhaltige Wasser zum Materialabtrag gekommen,
der durch das Heiße Wasser schahrweinlich noch begünstigt wurde.
Zitat Meister Röhrich: "Ich glaub' ich komm mit meinen Männern mal
vorbei!"
MfG Paul
Wenn die Anlage früher funktioniert hat, ist der Fehler
durch Alterung eingetreten.
Also schafft die Pumpe ihr Soll nicht, die Entlüfter
sind zugekalkt oder die Rohrleitung ist zu.
Also, erst mal die wahrscheinlichen Kandidaten prüfen und
eventuell auswechseln.
Grüße Bernd
Uhu U. schrieb:> Bernd F. schrieb:>> Den Entlüfter baut man normalerweise in die Hauptleitung für>> Warmwasser.>> Die Hauptleitung ist keine 2 Meter lang und verzweigt sich noch im> Heizkeller in 4 Stränge.>>> Ich würde mal die kleine Pumpe näher untersuchen. Die Dinger halten nicht>> ewig.>> Die Pumpe ist OK. Das Problem tritt nur auf, wenn irgendwo die> WW-Zirkulationsleitung aufgemacht wurde.>> Eine Besonderheit der Anlage ist noch, dass 2 der 4 Stränge nicht bis> ganz hoch gehen.
Hallo Uhu,
mit Hauptleitung meine ich die normale WW- Zufuhr.
Das sollte die Leitung in den obersten Stock sein.
Die Zirkulation sorgt ja nur für ein ständige Bewegung des WW.
So ganz kann ich deiner Beschreibung nicht folgen.
Sinnvoll wäre, an jeder Zapfstelle ein wenig Wasser abzupumpen
(4 x ) und dann wieder in die WW- Leitung einzuspeisen.
Grüße Bernd
Bernd F. schrieb:> Wenn die Anlage früher funktioniert hat, ist der Fehler> durch Alterung eingetreten.>> Also schafft die Pumpe ihr Soll nicht, die Entlüfter> sind zugekalkt oder die Rohrleitung ist zu.>> Also, erst mal die wahrscheinlichen Kandidaten prüfen und> eventuell auswechseln.>> Grüße Bernd
Nochmal: Die Pumpe schafft ihr Soll, das Problem tritt nur auf, wenn
irgendwo z.B. ein Absperrventil vor einer Wasseruhr ausgetauscht und
anschließend nicht entlüftet wurde.
Es ist längst behoben, aber ich wollte wissen, was da vorgeht.
So einfach ist das...
Uhu U. schrieb:> Bernd F. schrieb:>> Wenn die Anlage früher funktioniert hat, ist der Fehler>> durch Alterung eingetreten.>>>> Also schafft die Pumpe ihr Soll nicht, die Entlüfter>> sind zugekalkt oder die Rohrleitung ist zu.>>>> Also, erst mal die wahrscheinlichen Kandidaten prüfen und>> eventuell auswechseln.>>>> Grüße Bernd>> Nochmal: Die Pumpe schafft ihr Soll, das Problem tritt nur auf, wenn> irgendwo z.B. ein Absperrventil vor einer Wasseruhr ausgetauscht und> anschließend nicht entlüftet wurde.>> Es ist längst behoben, aber ich wollte wissen, was da vorgeht.>> So einfach ist das...
Hallo Uhu,
das sollte so nicht sein, dazu gibt es diese Automatikentlüfter.
Grüße Bernd
Bernd F. schrieb:> mit Hauptleitung meine ich die normale WW- Zufuhr.
Was ist die "normale WW- Zufuhr"?
In jeder Wohnung gibts nur eine WW-Uhr und damit auch nur eine
WW-Leitung, aus der gezapft wird - das ist der Vorlauf der
Zirkulationsleitung.
Diese Leitung verläuft senkrecht. Irgendwo laufen die 4 Vorlaufleitungen
wieder zusammen in einen gemeinsamen Rücklauf.
Die Stichleitungen innerhalb einer Wohnung spielen keine Rolle - wenn an
denen was gemacht werden muss, dann dreht man das Ventil vor der WW-Uhr
zu und das wars. In diesem Fall kann keine Luft in die
Zirkulationsleitung eindringen.
Bernd F. schrieb:> das sollte so nicht sein, dazu gibt es diese Automatikentlüfter.
Entweder sind keine vorhanden, oder sie haben den Geist aufgegeben.
Ersteres würde mich bei der Hütte nur mäßig verblüffen, letzteres wäre
eine Schlamperei der Hausverwaltung - bei denen ist das der
Normalfall...
Uhu U. schrieb:> Bernd F. schrieb:>> mit Hauptleitung meine ich die normale WW- Zufuhr.>> Was ist die "normale WW- Zufuhr"?>> In jeder Wohnung gibts nur eine WW-Uhr und damit auch nur eine> WW-Leitung, aus der gezapft wird - das ist der Vorlauf der> Zirkulationsleitung.>> Diese Leitung verläuft senkrecht. Irgendwo laufen die 4 Vorlaufleitungen> wieder zusammen in einen gemeinsamen Rücklauf.>> Die Stichleitungen innerhalb einer Wohnung spielen keine Rolle - wenn an> denen was gemacht werden muss, dann dreht man das Ventil vor der WW-Uhr> zu und das wars. In diesem Fall kann keine Luft in die> Zirkulationsleitung eindringen.
Jein,
selbst ohne Absperrungen und Neubefüllung entstehen Gase im
System, die Probleme machen können.
Die Entlüfter haben ihre Berechtigung.
Die Lebensdauer dieser Entlüfter ist ca. 20 Jahre.
Unabhängig der Wasserqualität. Die Gummis des Ventils sind
dann an der Grenze.
Grüße Bernd
Bernd F. schrieb:> Die Lebensdauer dieser Entlüfter ist ca. 20 Jahre.> Unabhängig der Wasserqualität. Die Gummis des Ventils sind> dann an der Grenze.
Ich werde nachprüfen, ob welche vorhanden sind und wenn ja, muss ich dem
Verwalter beibringen, dass "Handlungsbedaf besteht" - den hat er nämlich
bisher geleugnet.
Dann wird der arme Kerl seinen Winterschlaf kurz unterbrechen müssen...
Uhu U. schrieb:> Bernd F. schrieb:>> Die Lebensdauer dieser Entlüfter ist ca. 20 Jahre.>> Unabhängig der Wasserqualität. Die Gummis des Ventils sind>> dann an der Grenze.>> Ich werde nachprüfen, ob welche vorhanden sind und wenn ja, muss ich dem> Verwalter beibringen, dass "Handlungsbedaf besteht" - den hat er nämlich> bisher geleugnet.>> Dann wird der arme Kerl seinen Winterschlaf kurz unterbrechen müssen...
Sei nicht so hart,
die Teile sind so unauffällig und so robust, das ein Jahr
mehr oder weniger nicht auffällt.
Aber genau das ist auch ein Problem, wer denkt denn schon an die
Entlüfter?
Wenn man die tauscht, dann alle gleichzeitig. Egal ob Heizung
oder WW, das muss drucklos gemacht werden.
Grüße Bernd
Bernd F. schrieb:> Den Entlüfter baut man normalerweise in die Hauptleitung für> Warmwasser.Bernd F. schrieb:> Die werden in der obersten Dusche auf 2m Höhe eingebaut.> Da schaut dann so ein verchromtes Rohrstück aus der Wand.
Bei diesen Dingern handelt es sich um ROHRBELÜFTER, sie waren früher in
Mehrfamilienhäusern und öffentlichen Gebäuden vorgeschrieben. Wie
gesagt, waren, muss man heute nicht mehr einbauen.
Ein Nebeneffekt des Rohrbelüfters ist, daß er die Leitung gleichzeitig
auch entlüftet. Normalerweise sollte dies aber durch die obere
Zapfstelle gegeben sein.
Wie Bernd schon sagte, am wahrscheinlichsten ist ein Defekt der Pumpe,
zugekeimte Ventile oder Leitungen.
Ist aber auch gut möglich daß durch ungünstige Leitungsführung,
Querschnitte, etc. das Problem von Anfang an bestand. Der Spülanschluss
am Eintritt der Zirkulatiosleitung ist so nicht Standard und könnte vom
Installateur nachträglich eingebaut worden sein um die Anlage in
Funktion zu bekommen.
Thomas H. schrieb:> Bei diesen Dingern handelt es sich um ROHRBELÜFTER, sie waren früher in> Mehrfamilienhäusern und öffentlichen Gebäuden vorgeschrieben. Wie> gesagt, waren, muss man heute nicht mehr einbauen.
Wieso heißt das Ding RohrBElüfter? Weder im der WW-Zirkulationsleitung,
noch im Heizkreis ist Luft erwünscht.
> Wie Bernd schon sagte, am wahrscheinlichsten ist ein Defekt der Pumpe,
Ich würde euch zustimmen, wenn das Problem spontan aufträte - tut es
aber nicht. Es läuft - bisher - immer nach dem Muster: erst
Zirkulationsleitung geöffnet, weil z.B. ein Absperrventil vor einer
Wasseruhr den Geist aufgegeben hat, dann Unterbrechung der Zikulation,
wenn die Leitung nicht gespült wird.
> Der Spülanschluss am Eintritt der Zirkulatiosleitung ist so nicht Standard
Sorum wäre das auch grober Unfug.
Die Zirkulationspumpe pumpt das Wasser aus dem Rücklauf in den Boiler.
Der Spülanschluss muss schon deswegen vorhanden sein, dass man die
Zirkulationsleitung von Fremdkörpern reinigen kann, damit die nicht das
Flügelrad der Pumpe rasieren. Seine Verwendung als Entlüftung ist eine
Möglichkeit, die sich nebenbei ergibt.
Uhu,
das würde so schon passen.
Sobald der Wasserdruck in der Wasserleitung weg ist, öffnet der
Rohrbelüfter, das Wasser kann aus der Leitung komplett abfließen.
Jetzt kommt der Druck wieder, Luft entweicht beim "Rohrbelüfter",
wenn das Wasser oben angekommen ist, schließt das Teil.
( Wie angesprochen, es geht auch ohne Belüfter, dann muss aber
die oberste Entnahmestelle die Luft rauslassen)
Bei eurer Anlage bildet sich wohl in der Zirkulationsleitung eine
Luftblase, die von der Zirkulationspumpe nicht geschafft wird.
Grüße Bernd
Bernd F. schrieb:> ( Wie angesprochen, es geht auch ohne Belüfter, dann muss aber> die oberste Entnahmestelle die Luft rauslassen)
Auch deswegen habe ich das ganze Theater nicht verstanden, das gemacht
wurde, als ein Installateur ankündigte, dass das WW kurz abgestellt
werden muss. Das ging so weit, dass die Reparatur, die er ausführen
sollte, verhindert wurde und der Kaltwasserteufel für die nächsten
Wochen an die Wand gemalt wurde.
Den Verwalter interessiert das alles sowieso nicht und aus dem Haus
kamen nur Schrottinfos. Dafür blüht das Gerüchte- und Intrigenwesen. Nur
in einem sind sich die Strippenzieher hinter den Kulissen - mit denen
die Verwaltung bestens kooperiert - einig: dass ich der Schuldige bin...
Uhu U. schrieb:> Das Haus, in dem ein Freund wohnt, wird über Fernwärme geheizt,> Warmwasser wird auch aus Fernwärme gewonnen.Uhu U. schrieb:> dass ich der Schuldige bin...
Das sollte Dich lehren: Tue Niemand Gutes -so geschieht Dir nichts Böses
...oder bist Du gar der Eigentümer des Hauses, in dem Dein Freund
wohnt?
MfG Paul
Paul B. schrieb:> Tue Niemandem etwas Gutes - so geschieht Dir nichts Böses
Oh, Paul wie Recht Du hast ;-)
Ich dachte ja UhUs Bekannter haette das beschriebene Problem
immer. Wenn es jedoch wirklich nur bei Reparaturarbeiten
auftritt, ist das doch kein Problem. Da tritt dabei halt Luft
ein. Die wird nach erfolgreicher (beendeter) Reparatur
sowieso gespuelt und entlueftet. Also wo ist eigentlich
das Problem ? Die Leitungsfuehrung ist nirgenswo genormt
und noch weniger halten sich die Installateure daran.
Die kennt also keiner, und die kann "irgendwo" langfuehren.
Ein dokumentiertes Strangschema duerfte bei Wohnungsbauten
die absolute Ausnahme sein.
Bernd F. schrieb:> Den Entlüfter baut man normalerweise in die Hauptleitung für> Warmwasser.> Wenn er wirklich am höchsten Punkt sitzt, ist die Zirkulations-> leitung mit entlüftet.
Tja, Bernd, sowas hat man oft und gerne verbaut.
Nennt sich uebrigens "Strang-Entluefter".
https://encrypted-tbn1.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcS4SwR4Z0FR5-jM0j9kqP_qB9fK-TMIDDjLbyGjDObiuOVt9YXJVm-KxeI
Die sind aber nach neuesten hygienischen Gesichtspunkten
nicht mehr zulaessig. Neuanlagen duerfen so etwas gar nicht
mehr haben. Denn in dem "Sackende" der Leitung und bei der
Temperatur von Warmwasser fuehlen sich Legionellen
besonders wohl. Und die will man ja nun nicht wirklich
beim duschen in der Luft haben. Trinken waere nicht das
problem, bloss da die kleinen Kerlchen "Lungengaengig"
sind, ist das ein sehr heikles Thema (zB. beim duschen).
Informationen fuer Vermieter und Hausbesitzer:
IfSG = Infektionsschutzgesetz
TrinkwV 2001 = Trinkwasserverordnung
- Richtlinie 98/34/EG (Informationsverfahren) vom 22.6.1998,
geaendert durch Richtlinie 2006/96/EG vom 20.12.2006
- Richtlinie 98/83/EG (Qualitaet von Wasser fuer den menschlichen
Gebrauch), zuletzt geaendert durch Verordnung (EG)
Nr. 596/2009 des Europaeischen Parlaments und des Rates
vom 18. Juni 2009
- TrinkwV 2001 in der Fassung vom 5.12.2012. gueltig
seit 14.12.2012
Gruss Asko.
Asko B. schrieb:> Die sind aber nach neuesten hygienischen Gesichtspunkten> nicht mehr zulaessig.
Ich habe mich schon gefragt, wie das wohl verrohrt ist, wenn dieser
"Strang-Entluefter" eingebaut ist - es muss eine Sackleitung sein, sonst
geht das nicht.
Dass das Thema dann mit der Legionellenverordnung abgehakt ist, ist nur
logisch, wenn man nicht gerade immer mit > 60° fahren will.
Das heißt dann aber, dass der Zustand "wenn Luft in die Leitung gekommen
ist, muss gespült werden" normal ist - wie Rufus oben schon mal schrieb.
Auf jeden Fall sind doch bis jetzt eine ganze Menge Informationen
zusammen gekommen.
Eine Frage habe ich noch: was ist, wenn die Dinger eingebaut sind? (Das
erfahre ich frühestens morgen.) Die Sackleitungen sind da, ober der
"Strang-Entluefter" funktioniert, oder nicht. Dürfen sie erneuert
werden? Was sagt denn die Vorschrift in dem Fall?
Uhu U. schrieb:> Eine Frage habe ich noch: was ist, wenn die Dinger eingebaut sind? (Das> erfahre ich frühestens morgen.) Die Sackleitungen sind da, ober der> "Strang-Entluefter" funktioniert, oder nicht. Dürfen sie erneuert> werden? Was sagt denn die Vorschrift in dem Fall?
So hart wie es klingt, es MUSS entfernt werden. (genauer
gesagt, es muss entfernt/umgebaut werden)
Das ist fuer die Leute, die sich sowas ausdenken so eine
Art zum Gelddrucken ...
Aber leider nicht zu umgehen wenn man es Regelkonform
halten will.
Wenn ich versuchen wollte, einem Kunden diese Vorschriften
nahezubringen wird er mich wohl eher mit einem Tritt in
den Hintern hinaus befoerdern. Aber eine "Unbedenklichkeits-
Bescheinigung" wird er dann wohl nirgens bekommen.
Denn es gibt dort KEINEN sogenannten "Bestandsschutz" wie
er vielleicht bei Verbrennungsanlagen gilt.
Gruss Asko.
Asko B. schrieb:> So hart wie es klingt, es MUSS entfernt werden. (genauer> gesagt, es muss entfernt/umgebaut werden)
Na super. Häufig werden Fliesen über dem Sackrohr sein...
> Das ist fuer die Leute, die sich sowas ausdenken so eine> Art zum Gelddrucken ...
Ein fortgeschrittener Sesselfuzer scheißt Dukaten...
@ Uhu
Ich sach dazu nix....
Ich schrieb ja schon:
Asko B. schrieb:> Wenn ich versuchen wollte, einem Kunden diese Vorschriften> nahezubringen wird er mich wohl eher mit einem Tritt in> den Hintern hinaus befoerdern
Ich habe meine Unterlagen von dem 2-Tages-Le(e)hrgang
durchgesehen, und ich dachte eigentlich das steht x und y
mit Wort und Bild drin.
Wenn ich mir das jetzt nach zwei Jahren ansehe, muss ich sagen
das ist nur BlaBla ... den "Rest muss man bezahlen.
Man kann nichts nachvollziehen.
Das ist ja genauso wie die DIN xyz zur Einhaltung
der "Beruehrungsspannung" oder "Isolationsfestigkeit".
Wenn Du die nicht definitiv kostenpflichtig kaufst,
biste echt Sch****e dran.
Frei nach dem Motto:
"Unwissenheit schuetzt vor Strafe nicht"
Ich versuche mal die "Unterlagen" zu kopieren und
Sende sie Dir, wenn sie eine Versandfaehige Groesse haben.
Gruss Asko.
Asko B. schrieb:> Nennt sich uebrigens "Strang-Entluefter".
Nein. Das Teil auf dem Bild von dir ist ein Rohrbelüfter Typ E. In Uhus
Wohnung wird es wohl genau so aussehen.
Asko B. schrieb:> Denn in dem "Sackende" der Leitung...
Es steht ja gar nicht fest ob da ein Sackende ist. Wahrscheinlich ist da
eins, aber es gäbe ja die Möglichkeit daß der Abzweig für die obere
Wohnung ganz oben beim Belüfter sitzt und wieder heruntergezogen wurde.
Keine geltende Vorschrift zwingt dich Wände aufzureißen um nachzusehen
wie das gebaut ist.
Zwischenzeitlich ist wieder schreckliches passiert: Der Installateur war
da und hat - erfolglos - versucht, seine Reparatur durchzuziehen. Der
Absperrhahn vor einer WW-Uhr, den er austauschen sollte, sitzt dermaßen
fest, dass er ihn selbst mit der großen Rohrzange nicht los gekriegt
hat...
Anschließend hat er die Zirkulationsleitung gespült, aber am nächsten
Tag gabs schon wieder Theater: nur lauwarmes Wasser an einem
Zirkulationsstrang, der nicht derselbe ist, wie der, an dem repariert
werden sollte.
Ich bin dann am Abend zu der Tante hin, die da gebrüllt hatte und siehe
da, sie hatte wieder Warmwasser... Sie hatte mit dem Versuch, an ihrer
Badewanne WW zu zapfen, das Problem "repariert", ohne sich dessen
bewusst zu sein. (Das Entlüften der WW-Leitung am höchsten Punkt ist
halt doch viel effizienter, als das Gemurkse am Boiler im Heizkeller...)
Aber nebenbei kam noch was interessantes ans Licht: sie erzählte,
"merkwürdigerweise" hätte sie in der Küche WW gehabt. Das legt eine
Lösung für das Mysterium nahe, wo die zwei Zirkulationsstränge enden,
von denen ich annahm, dass sie nich bis ganz rauf gehen: die größeren
Wohnungen in den obersten beiden Stockwerken sind an jeweils zwei
Zirkulationsstränge angeschlossen: das Bad am einen, die Küche am
anderen.
Nur seltsamerweise gibt es in den großen Wohnungen auch nur je eine
Wasseruhr für WW und eine für KW im Bad. In der Küche gibts dann wohl
das Wasser für umme...
Uhu U. schrieb:> Der> Absperrhahn vor einer WW-Uhr, den er austauschen sollte, sitzt dermaßen> fest, dass er ihn selbst mit der großen Rohrzange nicht los gekriegt> hat...
Na, da ist aber nicht der Installateur verantwortlich, wenn das Ventil
nicht ab und zu bewegt wird.
MfG Paul
Paul B. schrieb:> Na, da ist aber nicht der Installateur verantwortlich, wenn das Ventil> nicht ab und zu bewegt wird.
Vom Nichtbewegen geht das Ventil zwar kaputt, aber das Oberteil mit
Spindeltrieb und Dichtung sollte sich trotzdem noch heraus schrauben
lassen. Möglicherweise wurde das aber eingeklebt, warum auch immer.
Das mit dem Bewegen der Ventile ist übrigens so eine Sache: ohne
Werkzeug geht da nichts, Handrad haben sie keins und oben drauf ist ein
Deckel geschraubt. Echte Ista-Scheiße eben...
Uhu U. schrieb:> Das mit dem Bewegen der Ventile ist übrigens so eine Sache: ohne> Werkzeug geht da nichts, Handrad haben sie keins und oben drauf ist ein> Deckel geschraubt. Echte Ista-Scheiße eben...
Mich wundert, daß sich das die Mieter haben gefallen lassen: Ich MUSS
meinen Strang abschiebern können, wenn irgendetwas defekt ist -sonst
zeigt die Versicherung den dicken Daumen. Es ist dann nämlich nicht
möglich, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Wenn der Kollege
dann erst mit dem Fernsehsessel von innen am Fenster vorbeifährt, nicht
ohne "Oh, Sole mio" zu singen, dann ist der Spaß schon fast vorbei.
MfG Paul