1 von 2 Versorgungsspannungen nutzen?

Gast #4422342
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Hallo,

Ich habe zwei Geräte, die mit 12V Versorgungsspannung laufen.
Ich möchte die Geräte einzeln über die Versorgungsspannungen ein -oder 
ausschalten können.
Gleichzeitig möchte ich ein IC betreiben, dass mit 5V läuft.

Gibt es eine elegante Möglichkeit, dieses IC quasi automatisch von der 
einen bzw. der anderen Spannung zu versorgen (mit entsprechendem 
5V-Wandler dazwischen), also
1
IN1  12V ------
2
               |_________5V OUT
3
               |
4
IN2  12V ------

das ganze soll funktionieren, wenn

nur IN1 --> eingeschaltet
wenn
nur IN2 --> eingeschaltet
wenn

IN2 und IN1 --> eingeschaltet


kann ich IN1 und IN2 quasi gegeneinander verriegeln?

VG
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #4422672
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Siegfried M. schrieb:
> Ich dachte nun an die Verwendung von der SBS811 Schottky-Diode
> http://www.onsemi.com/pub_link/Collateral/SBS811-D.PDF
> sollte ja auch kein Problem darstellen. Oder?
Solange der Rückstrom von max. 1,25mA nichts ausmacht. Aber es bringt 
nicht viel, denn die restliche Spannung wird ja sehr wahrscheinlich 
einfach im Spannungsregler verheizt...
Gast #4422696
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Wow, die hat ja einen hohen reverse Current! Bisher dachte ich immer, 
dass man den in aller Regel vernachlässigen kann. Aber 1,25mA ist eine 
Menge.

Ok, in dieser Anwendung schadet es wohl nicht.
(Firma: matzetronics) #4423711
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Bernd schrieb:
> Siegfried M. schrieb:
>> Hallo,
>> noch ein anderer Vorschlag:
>>
>> was spricht dagegen, es wie in dem angehängten Schaltplan zu lösen?
>
> Funktioniert nicht.

Lustigerweise funktioniert es doch, da der Ersteller des Schemas die 
P-Kanaler falschrum eingebaut hat und er deswegen nur die Bodydioden als 
Ersatz für zwei einfache Dioden verwendet :-)

Aber ich stimme dem zu:
Michael U. schrieb:
> in diesem Fall der völlig unnötige Aufwand.

 da kann man auch viel kostengünstiger nur die Dioden nehmen und sich 
die MOSFet sparen.
Gast #4423771
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So falschrum ist das nicht, das ist die übliche Schaltung für einen 
Verpolschutz, der einen geringeren Spannungsabfall hat als das mit einer 
Diode möglich ist.  Denn die FETs werden ja aufgesteuert.

Achtgeben muß man auf die Spannungsfestigkeit der GS-Strecke, da ist 
noch eine Schutzbeschaltung sinnvoll (wegen Überspannung, aber auch 
wegen ESD).

Mit dieser Schaltung sind die Spannungsquellen aber nicht mehr 
voneinander entkoppelt, d.h. es können zwischen ihnen Ausgleichsströme 
fließen.  Je nach Situation können die sehr groß werden.

Weiterhin ist der Sinn des deutlich erhöhten Aufwandes unklar, 
schließlich werden die hier eingesparten Verluste dann ja doch im 
Spannungsregler verheizt - außer das ist ein geschalteter.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #4423786
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Matthias S. schrieb:
>> Funktioniert nicht.
> Lustigerweise funktioniert es doch
Die Schaltung ist unbrauchbar, denn sie erfüllt genau das ursprüngliche 
Ziel der "Entkopplung" zweier Versorgungen nicht!

Wenn z.B. das "untere" Gerät ein ist und das "obere" aus, dann liegen 
unten 12V am Drain und über die Body-Diode auch an der Source an und der 
Mosfet schaltet durch. So weit ok.
Nur liegen jetzt an der Source des oberen Mosfet ebenfalls 12V. Damit 
ist das Gate (das ja an GND liegt) negativer als die Source. Damit 
leitet der obere Mosfet und versorgt das eigentlich ausgeschaltete 
"obere" Gerät...

Siehe dort:
http://www.lothar-miller.de/s9y/categories/39-Verpolschutz
den Abschnitt "Allerdings kann die MOSFET-Schaltung eine Diode nicht 
immer komplett ersetzen"

Peter schrieb:
> das ist die übliche Schaltung für einen Verpolschutz
Richtig. Und die taugt eben nur als Verpolschutz, falls eine Stromquelle 
verpolt angeschlossen wird...

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