Strom einer PWM messen

Gast #4425319
Lesenswert?
• ▲
▼
Das Thema ist komplexer als man denkt wie ich herausgefunden habe, aber 
immer speziell, daher bitte ich um Erfahrungen und keine Versuche:

PWM 500Hz - 2000Hz, Last ist leider nicht immer Induktiv sondern auch 
ohmisch.
Die Treiber haben einen Anlauf und einen Auslauf, generieren also keinen 
Rechteck, sieht ähnlich aus wie eine Kondensatorkurve. (Das ist bei 
diesen Automotive Treibern völlig normal und EMV gerecht!)

Die Schaltung ist gesetzt, es lassen sich also keine Hardwareelemente 
mehr zufügen.

Das Problem ist das man sich dabei schnell selbst verunsichern kann bei 
der Messung. Messgerät Baumarkt (beim Kunden), Messgerät mit Echt 
Effektiv Fluke bei uns, Oszilloskop mit mathematischer EEMessung in der 
Entwicklung.
Drei verschiedene Ergebnisse und einen Kunden der nicht weiß wie er es 
überprüfen soll.

An einem induktivem Ventil kann man ja relativ konstanten Strom Messen, 
da aber mehrere unterschiedliche Ventile möglich sind ist es mit der 
Konstanz auch weit her aufgrund der Frequenz.
Ohmische Lasten sind nur schwer messbar aufgrund der Steigungen anfangs 
und am Ende, gemittelter Strom ist somit auch eher geschätzt bei 
unterschiedlichen Belastungen.

Meine bisher beste Lösung ist die EEMessung im Prozessor. Ist aber 
zeitlich enorm aufwendig bei mehreren Ausgängen. Aufgrund vieler anderer 
Prozesse einfach nicht machbar.
Alles mitteln wie ein Tiefpass macht auch nur Sinn wenn das 
angeschlossene Bauteil das gleiche ist.

Wie geht ihr diese Dinge an, werden da Kompromisse eingegangen, jede 
Situation kalibriert (wie dann beim Kunden umsetzen?) oder ignoriert (in 
der Automotive keine Option.
Gast #4425365
Lesenswert?
• ▲
▼
Es geht nicht um das Messgerät! Die Frage ist wie man Die Messungen der 
Schaltung am besten so ähnlich wie möglich ausführt, ohne EEMessung im 
Prozessor machen zu müssen.

Wenn der Kunden den Strom beim Proportionalventil mit seinen 
Möglichkeiten nachmisst zieht das immer Diskussionen nach sich.
Ich möchte natürlich schon so genau wie möglich messen.
Gast #4425390
Lesenswert?
• ▲
▼
Naja....bei solch variablen verbrauchern würde man beim treiberdesign 
stromregler pro ausgang vorsehen und dann bei der installation einmalig 
den sollstrom vorgeben. Das ganze kommt dann in die gerätedokumentation 
mit einer entsprechenden erklärung...so kann der kunde das dann auch 
nachvollziehen....dein post klingt sehr nach bastellösung...
Gast #4425579
Lesenswert?
• ▲
▼
Bernd schrieb:
> Alles mitteln wie ein Tiefpass macht auch nur Sinn wenn das
> angeschlossene Bauteil das gleiche ist.

Wenn dich der mittlere Strom interessiert, dann ist zeitliches Mitteln 
mit einem analogen Tiefpass die perfekte Methode. Dass der Wert dann 
natürlich etwas anderes anzeigen wird als dein Fluke, das den 
Effektivwert misst, ist klar - Effektivwert und Mittelwert sind halt 
nicht das selbe. Bei ohmschen Lasten mag der Effektivwert das 
Interessanteste sein, bei anderen Lasten aber unter Umständen halt 
nicht.

Daher auch von mir die Frage: was willst du (oder der Kunde) denn 
eigentlich messen? Wenn es der Effektivwert sein sollte: es gibt ICs, 
die dem Prozessor das Rechnen abnehmen, indem sie den Effektivwert einer 
Spannung ausgeben.
Gast #4425584
Lesenswert?
• ▲
▼
Bernd schrieb:
> Es geht nicht um das Messgerät! Die Frage ist wie man Die
> Messungen der
> Schaltung am besten so ähnlich wie möglich ausführt, ohne EEMessung im
> Prozessor machen zu müssen.
>
> Wenn der Kunden den Strom beim Proportionalventil mit seinen
> Möglichkeiten nachmisst zieht das immer Diskussionen nach sich.
> Ich möchte natürlich schon so genau wie möglich messen.

Genau das darf der Kunde dann halt nicht. In die Doku kommt mit was man 
gemessen hat:

Ingo L. schrieb:
> Nimm n klassisches Zeigerinstrument, da integriert der Zeiger bzw. das
> Messwerk (Drehspulmesswerk)

Der Andere schrieb:
> Bernd schrieb:
>> Oszilloskop mit mathematischer EEMessung
>
> sagt dir die Wahrheit

Und wenn er mit anderen Mitteln als den in der Doku angegebenen misst 
kann er diskutieren wie er will und es ist egal "was mit seinen 
Möglichkeiten" bei ihm raus kam.
Gast #4425719
Lesenswert?
• ▲
▼
Tja, ist vielleicht die beste Lösung. In der Theorie immer so einfach, 
aber in der Praxis....
Bastellösung...Wenn du meinst. Ich glaube dieses Problem kann nur einer 
Beurteilen der es auch schon mal gemacht hat. Dann wird man sehen das es 
gar nicht so logisch ist. Kommen noch Peaks hinzu ist das ganze mehr ein 
Schätzeisen. Ich mach das schon ziemlich lange und eine Musterlösung 
konnte mir noch keiner präsentieren. Von Blinky Schaltungen mal 
abgesehen.

Da ich alle Varianten zum Test einprogrammiert habe muss ich wohl dann 
entscheiden. 38 Stromrückführende PWM Ausgänge wollen alle bedient und 
geregelt werden.
Gast #4425921
Lesenswert?
• ▲
▼
Ich weiß nicht, ob es dein Problem löst. Aber wenn der arithmetische 
Mittelwert gemessen werden soll, mache ich das wie im Anhang. Die 
Dimensionierung muss man auf den konkreten Fall anpassen.
Diese Art passt besonders für die Wirkungsgrad-Messung von DC-Wandlern 
mit den hohen Spitzenstömen. Da hier die Eingangs- und Ausgangs-Spannung 
meistens konstant ist und einfach gemessen werden kann. Und bei Akkus 
usw. interessiert kein Effektivwert des Stroms.
Da man mit dem DVM locker mV messen kann, kommt man mit einem sehr 
kleinem Shunt aus.
Angehängte Dateien:
#4426140
Lesenswert?
• ▲
▼
Wenn Du Streit vermeiden willst - oder musst - einfach sagen:
"Gemessen mit ..."

Dann kann der Kunde sich mit dem Messgerätehersteller streiten, ob sein 
China-Import oder das von Dir verwendete Gerät "recht haben".

Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass Du etwas Vernünftiges 
verwendest.

In Testberichten wird immer wieder moniert, dass low-cost 
Energiemessgeräte, bestenfalls Fahrkarten ausgeben. Das fast immer in 
Verbindung mit schaltenden Verbrauchern.

Also: Im Westen nichts Neues.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren