Harald W. schrieb:
> Leicht OT: Mir sind solche Leitungen noch nicht untergekommen
> (oder ich habe es nicht bemerkt). Kann man die denn normal
> verlöten und was haben sie sonst noch für Nachteile?
Du meinst dir sind noch keine CCA-Leitungen untergekommen? Och die habe
ich schon häufiger gesehen. Insbesondere, wenn man dicke Kabel für wenig
Geld kaufen will, stößt man öfter darauf. Bei Lautsprecherkabeln ist das
ein sehr beliebter Trick. Man will Kabel aus 100% Kupfer (manchmal auch
als 100% OFC-Kupfer [Oxygen-free-Copper] bezeichnet) kaufen und die
Verkäufer schreiben "100% CCA Kupfer" oder ähnlichen "Bullsh**" dran.
Das Kabel bzw. die Litze ist dann eigentlich aus Aluminium, wird aber
außen mit Kupfer beschichtet.
Sieht auf den ersten Blick aus wie Kupfer, da rötlich schimmernd und ist
sogar praktisch, da deutlich flexibler als echtes Kupferkabel. Aber in
Wirklichkeit ist es eben nur Alu mit einem Tick besseren
Übergangswiderstand - sowie einem niedrigeren Widerstand bei höheren
Frequenzen, wo die Ströme aufgrund des Skin-Effekts eh nur an der
Oberfläche entlang fließen.
Die Irreführung mit "100% CCA-Kupfer" gehört verboten, aber ansonsten
sind das per se keine schlechten Kabel. Man muss sich halt nur im Klaren
sein, dass man eigentlich Aluleitungen bekommt und keine
Kupferleitungen.
Wenn man auf die blanken Enden von vorne draufschaut, kann man auch
meist erkennen, dass es Alu ist (wenn die Litzen nicht zu dünn sind) und
man kann die obere Kupferschicht auch abkratzen. Bei der normalen
Verwendung und dem Verlöten sind mir bisher keine Probleme
untergekommen.