Defektes Labornetzteil ohne Kennzeichnung

OP #4454391
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Tach zusammen,

Ich habe hier ein defektes Labornetzteil ohne Kennzeichnung,
versuche also, ohne jeglichen Schaltplan da was zu retten.
Vielleicht fallen euch ja aufgrund der Fehlerbeschreibung gute Ansätze 
ein.

Beim Einschalten des Gerätes liegt am Ausgang eine Spannung von ca. 70V 
an, die ab dann kontinuierlich auf etwa 7V sinkt (Spannung wurde 
gemessen, nicht abgelesen). Ab etwa 20V, das ist nicht wirklich gut 
reproduzierbar, geht die Error-LED an und die LED für die 
Strombegrenzung (ohne angeschlossene Last).


Hat irgendwer ne gute Idee, in welcher Richtung ich weiter gucken 
sollte?

LG,
Tochriso
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Gast #4454461
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Tobi S. schrieb:
> Hat irgendwer ne gute Idee, in welcher Richtung ich weiter gucken
> sollte?

Guck was du von dem Haufen noch verwenden kannst, wenn du dir selbst ein 
Netzteil baust. Du willst doch nicht im ernst diese undokumentierte 
hingepfrimelte Bastlerschaltung irgendwie reparieren. Allein, dass bei 
einem 30V-Netzteil 70V am Ausgang liegen, zeigt dass da was total 
daneben ist.
Persönliche Seite #4454470
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ArnoR schrieb:
> Tobi S. schrieb:
>> Hat irgendwer ne gute Idee, in welcher Richtung ich weiter gucken
>> sollte?
>
> Guck was du von dem Haufen noch verwenden kannst, wenn du dir selbst ein
> Netzteil baust. Du willst doch nicht im ernst diese undokumentierte
> hingepfrimelte Bastlerschaltung irgendwie reparieren. Allein, dass bei
> einem 30V-Netzteil 70V am Ausgang liegen, zeigt dass da was total
> daneben ist.

Manch einer macht sich mehr Mühe als nur "Henkel dranschweissen und 
wegwerfen" (=aufgeben).
Persönliche Seite #4454478
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Was ist der blaue Kasten unterhalb des fetten blauen Elkos? Ein zweiter 
Trafo, ein Akku???

Spannung am Ringkern-Trafo messen.
Den Schuko-Kontakt oberhalb des Ringkern-Trafos überlebenssicher ans 
Gehäuse schrauben.
Viel zu viele unsichere Steckkontakte, überall mal wackeln und mit der 
Zange übergangsweise nachquetschen.

Sind die schwarzen Drähte neben den roten Elkos etwa handgewickelte 
Luftspulen?

Alle kleinen Elkos kontrollieren.
Gast #4454546
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Mike B. schrieb:
> Wie kann so ein Widerstand abreissen? Da gehört schon Gewalt dazu,
> schätze eher der wurde abgekniffen, wieso auch immer.

Passiert wohl beim wegwerfen :-P
Fehlt ja auch einiges des Gehäuses. u.A. im zweiten Bild unten rechts 
sieht es mir nach Leistungstransis aus, die nicht angeschraubt sind oh 
oh ohh
#4454557
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Tobi S. schrieb:
> Beim Einschalten des Gerätes liegt am Ausgang eine Spannung von ca. 70V
> an, die ab dann kontinuierlich auf etwa 7V sinkt

Ohne Belastung ?

Wenn Belastung dran ist, sinkt sie schneller, bis so schnell daß du gar 
nicht so schnell messen kannst ?

Was macht die Spannung am grossen blauen Siebelko ? Vorsicht beim 
Messen.

Ich vermute unter dem blauen Deckel den Leistungstransistor.

Ja, der abgerissene Widerstand ist ein guter Kandidat.
Gast #4454571
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Mike B. schrieb:
> Manch einer macht sich mehr Mühe als nur "Henkel dranschweissen und
> wegwerfen" (=aufgeben).

Na dann warten wir einfach mal ab, was hier draus wird...

Das Ganze sieht mir nach Schaltnetzteil aus, der blaue Kasten unter dem 
Elko dürfte die Speicherdrossel des Schaltreglers sein. Ein 
Schalttransitor und die Freilaufdiode auf dem kleinen Kühlkörper unten 
rechts. Die Verdrahtung ist für einen Schaltregler alles andere als 
optimal. Und auch die Schaltung ist anspruchsvoller als bei einem 
Linearregler.

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