Lötstopplack zum Aufpinseln

OP #4456692
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Hallo zusammen !

Gibt es Lötstopplack zum Aufpinseln?

In meinem Fall ist es einfacher, den Lack
unter einer Lupe aufzupinseln, als Photolack
zu verwenden und die Platine nochmals zu belichten.

Am liebsten wäre mir ein Einkomponentenlack.

Danke für alle Tipps !

Jürgen
Gast #4457107
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Jürgen S. schrieb:
> In meinem Fall ist es einfacher, den Lack
> unter einer Lupe aufzupinseln, als Photolack
> zu verwenden und die Platine nochmals zu belichten.

So siehts dann nachher auch aus. Soll das ganze einen Zweck
haben oder nur professionell aussehen? Da wird es wohl mit
dem Erfolgserlebnis nix werden.
Gast #4457638
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Oder ganz billig, NUR die Pads bzw zu lötenden Stellen mit 
Spiritus/Kollophonium Lösung einpinseln und ein paar Tage liegen lassen. 
Wenn man dann eine Woche später mit vernünftiger Temperatur lötet 
fungiert die leichte Oxidschicht als Lötstop. Sieht nicht schön aus, ist 
aber einfach und billig. (Wenns schön werden oder professionell aussehen 
soll würde ich lieber bei einem billigen Fertiger bestellen)
OP #4458374
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Harald W. schrieb:
> Ist es nicht einfacher, unter einer Lupe sorgfältig zu löten?

Ich möchte im Reflow-Ofen löten. Und zwar QFN-8
mit einem Pitch von 0,5 mm. Ich vermute, dass die
Ausrichtung des Bauteils am besten funktioniert,
wenn die Lötpaste die PAD-Fläche nicht verlassen
kann.

Alternative wäre, den Lötstopplack nur an den PAD-Flächen
mit einem Uhrmacherschraubenzieher abzukratzen.
#4458448
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@ Jürgen S. (juergenc)

>Ich möchte im Reflow-Ofen löten. Und zwar QFN-8
>mit einem Pitch von 0,5 mm.

Dann ist zwischen den Pads bei dem meisten Herstellern so oder so KEIN 
Lötstoplack. Das reine FR4 ist genauso zinnabweisend. Also brauchst du 
hier keinen zusätzlichen Lötstoplack.
OP #4458771
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Falk B. schrieb:
> Also brauchst du
> hier keinen zusätzlichen Lötstoplack

Es handelt sich um selbst geätzte Platinen, da
befindet sich nur Photolack auf den Leiterbahnen
und Pads. Diesen Photolack entfernt man normalerweise
mit einem Lösungsmittel. Und dann würde die Lötpaste
über das Pad hinaus auf die Leiterbahnen laufen und
es ist nicht davon auszugehen, dass sich die Bauteile
dann noch vernünftig durch die Oberflächenspannung
zentrieren. Das setzt nämlich voraus, dass die mit
Lötpaste benetzte Fläche auf der Platine die gleiche
Form hat wie das Pad auf dem Bauteil.
#4458795
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@Jürgen S. (juergenc)

>> Also brauchst du
>> hier keinen zusätzlichen Lötstoplack

>Es handelt sich um selbst geätzte Platinen, da
>befindet sich nur Photolack auf den Leiterbahnen
>und Pads.

Nach dem Ätzen.

> Diesen Photolack entfernt man normalerweise
>mit einem Lösungsmittel.

Eben.

> Und dann würde die Lötpaste
>über das Pad hinaus auf die Leiterbahnen laufen

AHA! Dann musst du doch nur einen dünnen Strich mit einem nahezu 
beliebigem Lack um dein QFN-Gehäuse machen. Zwischen den Pads brauchst 
du das nicht. Wobei man bei einem QFN-8 auch einfach mal pragmatisch die 
abgehenden Leiterbahnen ein wenig verzinnen kann. Dann läuft dort auch 
keine Paste mehr hin, weil nämlich schon ausreichend Zinn da ist.

>und
>es ist nicht davon auszugehen, dass sich die Bauteile
>dann noch vernünftig durch die Oberflächenspannung
>zentrieren.

Kann sein.
#4459659
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@ Jürgen S. (juergenc)

>> Dann musst du doch nur einen dünnen Strich mit einem nahezu
>> beliebigem Lack um dein QFN-Gehäuse machen.

>Der sollte aber schon 250 °C aushalten und das ist nicht
>selbstverständlich.

Hmm, stimmt, die meisten Lacke werden das eher nicht schaffen. 8-0

>> Zwischen den Pads brauchst du das nicht.

>Habe ich das behauptet ?

Nein, aber es kam indirekt so rüber. Eben weil du nicht gleich explizit 
gesagt hast, was du eigentlich GENAU machen willst.
Moderator Persönliche Seite #4459885
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Falk B. schrieb:
> Dann ist zwischen den Pads bei dem meisten Herstellern so oder so KEIN
> Lötstoplack.

Ob es nun bei den meisten so ist oder nicht, darüber ließe sich
streiten.  Ich habe schon genügend Platinen mit 0,5-mm-QFNs gesehen,
die welchen haben.  80 µm wurde mir letztens gerade bei einem lokalen
Fertiger gesagt ist das schmalste, was sie noch als Stegbreite
hinbekommen.

Anyway, für eine selbstgebaute Platine würde ich mir da auch keinen
Stress mit derartigen Experimenten machen.
OP #4459906
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Jörg W. schrieb:
> Anyway, für eine selbstgebaute Platine würde ich mir da auch keinen
> Stress mit derartigen Experimenten machen.

Ich denke, den Stress bekomme ich, wenn ich den
Photolack komplett entferne. Dann schwimmen die
Bauteile in der Lötpaste irgendwo hin.

Unter den gegebenen Umständen werde ich wohl den
Photolack auf den Pads mit einem Uhrmacherschraubenzieher
wegkratzen.
Moderator Persönliche Seite #4459908
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Jürgen S. schrieb:
> Ich denke, den Stress bekomme ich, wenn ich den
> Photolack komplett entferne. Dann schwimmen die
> Bauteile in der Lötpaste irgendwo hin.

Sie schwimmen sich normalerweise komplett in der Mitte ein, sofern
du genügend Flussmittel hast.

Ich habe sowas auch schon auf Eigenbauplatinen verlötet, ich wäre
nie auf die Idee gekommen, dafür noch Lötstopp draufmachen zu müssen.

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