Einstellbares Netzteil, mit Längsregler oder Schaltregler

Gast #4467121
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Ich möchte mir für die Bastelzwecke ein einstellbares Netzteil bauen mit 
einem 3-Terminal Regler. Ein Schaltregler ist wegen seinen geringen 
Verlusten besser als ein Lm317, aber gibt es die auch variabel? Und gibt 
es Probleme mit einigen Schaltungen wegen der Schaltfrequenz?
Gast #4467129
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ucc schrieb:
> Ein Schaltregler ist wegen seinen geringen
> Verlusten besser als ein Lm317, aber gibt es die auch variabel?

Ja. Schaltregler vergleichen i.A. die über einen Spannungsteiler 
heruntergeteilt Ausgangsspannung mit einer Referenzspannung. Wenn man 
den Spannungsteiler ändert, ändert sich die Ausgangsspannung.
Gast #4467154
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ucc schrieb:
> Ich möchte mir für die Bastelzwecke ein einstellbares Netzteil bauen mit
> einem 3-Terminal Regler.

Also was willst du denn nun?

Ein einstellbares Bastel-Netzteil oder eines mit einem 780x oder 317 
und dergleichen?

Für ein Bastel- (sprich Labor-) Netzteil hätte man gern die Spannung per 
Poti von Null ab einstellbar. Das kann man mit einem 317 zwar auch so 
lala hinkriegen, aber da ist mehr externes zeugs vonnöten, als es nützt. 
Wenn überhaupt, dann leg dir nen steinalten 723 zu, der ist für sowas 
brauchbar und es gibt massenweise Schaltungen dafür, wo du kaum 
nachzudenken brauchst...

W.S.
Gast #4467191
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Ja einen enstellbaren, dachte lm317 mit einem Poti. Bis wie iel V runter 
geht er denn?  Und hab im Datenblatt nichts finden können wie ich die 
Verlustleidtung berechne. Habe z.b ein 18V Trafo und stelle 3 V am lm317 
ein dafür will ich die verlustleidtung wissen um den KK zu berechnen.
Gast #4467194
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Mike A. schrieb:
> Nur sollte dann die Schaltfrequenz nicht zu hoch sein, damit der
> Linearregler die Ripple noch vernünftig unterdrückt. Oder man sieht
> zusätzliche Filterung vor.

Andersrum, hohe Frequenz damit man mit ein paar Kondensatoren die 
Schaltfrequenz effektiv unterdrücken kann.

Ab 100kHz sind 40-60dB kein Problem mehr. Der Linearregler hat im 
Idealfall für sich allein 80dB.

Aber halt nicht mit ein paar 220µF Elkos, dat wird dann nix.
Gast #4467195
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ucc schrieb:
> Ja einen enstellbaren, dachte lm317 mit einem Poti. Bis wie iel V
> runter
> geht er denn?  Und hab im Datenblatt nichts finden können wie ich die
> Verlustleidtung berechne. Habe z.b ein 18V Trafo und stelle 3 V am lm317
> ein dafür will ich die verlustleidtung wissen um den KK zu berechnen.

Leistung ist Strom mal Spannung!
Gast #4467205
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ucc schrieb:
> Ja einen enstellbaren, dachte lm317 mit einem Poti. Bis wie iel V runter
> geht er denn?  Und hab im Datenblatt nichts finden können wie ich die
> Verlustleidtung berechne. Habe z.b ein 18V Trafo und stelle 3 V am lm317
> ein dafür will ich die verlustleidtung wissen um den KK zu berechnen.

Kannst Du das noch mal sortiert schreiben?

wendelsberg
Gast #4467208
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Welches U nehme ich den zum rechnen. Es kann ja nicht sein dass ich die 
Ausgangsspannung nehme. Wenn ich Uout von 3V habe und eingangsspannung 
von 18v habe ich sicherlich höhere Verlustleistung als beu Uout 10v..
Gast #4467214
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ucc schrieb:
> Welches U nehme ich den zum rechnen. Es kann ja nicht sein dass
> ich die
> Ausgangsspannung nehme. Wenn ich Uout von 3V habe und eingangsspannung
> von 18v habe ich sicherlich höhere Verlustleistung als beu Uout 10v..

Die Spannung über dem entsprechenden Bauteil natürlich.

Dir scheint das ohmsche Gesetz schon Probleme zu bereiten, willst aber 
trotzdem ein Netzteil bauen.

Das einzige wo du dir sicher bist, ist dass das Ding nen hüschen 
Drehknopf aus Plastik haben soll. So wird dat nix!

Hier, lies erstmal was:
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/#1

Wenn du in einer Schaltung mit linearen und nichtlinearen Bauteilen 
Strom, Spannung, Widerstand und Verlustleistung berechnen kannst, kannst 
du mit dem komplizierten Zeug weitermachen.
Gast #4467220
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Nachtrag: Mit einem nichtlinearen Bauelement.

Das ist der Wissensstand 1. Semester Elektrotechnik. Den sollte man auch 
als Bastler haben.

Das ist immer noch reiner Gleichstrom und alles ideale Bauelemente.

Schaltregler sind da noch ein ganzes Stück von entfernt, aber die gibts 
ja auch fertig zu kaufen.
Gast #4467259
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Ja, das ist richtig. Und der Term Ilast*15V verrät dir schon, dass die 
Kühlkörper eher groß werden.

Daher nen Schaltregler davor, der macht das verlustfrei. Du musst nur so 
3-4V übriglassen über dem LM damit der regeln kann.
Gast #4467286
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Danke euch.
Sascha schrieb:
> Daher nen Schaltregler davor, der macht das verlustfrei. Du musst nur so
> 3-4V übriglassen über dem LM damit der regeln kann.
Ich möchte es ja variabel halte, also einstellbaren Schaltregler und 
dann den Längsregler? Dann habe ich ja 2 Potis zu drehen, irgendwie 
nicht komfortabel, oder was meint ihr? Und ich muss ja erst die Spannung 
nach dem Schaltregler messen damit ich weiss, aha die ist 15 also kann 
ich auf 12V am Längsregler regeln.
Gast #4467330
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ucc schrieb:
> Ich möchte mir für die Bastelzwecke ein einstellbares Netzteil
> bauen mit
> einem 3-Terminal Regler. Ein Schaltregler ist wegen seinen geringen
> Verlusten besser als ein Lm317, aber gibt es die auch variabel? Und gibt
> es Probleme mit einigen Schaltungen wegen der Schaltfrequenz?

Ein Schaltregler transportiert bei jedem Impuls eine bestimmte 
Energiemenge. Man kann die Impulse klein machen, damit bei niedriger 
eingestellter Spannung und kleiner Last kein Überspannungsimpuls draus 
entsteht. Dann braucht man aber viele Impuls um nachzuregeln wenn doch 
mal der Verbraucher mehr Strom braucht.

Daher sind Schaltregler blöd, wenn man 0V und kleine Last will, die 
billigsten Computernetzteile verlangen einfach eine Mindestlast.

Man kann beim Labornetzteil natürlich auch einfach eine Stromsenke 
einbauen , die z.B. 5% der Maximalleistung sowieso immer verbläst, und 
dann die Impulse recht gross machen. Damit sinkt aber der Wirkungsgrad 
und eine negative Hilfsspannung braucht man auch.

Grosse Impulse produzieren hingegen eine hohe Ripplespannungen, also 
viele Störungen am Ausgang. Und für sehr hohe Frequenzen, 1MHz oder so, 
ist ein Labornetzteil auch eher nicht geeignet, wegen der grösseren 
Leistung.

Will man einen Linearregler nachschalten um die Ripplespannung zu 
glätten, darf die Frequenz auch nicht zu hoch sein, denn Linearregler 
sind auch nur endlich schnell beim ausregeln.

Es gibt also viele Gründe, warum Labornetzteile über ein halbes 
Jahrhundert dicke Leistungsfressende Linearregler waren. Erst neuerdings 
begreift man, wie man einen Schaltregler hinbekommt, der das kann. Als 
Hobbybastler, der fragen muss, ist man noch lange nicht so weit.

LM317 eignet sich nicht für 1.2-30V/1A und L200 für 35V/2A weil die SOA 
Beschränkung vorher eingreift, man könnte aber den Trafo umschaltbar 
machen, dann lassen die sich nutzen. Beide erlauben keine Stromregelung, 
ausser durch Zusatzbauteile. Mit Zusatzbauteilen kann man gleich den 
Regler weglassen.

Das übliche linear geregelte Labornetzteil besteht heute aus einer 
Refenzspannung und 2 OpAmps und einem Leistungstransistor.

http://www.amazon.de/Regelbares-Labornetzger%C3%A4t-EDI2002C-Labornetzteil-Netzger%C3%A4t/dp/B00FVY1QZS

http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9.1
Gast #4467546
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MaWin schrieb:
> LM317 eignet sich nicht für 1.2-30V/1A und L200 für 35V/2A weil die SOA
> Beschränkung vorher eingreift,
Für welche Konbinationeignet es sich dann, damit es funktioniert?
Gilt diese Einschränkung auch für den Lm723?

Ich wollte eigentlich nur eine Variable Spannungsquelle die nicht zu 
teuer ist bauen. Schlechter als ein einstelbarere netzadapter für 15€, 
wird es ja nicht sein?
Gast #4467584
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ucc schrieb:
>> LM317 eignet sich nicht für 1.2-30V/1A und L200 für 35V/2A weil die SOA
>> Beschränkung vorher eingreift,
> Für welche Konbinationeignet es sich dann, damit es funktioniert?
> Gilt diese Einschränkung auch für den Lm723?
>
> Ich wollte eigentlich nur eine Variable Spannungsquelle die nicht zu
> teuer ist bauen.

Wenn man "variable Spannungsquelle" im Gegensatz zum "Labornetzteil" so 
interpretiert, daß du keine einstellbare Strombegrenzung benötigst, dann 
ist ein LM317 ausreichend, wenn du zusätzlich noch damit zufrieden bist, 
sie nicht unter 1.2V einstellen zu können.

Schaust du ins Datenblatt des LM317, dann siehst du, daß die SOA Kurve 
ab 25V die 1A unterschreitet. Ein 18V~ Trafo erzeugt ca. 25V 
Gleichspannung am 4700uF Siebelko, man kann damit den LM317 bis maximal 
zuverlässig 14V aufdrehen

 (18V*0.9*1.414-2)*0.8-2.5 = 14.22V

Maximal verträgt der LM317 eine 25V~ Wicklung (25*1.1*1.414*1.07-2)<=40V 
damit kann man ein Netzteil bauen das man bis (25*0.9*1.414-2)*.8-2.5 = 
21V aufdrehen kann, braucht aber schon ein Relais das unter 12V 
Ausgangsspannung die Wicklung auf 18V~ umschaltet.

Etwas höhere Spannungen sind mit einem LM317HV drin.

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