Alte Wischrelaisschaltung

OP #4469077
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Hallo,

hier ist ein Intervallrelais aus einem alten Porsche 924 mit Schaltplan. 
Ich finde die Schaltung ganz interessant weil sie ohne Mikrokontroller 
und Timer auskommt. Vielleicht ist es auch für den einen oder Anderen 
hier interessant. Außerdem habe ich eine Frage, die mir vielleicht auch 
jemand beantworten kann. Im Anhang sind Fotos und auch ein Schaltplan 
für icircuit.

Das Relais hat 4 Eingänge (15, 31, 53S, S) und einen Ausgang (53M). Der 
Ausgang tribt den Wischermotor. Eingang 15 und 31 sind +12V bzw. Masse. 
53S kommt von einem Schalter im Wischermotor und ist mit +12V verbunden, 
wenn dieser wischt und ist mit Masse verbunden wenn in Ruheposition. Der 
Eingang S kommt vom Lenkstockschalter und ist auf +12V wenn in Position 
"Wischen", auf Masse bei "Aus" und hochohmig wenn in Stellung 
"Intervall".

Die "Intervall"-Stellung ist natürlich das Interessanteste. Wenn man 
Eingang S nur hochohmig legt, gibt es zunächst gar kein Intervall. Der 
Wischermotor wird über D1, R1, D4 und die Kaskade geschaltet und läuft. 
Dieser Zustand ist zunächst stabil. Das Wischer würde also immer weiter 
laufen.

Der Wischer läuft nun und durchläuft auch seine Ruhestellung. Jetzt wird 
jedoch C1 über 53S auf Masse gezogen. Die Basis von T1 wird für ca. 4 
Sekunden von C1 "leergesaugt" bevor dieser wieder durchschaltet und über 
die Kaskade das Relais wieder anzieht. Der Motor wischt dann genau 1x 
bis er wieder die Endstellung erreicht. Dann beginnt das Spiel von 
neuem.

Ich habe 2 Fragen. 1. Wenn ich den Lenkstockschalter sehr schnell von 
Stellung "Wischen" auf "Intervall" schalte (Eingang S durchläuft also 
sehr schnell hintereinander +12V, Masse, hochohmig) prellt das Relais 
manchmal. Warum? Kann man das beheben? Kalte Lötstellen oder defekte 
Bauteile konnte ich nicht finden. Die Kondensatoren kann ich allerdings 
nicht messen aber D5 ist ok.

Frage 2: Wozu ist C2 da?

Puh. Ganz schön viel Text. Ich hoffe es ist nicht zu lang geworden.
Angehängte Dateien:
(Firma: matzetronics) #4470619
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Marco M. schrieb:
> Wenn ich den Lenkstockschalter sehr schnell von
> Stellung "Wischen" auf "Intervall" schalte (Eingang S durchläuft also
> sehr schnell hintereinander +12V, Masse, hochohmig) prellt das Relais
> manchmal. Warum? Kann man das beheben?

Das wird nicht am Intervallrelais liegen, sondern ganz einfach am alten 
Lenkstockschalter. Du solltest ihn mal reinigen (mit Isoprop fluten, 
wenn er nicht zu öffnen ist) und dann nochmal probieren. Es kann auch 
hilfreich sein, sich mal die Signale vom Lenkstockschalter auf dem Oszi 
anzuschauen, während du ihn schaltest.
OP #4471121
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Den Lenkstockschalter hatte ich zuerst im Verdacht, hatte ihn schon 
komplett gereinigt. Die Kontakte sind gut und der Schalter ok. Ozi habe 
ich leider keins. Ich könnte aber mal mit dem Labornetzteil prüfen ob 
das Relais unter Laborbedingungen auch prellt. Die Elkos könnten 
natürlich nach 30 Jahren auch mal neu, mir leuchtet aber einfach nicht 
ein warum das Relais prellen sollte, selbst z.B. wenn C2 platt wäre. C1 
ist definitiv noch ok, da Intervall funktioniert und lange Pausen hat.
Sollte man statt Elko parallel zur Spule nicht versuchen die Basis von 
T1 zu entstören? Z.B. mit Metallkondensator von der Basis nach Masse?
Gast #4471897
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Das sieht man hier immer öfter...

Mit welchem grottenschlechtem Programm bastelt man nur solch
beschi... Stromlaufpläne (vulgo Schaltbilder)???

Wer kommt auf die Idee, dass ein schwarzer Hintergrund irgendwie
vorteilhaft sein sollte? Das wirkt wie Audokat v0.1 auf dem 70er-
Jahre-Bildschirm. Und Kondensatoren (selbst Elkos) mit fallweise
nur einer Elektrode sind auch üble Verstöße gegen jede intuitive
Lesbarkeit.

In eine Bildverarbeitung kopiert (4935 x 3085 informationsarme
Pixel) und selbst farblich invertiert hätte ich so ein Machwerk
meinem Konstruktions-Prof nicht vorlegen mögen:

"UNLESBAR - SETZEN 6!"
(Firma: matzetronics) #4471942
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Jakob schrieb:
> Mit welchem grottenschlechtem Programm bastelt man nur solch
> beschi... Stromlaufpläne (vulgo Schaltbilder)???

Pah, du hast offensichtlich nie handgezeichnete Schaltpläne von 
japanischen oder amerikanischen Herstellern gesehen.(Das beste waren, 
glaube ich, 20 Seiten Schaltplan eines Ultraschall Diagnosegerätes von 
Aleko). Dagegen sind die meisten hier gezeigten Pläne die reine Labsal.
#4472106
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Weil hier schon die Diskussion ist, ich finde einen schwarzen
Hintergrund für einen Schaltplan wie eine Todesanzeige...


Ich selbst bevorzuge A4-Blätter in weiß, gute Bleistifte, Spitzer und
gute Radiergummis...


Aber bei manchen "Schaltplänen" tut man sich schwer, weil auch
oft nur halbe Schaltzeichen dargestellt werden...

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