PCB Durchkontaktierung

OP #4490976
Gibt es eingentlich eine kostengünstige Alternative zu Bungard Favorit?
https://www.reichelt.de/Diverses-Loetzubehoer/BEL-FAVORIT/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=4131&ARTICLE=33780

Eventuell bei Chinesen für das Bruchteil des Preises?

PS: Das Ganze per Hand zu quetschen und einen Draht einzulöten mal außen 
vor.
Zahnstangen-Handhebelpressen mit über 5cm Ausladung, also geeignet für 
Eurokarten, gibt es unter 50 EUR, und die machen Dank Zahnstange weit 
mehr Druck sind also leichter zu bedienen, aber ohne die Formstücke zum 
Verpressen der Nieten. Da du aber pro Nietenabmessung sowieso ein 
Formstück brauchst, kauft man das halt dazu.

Verlöten muss man die Nieten aber trotzdem wenn die Platine dauerhaft 
Kontakt geben soll.
Hello!

Im Moment fällt mir ein, einen Bohrständer mit Maschine und Bohrfutter 
zu missbrauchen.
Eventuell mit so einem Mini-Proxxon-Teil.
Oder eine kleine Ständerbohrmaschine.

Man könnte eine Spitze zur Aufnahme des Nietes einspannen und das dann 
durch die Platine auf einen "Amboss" bzw. Hohlnietaufweiter drücken.
Für Bohrungen bzw. Niete < 1mm könnte das gehen.
Jedenfalls werde ich das gelegentlich mal selbst ausprobieren.

MfG
Matthias
OP
Also verstehe ich es richtig,  dass es keine wirkliche Alternative so 
hobbymäßig dafür gibt. Außer so einen Draht einzustecken und das Ganze 
von der beiden Seiten einlöten.
Ich habe mich auch nach einer chemischen Durchkontaktierung umgeschaut, 
aber es noch mal ein Stück teuerer,  als die vergoldete Werkzeuge aus 
Hause Bungard. Das finde ich echt merkwürdig,  dass die Chinesen keine 
solche Werkzeuge nachgebaut hatten.

@Wolfgan
Man kann dann auch gleich dieses Hobby aufgeben und nur Software dafür 
entwickeln.

@Matthias
Jap, es sieht so aus,  dass es die einzige Möglichkeit wäre.

@Falk Brunner
Welche Alternative gibt es dann,  außer fertigen zu lassen?
Gast
Mir war die Presse zu Teuer und ich hab nur die Nieten bestellt.
Mit einem entsprechenden Körner und einem Hammer geht das auch sehr gut.

Habe die Idee irgendwo mal aufgeschnappt (YT oder mc.net) und war vorher 
auch eher skeptisch aber das Ergebniss hat mich wirklich sehr sehr 
positiv überrascht.
Gast
Körner geht perfekt, auch ohne Hammer. Die Nieten sind schließlich aus 
nur Kupfer. Niet einstecken, Platine umdrehen und auf harte Unterlage 
legen. Dann mit dem Körner die Niete konisch aufweiten, Körner umdrehen 
und die Niete mit der flachen Seite plattdrücken. Sieht aus wie 
maschinell gemacht und ist gut für ein paar Dutzend hobbymäßige Dukos.
@ Black Jack (shaman)

>Welche Alternative gibt es dann,  außer fertigen zu lassen?

Einfache Sachen macht man auf Lochraster. Wenn es etwas komplexer wird, 
ätzt man selber. Da hat man die Wahl zwischen

- nur einseitig mit Drahtbrücken auf der Oberseite. Nur dort entstehen 
"Durchkontaktierungen"
- zweiseitig, wobei KEINE VIAs benutzt werden und nur bei Bauteilen, 
welche BEIDSEITIG zugängliche Pins haben (Widerstände, ICs, etc. werden 
die Löcher als VIAs benutzt und beidseitig verlötet. Unter Steckern, 
ELkos etc., wo man von oben nicht an die Pins kommt, dürfen auf der 
Bestückungsseite keine Anschlüsse liegen.

Für all das braucht man keine Nieten. Von der Packungsdichte kommt man 
damit sowieso nicht allzu weit, das liegt eher im Bereich Lochraster. 
Wie groß ist der Durchmesser des verpressten Nietkopfes? 1mm++? Also 
muss man ~2mm Freifläche einrechnen.
Gast
Black J. schrieb:
> Also verstehe ich es richtig,  dass es keine wirkliche Alternative so
> hobbymäßig dafür gibt.

Die beste Alternative ist der professionelle Weg - chinesische 
Leiterplatten für das Hobby.

Black J. schrieb:
> @Wolfgan
> Man kann dann auch gleich dieses Hobby aufgeben und nur Software dafür
> entwickeln.

Yep - wenn Du das möchtest. Ich lasse mir lieber in China die PCBs 
produzieren.

Falk B. schrieb:
> Bei DEN Preisen; Lieferzeiten und sonstigen Möglichkeiten von heute sind
> Einpressnieten das Allerletzte, woran ich denken würde!

ACK!

Das letzte Board das ich gemacht habe hatte so 100 Dukos. 10PCBs sind 
dann 1000 Nieten. Pro Niet 6s sind 2h nur nieten. Die Leiterplatten 
kosten mit Versand 15EUR. Rechnen wir mal die Nieten und das Material 
weg kommen wir irgendwo bei vielleicht 4 EUR Rest raus. Dafür auch nur 
2h nieten zu müssen grenzt an Sträfligsarbeit. Da mache ich lieber 2h 
Überstunden und leiste mir die Leiterplatten.

rgds
Gast
6a66 schrieb:
> hatte so 100 Dukos

Schön für dich und deine Entflechtungskünste.

es gibt aber Leute, die routen ihre Boards am Pc und wollen in ein oder 
auch zwei Stunden diese bereits am funktionieren haben oder wenigstens 
anfangen mit Bestücken. Auf das es dann spätestens am nächsten Tag, gern 
am Wochenende - weil es ist ja Hobby- verbaut wird wenn alles gut geht. 
Da stören dann auch sicher die 10 oder 30 Dukos nicht, weil die einfach 
zum Hobbyprojekt dazugehören.

Da will keiner erst nach China vorher fahren.

Ach so, die gleichen Leute wissen natürlich genau und planen das auch 
ein, falls es mal doch 100 oder mehr Dukos werden, dass das Ganze dann 
händisch etwas mühselig werden könnte und China ne gute Alternative ist.

6a66 schrieb:
> 10PCBs sind
> dann 1000 Nieten.

Sprach hier im Thread jemand davon, das er das normal und befriedigend 
findet, soetwas ständig zu machen oder gings hier nur um die 
Erleichterung des Durchkontaktierens durch Nieten statt durchgesteckten 
Drähten bei überschaubarer Anzahl der Dukos?

Also bitte die Kirche im Dorf lassen

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