1,2 Ohm ESR für einen 4u7/63V-MKT normal?

OP #4495763
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Hallo Leute, habe mir da ein ESR-Meter zugelegt (MESR-100). Soll 
angeblich bis herunter zu 1uF-Kondensatoren korrekt messen können (mit 
100KHz).
Bin nun aber überrascht über den ESR von MKTs (z.B.4u7/63V), diese haben 
etwa 1,2Ohm. Dachte, solche Folkos müssten wenige mOhm haben? Kann das 
Ergebnis stimmen, oder spinnt das Gerät, evtl. aufgrund doch schon zu 
kleiner Kapazität?
OP #4495817
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Also Schätzeisen sind das eigentlich nicht. Das Gerät hat einen 
Nullabgleich und kann tatsächlich bis herunter zu 1mR auflösen.

Gute Idee mit dem Kerko, habe mal einen 1u/50V (1210) vermessen, der hat 
angeblich 3,8Ohm. Bissl sehr viel, also scheinbar ist tatschlich die 
geringe Kapazität das Problem.

Kennt jemand den tatsächlichen ESR, den MKTs IN ETWA haben müssten?
OP #4495916
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Ja klar, durch den Nullabgleich.
Außerdem misst das Gerät ja größere Elkos perfekt, da kommt man dann 
gern mal auf nur 20mR oder so.

Spätestens, seit auch der Kerko mehrere Ohm hatte, dürfte es sich um 
einen Messfehler handeln. Fragt sich nur, wo der her kommt.
Habe eben auch mal mehrere der Folkos parallel angeschlossen, und liege 
damit schon weit oberhalb der geforderten minimalen Kapazität. Jedoch 
geht der ESR auch dabei nur etwa um die Anzahl der Kondensatoren runter. 
Also 2 Stk. haben zusammen etwa 0,6R, drei haben 0,4R usw.
Sollten Folkos/Kerkos tatsächlich solch hohe Widerstände haben??
OP #4495919
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Etrick schrieb:
> Kann es sein, dass dein Tester Z (dann überwiegt Xc)und nicht R des
> Kondensators misst?

Das sollte eigentlich durch die Kapazität weit oberhalb 1uF vermieden 
werden. Scheint aber nicht der Fall zu sein.

Aber egal was das Gerät da misst. Falls die Ergebnisse stimmen, baut 
sich über solchen Kondis bei immerhin 100KHz AC schon bei geringen 
Strömen eine nennenswerte Spannung auf. Das wäre mir ggf. neu...
Gast #4495984
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Uwe S. schrieb:
> Also Schätzeisen sind das eigentlich nicht. Das Gerät hat einen
> Nullabgleich und kann tatsächlich bis herunter zu 1mR auflösen.

Auflösung und Genauigkeit können sehr weit auseinander liegen. Das ist 
doch nicht das Gleiche!

> Gute Idee mit dem Kerko, habe mal einen 1u/50V (1210) vermessen, der hat
> angeblich 3,8Ohm. Bissl sehr viel, also scheinbar ist tatschlich die
> geringe Kapazität das Problem.

Natürlich, wie auch sonst.... Ich kenne zwar das Messprinzip Deines 
"Hochauflösers" nicht, vermute aber, dieser misst eher den 
Wechselstrom-R.

> Kennt jemand den tatsächlichen ESR, den MKTs IN ETWA haben müssten?

Datenblätter? Wobei mich bei einem MKT ein ESR zu allerletzt 
interessieren würde.

Old-Papa
Gast #4496027
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Joachim B. schrieb:
>
> Old Papa ich wundere mich, vergessen oder überlesen das es um MKTs geht?

Tatsächlich im Startpost überlesen. Sorry....
Bei 4,7/63 habe ich immer Elkos im Kleinhirn ;-) Nur, wozu misst man den 
ESR bei einem MKT? Vielleicht um das ESR-Meter zu testen.
Ich hüpfe mal in meine Werkstatt, 4,7/100 müsste ich im Dutzend da 
haben. Als ESR-Meter dient mir eine alte Schaltung aus Elektor und der 
hier im Forum beschriebene "Transistortester", der in Wirklich vieles 
testet.
Mal sehen, was die ausgeben.

Old-Papa
#4496034
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MKT sind aber impulsfest und da würde mich ein hoher ESR nicht wundern 
um die Impulsbelastbarkeit in den Griff zu bekommen.

Folienkondensatoren nehme ich auch gerne wenns gebraucht wird um der 
geringeren Leckströme und wenn ich keine Induktivität der Rolle mag.

Nur habe ich "geschnittene Rollen" als quasi Plattenkondensatoren im 
Regal in transparent wo man das sieht und diese MKTs die leider 
undurchsichtig sind so das ich nicht weiss ob die nicht doch 
Rollkondensatoren sind.
Gast #4496089
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Das Ding ist Müll weil es eben den ESR nicht misst. Schalte mal eine 
Spule in Reihe zu deinem Kondensator, dann wirst du sehen, dass dein 
"ESR-Meter" nur noch Unsinn anzeigt. Ein richtiges LCR Meter erzeugt 
eine Sinuswechselspannung und misst die Amplitude und die 
Phasenverschiebung. Nur so kann man Realteil (ESR) und Imaginärteil 
(Kapazität/Induktivität) unterscheiden.

Was mich wundert ist, dass Leute tatsächlich diesen MESR-Schrott für 50 
Euro kaufen, wenn es ein richtiges LCR Meter schon für 100 Euro gibt: 
https://www.youtube.com/watch?v=D111PZqtAis
OP #4496255
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Helmut S. schrieb:
> Das ist auch kein Problem, wenn der
> Blindwiderstand Xc wesentlich kleiner als der Serienwiderstand ist. Das
> ist bei 100kHz und Kondensatoren größer 100uF gegeben.

Also liegt es wie vermutet an der zu kleinen Kapazität.


Marko schrieb:
> Ein richtiges LCR Meter erzeugt
> eine Sinuswechselspannung und misst die Amplitude und die
> Phasenverschiebung.

Die meisten LCR-Meter messen leider nur allein die Kapazität. Genau 
deshalb hatte ich mir ja ein reines ESR-Messgerät zugelegt. Daß dieses 
die Phasenverschiebung nicht misst, weiß ich jetzt auch...;-/
Das Gerät ist eigentlich super, und misst sauber auch im 
Milliohm-Bereich. Ein schlechter Witz ist dann allerdings die Angabe von 
minimal 1uF.
Gast #4496267
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Uwe S. schrieb:
> Ein schlechter Witz ist dann allerdings die Angabe von
> minimal 1uF.

Jein.

Bei der Messung an einem 4,7µF (oder 1µF) Elko wäre der angezeigte Wert 
plausibel (ausreichende Schätzung). Das Gerät ist für Elkos gemacht, 
nicht für die ESR-Messung anderer Kondensatorarten.
Gast #4496776
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Ich kann dir konkrete ESR Werte eines WIMA 1µF nennen:

mit selbstgebautem ESR Meter sind es weniger als 100 Milliohm (genauer 
kann ich nicht ablesen - Zeigerinstrument).

Mit einem Kondensatortester kommt ein Verlustwinkel von 2.8° heraus. 
Auch das ergibt nur ein paar Milliohm, wenn man auf R umrechnet.


Gruß

Achim
Gast #4498163
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Der Selbstbau ist aus "Creative Electronics". Die Schaltung ist eine der 
ersten (80er). Sie nutzt 8 OpAmps und es gibt evtl. den Schaltplan noch 
im Web.
Aufgebaut mit kleinen Änderungen als "dead bug", funktioniert...

Das andere ist ein älterer Tester der Firma MIC.

Gruß

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