Meine Lötspitze hat mich verlassen :(

Gast #4519145
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Hallo!

Wie schon dem Titel zu entnehmen, ist meine Lötspitze "verschwunden". 
Wusste nicht dass diese sich mit der Zeit auflösen und durch das Kupfer 
im Zinn angegriffen werden.

Habe bis jetzt ca. 3,4 kleine Schaltungen damit gelötet, als die 
Lebensdauer war sehr kurz. Zu meiner Schande muss ich sagen dass dies 
mein erstes Lötgerät ist und ich mir so ein Billig-teil, Parkside, von 
Lidl geholt habe, mit Gewindespitzen.

An sich kann ich mich sonst über das Gerät noch nicht beschweren, die 
Temp. wird mit leichtigkeit erreicht und lässt noch genügend Platz nach 
oben.

Zahlt es sich aus sich solche Gewindespitzen zu bestellen (die gibt es 
anscheinend nicht überall wo es Lötzubehör gibt) oder sollte ich mir dsa 
Geld gleich sparen und ein anderes Gerät kaufen?

Wenn die Spitzen wieder so schnell kaputt gehen gebe ich ja bald mehr 
Geld für diese aus als das Gerät Wert ist.

Und falls ja zum neuen Gerät, welche könnt ihr Empfehlen und sind eher 
von der unteren Preisklasse? Für Hobbyanwendungen muss es ja kein 100€ 
Gerät sein.
Gast #4519162
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Christian schrieb:
> Und falls ja zum neuen Gerät, welche könnt ihr Empfehlen und sind eher
> von der unteren Preisklasse?

Nichts

 Für Hobbyanwendungen muss es ja kein 100€
> Gerät sein

Wenn du dieses Hobby ernsthaft betreiben willst, dann fange mit einem 
brauchbaren Lötkolben an. Stichworte wie   Weller
Mit Glück bekommst du eine gebrauchte Löt-Station in der Bucht für <100€
Gast #4519175
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Danke für den Tipp mit Weller. Dauerlötspitzen habe ich jetzt mal auf 
die Schnelle keine mit Gewinde gefunden, muss ich noch genauer suchen.

Bezüglich Spitze: ich habe wirklich nichts zusätzlich verwendet als das 
Lötzinn welches in der Packung dabei war.

War selbst sehr überrascht als mir während dem letzten Lötvorgang 
plötzlich die "stumpfe" Lötspitze auffiel.. sie ist komplett weg.
Gast #4519188
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Christian schrieb:
> Wie schon dem Titel zu entnehmen, ist meine Lötspitze "verschwunden".
> Wusste nicht dass diese sich mit der Zeit auflösen und durch das Kupfer
> im Zinn angegriffen werden.

Das Kupfer im Lötzinn greift die Kupferlötspitze nicht an, sondern im 
Gegenteil schützt diese sogar. Beim Löten mit reinem Lötzinn wird Kupfer 
aus der Lötstelle und der Kupferlötspitze ins Zinn gelöst und die 
Lötspitze dabei auf Dauer zerfressen. Wenn das Lötzinn bereits mit 
Kupfer gesättigt ist wird kein weiteres Kupfer mehr ausgelöst.
Gast #4519286
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hopix schrieb:
> Weller ist gut, ich bevorzuge Ersa (der Farbe wegen) :-)

Dieses gruselige Babyblau ist in der Tat gewöhnungsbedürftig.
Ansonsten habe ich an meiner WELLER WECP-20 absolut nichts auszusetzen.

Als sehr junger Bastler (14) hatte mir zunächst einen 20DM-Lötkolben
von ERSA  zugelegt, um meine UKW-Minisender zusammenzulöten -
und anschliessend auch erfolgreich zu verkaufen. :-)  Aber diese Zeiten
sind lange vorbei...
#4519312
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Christian schrieb:
> Werde mich mal umsehen nach Weller und Ersa.

Das sind natürlich alles Empfehlungen aus der vorigen Jahrhundert.

Alles alte Säcke hier. Die sind noch mit Magnastat aufgewachsen.
Das ist so ähnlich wie der, der Feuer machen kann, weil er Ofenheizung 
hatte.

Heute gibt es andere Hersteller, die besser und billiger sind.

JBC für Profis:

Beitrag "Re: Neue Lötstation für SMD - Weller, Ersa,?"

Hobbyisten greifen zu Chinazeugs. Das ist zumindest so gut wie die 
ehemaligen Weller und Ersas, d.h. elektronische Regelung, PTC 
Heizelemente, Longlife-Lötspitzen, wenn auch etwas wackeliger gebaut.
Gast #4519342
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Sehr geehrte Parkside Nutzer ,

 als Hersteller der PARKSIDE Werkzeuge sind wir interessierte Leser
dieses Forums. Immer wieder taucht hier die Frage auf
 wo denn Ersatzteile oder Verschleissteile zu beziehen sind .

 Selbstverständlich bei uns !

 Alle ET - auch für ältere Maschinen - können bei uns unter folgenden
Kontaktdaten angefragt und bezogen werden .

 Email: Dohm@Kompernass.de
 Tel: 02327-301860 , 301861 , 301862, 301826

 Im Ausland wenden Sie sich an den angegebénen Service Partner oder
schicken eine Mail direkt nach Bochum .

 Falls Sie die Begleitpapiere der Maschine nicht zur Hand haben ,
 entnehmen sie die Daten der Maschine dem Typenschild .

 An diesem ist auch unsere Haus und WWW Adresse angegeben.

 Wir hoffen das Sie weiterhin mit unserem Service zufrieden sind
 und verbleiben ,

 MfG

 Pretzell Peter
 - Verkaufsleiter-
 Kompernass GMBH
 "Verschütte niemals Bier in die Patronenkammer!"

 "Kanadisches Bier ist scheisse!"
Gast #4519464
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Michael B. schrieb:
> Alles alte Säcke hier. Die sind noch mit Magnastat aufgewachsen.

Stimmt.

Michael B. schrieb:
> Heute gibt es andere Hersteller, die besser und billiger sind.
> JBC für Profis:

JBC, Hast du wirklich "billiger" gesagt?

Michael B. schrieb:
> Hobbyisten greifen zu Chinazeugs. Das ist zumindest so gut wie die
> ehemaligen Weller und Ersas, d.h. elektronische Regelung, PTC
> Heizelemente, Longlife-Lötspitzen, wenn auch etwas wackeliger gebaut.

ROFL, da reden wir dann mal in 30 Jahren drüber. Meine 2 Weller sind 
beide älter und beide noch voll funktionstüchtig.

SCNR
Gast #4519495
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Christian schrieb:
> Habe bis jetzt ca. 3,4 kleine Schaltungen damit gelötet, als die
> Lebensdauer war sehr kurz. Zu meiner Schande muss ich sagen dass dies
> mein erstes Lötgerät ist und ich mir so ein Billig-teil, Parkside, von
> Lidl geholt habe, mit Gewindespitzen.

Wäre der geehrte TE mal geneigt, mitzuteilen, um welches Gerät es sich 
handelt?
Das Brennset zu 7,-, das Gasgerät oder die Station zu 22,- .
Bei 3-4 Platinen kriegt man doch selbst eine schlechte Spitze nicht 
kaputt.
Außer man hat auf 500° gestellt.
#4519724
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Der Andere schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Hobbyisten greifen zu Chinazeugs. Das ist zumindest so gut wie die
>> ehemaligen Weller und Ersas, d.h. elektronische Regelung, PTC
>> Heizelemente, Longlife-Lötspitzen, wenn auch etwas wackeliger gebaut.
>
> ROFL, da reden wir dann mal in 30 Jahren drüber. Meine 2 Weller sind
> beide älter und beide noch voll funktionstüchtig.

meine 4 auch.....

und Spitzen nachkaufen auch kein Problem (auch nicht für meine Ersa) das 
müssen andere erst in 30 Jahren beweisen das man da noch Spitzen 
nachbekommt.
Gast #4520014
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Pretzell Peter schrieb:
> "Kanadisches Bier ist scheisse!"

Na, für einige Lidl-Geräte wird es auch ein paar Unzufriedene
geben. Statt hier für den Kundendienst zu werben, sollte Parkside
mal Dauerlötspitzen für die Lötstation im Sortiment anbieten.
Das ist nämlich nicht der erste Thread zu diesem Thema bzw. Produkt.

GeraldB schrieb:
> Beim Löten mit reinem Lötzinn wird Kupfer
> aus der Lötstelle und der Kupferlötspitze ins Zinn gelöst und die
> Lötspitze dabei auf Dauer zerfressen. Wenn das Lötzinn bereits mit
> Kupfer gesättigt ist wird kein weiteres Kupfer mehr ausgelöst.

Halte ich für Nonsens. Reines Lötzinn nutzen Dachdecker um
Dachrinnen zu löten. In Lötdraht befindet sich zur besseren
Benetzung Kolophonium (ein Baumharz) das widerrum eine Säure enthält.
Diese Säure zerstört das Kupfer, vor allem, weil durch die Hitze
eine verstärkte Reaktion statt findet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kolophonium
Gast #4520085
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nemesis... schrieb:
> Halte ich für Nonsens. Reines Lötzinn nutzen Dachdecker um
> Dachrinnen zu löten. In Lötdraht befindet sich zur besseren
> Benetzung Kolophonium (ein Baumharz) das widerrum eine Säure enthält.
> Diese Säure zerstört das Kupfer, vor allem, weil durch die Hitze
> eine verstärkte Reaktion statt findet.
> https://de.wikipedia.org/wiki/Kolophonium

Was du schreibst ist Nonsens und du solltest den von dir verlinkten 
Artikel mal selber richtig lesen. Kolophonium löst die Oxide aber nicht 
das Kupfer - dazu ist diese Säure zu schwach.

Mit reinem Lötzinn meinte ich eine Legierung aus nur Cu und Pb aber ohne 
Cu.

https://de.wikipedia.org/wiki/Lot_%28Metall%29

Ein Kupferanteil im Lötzinn vermindert das Ablegieren von Kupfer aus den 
zu verbindenden Werkstücken bzw. Elektronikkomponenten ins Lot und 
verlängert die Lebensdauer von kupfernen Lötkolbenspitzen.
#4520204
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Der Andere schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Heute gibt es andere Hersteller, die besser und billiger sind.
>> JBC für Profis:
>
> JBC, Hast du wirklich "billiger" gesagt?

Stimmt schon, wirklich billig ist die günstigste JBC nicht. Im 
Preis/Leistungsverhältnis ist sie aber in meinen Augen unschlagbar, wenn 
man sie häufiger nutzen wird. Man sollte halt sich fragen, wie stark der 
Komfort zu tragen kommt bzw. wie oft man wirklich damit löten wird.

Möchte man keine 260 EUR für eine JBC ausgeben wäre die Ersa I-con Pico 
für ca. 140 Tacken meine nächste Wahl. Ansonsten würde ich die übliche 
ungeregelte 15 EUR "Lötstation" (aka "ZD 99") für den Anfang empfehlen 
und noch ein Set mit unterschiedlichen Lötspitzen dazukaufen.

Die Lötspitzen lösen sich auch nicht so schnell auf wie die Teile vom 
Discounter. Soetwas habe ich aber auch schon beobachtet, war wirklich 
unheimlich wie schnell die Spitze in der Mitte wegfault. (Das war damals 
IMHO ein Lötset von Aldi-Süd gekauft).

Mir ist aber wirklich schleiherhaft, wie man heutzutage einem Anfänger 
eine Weller-Station empfehlen kann?
#4520311
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Bei meiner ersten 40W-Watt-Weller hat die mitgelieferte Meißelspitze 
auch gerade mal eine einzige Europlatine überlebt. Man konnte ihr 
förmlich beim Verschwinden zusehen. Bei dem Lötseminar muß es wohl ein 
Lot mit tierisch aggressives Flußmittel gegeben haben. Egal. Der TNC, 
den ich damals gebaut habe, funktioniert immer noch (auch wenn es 
mittlerweile keinen Einstieg mehr in Hörweite gibt). Und die zweite 
Lötspitze hat dann jahrelang gehalten.
Gast #4520914
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Wenn du eine günstige, aber robuste Ersa mit genügend Dampf haben 
willst:
Ich habe eine MS-6000 - etwas älteres Baujahr, aber funktionsfähig, 
inkl. Kolben und halt allem drum und dran.
Für 30 Euro plus Versand ist sie deine.

Bei Interesse: spam-hier-rein@web.de (keine Sorge, wird weitergeleitet 
und gelesen. Ist nur für den Fall gedacht, dass irgendein Bot meint, die 
Mail bombardieren zu müssen)

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