Gast
#4524093
Hallo wenn man im Netz nach der korrekten Entladeschlussspannung von Lithium-Polymer Akkus (Lipos) sucht kann man zweierlei feststellen: 1- Ich bin nicht der erste der danach fragt. 2- Verständliche Antworten kommen alle aus Praxiserfahrungen von Laien die zwar bei der Anwendung viel Ahnung und Erfahrung haben, aber keine etwas detailliertere Physikalisch oder Chemische Begründung oder Erklärung liefern (können). Ich beziehe mich auf Anwendungen im Modellbau bei denen höhere bis hohe Ströme fließen, ganz grob ab etwa 10A Dauerstrom bis zu 50A Dauerstrom und Peaks bei eventuell knapp 200A (natürlich abhängig vom Modell und dessen Motorisierung). Als Antwort bekommt man meist Werte im Bereich 3,0V (wird aber allgemein schon als zu tief genannt), bis zu 3,7V (was die Nennspannung wäre und von vielen als zu hoch im Sinne von schlechter Ausnutzung der Akkukapazität bezeichnet wird). 3,3 Volt (unter Last) scheint ein Wert zu sein der sich bei vielen in der (Flug / Kopter) Modellbauszene als geeignet herausgestellt hat und der noch ein sicheres Landen gewährleistet, so das die Spannung (pro Zelle) nach der Landung wohl um die 3,2V bis 3,1V betragen wird. Die Entladeschlussspannung wird in den "echten" Datenblättern der tatsächlichen Zellenhersteller oft noch niedriger angegeben. Für die Unwissenden: Es gibt wohl hunderte Anbieter von LiPo Akkus im Modellbaubereich, aber die wenigsten (keiner ?) stellen die eigentlichen Zellen wirklich selber her, sondern es wird "nur" zusammengestellt, selektiert und vermarktet, oft genug kommt aus einfach nur ein Aufkleber mit einen bekannten (teueren) Namen darauf. Was ist nun die Wahrheit basierend auf den Physikalischen und Chemischen Gesetzmäßigkeiten, wo liegt die "echte" Entladeschlussspannung? Wahrscheinlich hängt das von der zugestandenen Lebensdauer ab - aber wie erkennt man für seinen Lipoakku vor (!) mehreren durchlaufenden kompletten Lebenszyklen (welche aufwendig dokumentiert werden müssten um auswertbare Ergebnisse zu erhalten), wo der optimale Punkt zwischen Kapazitätsausnutzung (und damit Entladeschlussspannung) und Zyklenfestigkeit liegt? mfg Alexandro