Hallo,
Ich suche eine Möglichkeit, möglichst benutzerfreundlich Daten von einem
Linux Rechner (sagen wir mal Raspberry) per Webbrowser zum Download
bereit zu stellen. Im lokalen Netz.
Es sollen also Dateien aus einem (oder einigen wenigen) Verzeichnis(sen)
auf einer schlichten Webseite zum Download angezeigt werden.
Allerdings sollte das dynamisch sein. Also wenn Dateien dazukommen oder
gelöscht werden, soll der Inhalt dieser Webseite automatisch
aktualisiert werden.
Dazu wäre es angenehm, wenn es Optionen zum Löschen, evtl. auch
Umbenennen und Verschieben gäbe, wobei das erstmal zweitrangig ist. Eine
Möglichkeit zum Dateiupload wäre dann das höchste der Gefühle.
Ich habe natürlich Lösungen wie Webmin und Co. gefunden, die sind mir
aber viel zu mächtig.
Ich habe leider schon sehr sehr lange nichts mehr mit Webdesign zu tun
gehabt. So 15-17 Jahre. Damals schrieb man noch HTML und Javascript von
Hand, PHP und Co. waren kein Thema.
Verzeiht also meine vielleicht etwas blöde Frage, vielleicht hat ja
jemand die Geduld mich in die richtige Richtung zu lenken.
Es muss (darf aber ;)) keine fertige Lösung sein, ein Beispiel oder
zumindest ein Hinweis, wie man sowas heutzutage angeht wäre nett.
Auf dem Rechner läuft grundsätzlich erstmal Apache2 und PHP.
Wenn ich wichtige Informationen verschwiegen haben sollte, liegt das an
meiner weitgehenden Ahnungslosigkeit auf diesem Gebiet, also bitte
einfach nachfordern!
Vielen Dank schon mal!
Michael
S R schrieb:> Warum nicht Apache mit aktiviertem Directory Listing?
Ach, das kannte ich noch garnicht. Wieder was gelernt! Vielen Dank!
Damit kann ich mich schonmal weitergooglen ;) Mal sehen, wie da die
Ausgabe aussieht?
Karl schrieb:> Warum nicht ftp, dass sollte rudimentär auch mit jedem Webserver gehen.
Ähm, ja... auch eine Möglichkeit. Es sollte halt auch ein klitzekleines
Bisschen Benutzerfreundlich sein... die Leute sind ja so verwöhnt
heutzutage ;)
Aber gehen sollte das schon, stimmt. Vielen Dank!
Was grundsätzlich so möglich ist, zeigen ja Webmin und diverse andere
Pakete in der Richtung.
Michael Sörensen schrieb:>> Warum nicht ftp, dass sollte rudimentär auch mit jedem Webserver gehen.>> Ähm, ja... auch eine Möglichkeit. Es sollte halt auch ein klitzekleines> Bisschen Benutzerfreundlich sein...
Das kann ja jeder selber regeln, ich benutze z.B. WinSCP, das ist auch
nicht gerade eine Klickibunti-Anwendung mit animierten Grafiken, Kacheln
und was man heute so hat, sondern einfach ein Dialog wie im Bild. Danach
öffnet sich ein Doppelfenster wie beim guten alten Norton Commander.
Mehr braucht kein Mensch.
Es gibt auch andere FTP-Clienten mit zumutbarer Bedienung, man muss
nicht mehr zurück zur Kommandozeile.
Georg
Michael Sörensen schrieb:> Ich suche eine Möglichkeit, möglichst benutzerfreundlich Daten von einem> Linux Rechner (sagen wir mal Raspberry) per Webbrowser zum Download> bereit zu stellen. Im lokalen Netz.>> Es sollen also Dateien aus einem (oder einigen wenigen) Verzeichnis(sen)> auf einer schlichten Webseite zum Download angezeigt werden.>> Allerdings sollte das dynamisch sein. Also wenn Dateien dazukommen oder> gelöscht werden, soll der Inhalt dieser Webseite automatisch> aktualisiert werden.
Nur so eine Idee mit Python + Flask:
Shell:
1
~$ mkdir michael && cd michael
2
michael$ mkdir templates downloads
3
michael$ touch server.py templates/index.html
4
michael$ chmod u+x server.py
5
michael$ for i in hihi haha hoho; do echo $i > downloads/${i}.txt; done
templates/index.html: siehe Anhang.
> Dazu wäre es angenehm, wenn es Optionen zum Löschen, evtl. auch> Umbenennen und Verschieben gäbe, wobei das erstmal zweitrangig ist. Eine> Möglichkeit zum Dateiupload wäre dann das höchste der Gefühle.
Das läßt sich leicht einbauen, ich wollte nur einen Startpunkt geben.
HTH!
Ich danke euch allen!
Da sind so viele brauchbare Ansätze, da habe ich erstmal einen Abend gut
zu tun um die Möglichkeiten auszuprobieren.
WinSCP benutze ich schon, das ist mir allerdings schon etwas "zu
mächtig", zumindest muss man sich erstmal sehr ausführlich mit chroot
etc. auseinandersetzen, damit einem da keiner im System rumspielen kann.
eXtplorer sieht erstmal vielversprechend aus, kann aber auf den ersten
Blick alles, werde ich auf jeden Fall probieren, vielleicht auch für
andere Anwendungen.
Die Python Lösungen sagen mir auch sehr zu, da ich Python auch sonst
gerne nutze und es am ehesten in die Richtung geht, die ich mir anfangs
vorgestellt hatte! Da traue ich mir auch am ehesten zu, dass am Ende so
erweitern zu könne, wie ich es haben möchte...
Also, ich leg mal los :)
Michael Sörensen schrieb:> Da traue ich mir auch am ehesten zu, dass am Ende so erweitern zu könne,> wie ich es haben möchte.
Naja, für den reinen Download bräuchtest du beim Indianer rein gar
nichts erweitern, der funktioniert aus der Dose raus, sofern du
„Options Indexes“ gestattet hast. Damit wäre diese Variante in 5
Minuten „schlüsselfertig“.
Für den Upload wäre die schon genannte WebDAV-Erweiterung nötig,
wobei man sich dann ggf. aber um Rechtevergabe und -verwaltung
Gedanken machen müsste.
Ja, ich denke ich werde alle Varianten mal durchprobieren, es sind ohne
Zweifel alles gangbare Wege.
Wie eingangs erwähnt, ich bin auf dem Gebiet recht ahnungslos, aber
gerne bereit durch viel probieren und dabei gesammelte Erfahrungen zu
lernen.
Auch mit dem alten Apachen muss ich mich wohl nochmal ausführlich
unterhalten, der kann scheinbar weit mehr als ich bislang auf dem Schirm
hatte.