Hallo zusammen,
Ich will einen Sessel fahrbar machen. Ich hab mir überlegt dass ich
unter den Sessel zwei elektro Motoren mach die ich dann unterschiedlich
ansteuer. Da ich sowas zum ersten mal mache bräuchte ich Hilfe bzw. Ist
es überhaupt machbar für mich?
Könntet ihr mir e Motoren vorschlagen am besten nicht zu teuer und eine
Lösung wie ich das mit dem Joystick hinbekomme die Motoren dann zu
steuern.
Vielen Dank schonmal
Nene K. schrieb:> Ich will einen Sessel fahrbar machen. Ich hab mir überlegt dass ich> unter den Sessel zwei elektro Motoren mach
Dann solltest du zuerst mal über Mechanik und Stromversorgung nachdenken
...
Stromversorgung nehm ich Autobatterie
Was genau meinst du mit Mechanik?
nur wie ich des mit den Motoren mach wie mit was bekomm ich des hin die
unabhängig voneinander mit einem Joystick zu lenken
Hast du jemals einen µC in irgend einer Form programmiert?
Deine Anforderung ist eigentlich trivial von elektrischer und der
programmierenden Seite her gesehen. Da wird dir eher der mechanische
Teil Schwierigkeiten bereiten.
Übrigens gibt es eine Erfindung - Nennt sich Rollstuhl ;)
Weil da die Größeren Fragezeichen zu finden sind. Wenn du erst einmal
den prizipiellen Aufbau und Dimensionierung der Mechanik und des Motors
fertig hast, bei dem du die Motoren manuell auf Vollgas an und aus
schalten kannst, ist die Ansteuerung und die Dimensionierung der nötigen
Teile für die Steuerung das kleinere Problem.
Z.B. wie soll das mit den zwei Motoren gedacht sein? Rollstuhl mit je
einem Motor für das linke und das rechte große Rad? Sessel, irgendwie
ist ein Motor für vor und zurück und einer für links/rechts zuständig?
Die Nötige Motorleistung muss noch ermittelt werden.
Demenstprechend ändert sich sowohl der Aufbau der Mechanik als auch die
Übersetzung der x- und y-Achse des Joysticks in Signale für die Motoren.
Gut, das mit dem seitlich Fahren wäre auch kompliziert geworden. Mit dem
Aufbau kann man nicht seitlich fahren, sondern die Bewegung nach Links
oder Rechts wird übersetzt in eine Gierbewegung/ Drehung um die
Hochachse.
Du brauchst je eine H-Brücke pro Motor.
https://www.mikrocontroller.net/articles/Motoransteuerung_mit_PWM
Joystick vor und zurück steuert über die H-Brücke die Motoren vor oder
zurück.
Je nachdem wie weit du den Stick bewegst, wird der PWM-Wert größer oder
kleiner.
Die seitlichen Bewegungen werden dann in eine Differenz zwischen dem
linken und dem rechten PWM-Wert übersetzt.
Ob die Differenz positiv oder negativ ist, hängt dann davon ab ob du
nach links oder rechts lenkst.
Wenn du auf der Stelle drehen können willst, mußt du das mit dem
Differenzsignal so aufbauen, daß das Das Ergebnis des PWM-Wertes bei
Vorzeichenwechsel die jeweilige H-Brücke in die andere Richtung
schalttet.
Ob die Motoren mit der Leistung und Drehzahl passsend zum Aufbau sind,
ist wiederum eine mechanische Frage. Dazu müßte man den Aufbau
detailiert kennen.
Ok Danke
Würde es mit den Motoren theoretisch gehen? Oder gäbe es da sinnvollere
und bessere auf was muss ich da achten?
Was für ein Joystick könnte ich dafür nehmen?
Würde der Joystick direkt die h Brücken ansteuern oder mit
microcontroller
Was für einen microcontrollee bräuchte ich da?
Carsten R. schrieb:> Ob die Motoren mit der Leistung und Drehzahl passsend zum Aufbau sind,> ist wiederum eine mechanische Frage. Dazu müßte man den Aufbau> detailiert kennen.
Gewicht, Raddurchmesser, Untersetzung gewünschte
Maximalgeschwindigkeit....
Genau darum sagten wir daß die Mechanik die erste und größere Baustelle
ist.
Nene K. schrieb:> Was für ein Joystick könnte ich dafür nehmen?
Ich würde für den einstieg einen alten Analogjoystik mit Poti nehmen.
Nene K. schrieb:> Würde der Joystick direkt die h Brücken ansteuern oder mit> microcontroller
Das geht mit Mikrocontroler, aber auch mit ein paar diskreten Bauteilen.
Ich würde einen Mikrocontroller nehmen, da man da sein verhalten per
Software nachträglich noch anpassen kann. Man ist flexibler.
Nene K. schrieb:> Was für einen microcontrollee bräuchte ich da?
Irgendein Modell das dir gefällt, verfügbar ist und idealerweise
mindestens zwei ADC-Kanäle und mindestens zwei PWM-Kanäle hat. Da reicht
ein Timer mit zwei Kanälen. Es geht aber auch anders.
Vorschlag:
Bauer erst einmal mit einem AVR, weil das hier im Forum am stärksten
verbreitet ist, zuerst Folgendes:
LED auf Komando leuchten lassen.
LED per PWM dimmen
Spannung am einem Drehpoti auswerten und LED dementsprechend Dimmen.
Spannung am einem Drehpoti auswerten und einen kleinen Motor aus der
Grabbelkiste mit per PWM steuern (1-Quadranten-Steller)
Danach kommt die H-Brücke.
Wenn du damit durch bist kannst du versuchen zwei Motoren wie
beschrieben mit einem Joystik zu steuern bevor du auf große Antriebe mit
hoher Leistung gehst. Dann hast du schon einmal ein funktionstüchtiges
Prinzip und kannst dich auf die passende Dimensionierung konzentrieren.
> Würde es mit den Motoren theoretisch gehen?
Mit welchen Motoren?
Mit welchem Aufbau?
Mit welchem Getriebe?
Mit welcher Last?
> Was für ein Joystick könnte ich dafür nehmen?
Einen analogen, der Schick aussieht und den du montieren kannst.
> Würde der Joystick direkt die h Brücken ansteuern
Welche H Brücke?
Manche eignen sich für direkten Anschluss von bestimmten Joysticks. Aber
längst nicht alle.
> Was für einen microcontrollee bräuchte ich da?
Idealerweise einen mit analogen Eingängen.
Dass heisst: 99% aller marktüblichen Mikrocontroller sind geeignet.
Du ziehst das Pferd von hinten auf. Bau erstmal den Rollstuhl zusammen
und danach die dazu passende Elektronik.
Ich würde für den Einstieg einen ATMega mit echtem UART nehmen, keinen
ATTiny. Dann muß man sich nicht auch noch mit dem Thema Soft-UART
befassen und kann sich (Kontroll)Daten ausgeben lassen. Das erleichtert
die Fehlersuche, wenn es nicht rund läuft.
> Ich würde für den Einstieg einen ATMega mit echtem UART nehmen, keinen> ATTiny. Dann muß man sich nicht auch noch mit dem Thema Soft-UART> befassen
Naja, das reine Ausgeben von Daten ist noch einfach, die 20 zeilen Code
dazu findet man schnell im Netz. Ich empfinde den kleinen
Programmspeicher (z.B. 1KB) eher als Hindernis. Da frisst ein printf()
gerne mal schon die Hälfte des Speicher weg.
Arduinos sind für die ersten Übungen ideal, auch wenn man gar nicht die
Arduino Software bentzt.
Trotzdem ist es eine zusätzliche Hürde die man beim Einstieg für nur
wenige Cent vermeiden kann. Ich würde generell zu Beginn nicht den
kleinsten Chip nehmen. Man kann dann noch immer schauen wieviel Hardware
und Speicher etc. man am End wirklich braucht und dann den Chip
wechseln.
Es ist nicht nur der Code. Das Senden an sich kann man zwar in Software
nachbasteln, aber je nach Software kann es beim Timing im Detail etwas
komplizierter werden wenn man noch andere Sachen nebenher macht. Wozu
soll man das riskieren? Diesen Geiz würde ich beim Einstieg nicht
empfehlen.
Stefan U. schrieb:> Mit welchen Motoren?> Mit welchem Aufbau?> Mit welchem Getriebe?> Mit welcher Last?
Vergiss dein Vorhaben ganz schnell, da du offensichtlich weder
das Wissen, dass handwerkliche Geschick, noch sonstige Resourcen
besitzt, so ein anspruchsvolles Projekt umzusetzen und das wird
hier für dich auch keiner übernehmen, denn dafür sind erhebliche
Mannstunden erforderlich. Das Forum kann zu Hilfe zur Selbsthilfe
genutzt werden und nicht um Hirngespinste zu verwirklichen, die
ja auch gefährliche Risiken in sich haben können.
Billig wird das dann auch nicht, weil so ein Autoakku ja schon
mindest 50Euro kostet. Motoren, geeignete Reifen, Achsen, Lager,
Getriebe, Elektronik usw. usf. kämen da noch hinzu.
Wenn du meinst ich würde es schon hinbekommen wenn ich mich damit
beschäftige ich bin nicht dumm aber Wird wahrscheinlich am Geld
scheitern. 300€ oder so werd ich nicht dafür ausgeben können
> 300€ oder so werd ich nicht dafür ausgeben können
Dann hat sich das Thema schon erledigt, denn so viel kostet bereits ein
mittleres Modellauto - und das trägt wesentlich weniger Gewicht.
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