@ Fabian Ruhoff (Gast)
>Was mir momentan noch schleierhaft ist, wie komme ich vom Eval Board zu
>einem Schaltplan, der nur die Komponenten enthält, die ich für meine
>Anforderungen benötige.
>In meinem Fall benötige ich lediglich die beiden CAN BUS Kanäle und eine
>Programmierschnittstelle...
>Das Eval Board besitzt noch zig andere Komponenten.
>Was ist der "normale" Weg vom Eval Board zur individuell bestückten
>Platine?
Bei vielen Evalboards gibt es Schaltpläne, bei einigen sogar CAD-Files
im Eagle, Target, Whatever Format. Dort kann man einfach alles das, was
man nicht braucht runterwerfen und die Platine schön machen. Fertig.
Wenn es nur Schaltpläne als PDF gibt, muss man halt die benötigten
Komponenten im CAD-System seiner Wahl nachzeichnen. Wenn es gar keine
Schaltpläne gibt, muss man mittels Datenblatt des Prozessors sowie aller
Zusatz-ICs ein Schaltung von 0 an entwerfen.
>Genügt dem Platinenhersteller der Schaltplan
Nö.
> oder muss ich die Platine noch "Layouten"?
Sicher, wer soll das sonst machen?
Der Platinenhersteller, stellt, wie der Name sagt, die Platine her.
Dafür braucht er die passenden CAM-Daten. Um diese zu bekommen, muss
vorher ein Mensch namens Hardwareentwickler tätig werden. Dieser
- zeichnet den Schaltplan
- berechnet diverse Komponenten ala Spannungsregler, Kondensatoren etc.
- erstellt aus dem Schaltplan ein Layout mit allen Leitungen etc.
- erstellt aus dem Layout die CAM-Daten für den Platinenhersteller,
meist im Gerber-Format, siehe Gerber-Tools
- dazu noch diverse andere CAM-Daten wie Stückliste und
Bestückungskoordinaten für SMD-Bauteile
Viele Hersteller können auch direkt die CAD-Daten der verschiedensten
Systeme verarbeiten. Ob man das will oder lieber doch Gerberdaten
weitergibt ist Geschmackssache.