Gerber-Tools

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Gerber-Tools sind Programme, die es erlauben die von fast allen Platinenlayoutprogrammen erzeugbaren Gerberfiles zu betrachten, zu überprüfen und eventuell sogar zu manipulieren. Das beginnt mit Tools, die es erlauben die Platinen zu drehen und miteinander zu verbinden bzw. mehrere identische zu größeren Panelen (sog. Nutzen) zusammenzufügen, um sie rationeller fertigen zu können. Es hört auf mit Programmen die in der Lage sind, Leiterbahnen und Bohrlöcher zu verschieben und zu ändern. Es ist guter Stil, seine eigene Arbeit mit einem Gerber-Viewer zu überprüfen, der nicht zum System des Platinenlayoutprogrammes gehört, mit der man die Platinendaten erzeugt hat, allein um systematische Fehler zu minimieren.

Allgemeines

Gerber-Daten stellen alle Daten dar, die zur Fertigung einer Leiterplatte benötigt werden. Und eben auch nicht mehr. Also keine Informationen über Netze, Schaltpläne oder Details über Bauteile. Daher erlauben sie es, auch solche Informationen gegenüber dem Fertiger einer Leiterplatte geheim zu halten, im Gegensatz zur Herausgabe von Platinendaten (CAD-Boarddateien) direkt aus dem Programm. Ferner ist das Format robust und kompakt. Es enthält alle Angaben, die zur Steuerung eines Photoplotters zur Erstellung von Filmen für die Leiterplattenbelichtung benötigt werden. Es ist eng mit dem "G-Code" für CNC-Drehbänke und Fräsmaschinen verwandt, beschränkt sich aber auf eine zweidimensionale (xy) Darstellung. Gerber hat sich als weit verbreitetes Austauschformat für Leiterplattendaten etabliert; mittlerweile enthält so gut wie jedes Programm zur Platinenentwicklung eine Exportmöglichkeit für Gerber, und so gut wie alle Firmen, die Leiterplatten herstellen, können diese Daten einlesen und verwerten.

Historisches

Mancher komplizierterer Sachverhalt lässt sich nur richtig und gut über die Geschichte dahinter erklären, und so auch verstehen und besser behalten. Darum hier etwas zur Geschichte von Gerber.

Das heute gebräuchliche Format RS-274X (X für "extended") hat einen Vorgänger RS-274D. Wobei RS274D tatsächlich ein Standard zur Steuerung von CNC-Maschinen war, von dem dann für die optischen Verfahren in der Platinenherstellung nur eine Teilmenge verwendet wurde. Der Hauptunterschied zwischen dem RS-274D und RS-274X ist, dass das alte RS-274D keine Informationen über die verwendeten Blenden enthält. Zu einer Gerber-Datei gehörte also immer noch eine Blendendatei. Beim RS-274X ist diese Information (und andere, z.B. die über das Zahlenformat) in der Gerber-Datei selber integriert. Für neue Entwicklung sollte kein altes RS-274D mehr verwendet werden. Auch das neuere RS-274X ist mittlerweile veraltet, und durch Gerber Version 2 (X2) ersetzt worden, welches nun bevorzugt verwendet werden sollte.

Da früher Photoplotter für den Blendenwechsel drehbare Blendenrevolver hatten, die entweder 6 oder 12 verschiedene Blenden aufnehmen konnten, war die Anzahl der verwendeten Blenden in einem Design beschränkt, wollte man nicht zuviele zeitraubende und teure manuelle Blendenwechsel vornehmen. Das Problem bestand bei späteren Vektorplottern nicht mehr in dieser Form, da diese die Blenden in gewissen Bereichen frei emulieren konnten. Heutige Plotter arbeiten komplett anders, so das die Daten auch anders aufbereitet werden müssen. Das Format der Gerber-Dateien hat sich als praktisches Austauschformat allerdings erhalten, auch wenn es jetzt nur noch so darstellt, als ob die Daten einen Photoplotter steuern würde.

Entwickelt wurde das Gerber-Dateiformat von Gerber-Scientific. Später pflegte Barco und jetzt Ucamco die Spezifikationen dieses Formates.

Auch heute ist das Gerber-Format noch nicht komplett, weil durch den technischen Fortschritt immer neue Möglichkeiten entstehen, über die das jeweilige aktuelle Gerber-Format keine Angaben enthalten kann. Es enthält z.B. keine Angaben über den Lagenaufbau. Solche Informationen müssen dem Fertiger daher in begleitenden Texten oder Zeichnungen übergeben werden. Um diese Problem anzugehen, veröffentlicht Ucamco einen Vorschlag (und weiter: Extending the Gerber Format with Attributes) der das Gerber-Dateiformat um Attribute erweitert. Ucamco hat dazu eingeladen, zu diesem Vorschlag Kommentare und Verbesserungsvorschläge einzureichen, bevor er formell in die Gerber-Spezifikationen Eingang erhielt. Mittlerweile ist er als Gerber Version 2 umgesetzt.

Aktuell: Gerber Version 2 (X2)

Ganz aktuell im Herbst 2014 hat Ucamco "Gerber Version 2" vorgestellt, das aber sehr ähnlich und voll abwärtskompatibel zu RS-274X sein will. Eine deutsche FAQ dazu findet sich hier: [1]. Das englische Original ist hier: [2]. Die Gerber Spezifikation befindet sich hier auf der Ucamco Downloadseite: [3]. Ein Video dazu ist hier: [4] Eine Diskussion dazu findet sich hier: http://www.mikrocontroller.net/topic/352281#3920473

Details der Formate

Allgemein

Wikipedia hat eine Beschreibung des Gerber-Formates. Die Spezifikation und weitere Informationen findet sich hier als "The Gerber File Format Specification". Eine weitere Erläuterung hat Steve DiBartolomeo geschrieben. Zu den Gerberdaten im weiteren Sinne zählen auch sog. "Drillfiles", welche die Ansteuerdaten für die CNC-Platinenbohrmaschinen enthalten. Sie sind den Gerberfiles meist sehr ähnlich, auch wenn sie anderslautende Befehle haben. Weit verbreitet für diesen Zweck sind unter anderem Bohrautomaten der Firma Excellon, und so hat das Excellon-Dateiformat eine recht weite Verbreitung gefunden. Eine Beschreibung des Excellon-Dateiformates findet sich auf der Homepage von Excellon. Bohrdaten können aber auch im Gerberformat dargestellt werden. Sie bilden dann ein eigenes Gerberfile. Im Allgemeinen sollten aus praktischen Gründen immer mehrere Bohrdateien pro Platine verwendet werden: Eine Datei für durchkontaktierte (mit Innenverkupferung, "Via" genannt) und eine für nicht durchkontaktierte Bohrungen. Der Hintergrund ist, dass die Bohrungen für durchkontaktierte und nicht durchkontaktierte Bohrungen in zwei unterschiedlichen Arbeitsschritten erfolgen müssen. Bei Multilayerplatinen kann es für manche Lagen weitere Drillfiles geben, je nachdem es sich um "blind" oder "buried" Vias handelt, für die naturgemäß Bohrungen nicht in allen Lagen vorhanden sind. Fräsungen (für Platinenumrisse und Aussparungen) haben ein eigenes Gerberlayer, in denen die zu fräsenden Konturen eingezeichnet sind. Da Bohrungen ab 2 mm Durchmesser gefräst werden können und ab 4 mm Durchmesser gefräst werden sollten, besteht eventuell ein Entscheidungsfreiraum, um bestimmte Fräsungen besser als Bohrungen in ein Drillfile aufzunehmen oder bestimmte Bohrungen als Fräsungen in die Fräslage aufzunehmen.

Struktur des Formates

Jede Kupferlage, aber auch Lötpasten- und Kleberschablone, Lötstopplack, Beschriftung etc. hat seine eigene Gerberdatei. Wenn vorhanden, getrennt nach Vorder- und Rückseite. Die Datei beginnt mit einem Header, im dem Allgemeines, wie das Einheitensystem (Inch oder mm), die Zahlendarstellung (Nullen unterdrückt, Stellen vor und nach dem Dezimaltrenner), und ob eine Lage gespiegelt oder positiv/negativ dargestellt wird. Eine Lötstoppmaske zum Beispiel enthält meist die gleichen Pads wie die korrespondierende Kupferlage, allerdings etwas größer. Die Darstellung erfolgt aber im Gegensatz zur Kupferlage, wo die Pads "Inseln" sind, negativ, was "Löcher" in der die ganze Platine bedeckenden Lötstoppschicht bedeutet. Es folgt eine Blendentabelle. Hierbei wird eine Anzahl von Blenden in Form und Größe definiert. Daran anschliessend Zeilen mit X- und Y-Koordinaten, die entweder mit geschlossener (nur Positionswechsel) oder offener Blende ("Draw", es wird ein "Strich" gezogen, die Blendenanweisung definiert seine Breite), angefahren werden. Es gibt auch Positionen, die mit geschlossener Blende angefahren werden, und wo am Zielort die Blende kurz geöffnet wird ("Blinks" oder "Flashes"). Diese werden verwendet, um speziell Pads darzustellen. Die Form und Größe der Blende bestimmt hierbei die Form und Größe des erzeugten Pads. Leiterbahnstücke gleicher Form werden nicht als Blink, sondern als Draw mit gleichem Anfangs und Endpunkt ("Null-Länge") dargestellt. Diese konsequente Trennung von Pads als Blink und Leiterbahnen als Draw ermöglicht es, leichter Änderungen an den Pads vornehmen zu können, in dem man dem Pad eine andere Blendendefinition zuweist. Das gilt auch für mit dem Pad im Zusamenhang zusehenden Blinks für Lötstoppmasken und besonders Pasten- und Klebstoffmasken, die oft vom Bestücker für seinen individuellen Herstellungsprozess angepasst werden müssen. Das Gerberformat enthält auch Anweisungsmöglichkeiten für Skalierung, Makros, Polygone, Drehungen, Kreise u. Kreissegmente, Kommentare etc. Große Flächen werden entweder durch einen Flächenbefehl als Polygon definiert, oder aber durch viele Striche emuliert ("stroke fill"). Die Dateiendung ist nicht einheitlich. Üblich ist es, alle Gerber Dateien mit .gbr, .ger oder .gerber enden zu lassen, und den speziellen Zweck im Dateinahmen unterzubringen (Beispiel: "PlatineProjektname-CopperTop.gbr"), oder aber spezielle Endungen für die jeweilige Gerberlage entsprechend ihrer Verwendung zu benutzen. Ein spezielles System existiert hierbei nicht, jedes Programm handhabt diese auf seine Weise. Eine sehr alte Tradition aus DOS-Zeiten (vermutlich Orcad) ist aber:

  • .BOT Kupferflaechen Loetseite
  • .drl Bohrfile ("Drill Rack", Bohrerliste)
  • .drd Excellon-Bohrdaten (es müssen aber zwei Bohrdatenlisten existieren. Einmal für durchkontaktierte und einmal für nicht durckontaktierte Bohrungen, weil die Löcher dafür in unterschiedlichen Bearbeitungsstufen gebohrt werden müssen)
  • .dri Bohrinfo (Statistik über Bohrungen, Bohrerliste)
  • .mnt Pick and Place Bauteilseite (nur SMD)
  • .mnb Pick and Place Loetseite (nur SMD, bei Bauteilen auf beiden Seiten)
  • .SMB Loetstoppmaske Loetseite (Solder Mask Bottom)
  • .SMT Loetstoppmaske Bestueckungsseite (Solder Mask Top)
  • .SST Bestueckungsplan Bauteilseite (Silk Screen Top)
  • .SSB Bestückungsplan Loetseite (Silk Screen Bottom)
  • .TOP Kupferflaechen Bestueckungsseite
  • .CRT Lötpastenmaske Bestueckungsseite (Cream Top)
  • .CRB Lötpastenmaske Lötseite (Cream Bottom)
  • .GLT Klebermaske Bestueckungsseite (Glue Top)
  • .GLB Klebermaske Loetseite (Glue Bottom)
  • .KOT Keepout Bestueckungsseite
  • .KOB Keepout Loetseite
  • .OUT Outline

andere Endungen:

  • .NCD Drillfile
  • .TOL Toolfile
  • .TC Drillcounter

Vorschläge für alternative Dateiendungssysteme finden sich im einschlägigen Wikipedia Artikel.

Tipps

  • Wenn man Gerber- und Drillfiles erstellt, verwenden man am besten für beide ein einheitliches Zahlenformat, sofern das Layoutprogramm dazu eine Wahl lässt. Richten Sie sich dabei in erster Linie an den Bohrdaten aus, da diese der Dreh und Angelpunkt der Toleranzen sind.
  • Den Nullpunkt der Koordinaten legt man dabei idealerweise nach unten links, falls das Layoutprogram dazu eine Wahl lässt.
  • Man sollte nach Möglichkeit nur noch Gerber RS-274X ("Extended Gerber") oder besser noch Gerber Version 2 (X2) verwenden.
  • Als standardmäßige Formateinstellung für Gerberdaten empfielt sich dabei 3.3 metrisch. Hintergrund: Die IPC Spezifikation empfiehlt, die höchste Auflösung zu verwenden.
  • Man verwendet nach Möglichkeit kein "Stroke fill" für Kupferflächen, sondern einen Polygon-Befehl. Leider lässt das nicht jedes Programm zu. Eine Begründung für die Vermeidung findet sich hier unter "Painting considered harmful".
  • Für Pads gilt ähnliches in noch verschärfterer Form: Pads sollten nach möglichkeit immer "Blinks" sein. Allerdings ist das bei exotischren Padformen nicht so ohne weiteres möglich.
  • Alle Lagen "in normaler" Ansicht ausgeben. D.h. so, wie man sie sehen würde, wenn man mit einem Röntgenblick von der Bauteilseite durch die Platine schauen würde. Schriften auf der Unterseite die im fertigen Objekt normal lesbar sein sollen, erscheinen dabei gespiegelt, aber die Lagen selber sollten im allgemeinen nicht gespiegelt sein. Der Grund dafür ist hier diskutiert.
  • Eine Platinenbeschreibung in einem allgemein lesbaren Format (z.B. PDF oder TXT, nicht die obskuren Formate irgendwelcher Textverarbeitungssysteme) dabeilegen. Ausser Informationen über Lagenaufbau und Abmessungen sollte diese Beschreibung eine Liste aller Gerber- und Bohrfiles enthalten, mit einer expliziten Nennung der Lage, für die sie gedacht sind. Das gilt besonders für Innenlagen, die nicht nur einfach durchnummeriert sein sollten, sondern es sollte explizit angegeben werden, in welcher Position sich die "Nummer" zur Ober- oder Unterseite befindet. Bei einem vierlagigen Aufbau ist es sonst nicht eindeutig klar, das "Layer 1" die Lage direkt unter der Oberseitenlage ist.
  • Kupferlagen sollten nicht komplett negativ sein, auch wenn sie negative Teile enthalten. Aber Lötstoppmaske, Lotpastenmaske und Klebstoffmaske schon.
  • Die Lagen sollten keinen Versatz gegeneinander haben.
  • Es sollte eine Konturlage existieren, die alle (Aussen-) Konturen der Platine enthält.
  • Für durchkontaktierte und nicht durchkontaktierte Bohrungen sollten separate Bohrfiles existieren. Diese sind dann aber im Excellon-Format und nicht Gerber. Bei Multilayer Aufbauten sind für jeden separaten Bohrvorgang separate Borfiles nötig (Achtung bei blind und buried Vias). Ist, wegen irgendeiner Besonderheit der speziellen Platine, ein sonst üblicher Bohrvorgang nicht vorhanden, so sollte das auch explizit im begleitenden Text vermerkt werden.
  • Ein konkreter Fall mit Fragen zur Erstellung von Gerberdaten (aus Target, gilt aber allgemein) findet sich hier.

Alternativen zu Gerber

Viele Leiterplattenhersteller aktzeptieren auch die direkten Entwicklungsdaten für die meisten weitverbreiteten Leiterplattenlayout Programme. Insbesondere gilt das für Eagle, Kicad, Target, Altium und Orcad. Es empfielt sich darum, den gewünschten Leiterplattenhersteller nach den Formaten, die er verarbeiten kann, zu fragen. Allerdings gibt man in diesem Falle wesentlich mehr Daten heraus, als für eine Produktion nötig ist. Insofern kann das als Sicherheitsrisiko gesehen werden, was aber für Amateure eher nebensächlich sein dürfte.

Ein weiteres, wesentlich schwerwiegenderes, Risiko liegt aber darin, das die CAD-Systemdaten wesentlich interpretierfähiger als die Gerberdaten sind, was zu fatalen Missverständnissen führen kann.

Für die Produktion müssen die Daten aber auf jeden Fall vom Leiterplattenhersteller speziell für seine Anlagen aufbereitet werden. Darum, und um eine Kompatibilität mit den Daten anderer CAD-Systeme zu erhalten, werden die Daten dann im allgemeinen doch in das Gerberformat umgewandelt, da Gerber als Austauschformat den kleinsten gemeinsamen Nenner darstellt. Weil Gerber für den Austausch am weitesten verbreitet ist, haben die Leiterplattenhersteller darin auch oft die meiste Erfahrung und meiste Übung und oft feststehende Vorgehensweisen im Sinne der Qualitätssicherung.

Daher ist es angeraten, seine Daten im Gerberformat bei den Leiterplattenherstellern einzureichen.

Eine Diskussion zum Thema "CAD-Dateien statt Gerber" findet sich hier im Forum.

Als direktes alternatives Dateiformat zu Gerber wäre ODB++ zu nennen, welches aber proprietär von Valor ist. Eine Diskussion zum Thema "ODB++ statt Gerber" findet sich hier im Forum. Desweiteren entwickelte der IPC mit IPC-2581 ein XML basiertes Format, das sich bisher aber kaum verbreiten konnte. Es gibt wohl neuere Ansätze, IPC-2581 und Gerber aneinander anzugleichen. Auch dazu veröffentlichte Ucamco einen Vorschlag (Und weiter: IPC-2581 meets the Gerber File Format) der das Gerber-Dateiformat um Angaben z.b. zum Lagenaufbau erweitert.

Ein Plädoyer für Gerber (unter "Datenformate: Gerber") hält auch A.Wiemers.

Grundsätzlich zählt das Gerberformat zu den Vektorgrafikformaten. Daher ist hypothetisch auch z.B. das SVG-Format geeignet, um Platinendaten zu transportieren und zu manipulieren. Allerdings ist das bisher nicht üblich, und u.U. riskant, weil eine identische Darstellung in verschiedenen Programmen aufgrund der Komplexität von SVG nicht immer gewährleistet ist.

Gerber Tools

  • GerberLogix: Einfach zu bedienender Extended Gerber Viewer. Weitere Formate sind Excellon 1/2. Highlight ist die Automatische Bemaßung von Leiterbahnen. Für Hobbyisten Kostenlos.
  • PCB-Investigator: Umfangreiche Funktionalität zum vergleichen verschiedenster Leiterplatten Daten. Wandelt alle Daten auch in 3D um. ODB++, IPC 2581, GenCAD und Gerber Daten.
  • gc-preview: Ein Programm, um Gerberdaten ansehen und drucken zu können. Freeware.
  • Die Firma Graphicode bietet auch noch andere, im allgemeinen kostenpflichtige Software an, mit der diverse Plotter- und Platinenformate, u.a. auch Gerberdaten, ineinander überführt werden können, wie z.B. GC-CAM-Edit.
  • GerbView (1): Ein Programm, das in der Lage ist, verschiedene Platinen- und Plotterformate, darunter eben auch Gerberdaten, zu sichten, ineinander zu convertieren, zu markieren und zu drucken. 30 Tage Testversion.
  • GerbView (2): Ebenfalls unter dem Namen GerbView existiert ein anderer Gerberviewer als Bestandteil von KiCAD. Dieser erlaubt das Betrachten der Gerberfiles und den Export als Platine in PCBnew, welches ebenfals Bestandteil von KiCAD ist. Unter KiCAD/PCBnew kann diese Platine dann manipuliert, verändert und wieder als Gerberfile exportiert werden. Allerdings können so nur Gerber-RS274X Daten eingelesen und exportiert werden. Blinks werden aber beim Reimport als Durchkontaktierung dargestellt. Insgesammt ist dieses Feature ziemlich "buggy" und unperfekt. Letzteres ist aber aus grundsätzlichen Erwägungen heraus auch schwer zu ändern. Siehe: http://www.mikrocontroller.net/topic/263576#2739329
  • Gerbv: Ebenfalls ein Open Source Gerberviewer. Er gehört zum gEDA Projekt. Funktioniert hervorragend und hat viele Features. Verarbeitet RS-274-X und Excellon-Bohrdaten, jedoch kein RS-274 (Standard-Gerber). Dieser Gerberviewer ermöglicht auch das Löschen einzelner Strukturen und das Umskalieren, Verschieben, Spiegeln und Drehen der gesamten Gerberdatei. Gespeichert wird nur Extended Gerber. Im aktuellen Quellcode (git-Version, 2016-09-22; noch nicht als Release verfügbar) gibt es Möglichkeiten zur Panelization, indem man mehrere eingelesene Lagen beim Export miteinander vereinigen kann; zusammen mit den bereits genannten Drehungen oder Verschiebungen (die sich auch auf mehrere ausgewählte Lagen eines Teil-Layouts gleichzeitig anwenden lassen) kann man sich auf diese Weise seinen eigenen Nutzen zusammenstellen.
  • ViewMate: ist eine professionelle CAM-Software, die als Viewer kostenlos abgegeben wird. Die Funktionen zum Ändern und Speichern sind gesperrt, aber zum Überprüfen der Ausgabedaten hervorragend geeignet (auch Bohrdaten). Dies kostenlose Version läuft auch recht gut unter wine (Debian squeeze).
  • VUV: ODB++ Viewer, der von der Firma Valor, jetzt von Mentor übernommen, kostenlos abgegeben wird.
  • Cenon: Cenon ist eine Open Source Software um speziell Vektorgrafiken zu betrachten, zu manipulieren und zu konvertieren. Das Gerberformat ist grundsätzlich als Vektorgrafikformat anzusehen. Cenon kann auch Standard und extendet Gerber einlesen, und als extendet Gerber wieder abspeichern. Es können einzelne Strukturen in Gerber selektiert, kopiert, gelöscht, verschoben, gedreht und eingefügt werden. Ebenso können Mehrfachnutzen erstellt werden. Es kann auch in oder aus anderen Vektorformaten wie PDF, PS, HPGL, DXF konvertiert werden. Die Bedienung des Programmes ist manchmal sehr pfiffig, aber leider meistens sehr gewöhnungsbedürftig. Es ist z.B. unbedingt darauf zu achten, das die Dateien adäquate Endungen haben, als Gerber lässt Cenon nur .ger und .gerber zu. Bei der Zusammenarbeit mit anderen Programmen ist es daher leider oft nötig, die Dateien ständig umzubenennen. Unter Debian Squeeze existiert ein Cenon Package. Leider müssen z.Z. (17. Nov. 2011) nach der Installation noch die GNUstep Librarys manuell von /usr/lib/GNUstep/Library nach /usr/lib/GNUstep/Cenon oder /usr/local/lib/GNUstep/Cenon kopiert werden. Es ist dringend anzuraten, die Cenon FAQ und das Cenon Handbuch zu lesen.
  • Media:PyGerberAnalyse_B5_13Jun2013.zip Absolut primitives Programm zur Gerber-Daten Analyse. Test-Status. Geschrieben in Python3. Kann Gerber247d und Gerber247x einlesen und teilweise analysieren und die Analyse als Datei abspeichern, aber keine Makros darin. Kann auch Drill Files einlesen. Kann Gerber- oder Drill-Files in rudimentärer Form anzeigen (z.B. OHNE Aperturen, kein Maßstab, ist somit für fast nichts zu gebrauchen). Das Programm besteht aus den drei Teilen PyGerbAnalyse_B5_13Jun2013.py, ClassDefBasicAnalysisResults_13Jun2013.py und ClassDefGerberLayer_13Jun2013.py. Gestartet wird nur PyGerbAnalyse_B5_13Jun2013.py, die anderen beiden Python Files enthalten Klassendefinitionen. Steht unter GNU-GPL. Autor Bernd Wiebus. KEINE GARANTIE! Testberichte, Hinweise, Informationen und Anregungen sowie dringend benötigte Testdateien mit normalen und exotischen, auch älteren, Gerberformaten von unterschiedlichen Layoutprogrammen bitte an bernd.wiebus@gmx.de senden. DANKE im Voraus dazu! Es ist eine Python3 Version des unter dem BASIC-Dialekt Gambas2 geschriebenen ebenso primitiven Viewers, der unter Media:GerbAnalyse_RevA6.zip zu bekommen ist. Python3 ist unter Linux bei den meisten Distributionen als Packet installierbar. Windows User könnten vieleicht Möglichkeiten in dieser Diskussion finden: http://www.mikrocontroller.net/topic/280970#new
  • gerber-viewer.com: Für die schnelle Kontrolle von Gerberdaten eignet sich auch ein online Viewer. Einfach Zip-Archiv oder Gerberdaten auswählen, uploaden und online begutachten. Datensicherheit beachten! Gerberdaten werden dabei herausgegeben!
  • FAB 3000 V7: Ein Gerberviewer und Editor von Numerical Innovations. Es existiert auch eine Trial Version.
  • QCamber Relativ neue Software, über die noch wenig bekannt ist.
  • FlatCAM Diese Software erstellt aus Gerberdaten und Bohrdaten G-Code für Bohrmaschinen oder für Fräser um den Platinenumriss (mit Haltestegen) freizufräsen, oder auch zum "Konturfräsen". Beim "Konturfräsen" wird eine Leiterplatte nicht geätzt, sondern gefräst. Naturgemäß geht letzteres nur sinnvoll für Einzelstücke oder Kleinserien, und auch nur für relativ grobe Layouts. Desweiteren kann auf diesem Wege auch G-Code zum Fräsen bzw. Gravieren von Frontplatten o.ä. erzeugt werden, wenn man die Strukturen in einem Layoutprogramm passend anlegt, als Gerberdaten exportiert und dann mit dieser Software bearbeitet. Siehe http://www.mikrocontroller.net/topic/338193#3717135 und https://www.mikrocontroller.net/topic/369261.
  • Visolate erstellt aus Gerberdaten G-Code für Fräsmaschinen nach dem sog. Voronoi-Verfahren. Dabei werden nicht die Umrisse jeder Leiterbahn gefräst, sondern eine einzelne Isolierbahn zwischen jeweils zwei Leiterbahnen. Das spart natürlich erheblich Bearbeitungszeit und reduziert den Werkzeugverschleiss, ist aber auch für Hochstromanwendungen interessant, bei denen die Leiterbahnen so breit wie möglich sein sollen. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist, dass Fräsbahnen immer in einem stumpfen Winkel aufeinander stossen, so dass an den Übergängen keine Grate entstehen. Visolate ist Open Source, Java-Binaries im Ordner releases/.
  • ViewPlot Viewer (kostenlos), Editor (kostenpflichtig); Version 1.5 hat bessere/mehr Features als 2.0, bspw. einen DRC-Check (Abstandstest). Läuft auch im Wine. Funktioniert nicht, wenn %MOIN*% und %MOMM*% in einer Datei gemischt auftreten, was nach älteren Versionen der RS-274-X-Spec zulässig war, nach der aktuellen jedoch nicht mehr.

Siehe auch