Konrad schrieb:
> Ich muss die Temperatur von Methansäure messen.
Machst Du am besten mit Thermoelement Ni-CrNi:
https://de.wikipedia.org/wiki/Thermoelement
Die Elemente kannst Du entweder fertig kaufen oder, wenn Du selbst
WIG-Schweißen kannst, auch selbst anfertigen oder anderenfalls
anfertigen lassen.
Ni- und NiCr-Draht (beide D 0,8 mm) sind handelsüblich.
Selbst wenn es Dir die Fühler "wegfrißt", sind die ratzfatz erneut
angefertigt.
"Eichung" jeweils in Eiswasser bzw. kochendem Wasser. ;)
Anschließend kannst Du in einem enorm weiten T-Bereich die T per VM
messen.
Die etwas aufwendigere Lösung wäre - wie bereits vorgeschlagen - so ein
Thermoelement in ein methansäurefestes Röhrchen, z.B. auch Glas,
einzubetten.
Es gibt niedrigschmelzende Glasröhrchen im Lampenbereich, die sich per
Bunsenbrenner "zuschmelzen" lassen.
Wurden bei bei antiken Lampenschirmen verwendet:
Das waren/sind höhenverstellbare Lampenschirme, bei denen außen ringsum
solche Glasröhrchen herunterhingen (ca. 15 cm lang).
Denke, solche Röhrchen gibt es immer noch. Beidseits offen.
Und, damit man sie am Schirm einhängen konnte, wurde ein Draht
(innenseitig einfach zwecks Konterung umgebogen) eingeschmolzen, indem
das eine Ende des Röhrchens samt dem eingeschobenen Drahtstück
zugeschmolzen wurde.
Wenn Du T-Veränderungen (schnelle) messen können willst, würde ich da
gar nicht lang herum machen und mit "nackten" Ni-CrNi-Elementen messen.
(Drähte nur bis zur "Kugel" mit Schrumpfschlauch abgeschottet.)
Die kosten auch nicht viel - vielleicht 10 bis 15 Euro.
Denn jegliche "Abschottung" von Meßfühlern macht die natürlich auch
zwangsläufig träger. :D