Emitterverstärker mit Kollektorendstufe

Gast #4577150
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Hallo Leute,

ich scheine noch ein paar Verständnisprobleme bei der Demensionierung 
von Schaltungen zu haben.

Mein Gedankengang war folgender: Ich möchte auf einer Lochrasterplatine 
eine kleine Verstärkerschaltung bauen, welche ich dann zwischen den 
Lautsprecherausgang meines Laptops und einem Lautsprecher schalten kann.

Angedacht war dafür eine Emitterschaltung, welche die Spannung 
verstärken soll und anschließend ein Emitterfolger, welche den Strom auf 
ein vernüftiges Level für den Lautsprecher bringt bzw. auch als 
Impedanzwandler um den hochohmigen Ausgangswiderstand der 
Emitterschaltung auf den kleinen Lautsprecherwiderstand von 16 ohm zu 
überführen.

Im Anhang befindet sich meine Emitterschaltung, die so auch schon ganz 
ok funktioniert wie Ergebnis.PNG zeigt, jedoch am Ausgang mit einer 
Amplitude des Stroms von 0.5mA.

Die Koppelkondensatoren sind ja dafür da, dass ich die Arbeitspunkte der 
einzelnen Stufen unabhängig von einander einstellen kann. Also sollte 
ich ja einfach einen Emitterfolger dahinter schalten können und alles 
sollte gut sein, jedoch wird mir dann immer die negative Halbwelle vom 
Sinus abgeschnitten.

Ebenfalls würde ich gerne wissen, was ich bezüglich Ein- und 
Ausgangswiderstand zwischen den verschiedenen Stufen beachten muss. So 
wie ich es bis jetzt verstanden habe, muss der Eingangswiderstand der 
2.Stufe der Ausgangswiderstand der zweiten Stufe sein.

Laut unserer ET-Vorlesung wäre der Ausgangsschaltung einer 
Emitterschaltung ungefähr Rc , sodass in Falle meiner Schaltung der 
Emitterfolger einen Eingangswiderstand von 354 Ohm haben müsste. 
Eingangswiderstand des Emitterfolgers ergibt laut selber Vorlesung aus 
rBE+(1+beta)(RE||RL) bzw. rBE sei vernachlässigbar. Ausgangswiderstand 
aus RE||(1/gm).

Wie bekomme ich es jetzt hin am Ausgang ca.300mA zu bekommen und meinen 
Ausgangswiderstand auf die 16 Ohm vom Lautsprecher anzupassen? Wie 
gesagt, bei dem Versuch der Dimensionierung ist leider das dritte Bild 
im Anhang rausgekommen.

Allgemein ist für mich wichtig was ich bei mehrstufigen 
Transistorschaltungen beachten muss / Wie das genau mit den Ein und 
Ausgangswiderständen funktioniert / wie ich die 2.Stufe vernüftig 
dimensioniere.


Vielen Dank im voraus und freundliche Grüße

Lucky66
Angehängte Dateien:
Gast #4577166
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> Allgemein ist für mich wichtig was ich bei mehrstufigen
> Transistorschaltungen beachten muss

Der Ausgangswiderstadn muss so gering wie möglich sein, nahme 0 Ohm. Das 
erreicht man nur mit einer "Gegentaktendstufe". Dazu gibt es eigene 
Fachartikel und Bücher. Google einfach mal nach dem Begriff.
Gast #4577283
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Den Fehler mit der Verbindung bei R3/R6 hab ich jetzt behoben, aber 
leider noch immer zu geringen Strom.

Stefan U. schrieb:
>> Allgemein ist für mich wichtig was ich bei mehrstufigen
>> Transistorschaltungen beachten muss
>
> Der Ausgangswiderstadn muss so gering wie möglich sein, nahme 0 Ohm. Das
> erreicht man nur mit einer "Gegentaktendstufe". Dazu gibt es eigene
> Fachartikel und Bücher. Google einfach mal nach dem Begriff.

Danke ;)

Wow. Gegentaktendstufe zieht ziemlich schwer zu dimensionieren aus. Ich 
werde das mal durcharbeiten.

Wieso funktioniert mein Gedankengang mit Emitterverstärker und 
Emitterfolger nicht?
(Firma: matzetronics) #4577330
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Lucky66 schrieb:
> Wieso funktioniert mein Gedankengang mit Emitterverstärker und
> Emitterfolger nicht?

Ein Emitterfolger hat immer einen recht hohen Eingangswiderstand, der 
Ausgangswiderstand deiner Emitterschaltung spielt also gar keine Rolle. 
Der Emitterfolger folgt dann am Emitter der Spannung an der Basis, 
allerdings mit etwa 0,7V Level weniger. Dafür kann er aber einen recht 
hohen Strom liefern.

Der Trick bei der Dimensionierung des Basisspannungsteilers ist also das 
Spannungslevel am Kollektor des ersten Transistors. Für maximale 
Aussteuerbarkeit sollte hier etwa die halbe Betriebsspannung stehen, der 
nachfolgende Emitterfolger reduziert das aber um die o.a. etwa 0,7V Ube.
Gast #4577503
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Matthias Sch. schrieb:
>Für maximale
>Aussteuerbarkeit sollte hier etwa die halbe Betriebsspannung stehen,

Dies trifft zu, wenn die nachfolgende Last oder Stufe hochohmig ist,
oder bei einer Gegentaktverstärkerstufe.
Wenn eine niederohmige Last folgt, wie hier bei der Emitterfolgerstufe,
muß die Spannung über Q2 kleiner sein als über R7. Am besten kann man
das mit einem Oszillografen beobachten. Wenn man die Verstärkerstufe
langsam immer stärker ansteuert, muß die Begrenzung der positiven
und negativen Halbwelle gleichzeitig einsetzen, dann ist der
Arbeitspunkt richtig eingestellt.

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