Stefan H. schrieb:
> Gibt es etwas Entsprechendes in der Hochfrequenztechnik, wenn also
> hochfrequente (Sinus-)Spannungen mit hoher Amplitude benötigt werden?
Es gibt auch Transformatoren für Hochfrequenz, aber oft wählt man einen
anderen Weg:
Mit einem geeignet dimensionierten Schwingkreis kann man bei fast jeder
Frequenz auch mit kleinen Leistungen schon recht hohe Spannungen
erzeugen.
Sogar am 50Hz-Netz kann man mit einer Serienschaltung von L und C eine
Resonanzkatastrophe hervorrufen, bei der der Strom so hoch wird, dass
die Induktivität zerstört wird, oder die Spannung den Kondensator
zerstört.
Voraussetzung dafür ist, dass die Blindwiderstände von C und L gleich
sind und die Verluste der Schaltung gering.
Stefan H. schrieb:
> Das die Transformatoren der Energietechnik ungeeignet sind, ist mir
> klar, da die Wirbelstromverluste des Eisenkerns ab einigen Kilohertz
> extrem zunehmen.
Bei Hochfrequenz nimmt man anstelle von Eisen Ferritkerne oder sogar
Luftspulen.
Ferrite leitete elektrisch nur sehr schlecht bis praktisch gar nicht und
dementsprechend gering sind auch die Wirbelstromverluste.
Ferritkerne sind aber, genau wie Eisenkerne auch, nicht perfekt
weichmagnetisch und haben daher Hystereseverluste.
In den magnetischen Daten, wie Permeabilität und
Sättigungsmagnetisierung, sind sie den Dynamoblechsorten aber
unterlegen, und daher verwendet man sie bei niedrigen Frequenzen nicht.
Luftspulen kann man verwenden, weil man wegen der hohen Frequenz schon
mit geringen Induktionswerten einen ausreichend hohen Blindwiderstand
erzielen kann.