Layout der Masse

OP #4610147
Ich hab in der Vergangenheit bei meinen (einseitigen) Platinen bei NF 
Projekten zumeist eine Massebahn rund um die ganze Schaltung gezogen. 
Das hat sich oft ganz von selbst ergeben. Zusätzlich versuchte ich auch 
immer, die Masse an möglichst viele Stellen zu bringen und - wenn 
möglich - auch noch alle untereinander zu verbinden. Auf diese Weise - 
so mein Ansatz - können auch Kriechströme auf der Platine nicht weit 
kommen, weil ja immer mal wieder eine Massebahn dazwischenkommt.

Das Einzige, was mich immer noch sorgt, sind die damit generierten 
Masseschleifen. Ein wechselndes Magnetfeld, das meine Platine 
durchdringt, erzeugt in all diesen kleinen Masseschleifen einen 
Kreisstrom.

Ich will jetzt nicht behaupten, dass meine Schaltungen am Ende nicht 
funktioniert hätten, aber sollte ich es in Zukunft dennoch anders 
machen?
Falk B. schrieb:
> Die ideale Masse ist eine Massefläche. Kann man sich den Luxus nicht
> leisten, macht man ein baum-oder sternförmige Masseleitung.
> Masseschleifen sollte man vermeiden, auch auf der Platine.

Hab ich auch so gelernt: Keine Massefläche möglich (warum auch immer) 
dann eine Stern-/Baumstruktur bzgl. Masse aufbauen um Masseschleifen so 
gering wie möglich zu halten.
Fire H. schrieb:
> hab in der Vergangenheit bei meinen (einseitigen) Platinen bei NF
> Projekten zumeist eine Massebahn rund um die ganze Schaltung gezogen.
> Das hat sich oft ganz von selbst ergeben. Zusätzlich versuchte ich auch
> immer, die Masse an möglichst viele Stellen zu bringen und - wenn
> möglich - auch noch alle untereinander zu verbinden.

Ein derartig erzeugtes Massegitter ist gerade für Digitalschaltungen 
sicher nicht das Schlechteste.
Das ähnelt einer Groundplane und die Impedanzen der Masseleitungen 
werden niedriger, als wenn man sternförmig viel zu dünne Leitungen um 
viele Ecken an die GND-Pins heranwurstelt.

Bei analogen Schaltungen kann das anders aussehen, aber Kriechströme 
sollten kein Thema sein. Wenn die eine Rolle spielen können, muss man 
weg von der Platine durch die Luft gehen (oder spezielle 
Isoliermaterialien wie PTFE verwenden).


P.S.:
Fire H. schrieb:
> Ein wechselndes Magnetfeld, das meine Platine
> durchdringt, erzeugt in all diesen kleinen Masseschleifen einen
> Kreisstrom.

 Wen interssierts?
Wenn die Schleifen nicht geschlossen sind, werden auf diese Weise 
Störspannungen induziert.
Was ist besser?
OP
Hp M. schrieb:
> Ein derartig erzeugtes Massegitter ist gerade für Digitalschaltungen
> sicher nicht das Schlechteste.
> Das ähnelt einer Groundplane und die Impedanzen der Masseleitungen
> werden niedriger, als wenn man sternförmig viel zu dünne Leitungen um
> viele Ecken an die GND-Pins heranwurstelt.

Das wäre eigentlich auch mein Ansatz gewesen :-)

Hp M. schrieb:
> Bei analogen Schaltungen kann das anders aussehen, aber Kriechströme
> sollten kein Thema sein. Wenn die eine Rolle spielen können, muss man
> weg von der Platine durch die Luft gehen (oder spezielle
> Isoliermaterialien wie PTFE verwenden).

Kriechströme will ich jetzt mal nicht wirklich überbewerten. Meine 
Schaltungen sind zumeist NF Audiotechnik mit passablen Spannungsniveaus. 
Hochempfindliche Verstärker im µV Bereich hab ich glücklicherweise 
bislang gemieden :-)

Hp M. schrieb:
> Wen interessiert's?
> Wenn die Schleifen nicht geschlossen sind, werden auf diese Weise
> Störspannungen induziert.
> Was ist besser?

Danke schön...das hab ich jetzt gebraucht. Meine Platinen waren also 
doch immer OK. Gewisse Dinge macht man vielleicht eh aus Intuition 
richtig.
Wie bereits erwähnt ... ich kann ja eigentlich nicht klagen, meine 
Geräte haben immer super funktioniert.

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