Hi,
die Graka in meinem Bastelrechner zeigt plötzlich beim Hochfahren des
Rechners grüne Quadrate und Pixelfehler im Win-Logo.
Außerdem wird sie namentlich nicht mehr vom System erkannt (nur noch als
unbekanntes VGA-Gerät). Auf dem Desktop zeigt sie leichte Streifen.
Es ist eine NVIDIA GeForce 8800 GT.
Kann man die Karte mit einem Bios-Update möglicherweise retten?
Wenn ja, wie spielt man das Bios auf (die neuste Bios-Version liegt als
rom-Datei vor)?
FlorianB schrieb:> Kann man die Karte mit einem Bios-Update möglicherweise retten?
Die Fehlerbeschreibung lässt eher auf defekten Grafikspeicher oder
sonstigen Hardwaredefekt schließen.
--> vermutlich eher ein Fall für die Mülltonne
Da löst sich der Chip-Die so langsam vom Substrat ab, bekanntes Problem
bei der Sorte von Grakas. Hat nur so lange gelebt, weil es ein
Bastelrechner und kein Zockrechner war.
Ist ein Fall für den Schrott, oder ebay, fallste einen Dummen findest :)
meistens hat sich der Kühler vom chip gelöst
entweder durch verdrehen der Karte beim einsetzen/rausziehen/Transport
oder durch alterung des Klebers/der befestigung
dann fehlt (stellenweise) die Kühlung und RAM und/oder Chip geben sehr
schnell den Geist auf
Mike B. schrieb:> meistens hat sich der Kühler vom chip gelöst> entweder durch verdrehen der Karte beim einsetzen/rausziehen/Transport> oder durch alterung des Klebers/der befestigung>> dann fehlt (stellenweise) die Kühlung und RAM und/oder Chip geben sehr> schnell den Geist auf
Danke Leute! Habe die Karte genauer angeschaut, es hat sich tatsächlich
ein kleiner Kühlkörper von einem der RAM-Chips gelöst. Der wird dann
vermutlich durchgebrannt sein...
Durchbrennen ist eher selten. Oft geht durch die zu hohe Hitze der
Kontakt zu den BGA Pads drauf. Meine 8800GTX hatte das Problem. Nach
einem Reflow an den GDDR Chips war alles wieder super. Wenn du die
Möglichkeit hast einen Reflow zu machen, würde ich es mal probieren.
Defekt ist sie eh wchon.
Viel Glück
Ich würde die gegen eine ISA Karte mit 512 KB tauschen. Am besten ET4000
Chipsatz. Die sind heute Stand der Technik. Da musst Du nicht bald
wieder einen neuen Rechner kaufen.
FlorianB schrieb:> Wenn jemand eine Empfehlung für eine solide und halbwegs sparsame> AGP-Graka mit ca. 512MB
Ich habe gerade noch eine gefunden bei meinem Händler - ne AMD/ATI:
https://www.csv.de/artinfo.php?artnr=A0610091&KATEGORIE=061
Bin selber zufriedener AMD Anwender und von NVidia immer enttäuscht
worden. Im Laufe der Jahre sind die NVidia immer an thermischen
Problemen gestorben, während die ATI nur veralteten.
Lohnt sich aber, evtl. mal im Markt eine Anfrage zu stellen. Viele Leute
werden sicher noch funktionierende AGP Karten haben, die sie nicht mehr
brauchen.
Wegstaben V. schrieb:> ... oder die Karte im Ofen backen. Immer noch "besser" als sie direkt> wegzuwerfen
Könnte klappen. 200°C-210°C und etwa 10-12 Minuten sollte man aber nicht
überschreiten. Karte dann nicht bewegen und langsam im Ofen abkühlen
lassen.
Habe mehrmals erfolgreich Grafikkarten wiederbelebt, indem ich sie 30
Minuten im Ofen hatte. Ein mal hielt der Spaß allerdings nur noch 1
Jahr, bis das Problem wieder auftauchte. Die Intervalle verkürzten sich.
Auf kurz oder lang sollte man über eine neue Grafikkarte nachdenken,
einen Versuch wäre es mir trotzdem wert.
Vielen Dank für eure Antworten! Habe bei dem Speicherchip (einer von den
acht Stück um die GPU, DDR-Ram?), der den Kühlkörper verloren hatte,
folgendes gemacht:
ein Alublech 1mm dick aufgelegt, etwas Lötzinn darauf positioniert und
dann mit etwas Druck einen 80W-Lötkolben ca. 3 min. draufgehalten.
Jetzt geht die Karte wieder.
Das mit dem Backofen habe ich auch schon gehört. Angeblich sollte man
die Karte vorher mehrfach in Alufolie einwickeln, damit die Hitze im
Inneren halbwegs gleichmäßig verteilt wird (Alu soll keine Bauteile
berühren).
Sollte die Karte noch mal Probleme bekommen, wäre das eine Möglichkeit.
Danke Matthias für den Tipp mit der
Club 3D Radeon HD 3450, 512MB DDR2 AGP Grafikkarte
Das klingt auch gut!
FlorianB schrieb:> Das mit dem Backofen habe ich auch schon gehört. Angeblich sollte man> die Karte vorher mehrfach in Alufolie einwickeln, damit die Hitze im> Inneren halbwegs gleichmäßig verteilt wird (Alu soll keine Bauteile> berühren)
Habe ich gerade mit einem LG Glotzen Mainboard gemacht, lohnt sich aber
meistens nur dann, wenn es ein Ball Grid Array (BGA) Chip ist. Ich hatte
auch ein Thermometer am Board und keine Alufolie. Da Zinn so etwa bei
205°C-215°C schmilzt, ist es ratsam, diese Temperatur nur ein paar
wenige Minuten einwirken zu lassen und das Board nicht zu bewegen, damit
keine Teile runterfallen.
Langsam abkühlen ist das wichtigste, das hatten bei mir die LG Jungs
vergessen (schockgefroren für schnellere Fertigung ?) und damit Risse in
den Balls provoziert.
Matthias S. schrieb:> Habe ich gerade mit einem LG Glotzen Mainboard gemach
Apropos LG-Glotze reparieren, ich hab so ein Teil noch im Keller (60"
oder so), mit Display-Bruch.
Kann man so ein LG-Display neu kaufen und selber einbauen und lohnt sich
das?
> (schockgefroren für schnellere Fertigung ?) und damit Risse in
den Balls provoziert.
Sicher? Ich habe schonmal BGAs gesehen, bei denen die Balls nie
wirklichen Kontakt mit den Lötstellen gemacht hatten, Pad war noch
kupferfarben.
Wegstaben V. schrieb:> ... oder die Karte im Ofen backen. Immer noch "besser" als sie direkt> wegzuwerfen
Ja, wenn sie richtig heiß ist, wirft man sie schneller und weiter weg.
;:-)
MfG Paul
Sind ja unglaublich viele Profis hier, die alles schon mal gehabt haben.
Das ändert nichts daran, dass die Karte 90er ist und der PC
wahrscheinlich 80er. Oder doch 2000er? Ich packe meinen C64 gleich mal
in die Mikrowelle.
GeFurz schrieb:> Ich packe meinen C64 gleich mal> in die Mikrowelle.
Packe ihn draußen dran und laß ein Programm zur Steuerung der
Mikrowelle drauf laufen. Das ist vernünftiger.
MfG Paul
FlorianB schrieb:> und lohnt sich> das?
Nö. Die Preise für solche TV fallen nahezu stündlich. Das lohnt sich
nur, wenn du das Display billigst bekommst und auch Zugriff aufs Service
Menü bekommst.
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