Reiehenschaltung Drosseln

OP Persönliche Seite #4640506
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Hallo!

Ich habe hier eine MP-EE-25, ich nenn sie mal parallele Längsdrossel aus 
dem Primärteil eines PC-Schaltnetzteils.
http://s17.photobucket.com/user/timberleek/media/Foto0315.jpg.html
im Bild Mitte vorn die einzelne Drossel, vier Anschlüsse also zwei 
Wicklungen

z.B. aus http://www.danyk.cz/s_atx01a.png ganz links die 5mHn

Ich messe die eine Spule und bekomme 9,4mH.
Ich messe die andere Seite und bekomme 10,2mH.

Wiki:
"Zwei gleiche Induktivitäten auf einem gemeinsamen Kern liefern daher 
bei Reihenschaltung die vierfache Gesamt-Induktivität."

Messe ich beide Wicklungen in Reihe, in dem ich das Messgerät an die 
eine Seite hänge und die andere Seite miteinander verbinde, bekomme ich 
jedoch nur 0,03mH bei 0,01R raus.
Mach ich was falsch?
Die Spulen haben keine elektrische Verbindung, gemessen.
OP Persönliche Seite #4640555
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Klaus R. schrieb:
> Mike B. schrieb:
>> Messe ich beide Wicklungen in Reihe, in dem ich das Messgerät an die
>> eine Seite hänge und die andere Seite miteinander verbinde, bekomme ich
>> jedoch nur 0,03mH bei 0,01R raus.
>> Mach ich was falsch?
>
> Hast Du die Spulen gegenphasig angeschlossen?
> mfg klaus

Do'h!

Die 0.03mH müssten dann genau ein Viertel der Differenz von L1 und L2 
sein, oder?
Ich werd nochmal gleichphasig messen...
#4640698
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Mike B. schrieb:
> die für 4A ausgelegte Drossel in Sättigung zu bringen?

Wenn es eine stromkompensierte Drossel ist, dann beziehen sich die 4A 
auf den Strom, welcher sich induktiv gegenseitig aufhebt.
Also: Du kannst bei 'falscher' Verschaltung eine für 4A ausgelegte 
stromkompensierte Drossel schon mit weit weniger als 4A in die Sättigung 
treiben.


Gruß

Jobst

BTW: Gehört aber in Analogtechnik!
#4640701
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Mike B. schrieb:
> 17,9mH bei 0,7R
> war wohl nix mit 4fach
>
> schafft es ein einfaches
> Ebay-Artikel Nr. 401042099810
> ,die für 4A ausgelegte Drossel in Sättigung zu bringen?

Es ist nicht beschrieben wie gemessen wird. Die 4 A für die Drossel 
heisst nur, der Draht hält 4 A aus. Die Sättigung kann auch schon nach 
0,5 A oder weniger eintreten.

Die gemessenen 17,9 mH wurden mit welcher Frequenz gemessen? Ich denke 
mal, auch unbekannt. Jede Induktivität hat eine Eigenresonanz. In deren 
Nähe misst man einen andere Induktivität. Der Kern selber ist nicht für 
höhere Frequenzen gedacht. Die sollen ja auch bedämpft werden. Ist die 
Messfrequenz höher, so kann der Kern Probleme bereiten.
mfg Klaus
#4640907
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Es handelt sich offensichtlich um eine stromkompoensierte 
Gleichtaktdrossel zur Funkentstörung. Die 4A gelten für den Fall der 
Stromkompensation.
Wieder mal die immer wieder im Netz auftauchende Idee, aus einer 
Gleichtaktdrossel eine ganz kleine Einfachdrossel mit viel Strom und 
Induktivität hin zu bekommen. Auch wenn sich die Induktivität 
vervierfacht - der Sättigungsstrom dürfte dabei auf etwa 1/100 des 
Nennstromes, also 4A, fallen.
There is no free lunch!
#4640912
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Klaus R. schrieb:
> Mike B. schrieb:
>> Ich bräuchte eine Messung bei 50Hz Netzfrequenz, bekommt man das iwie
>> hin?
>
> Nimm einfach z.B. 12V Wechselstrom und einen Widerstand in Reihe. Dann
> kannst Du anhand des Spannungsabfalls die Induktivität bestimmen.
> mfg klaus

Das wird in der Praxis nicht so einfach, da bei 50Hz der 
Wechselstromwiderstand im Wesentlichen aus dem 
Spulen-Gleichstromwiderstand resultiert.

Für 50Hz-Anwendungen ist eine solche Spule völlig ungeeignet.
#4640937
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Ok, bei einer 4A Drossel wird wohl der DC-Widerstand < 1 Ohm liegen.
Wenn die Drossel bei 50mA in die Sättigung geht, must Du mit 
entsprechend kleinem Messstrom arbeiten und hast noch höchstens 150mV 
Messsignal über der Spule. Wobei 50mA nur eine Annahme ist, die vorab zu 
prüfen wäre. Alles zusammen wenig zielführend.
Gast #4641599
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Bei wie viel Strom die Drossel in die Sättigung geht kann man im Prinzip 
ganz gut abschätzen, wenn man die ungefähren Maße des Kerns hat. Über 
die Gleichungen zur Drossel und die Induktivität kann man ausrechnen wie 
der Zusammenhang Strom - Magnetfeld etwa ist (in linearer Näherung). Die 
Ferrite gehen üblicherweise so ab 0.3 - 0.5 T in Sättigung, da sind die 
Unterschiede also nicht so groß. So über den Daumen kommen mir die oben 
genannten 50 mA plausible vor. Das Messgerät sollte deutlich weniger 
Strom nutzen, einfach weil Treiber für so viel Strom extra kosten.

Weiter oben war auch schon der Hinweis mit der Resonanz, die die Messung 
Verfälschen kann, wenn die Messung in die Nähe kommt.

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