Pendel magnetisch bewegen/schubsen, welches Bauteil nehmen?

#4700650
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Hallo zusammen,

ich bin normalerweise reiner Softwerker, aber jetzt möchte ich auch mal 
"richtig" basteln. Für mein Vorhaben suche ich jetzt ein geeignetes 
Bauteil, da fehlt mir einfach die Erfahrung, vielleicht könnte ihr mir 
helfen:

Es geht um die Beschleunigung eines Pendels. Das Pendel hängt auf einer 
Achse an einem starren Arm und kann sich frei vor und zurück bewegen 
(nicht seitwärts). Am Ende des Pendels (also am achsfernsten Punkt) 
befindet sich ein gebogenes T-Stück, das kann man sich vorstellen wie so 
eine Schiffsschaukel.

Ich suche nun ein Bauteil, mit dem ich dem Pendel am tiefsten Punkt 
Schwung verabreichen kann, ich will es sozusagen anstoßen. Das soll am 
besten ohne Berührung vonstatten gehen und die Kraft soll dosierbar sein 
und dann über einen Taster im gewünschten Moment als "Schubs" an das 
Pendel weitergegeben werden, deswegen dachte ich in Richtung 
Elektromagnet. Mir schwebt da eine Art Rinne vor, durch die das Pendel 
(aus Metall) am tiefsten Punkt durchschwingt, so dsas man dort per 
manueller Auslösung wie oben beschrieben der "Schaukel" einen Schubser 
geben kann.

Hat hier zufällig jemand irgendeine Idee, was für ein Teil man da 
clevererweise nehmen könnte, welches auch von der mögichen Kraft her gut 
skalierbar wäre? Ich würde gerne erstmal ein kleines Modell bauen, 
später sollten dann aber schon bis zu 150kg an einem 1m bis 1,5m langen 
Pendelarm in Bewegung versetzt werden können. Also nicht schlagartig auf 
den vollen Ausschlag, aber doch so, dass man mit ein paar Schubsern auf 
120 bis 140 Grad kommt (gemeint von "hinten oben" - "tiefster Punkt" - 
"vorne oben".

Bin gespannt auf eure Vorschläge!
#4700664
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Harald W. schrieb:

> Da kommt wohl nur ein Magnet in Frage.

Ja, das denke ich auch. Ich hätte auch eine Idee, wie man mit einer 
Spule ein in der Mitte befindliches Metallobjekt beschleunigen könnte, 
aber das würde nicht funktionieren, da der Arm ja auch mitschwingt und 
es sich somit nur um eine nach oben hin offene Rinne bzw. Kanal handeln 
kann (als von vorne gesehen wie ein U).
#4700680
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Expo schrieb:
> Doch das funktioniert, Junghans ATO Magnetpendeluhr

Da sind die Spulen allerdings auch einmal komplett drumrum, das würde 
nicht funktionieren. Der maximale Ausschlag von ca. 70° in eine Richtung 
sollte schon erreicht werden, daher könnte man die Spulen ja höchstens 
an diesen äußersten Punkten anbringen. Dann hätte man aber das Problem, 
dass man das Pendel gar nicht erst aus der Ruheposition bewegt bekäme.

Ich Denke schon, dass es eine Rinne mit einem U-Querschnitt sein müsste, 
die am Tiefpunkt positioniert ist und halt nach oben hin offen ist, 
damit der Arm durchschwingen kann.
Gast #4700698
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Harald W. schrieb:
> Robert M. schrieb:
>
>> Ich Denke schon, dass es eine Rinne mit einem U-Querschnitt sein müsste,
>> die am Tiefpunkt positioniert ist und halt nach oben hin offen ist,
>> damit der Arm durchschwingen kann.
>
> Dann eben einen kräftigen Dauermagneten am Pedel befestigen und
> je ein Elektromagnet auf beiden Seiten der U-Rinne.

Oder auch ein Elektromagnet am tiefsten Punkt. Je nach Polarität kann 
man dann bis zum tiefsten Punkt das Pendel damit anziehen und bei 
Erreichen des tiefsten Punktes abschalten. Wenn dann das Pendel 
zurückkommt, das gleiche wieder. Immer anziehen und am tiefsten Punkt 
abschalten.
Die andere Alternative: Am tiefsten Punkt einen Impuls geben, der das 
Pendel abstößt. Wenn das Pendel zurückkommt, dann wieder am tiefsten 
Punkt einen Impuls.
Ist eigentlich schon ein uraltes Thema. So hab ich schon in den 70er 
Jahren ein "ewiges Pendel" gebaut....
#4700707
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Erwin D. schrieb:

> Die andere Alternative: Am tiefsten Punkt einen Impuls geben, der das
> Pendel abstößt. Wenn das Pendel zurückkommt, dann wieder am tiefsten
> Punkt einen Impuls.

Stimmt, das ist natürlich eine Möglichkeit! Einfach anziehen und dann 
kurz nach "Überflug" auf abstoßen umschalten. Ist dann zwar nicht so 
konzentriert bzw. effektiv wie ein Metallbolzen in einer Spule, aber 
dafür hat man Platz für alles. Das werde ich mir mal durchrechnen, danke 
für den Tipp!
#4700923
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So wie das hier...



Einfache Schaltung mit zwei Spulen und einem Transistor, Schaltung dazu
müsste im Netz leicht zu finden sein...


Aber eigentlich klar - Eine Spule stellt den E- Magneten dar, die
andere steuert die Basis eines Transistors an, sobald ein
kleiner Dauermagnet (Am Pendel) über die zweite Spule flitzt...


Transistor wird kurz angesteuert - Impuls - Abstoßung - kein
Ruhestromverbrauch...

9 Volt Batterie reicht lange...
Angehängte Dateien:
Gast #4701834
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Robert M. schrieb:
> Es geht um die Beschleunigung eines Pendels. Das Pendel hängt auf einer
> Achse an einem starren Arm und kann sich frei vor und zurück bewegen
> (nicht seitwärts). Am Ende des Pendels (also am achsfernsten Punkt)
> befindet sich ein gebogenes T-Stück, das kann man sich vorstellen wie so
> eine Schiffsschaukel.

Könntest Du das Pendel bitte etwas genauer beschreiben?

Was genau ist dabei wichtig und was eben nicht so wichtig?

O.k. es Pendelt ist mir nicht genug. Und was soll durch die 
Pendelbewegung ausgelöst werden?
#4701877
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Danke erstmal für die ganzen Vorschläge, hätte gar nicht mit so einer 
Resonanz gerechnet! Es ist eigentlich eine ziemlich einfache Form, man 
kann sich das vorstellen wie einen Anker. In der Mitte ein stabiler Arm, 
der nach oben ragt, untendran (sozusagen der T-Strich, wenn das T auf 
dem Kopf steht) ist dann symmetrisch ein gebogenes Rohr, ein Kreisbogen 
von vielleicht 50°. Die gesamte Geschichte hängt am oberen Ende des Arms 
wie beschrieben auf einer Achse, das gebogene Rohr soll vor- und zurück 
beschleunigt werden, und zwar auf Knopfdruck. Das bedeutet, es soll halt 
auch ohne irgendeine Bremswirkung durch die Rinne durchpendeln, wenn man 
den Knopf NICHT drückt.

Es stimmt schon, das Ganze geht Richtung Schaukel ;-) Nicht ganz exakt 
so, aber so kann man es sich sehr gut vorstellen. Und die Sache mit dem 
Knöpchen ist so zu verstehen, dass sich der/die Schaukelnde sozusagen 
selber damit anschieben kann. Und nee - das ist keine Rotlichtschaukel 
für irgendeinen Kuschelkeller! :-D Ich möchte die Idee nur nicht so 
breittreten, das ist alles... Für das Verständnis reicht aber das oben 
beschriebene dicke aus.
#4701894
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Robert M. schrieb:

> Es stimmt schon, das Ganze geht Richtung Schaukel ;-)

Naja, ähnliches gibts ja zur Volksbelustigung auf jedem Jahrmarkt,
Kirmes, Schützenfest, Kirchweih oder wie man soche Veranstaltungen
sonst so nennt. Wenn man sowas für mittlere Leistung sucht, käme
m.E. am ehesten ein Glockenmotor für Kirchenglocken in Frage.
Gast #4702214
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Hä?
Das hatten wir im Werkunterricht (Werken 6.Klasse). Da waren wir 12 
oderso.
Der Magnet hängt am Pendel.
Unterm Pendel ein Sperrschwinger quasi, der nicht schwingt. Immer, wenn 
der Magnet von Rechts nach links schwenkt, bekommt er einen Schubs.
Ging über die Kernsättigung. Die hat den Transistor (GC121, weis ich 
noch)dann wieder gesperrt.
So oder so ähnlich ging das.
Kann man ja mal googlen.
Gast #4702515
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Robert M. schrieb:
> 150kg an einem 1m bis 1,5m langen
> Pendelarm in Bewegung versetzt werden können. Also nicht schlagartig auf
> den vollen Ausschlag, aber doch so, dass man mit ein paar Schubsern auf
> 120 bis 140 Grad kommt

Dazu bräuchtest du schon ordentlich Leistung. Besorg dir mal ein altes 
MRT :-)

Anderer machen das mit Hydraulik oder Elektromotoren und Reibrädern. 
Schau dir mal an wie diese Dinge bei Fahrgeschäften in Vergnügungsparks 
oder Kirmes gelöst sind.

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