Hallo zusammen
Ich habe kürzlich meine Fräse zum 3D Drucker umgebaut.
Soweit funktioniert dies zufriedenstellend, allerdings ist es ziemlich
laut.
Als Grund vermute ich, dass die Vibrationen von den Motoren an den
Rahmen weitergegeben werden (man spürt die Vibrationen, wenn man die
Hand an den Rahmen hält und man hört es auch).
Ich habe ein Bild von der Motorbefestigung angehängt.
Dabei sieht man, dass der Motor über Distanzhülsen direkt mit dem Rahmen
verschraubt ist.
In einem ersten Versuch möchte ich probieren, diese Verbindung zu
entkoppeln, so dass der Motor diese Schwingungen eben nicht übertragen
kann, nur weiss ich nicht wie.
Meine Suche nach schwingungsgedämpften Schrauben oder ähnlichem blieben
erfolglos, weil ich nicht weiss, nach was ich suchen muss ;)
Wer kann mir helfen? :)
Liebe Grüsse
Gandalf
Gandalf schrieb:> Als Grund vermute ich, dass die Vibrationen von den Motoren an den> Rahmen weitergegeben werden (man spürt die Vibrationen, wenn man die> Hand an den Rahmen hält und man hört es auch).
Wie fein werden die Phasensignale des Motors aufgelöst
(Mikroschrittbetrieb)?
Gandalf schrieb:> @W.A: 1600 Schritte / Umdrehung
Dann könnte es Achtelschrittbetrieb sein, kommt auf die Polzahl der
Motoren an. Übliche aktuelle Treiber ermöglichen meist 1/16-Schritte
oder sogar 1/32. Das käme ebenfalls der Laufruhe zu gute. Falls du nicht
das volle Drehmoment brauchst, kann es auch helfen, den Wicklungsstrom
zu reduzieren.
Die fehlende Steifigkeit liegt hier nicht im Alu-Profil begründet,
sondern in den "Torsionsstäben", mit denen der Motor montiert ist. Da
gehört normalerweise eine flächige Auflage mit passendem Flanschbild
hin, auch um den Motor richtig kühlen zu können.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
Thorsten O. schrieb:> Die fehlende Steifigkeit liegt hier nicht im Alu-Profil begründet,> sondern in den "Torsionsstäben", mit denen der Motor montiert ist. Da> gehört normalerweise eine flächige Auflage mit passendem Flanschbild> hin, auch um den Motor richtig kühlen zu können.
Hi Thorsten
Klingt interessant was du zu sagen hast, aber ich verstehe es nicht ganz
;)
Du meinst, die Motoren müssten mit "Blöcken" an den Rahmen montiert sein
und nicht mit Schrauben und Distanzhaltern?
Gandalf schrieb:> Klingt interessant was du zu sagen hast, aber ich verstehe es nicht ganz> ;)> Du meinst, die Motoren müssten mit "Blöcken" an den Rahmen montiert sein> und nicht mit Schrauben und Distanzhaltern?
Genau.
Normalerweise hat man eine entsprechend massereiche Platte mit einem
eingedrehten Zentrierring (am Motor hast Du dafür das entsprechende
Gegenstück) und den vier Gewindebohrungen. Der Motor sitzt dann flächig
auf der Platte auf und kann so seine Wärme gut abgeben. Bei Bedarf kann
man sogar noch Wärmeleitpaste verwenden - wobei man sich dann schon
fragen lassen muss, ob man den Antrieb richtig ausgelegt hat ;-)
So ein dünnes "Ständerwerk" wie auf dem Foto provoziert natürlich
Schwingungen.
Und dann hast Du ja auch noch Ständerwerk auf Ständerwerk - es wird
immer schlimmer ;-)
Hi Chris, danke für die Erklärung
Wenn du sagst massereich: Du denkst vermutlich an einen massiven
Alublock und eher weniger an ein Plstikteil aus dem 3D Drucker? ;)
Wäre halt sehr viel angenehmer als die Teile fräsen zu müssen, aber ich
kann das ja einfach mal versuchen (Denoch werde ich heute Abend die
bestellten Dämpfer montieren und schauen, was die für einen Effekt
haben).
liebe Grüsse
Gandalf
Ja, ein Alublock wäre natürlich gut, aber ich vermute, dass Du keine
eigene Fräse hast, oder?
Was auch gehen könnte, wäre ein halbwegs passendes Alu-Hohlprofil. Auf
die Schnelle habe ich 80x80x6 gefunden, es gibt aber bestimmt auch
stärkerwandiges Material (8mm?). Das dürfte schon deutlich besser sein.
Eventuell kannst Du dann auf der der Welle gegenüberliegenden Seite noch
eine Platte aufschrauben und das Ganze so noch versteifen. Bei 6mm
könnte man in die Wände recht problemlos M4-Gewinde einbringen.
Ohne Drehbank musst Du dann natürlich im Profil die Stelle, wo sonst der
Zentrierring sitzt, ausfräsen - oder auch bohren und etwas feilen.
Üblicher 3D-Druck mit PLA/ABS usw. in der FDM-Methode hat auch die
Wärmeprobleme (wobei man ja erstmal klären muss, wie warm der Motor
später wirklich wird) und mechanisch ist das nicht wirklich dolle.
Was man aber machen könnte: Du druckst Dir quasi die "Hülle" des Blocks
und gießt das nachher mit 2K-Epoxyd aus, bevorzugt mit viel Aluspänen,
Abfallspanlocken etc. gefüllt (macht das ganze auch preiswerter ;-).
Oder Du nimmst den 3D-Druck als Modell, schleifst die Flächen etc. schön
glatt und machst Dir daraus eine Gussform, die Du dann mit Epoxyd (mit
Glasfaser/Aluminium versetzt) füllst.
Es gibt ja auch lösliches Filament. Nach der Aushärtung könntest Du das
dann entfernen und hättest einen präzisen Block.
Man kann das Epoxyd ausgehärtet sehr gut bearbeiten. Man kann da auch
passende Stückchen von quadratische Alustangen mit eingießen, in die man
nachher dann die Gewinde einbringt.
Ich hatte das damals hier etwas skizziert:
Beitrag "Gussteile aus 2K-Epoxy/PUR/Polyester"
Also, da gibt es schon einige Möglichkieten :-)
Ähm... Wenn die Fräse grundsätzlich geht, warum nicht aus beispielsweise
Holz den Block fräsen?
ggf. das Ganze aus 3 Schichten 2.5D rausfräsen sollte doch problemlos
gehen.
Bei den Profilen dürfte jetzt ein massiver Alublock auch nicht mehr viel
bessere Ergebnisse bringen.
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Gandalf schrieb:> Ich habe kürzlich meine Fräse zum 3D Drucker umgebaut.Chris D. schrieb:> ich vermute, dass Du keine> eigene Fräse hast, oder?
Jetzt nicht mehr...