Hallo,
habe einen Stromzähler der bereits ausgewertet wird. (12V) Nun soll
dieser Impulsausgang auch noch von einer anderen Einheit ausgewertet
werden. Wie gehe ich hier am besten vor. Suche eine einfache Möglichkeit
(Industrietauglich)
Rolf schrieb:> Hallo,>> habe einen Stromzähler der bereits ausgewertet wird. (12V) Nun soll> dieser Impulsausgang auch noch von einer anderen Einheit ausgewertet> werden.
Man könnte probieren in die bestehende Verbindung noch einen
empfindlichen OK einzuschleifen, ob das geht hängt natürlich davon ab
wieviel Strom die bestehende Auswertung fließen lässt.
> Wie gehe ich hier am besten vor. Suche eine einfache Möglichkeit> (Industrietauglich)
Unter den Umständen ist das vorgenannte dann nicht unbedingt zu
empfehlen.
Ich würde mit dem S0-Ausgang des Zählers einen Emitterfolger speisen der
dann zwei OK ansteuert die du mit deinen Auswertegerätschaften verbinden
kannst. Die Zusatzschaltung braucht natürlich noch von irgendwo eine
Spannungsversorgung.
Ist das was du anschließt gegeben - oder baust du das erst? Bei
letzterem könnte man ja wieder einen S0-Ausgang implementieren an dem
die bestehende Auswertung angeschlossen werden kann.
Sascha
Hallo,
es geht um eine einmalige Lösung. Es handelt sich um einen
zertifizierten Hutschienenstromzähler. Unsere Steuerung erfasst diesen
zusätzlich. Nun möchte aber eine übergeordnete Leitstelle diesen
Impulsausgang ebenfalls mitnutzen. Modbus etc ist von denen nicht
gewünscht.
Der zweite Auswerteeinheit ist etwa 10m (Kabelstrecke) entfernt. Ein
Impulsvervielfacher für 1xxx€ ist zu teuer. Preisvorstellung ist um die
100€, darf auch deutlich günstiger sein. Es geht lediglich darum, ein
"zweite" Schnittstellen mit freier Potentialfrei (12 oder 24V).
Stromversorgung für den S0 soll vom externen Schrank kommen. Also nur
24V ohne GND Potential welcher dann wieder zurückgeführt wird.
Habe ich jetzt einen Knoten im Kopf oder wird hier über ein total
triviales Problem diskutiert?
Die S0-Schnittstelle ist ein Optokoppler-Auagang, der bis 20 mA und gut
25 Volt verträgt. Wenn da schon eine Auswerteeinheit mit 12 V dranhängt,
sollte doch ein Optokoppler oder Photo-MOS in Reihe zu den 12 Volt
synchron schalten und den zweiten Weg spendieren.
Ich glaube einen einfachen PhotoMOS auf ner selbstgelöteten Platine wird
in der Industrie nicht so gern gesehen! Zumindest würdens bei uns da nen
ziemlichen Aufstand machen! ;-)
Aber dank dem Manfred ist mir noch was eingefallen. Wie wäre es denn mit
sowas:
https://www.conrad.de/de/solid-state-relais-10-st-weidmueller-mos-24vdc-24vdc-2a-391437.html
140mW pro Stück, das heisst bei zwei von denen wird der S0 mit etwa 12mA
belastet, das sollte gehen, müsstest aber selber nochmal prüfen! Und es
sind Schaltfrequenzen von 300Hz möglich, das sollte auch reichen?! Und
das Stück kostet um die 25€, das liegt im Rahmen!
Gruß
Josef
Josef T. schrieb:> Ich glaube einen einfachen PhotoMOS auf ner selbstgelöteten Platine wird> in der Industrie nicht so gern gesehen! Zumindest würdens bei uns da nen> ziemlichen Aufstand machen! ;-)
Ich habe Prüf- und Meßtechnik in der Industrie gemacht - da kam auch mal
eine Lochrasterplatine in ein ordentliches Gehäuse mit ein paar
Schraubklemmen, fertig. Ich kenne Deine Möglichkeiten und Kollegen
nicht.
> Aber dank dem Manfred ist mir noch was eingefallen. Wie wäre es denn mit> sowas:> https://www.conrad.de/de/solid-state-relais-10-st-weidmueller-mos-24vdc-24vdc-2a-391437.html>> 140mW pro Stück, das heisst bei zwei von denen wird der S0 mit etwa 12mA> belastet, das sollte gehen, müsstest aber selber nochmal prüfen! Und es> sind Schaltfrequenzen von 300Hz möglich, das sollte auch reichen?! Und> das Stück kostet um die 25€, das liegt im Rahmen!
Das SSR muß Gleichstrom können, ist bei Deiner Auswahl gegeben.
Das Datenblatt sagt "Ausschaltverzögerung < 1,2 ms". Wenn Du Energie
(kWh) messen willst, also über längere Zeit die Impulse zählst, ist das
OK. Wenn Du von einem Impuls zum nächsten die Zeit zählst, um daraus die
aktuelle Leistung zu rechnen, sollte mal die Anzahl der Impulse pro kWh
und die Anschlussleistung betrachtet werden, ob sich da ein relevanter
Meßfehler ergeben könnte.
Da ich keinen S0-Zähler habe, habe ich noch nicht praktisch mit
gespielt.
Manfred schrieb:> Ich habe Prüf- und Meßtechnik in der Industrie gemacht - da kam auch mal> eine Lochrasterplatine in ein ordentliches Gehäuse mit ein paar> Schraubklemmen, fertig. Ich kenne Deine Möglichkeiten und Kollegen> nicht.
In meiner alten Firma war das auch nicht so das Problem, da wäre eine
selbst gelötete Platine auch durch gegangen! Aber da, wo ich jetzt bin,
ist das ein bisschen anders, da dürfen nur Geräte verbaut werden, die
auch freigegeben sind! Das ist natürlich ein Extremfall, aber wenn der
TE schon nach Industrietauglich fragt,...!
> Das SSR muß Gleichstrom können, ist bei Deiner Auswahl gegeben.
Bin jetzt mit SSR nicht so bewandelt, aber gibts da auch welche die zwar
Wechsel-, aber kein Gleichstrom können?!
> Das Datenblatt sagt "Ausschaltverzögerung < 1,2 ms". Wenn Du Energie> (kWh) messen willst, also über längere Zeit die Impulse zählst, ist das> OK. Wenn Du von einem Impuls zum nächsten die Zeit zählst, um daraus die> aktuelle Leistung zu rechnen, sollte mal die Anzahl der Impulse pro kWh> und die Anschlussleistung betrachtet werden, ob sich da ein relevanter> Meßfehler ergeben könnte.>> Da ich keinen S0-Zähler habe, habe ich noch nicht praktisch mit> gespielt.
Da geb ich dir recht, hab bei Zähler nur an Energiemessung gedacht. ;-)
Zumindest sollte man zur Bestimmung der aktuellen Leistung die positive
Flanke nutzen, die ist wesentlich genauer!
Josef T. schrieb:> Bin jetzt mit SSR nicht so bewandelt, aber gibts da auch welche die zwar> Wechsel-, aber kein Gleichstrom können?!
Ja, die gibt es. Das sind welche, die als Schalter einen Triac enthalten
und der unterbricht (öffnet) bei Gleichstrom nicht mehr sondern erst
beim Nulldurchgang des Wechselstroms.
Josef T. schrieb:>> Das SSR muß Gleichstrom können, ist bei Deiner Auswahl gegeben.> Bin jetzt mit SSR nicht so bewandelt, aber gibts da auch welche die zwar> Wechsel-, aber kein Gleichstrom können?!
Standard-SSR haben einen Triac im Ausgang, der nur für Wechselstrom
geeignet ist. Auch, wenn Du nicht "so bewande_r_t" bist, Du hast einen
geeigneten Typ ausgesucht, nämlich einen, wo im Datenblatt "DC" steht -
alles gut!
>> Das Datenblatt sagt "Ausschaltverzögerung < 1,2 ms". Wenn Du Energie>> (kWh) messen willst, also über längere Zeit die Impulse zählst, ist das>> OK. Wenn Du von einem Impuls zum nächsten die Zeit zählst, um daraus die>> aktuelle Leistung zu rechnen, sollte mal die Anzahl der Impulse pro kWh>> und die Anschlussleistung betrachtet werden, ob sich da ein relevanter>> Meßfehler ergeben könnte.> Da geb ich dir recht, hab bei Zähler nur an Energiemessung gedacht. ;-)> Zumindest sollte man zur Bestimmung der aktuellen Leistung die positive> Flanke nutzen, die ist wesentlich genauer!
Passt, fiel mir nach meinem Posting auf - die positive Flanke ist
schnell genug, nicht weiter betrachtet werden zu müssen. Gehen wir
andererseits davon aus, dass die Verzögerung immer gleich ist, wäre auch
kein relevanter Meßfehler drin, es wäre lediglich der Meßwert um eine
Millisekunde verzögert da.
Axel R. schrieb:> in Reihe dazu schalten, steht doch da! der Strom bleibt, lediglich die> Spannung im Auswertekreis steigt an.
Da Josef nicht basteln darf, fällt PhotoMOS in Reihe leider aus. Kennst
Du Hutschienen-SSRs, die mit 1V (IR-Diode) rein stromgesteuert laufen?