Hallo Leute,
ich hätte eine Frage an die Leistungselektroniker zwischen uns.
Ich würde gern testweise einen Wechselrichter in Betrieb nehmen.
Vorhanden ist eine CEE Dose mit 3 Phasen, womit momentan ein E-Fahrzeug
geladen wird.
Nun würde ich mich bemühen, dass ich eine gescheite PV-Quelle
(DC-Quelle) bekomme, die Drehstrom in Gleichstrom wandelt und die
Gleichspannung an den Wechselrichter führen. Vom Wechselrichter aus gehe
ich wieder an das 3 Phasennetz.
Meine Frage wäre nun, ob ich am Einspeisepunkt einen Transformator für
die galvanische Trennung benötige, damit es zwischen den IGBTs in der
DC-Quelle und dem Wechselrichter zu keinem Kurzschluss kommt, wenn die
Geräte willkürlich takten, oder kann den Wechselrichter problemlos über
die selben 3 Phasen speisen und rückspeisen lassen? Der Wechselrichter
hat auf jeden Fall keine galvanische Trennung.
Also der Aufbau soll wie folgt aussehen:
3 Phasen Zuleitung--> DC-Quelle --> Wechselrichter --> (Trafo???) --> 3
Phasen Rückspeisung (an die selben Phasen wie bei der Zuleitung)
Ich würde mich über jede Antwort sehr freuen.
Besten Dank im Voraus und Gruß
Spice
Hi,
Danke für die Antworten. Ehrlich gesagt bastel ich gerade an meiner
Garage rum und würde ganz gern so PV Krams nachrüsten und mich näher mit
der Thematik befassen. Leistung bleibt erstmal bei 6 bis 10kW. Testweise
würde ich gern die funktionsweise eines 3Phasen WRs prüfen und ggf.
tiefer in die Materie einsteigen. Wenn ich Glück habe, bekomme ich einen
WR für diese Zwecke geschenkt. :-)
Bleibt nur eine anständige DC-Quelle (vielleicht selber bauen). Ich habe
sowas ähnliches in einer Abschlußarbeit gesehen und mich damals schon
dafür interessiert.
Gruß Spice
Hi
Der gemeine Wechselrichter (PV) braucht dringend PV-Module als Eingang,
da Diese bei Belastung entsprechend einbrechen.
Wenn man einem WR einen Akku vorsetzt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit
der WR das zeitliche segnen (da die Batterie nicht nachgibt, wird der
MPP nicht erkannt und gesucht, bis kaputt).
Laienhafte Erklärung, wurde uns so in der Art aber auf einem
PV-Speicher-Seminar näher gebracht.
Ansonsten muß der WR ja 'nur' Seine Phasen VOR das Netz setzen, also je
Quadranten die Spannung höher oder tiefer (eben den Phasenversatz)
halten, dann fließt Strom ins Netz.
Das abhängig vom Zwischenkreis, Der wiederum abhängig vom MPPT und,
klar, von der Sonneneinstrahlung ist.
MfG
posti schrieb:> Wenn man einem WR einen Akku vorsetzt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit> der WR das zeitliche segnen (da die Batterie nicht nachgibt, wird der> MPP nicht erkannt und gesucht, bis kaputt).
Wie kommst du auf dieses schmale Brett? Die normale Verschaltung von PV
bis zum Wechselrichter ist
PV -> MPPT Regler -> Akkumulator -> Wechselrichter.
Es gibt Wechselrichter, die gleich auch als Ladegerät für den Akku
dienen können (steht hier rum), und der MPPT Regler sorgt dafür, das die
Akkus so effizient wie möglich aus der PV Anlage geladen werden.
Ein Wechselrichter, der direkt aus schwankender Solarenergie betrieben
werden müsste, taugt nicht viel.
Allerdings kapiere ich die Intention des TE nicht. Was hat die CEE Dose
am Eingang zu suchen? Und was soll die Anordnung nun bezwecken? Will er
sein E-Auto aus PV laden? Dann ist die Verschaltung daneben.
Hi Zusammen,
besten Dank für die Antworten.
Die Info mit der CEE Dose sollte nur verdeutlichen, dass ich in der
Garage 3 Phasen liegen habe, mehr nicht.
Ich will einfach nur einen Wechselrichter testweise in Betrieb nehmen
und schauen, wie das Ding funktioniert und wie und was es einspeist. Da
es für mich glücklicherweise einfacher ist leihweise an eine PV
DC-Quelle dranzukommen (wenn ich das richtig verstehe, kann die
DC-Quelle PV-Kennlinien abfahren (quasi MPP)), würde ich die Technik
hinter den Panels gerne genauer verstehen, ohne mir direkt ein Solarpark
aufs Dach schnallen zu müssen. Daher habe ich mir halt diesen Aufbau
überlegt. Ja, ich will quasi testweise Energie im Kreis (ein und die
selben Phasen) speisen, so verwirrt das auch klingt :-)
Anbei nochmal eine Skizze.
Danke und Gruß
Spice
Sorry, ich glaube meine Frage ist etwas untergegangen.
Benötige ich für diesen Aufbau irgendwo in der Kette nicht eine
galvanische Trennung, damit keine Ausgleichströme fließen, wenn die
Brücken der DC-Quelle die 3 Phasen gleichrichten und der WR zerhackt
diese Spannung wieder willkürlich und schiebt sie ins Netz zurück?
Danke und Gruß
Spice
Spice schrieb:> Benötige ich für diesen Aufbau irgendwo in der Kette nicht eine> galvanische Trennung, damit keine Ausgleichströme fließen, wenn die> Brücken der DC-Quelle die 3 Phasen gleichrichten und der WR zerhackt> diese Spannung wieder willkürlich und schiebt sie ins Netz zurück?
So eine Konstruktion funktioniert nur, wenn du einen fremd
(netz-)geführten Wechselrichter benutzt. Diese sind normalerweise für
Haus-PV Anlagen gedacht und speisen Strom ins Netz zurück, wenn die
Solaranlage mehr Strom erzeugt, als derzeit im Haus verbraucht wird. In
diesen Dingern ist der MPPT Regler normalerweise gleich mit drin und sie
werden recht einfach ans Stromnetz angeschlossen. Davon sollte
allerdings dein Versorger erfahren.
Einfache Wechselrichter sind nicht netzgeführt und arbeiten eher als
'Notstromversorgung' (USV), d.h. sie haben ein dickes Umschaltrelais
oder -elektronik, die am Ausgang bei vorhandener Netzspannung den
Eingang durchreicht (und dabei evtl. auch Akkus lädt), und bei
Netzausfall dann aus den Akkus den Ersatzwechselstrom erzeugt und auf
den Ausgang schaltet.
Wenn man Ahnung hat, von dem was man tut, kann man das machen... Deine
DC-Quelle sollte dabei galvanisch getrennt sein ... beim Wechselrichter
muss das nicht umbedingt der Fall sein...
Genau das Setup aus DC-Quelle und Wechselrichter hatten wir am Institut
für Untersuchungen an Wechselrichter für Solaranlagen aufgebaut. Als
DC-Quelle hatten wir ein 32kW Regatron-Netzteil, das hat den
Wechselrichter versorgt und dann zurück ins Netz gespeißt - dabei konnte
man dan Untersuchungen am Wechselrichter unter Last vornehmen ...
Die Regatron-Netzteile gibt es auch als Sink/Source Kombination...
können dann sogar Batterien, PV-Module oder andere Systeme Simulieren...
aber preislich ist das ganze nichts für den Hobbybereich....
Hi,
@Skyper: genau von sowas spreche ich. So ein Aufbau habe ich auch in
einem Institut gesehen. Eventuell könnte ich so Regratrons leihweise
bekommen. Sind die alle galvanisch getrennt? Oder müssen das spezielle
sein? Worauf muss man generell noch achten, außer an die galvanische
Trennung?
Danke und Gruß
Spice
Spice schrieb:> Eventuell könnte ich so Regratrons leihweise> bekommen. Sind die alle galvanisch getrennt?
Die Regatrons die damals im Institut eingesetzt wurden, sind galvanisch
getrennt - aber ich denke, die wird dir niemand leihen. Zum einen liegt
das Gewicht bei über 100kg und der Preis bei einen Mitteklasse Auto...
von der Stromaufnahme ganz zu schweigen. Viel Glück...