> Du brauchst eine große Membranfläche und einen großen Hub.
Aber die 80er Jahre sind vorbei, die meisten Kunden achten nicht mehr
auf Klangqualität. Wenn die Musik so "gut" klingt, wie die Werbung bei
Sat1, sind sie zufrieden.
Die mini Boxen komprimieren die Dynamik ein bisschen, dämpfen die hohen
Frequenzen ab und verstärken die Bässe um Faktor 100. Dann reicht auch
eine verhältnismäßig winzige 10cm Membran für kräftiges Wummern.
Das kriegt man allerdings nicht mit einer simplen Standardschaltung hin,
sondern ihr Frequenzgang muss an den jeweiligen Lautsprecher angepasst
sein. Sonst gefällt das Ergebnis nicht einmal der Smartphone Generation.
Ist doch egal, ob man den Nachrichtensprecher richtig versteht, dem hört
sowieso keiner zu. Will meinen: Ich bewerte die Tonqualität eines
Lautsprechers in erster Linie daran, wie gut man einen
Nachrichtensprecher versteht. Da hört man die Unterscheide am
schnellsten - vor allem wenn man über 40 ist, wo das Gehör langsam
"anspruchsvoller" wird. Wenn Sprache gut wiedergegeben wird, dann wird
die Musik auch gut klingen. Ein bisschen mehr oder weniger Bass stellt
man man an den Klangreglern des Verstärkers ein. Aber wenn schon Sprache
schlecht klingt, dann kann man mit Elektronik auch nicht mehr viel
verbessern.
Achte darauf, wie Worte mit "s" und "f" sowie "p" und "b" wiedergegeben
werden. Sagt er deutlich "Wasser" oder klingt es eher nach "Waffer"?
Sagte er "Hoppelhase" oder "Hobbelhafe"?
Lautsprecher selber bauen kostet eine Menge Geld. Wenn schon, sollte man
es dann auch richtig machen.
Wenn du nur einen möglichst kompakten und passabel klingenden
Lautsprecher brauchst, dann kaufe ein fertiges Set von Logitech oder
Creative. Das gibt es von 20 bis 100 Euro beeindruckende Produkte, die
du selbst nur für ein vielfaches des Geldes nachbauen könntest.