Hallo Leute,
ich bin neu in dem Mikrocontroller-Bereich und würde gerne etwas testen,
jedoch ohne meinen uC zu zerschiessen.
Ich würde gerne eine LED gegen Masse schalten, an der Kathode würde ich
einen geeigneten Widerstand setzen und dann an einen Digital Port meines
Arduino Mini Pro anschließen, die Anode ist an 12V angeschlossen.
Die Led soll mit 140mA (super hell) gespeist werden, ich möchte die
Digitalpins nach Low (GND) schalten, Der Digitalpin meines Arduinos kann
nur 30mA abhaben, fließt Strom über den Digitalpin oder wird der Strom
verbraucht?
Oder muss ich Transistoren/Mosfets einsetzen um meinen uC zu schützen?
12V --> LED --> Widerstand --> Digitalpin vom uC
Bitte um Hilfe
Danke
@ Reddix (Gast)
>ich bin neu in dem Mikrocontroller-Bereich und würde gerne etwas testen,>jedoch ohne meinen uC zu zerschiessen.
Gute Idee.
>Ich würde gerne eine LED gegen Masse schalten, an der Kathode würde ich>einen geeigneten Widerstand setzen
Soweit OK.
> und dann an einen Digital Port meines>Arduino Mini Pro anschließen, die Anode ist an 12V angeschlossen.
Nicht OK!
>Die Led soll mit 140mA (super hell) gespeist werden, ich möchte die>Digitalpins nach Low (GND) schalten, Der Digitalpin meines Arduinos kann>nur 30mA abhaben,
Eben darum ist das nicht OK!
>fließt Strom über den Digitalpin
Ja.
>oder wird der Strom verbraucht?
Wenn gleich alle Welt vom "Stromverbrauch" spricht, so gilt in der
Elektronik/Physik immer noch das Kirchhoffsche Gesetz, welches besagt,
daß in einer Reihenschaltung durch alle Bauteile der gleiche Strom
fließt.
>Oder muss ich Transistoren/Mosfets einsetzen um meinen uC zu schützen?
Ja. Nimm einen ULN2008, dort hast du gleich 8 Stück drin und kannst
viele, bunte LEDs schalten.
Falk B. schrieb:>>Die Led soll mit 140mA (super hell) gespeist werden, ich möchte die>>Digitalpins nach Low (GND) schalten, Der Digitalpin meines Arduinos kann>>nur 30mA abhaben,>> Eben darum ist das nicht OK!
*Nicht nur darum.*
Guck mal ins Datenblatt vom ATmega328, welcher Spannungsbereich dort
unter Absolute Maximum Ratings für die IO-Pins angegeben ist. Da steht
etwas von
1
-0.5V to VCC+0.5V
Die 12V fallen bestimmt nicht in diesen Bereich, d.h. zumindest müsste
man erstmal ganz genau in die Kennlinen gucken, was bei derartiger
Beschaltung am Pin passiert. Garantiert stehen wegen der Schutzdioden am
Pin jedenfalls mindestens 7V über der LED (egal ob der Ausgang high
oder low ist). Es kann also durchaus passieren, dass die LED so gar
nicht ganz ausschaltbar ist.
Einfach mal grob nachgerechnet:
1) Die 140 mA sind für den AVR nicht zugelassen, max. 30 mA,
besser 10 mA - also Transistor erfoerderlich.
2) Passender pnp-Transistor (B/C/E) und:
µC-Pin -> 2,2 k -> (B), Masse -> (E), 12 V -> 75 Ohm -> LED -Y (C)
2) Die 12 V für eine (!) LED sind EXTREM ungünstig:
- Vorwiderstand: (12 V - U-LED) / I-LED = 10 V / 0,14 A = 71 Ohm
- Leistung an 75 Ohm: 10 V * 0,14 A = 1,4 W
- Du erzeugst mehr Wärme, als Licht!
Jakob schrieb:> 2) Passender pnp-Transistor (B/C/E) und:> µC-Pin -> 2,2 k -> (B), Masse -> (E), 12 V -> 75 Ohm -> LED -Y (C)
Da wäre es wohl deutlich vorteilhafter, einen NPN-Transistor oder gleich
einen Logic-Level FET zu verwenden. Ein verpolter PNP-Transitor ist
jedenfalls denkbar ungünstig ;-)
Tschuldigung,
sollte natürlich ein NPN, (oder N-Ch MOSFET) sein!
Weiterhin bleibt es aber EXTREM unwirtschaftlich, EINE
LED (ca. 2 V) mit 12 V über einen Vorwiderstand, oder auch
analoge Strombegrenzung zu bestromen!
50% Wirkleistung (bei 3...4 V statt 12 V ) klingen doch schon
mal erheblich besser, als < 16%...
Entweder einige LEDs in Reihe, oder nierigere U-Bat.
@Route 66 (route_66)
>> Ja. Nimm einen ULN2008, dort hast du gleich 8 Stück drin und kannst>Neues Bauteil oder Irrtum?
Zahlendreher?
ULN2803 oder ULN2003.