Hallo Leute,
hab mir den abgebildeten Stelltrafo gekauft. Nach Angaben des Verkäufers
wäre der galvansich getrennt, weil der Netzstecker und die beiden
vorderen Steckdosen keine Verbindung hätten. Stimmt das oder erzählt der
mir Unsinn. Wie kann ich das denn selber testen ?
Gruß
Kalli
Kalli R. schrieb:> Stimmt das oder erzählt der mir Unsinn. Wie kann ich das denn selber> testen ?
Da man auf Deinen Bildern die Verkabelung nicht erkennen kann (sondern
nur Fragmente davon), wäre ein erster Schritt ein genaues Aufzeichnen
der Verkabelung. Sprich: Male 'nen Schaltplan von dem Ding.
Dann lässt sich sicher beurteilen, ob das Teil isoliert oder ein
Spartrafo ist.
Tja, nen Schaltplan bekomm ich wohl nicht mehr aufgetrieben- kann nur
noch mehr Bildchen von der Verkabelung machen und eben etwas malen .
Mach ich.
Dass mit schneller tot als kucken kann ich mir gar nicht vorstellen,
denn wenn das Teil tatsächlich galv. abgesichert ist, ist es besser als
die überall und nicht grad günstig angebotenen Regel-Spartrafos.
Darf ein (Stell-) Trenntrafo überhaupt den Schutzkontakt auf den Ausgang
führen? Denn das ist hier der Fall, im Bild sichtbar. Wenn dieses Modell
nicht älter als die entsprechende Regelung ist, dann spricht das eher
gegen Trenntrafo.
Kalli R. schrieb:> Nach Angaben des Verkäufers wäre der galvansich abgesichert,
"Galvanisch abgesichert" gibt es nicht. Du meinst wahrscheinlich
"Galvanisch getrennt". Stelltrafos* mit (galvanisch)getrennten
Primär- und Sekundärwicklungen sind zwar selten; es gibt sie
aber. Ob Du ein solches Modell hast, kann man nur durch genauere
Analyse der Verdrahtung feststellen.
> weil der Netzstecker und die beiden> vorderen Steckdosen keine Verbindung hätten.
Das liesse sich auch durch irgendwelche lockere Drahtverbindungen
erklären. :-)
--
*) Auf Wunsch des Verfassers: s/Trenntrafo/Stelltrafo/
-rufus
Harald W. schrieb:> Trenntrafos mit (galvanisch)getrennten> Primär- und Sekundärwicklungen sind zwar selten;
Hoffentlich sind sie es nicht. ;-)
Aber auf Stelltrafos trifft das zu.
Jeder, der auch nur einen Funken elektrotechnische Kenntnisse hat, kann
das mit einem Multimeter feststellen, ohne das Gerät einzustecken. Da
dieser Funken hier offensichtlich fehlt, gibts auch keinen Hinweis wie.
A. K. schrieb:> Darf ein (Stell-) Trenntrafo überhaupt den Schutzkontakt auf den Ausgang> führen?
Nein, Trenntrafos haben auch nur eine Ausgangssteckdose ohne
Schutzleiter.
Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Schutztrennung
Zitat:
"An den Trenntransformator darf bei vorgeschriebener Schutztrennung nur
ein elektrischer Verbraucher angeschlossen werden."
Aber das Teil ist uralt, da waren die Vorschriften noch ganz anders.
Ich tippe auf SparRegeltrafo.
Lässt sich aber wie schon gesagt mit einem Durchgangspipser messen. Oder
angeschlossen mit einem Duspol gegen NetzNeutralleiter.
A. K. schrieb:> Harald W. schrieb:>> Trenntrafos mit (galvanisch)getrennten>> Primär- und Sekundärwicklungen sind zwar selten;>> Hoffentlich sind sie es nicht. ;-)>> Aber auf Stelltrafos trifft das zu.
Entschuldigung, Schreibfehler. Ich wollte Stelltrafo schreiben.
Vielleicht kann ja ein Mod. das in meinem Ursprungsbeitrag
verbessern, da es so wirklich sinnentstellend ist.
Das zu ergründen sollte auch ohne Messequipment gehen:
Nacheinander einen Pol der Steckdosen mit PE verbinden.
wenn der FI "kommt" weiss man es.
Das ganze idealerweise mit normalem Leuchtobst machen.
Dazu 'ne normale Lampenfassung an einen Stecker anschliessen,
aber eine Leitung an einen der normalen Stecker Pole,
die andere an der Erd-Klemme anschliessen.
Wenns dann munter leuchtet, erschlägt man gleich 2 Tests.
1.
den, ob der Trafo trennt.
2. dass der FI nicht funzt,
ggf ob überhaupt einer (für diese Leitung) vorhanden ist.
Christian K. schrieb:> Jeder, der auch nur einen Funken elektrotechnische Kenntnisse hat, kann> das mit einem Multimeter feststellen, ohne das Gerät einzustecken.
Und wie wollst du mit einem Multimeter messen ob es genuegend isolation
gibt zwischen primaire und sekundaire Anschlusze ?
Es sieht aus als die Metalle kasten ist nicht mal angeschlossen zu Erde.
Also wie schon gesagt : FINGER WEG davon
Patrick C. schrieb:> Es sieht aus als die Metalle kasten ist nicht mal angeschlossen zu Erde.
Falls du mit dem Satz meinst das Gehäuse ist nicht geerdet, dann hast du
eine gute Glaskugel.
Man könnte nach dem 4. Bild zwar vermuten, daß der Schutzleiter direkt
vom Zuleitungskabel zu den Steckdosen geht. Aber im Bild 2 sieht man ein
Erdungskabel an den Trafo angeschraubt. Ohne also die gesamte
Verkabelung zu sehen ist das alles pure Spekulation!
Patrick C. schrieb:> Und wie wollst du mit einem Multimeter messen ob es genuegend isolation> gibt zwischen primaire und sekundaire Anschlusze ?
Kannst du nicht, aber falls es ein Regeltrenntrafo sein sollte, dann
gibt es keinen Grund daß die Isolation minderwertig sein sollte.
Man könnte natürlich damit wegen des doch schon höheren Alters zu einem
Elektriker gehen, der einem hoffentlich für ein paar Euro in die
Kaffeekasse eine Isoltionsprüfung machen könnte.
Bin momentan nicht zuhause- kann erst dann Bilder machen.
Was ich gesehen habe, ist tatsächlich, dass kein Schutzleiter vom
Netzkabel an das Gehäuse geht.
Naja, ein sehr verdächtiges Indiz sind die Schutzleiter an den
Steckdosen. Die haben da nichts verloren, aber das Gerät sieht auch
nicht gerade unverbastelt aus.
Da hat schon jemand dran rumgewerkelt - auf dem letzten Bild sieht man
die beiden Steckdoseneinsätze von hinten, mit grüngelbem Schutzleiter
und Aderendhülsen.
Das passt nicht zum restlichen Aufbau des Gerätes und erst recht nicht
zum Prüfstempel, den man auf dem zweiten Bild erahnen kann - da lese ich
"1963".
Der Andere schrieb:> Patrick C. schrieb:>> Es sieht aus als die Metalle kasten ist nicht mal angeschlossen zu Erde.> Falls du mit dem Satz meinst das Gehäuse ist nicht geerdet, dann hast du> eine gute Glaskugel.
Danke. Und diesen einschaetzung ist mitlerweile auch von Kalli
bestaetigt.
> Man könnte nach dem 4. Bild zwar vermuten, daß der Schutzleiter direkt> vom Zuleitungskabel zu den Steckdosen geht. Aber im Bild 2 sieht man ein> Erdungskabel an den Trafo angeschraubt. Ohne also die gesamte> Verkabelung zu sehen ist das alles pure Spekulation!
Spekulation, Ja. Sowie ich das sehe ist das am bild 2 keinen
erdanschlusz aber der Spannungsfuehrenden Laufer der variabelen Trafo.
Und wo auf basiere ich das ? Auf mein gefuhl und mein Gefuhl ist oft
richtig.
Hallo,
noch paar Bilder. Hatte mich doch getäuscht. Schutzleiter Netzkabel ist
mit Gehäuse verbunden, aber auch gleichzeitig mit den Steckdosen.
Netzkabel und Steckdose haben , außer eben über den Schutzleiter, keinen
Kontakt.
Ich habe noch einen 70er Jahre Fernsehtechnikerarbeitsplatz mit
regelbarem Trenntrafo.
Es gibt exakt EINE getrennte Steckdose ohne Schutzleiterkontakte und
keinen Kontakt PE auf Gehäuse.
So solte es sein!
Ich durfte mich in knapp 40 Jahren trotz allen Eigenschutzes schon
leider mehrfach von der Wirkung galvanisch getrennter Netzspanung
überzeugen und kann nur sagen, daß die "Qualität" des Schutzes eine ganz
andere ist, als an der "echten" Netzspannung zu hängen ...
@wurstelhuber: also soll ich den Netzkabel-Schutzleiter AUCH vom Gehäuse
trennen??
Also so richtig weiß ich jetzt nicht was ich machen soll. Teil nutzen,
PE-Leiter weg, nur eine Steckdose aktivieren ??
Dieter W. schrieb:> Kalli R. schrieb:>> also soll ich den Netzkabel-Schutzleiter AUCH vom Gehäuse>> trennen??>> Auf keinen Fall, das Metallgehäuse muss mit PE verbunden sein.
Und wie verhindert man dabei den Kontakt bei Arbeiten am Gerät und
versehentlicher Berührung des Gehäuses?
Kalli R. schrieb:> Also so richtig weiß ich jetzt nicht was ich machen soll. Teil nutzen,> PE-Leiter weg, nur eine Steckdose aktivieren ??
Mit Deiner Ahnung: Finger davon lassen!!!
hjfjaklb
Andreas B. schrieb:> Ich habe noch einen 70er Jahre Fernsehtechnikerarbeitsplatz mit> regelbarem Trenntrafo.> Es gibt exakt EINE getrennte Steckdose ohne Schutzleiterkontakte
Das mit dem Schutzkontakt haben die nicht so eng gesehen:
Beitrag "Re: Trenntrafo prüfen"https://www.mikrocontroller.net/attachment/102369/DSCF2930.JPG
Grundig hat die Federkontakte bestückt, aber nicht angeschlossen.
> und keinen Kontakt PE auf Gehäuse.
Das kann ich bestätigen, sowohl der RT5 als auch der etwas neuere RT5A
haben eine zweipolige Netzschnur und sind trotz Blechgehäuse als
Schutzklasse 2 gekennzeichnet.
Kalli R. schrieb:> Schutzleiter Netzkabel ist> mit Gehäuse verbunden, aber auch gleichzeitig mit den Steckdosen.
Der Ringkabelschuh und die Aderendhülsen passen nicht zur sonstigen
Bauart, da hat ein Dilletant dran herumgepfuscht.
Die Firma Schuntermann in Hilden ist nach wie vor präsent, die stellen
auch Stell-Trenntrafos her.
hjfjaklb schrieb:> Mit Deiner Ahnung: Finger davon lassen!!!
Das habe ich ebenfalls gedacht: Wer das nicht erkennen kann, sollte die
Finger von Netzspannung lassen.
Andreas B. schrieb:>> Auf keinen Fall, das Metallgehäuse muss mit PE verbunden sein.> Und wie verhindert man dabei den Kontakt bei Arbeiten am Gerät und> versehentlicher Berührung des Gehäuses?
Den Bildern nach ist keine zuverlässig doppelte Isolation gegeben, da
kann man nur das Außengehäuse an den Schutzleiter legen.
Wenn der Trenntrafo ein solcher ist, darfst Du eine Leitung des
Ausgangs und den Schutzleiter berühren, ohne dass ein gefährlicher Strom
fließt - genau das ist nämlich sein Job.
Lasst es einfach.
Früher schlug in so einem Fall die Evolution zu und der Genpool des
Unbelehrbaren wurde aus der Menschheit entfernt.
Leider ist das heute nicht mehr der Fall weil es ja 100ende Leute gibt
die auf den Unbelehrbaren einreden.
Schade, die Menschheit wird sich nicht mehr weiterentwickeln....
Bin jetzt doch heftig frustriert. Habe mich intensiv durch eure
Antworten gewühlt. TENOR: Finger weglassen. So richtig glauben kann ich
das nicht; den Schriftzug "Unbelehrbarer" will ich natürlich auch nicht
auf meinem Grabstein stehen haben. Also was machen. Bin ja jetzt
wirklich lange im "Elektrogeschäft" zu Gange, aber eben meist als Laie
oder Bastler.
Ich will mir einfach nicht vorstellen, dass so ein Teil, dass vor Jahren
tausendfach genutzt wurde nun plötzlich noch gefährlicher sein soll, als
ohne dieses Gerät...und außerdem ist der Trenntrafo ja auch kein
Allheilmittel gegen einen elektrischen Stromstoß-manchmal sogar genau
das Gegenteil. Ich werde das Gerät einem Elektromeister vorstellen
(hoffentlich mit Ahnung), werd mir einen FI-Personenschutzschalter in
die eine Steckdose bauen, die PE am Gehäuse belassen, sie aber von den
Steckdosen trennen. Die zweite Steckdose wird eh lahmgelegt.
hmm, wenn ich das richtig sehe, gibt es jeweils zwei Klemmen für die
beiden Seiten des Transformators.
Ganz ausgeschlossen ist der Trenntrafo also nicht.
Kalli R. schrieb:> Bin jetzt doch heftig frustriert. Habe mich intensiv durch eure> Antworten gewühlt. TENOR: Finger weglassen. So richtig glauben kann ich> das nicht; den Schriftzug "Unbelehrbarer" will ich natürlich auch nicht> auf meinem Grabstein stehen haben. Also was machen. Bin ja jetzt> wirklich lange im "Elektrogeschäft" zu Gange, aber eben meist als Laie> oder Bastler.
Nimm es nicht persönlich, aber du kannst nicht selber messen wie der
Trafo aufgebaut ist. Das bedeutet, dir wird hier entweder ein kompletter
Grundkurs oder Anweisungen a la "grünes Kabel auf Klemme 3"
weiterhelfen.
Für ersteres ist ein Internetforum nicht geeignet und zweiteres kann dir
niemand sagen ohne das Teil selbst durchgemessen zu haben.
Ich schlage vor, du suchst dir jemanden, der sich damit auskennt und ihr
arbeitet zusammen und vor-Ort an dem Gerät.
JJ schrieb:> Nimm es nicht persönlich, aber du kannst nicht selber messen wie der> Trafo aufgebaut ist.
Aber ja doch! Wenn es ein Trenntrafo ist, besteht keine Verbindung
zwischen Ein- und Ausgang. Ist es lediglich ein Stelltrafo besteht eine
Verbindung zwischen Ein- und Ausgang. Das lässt sich mit Ohmmeter oder
Durchgangsprüfer feststellen.
Anbei das aus dem Internet geborgte Schaltbild eines Stelltrenntrafos.
Wenn es sich um einen "einfachen" Stelltrafo handelt ohne galvanische
Trennung sieht die Sache wie der rot eingekreiste Teil aus. Das lässt
sich nun wirklich ganz simpel ausmessen. Am besten direkt am Trafo,
falls im Gerät Verbindungen beschädigt sind.
Miss ohmisch zwischen den Netzstecker und den Steckdosen. Ist da
Durchgang, dann ist der Trafo nicht galvanisch getrennt. Somit wäre der
Schutzleiter an den Steckdosen korrekt.
Ist da kein Durchgang, dann hast du Glück und das Ding hat galvanische
Trennung. Dann müssen die Schutzleiter von den Steckdosen weg und
natürlich die Steckdosen isoliert vom Gehäuse montiert sein.
Sven D. schrieb:> Aber ja doch! Wenn es ein Trenntrafo ist, besteht keine Verbindung> zwischen Ein- und Ausgang. Ist es lediglich
Damit meinte ich, der OP ist scheinbar persönlich nicht in der Lage es
zu messen. Und solange er das kann kann braucht er den Grundkurs.
Nabend,
also auf dem ersten Foto sehe ich ein Typenschild wo von "Primär" und
"Sekundär" -Spannung sie Rede ist. Demzufolge ist es ein
Trennstelltrafo. Zudem spricht auch die niedrige Sekundärstromstärke
(Zeigerinstrument) dafür.
Grüsse
Tom
Ich hab das ja mehrfach geschrieben, dass ich mit meinem Multimeter
keine Verbindung zwischen Steckdosen und Netzkabel gemessen hab. Kein
Durchgang !!
Nur eben die Schutzleiter haben untereinander Kontakt !
Kalli R. schrieb:> Bin jetzt doch heftig frustriert. Habe mich intensiv durch eure> Antworten gewühlt. TENOR: Finger weglassen. So richtig glauben kann ich> das nicht; den Schriftzug "Unbelehrbarer" will ich natürlich auch nicht> auf meinem Grabstein stehen haben.
Das ist, meiner Ansicht nach, der wesentliche Punkt bei Threads über
dieses Thema. Es besteht nämlich tatsächliche Gefahr für Leben und
Gesundheit. Und da tut man sich schwer, jemanden, den man nicht kennt,
Hinweise zu geben. Man weiß ja nicht, wie sie verstanden werden.
Aber mal abgesehen davon, gibt es bei diesem Thema enorm viele
Unklarheiten, Details und Sonderfälle; eine Unzahl an Möglichkeiten
sich selbst zu töten, das man Angst kriegen kann, auch nur ein Wort zu
sagen, geschweige denn selbst Hand anzulegen.
Es geht mir selbst so, dass ich, da ich nicht jeden Tag mit sowas zu tun
habe, immer wieder mal nachlesen muss und feststelle, dass manches
offensichtlich, manches aber auch nicht ohne weiteres erkennbar falsch
beschrieben wird. Manches wird auch, zwar richtig geschildert, aber
nicht genügend abgegrenzt. Als Beispiel nenne ich mal die Aussage, dass
man das zu reparierende Gerät "vorzugsweise" an den Trenntrafo
anschliessen soll, wenn man mit einem an das Netz direkt angeschlossen
Gerät, wie einem Oszilloskop, darin messen will, /um Kurzschlüsse zu
vermeiden./ Man müsste aber dazu sagen (ansonsten müsste man sich es
selbst denken) dass, in dem Augenblick, in dem das Oszilloskop wenigsten
mit seiner Masse an das zu messende Gerät angeschlossen ist, /wieder
eine Erdung/ besteht und jede Berührung wieder gefährlich ist.
Deswegen lautet die allgemeine, auch in den Fachbüchern zu lesende
Regel, dass ALLE Geräte jeweils an einen eigenen Trenntrafo
angeschlossen werden sollen.
Andernfalls darf man in dem zu messenden Gerät, dass seinerseits an
einen Trenntrafo angeschlossen ist ausschliesslich mit nicht
netzbetriebenen Messgeräten (wie einem batteriebetriebenem Multimeter)
herangehen.
> Also was machen.> [...]> Ich will mir einfach nicht vorstellen, dass so ein Teil, dass vor Jahren> tausendfach genutzt wurde nun plötzlich noch gefährlicher sein soll, als> ohne dieses Gerät...
Das ist es eigentlich erst durch die Modifikation mit dem Schutzleiter
geworden, der ganz offensichtlich nachträglich eingebaut wurde.
> [...]> Ich werde das Gerät einem Elektromeister vorstellen> (hoffentlich mit Ahnung),
Prima Idee.
> werd mir einen FI-Personenschutzschalter in> die eine Steckdose bauen,
Auch gut.
> die PE am Gehäuse belassen, sie aber von den> Steckdosen trennen.
Auf jeden Fall! Nicht nur empfehlenswert sondern dringend notwendig.
Die zweite Steckdose wird eh lahmgelegt.
Ebenso! Auf jeden Fall. (Es gibt eine Ausnahme, aber falls Du wirklich
ein Oszilloskop mit Netzanschluss verwenden willst, dann kaufe Dir einen
zweiten Trenntrafo).
Viel Erfolg und langes Leben.
Ach ja. Noch eins: Es ist oben schon von jemand anderem angedeutet
worden.
Falls der Elektromeister die Möglichkeiten dazu hat, lass ihn noch die
Spannungsfestigkeit der Isolierung zwischen Primär- und Sekundärseite
prüfen. Bei so einem alten Gerät, könnte die Isolierung etwas
nachgelassen haben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schutztrennung gibt für die
Spannungsfestigkeit der Isolierung 3000V an.
Kalli R. schrieb:> nun plötzlich noch gefährlicher sein soll, als ohne dieses Gerät...
das ist nicht gefährlicher als etwas direkt am Netz zu basteln.
Händle das Teil genau wie jedes andere Gerät auch:
Mit gesundem Respekt.
Ich schlage nach wie vor das mit der Glühbirne vor.
Kalli R. schrieb:> Ich hab das ja mehrfach geschrieben, dass ich mit meinem Multimeter> keine Verbindung zwischen Steckdosen und Netzkabel gemessen hab. Kein> Durchgang !!
Mea culpa :/
Wer weiß was da im laufe der Zeit angepasst, verbessert wurde.
Besser einen anschauen lassen der Ahnung hat, also keinesfalls den
Elektriker von neben an.
Repair-Cafes gibt's mittlerweile doch überall!?
ek13 schrieb:> Zudem spricht auch die niedrige Sekundärstromstärke> (Zeigerinstrument) dafür.
Jo, da würde ich bei der Baugröße, gut das doppelte(!) erwarten.
Du könntest als doch Glück haben.
frühe rhat man sich wohl gedacht:
Wenn ein Gerät vom Erdpotenzial getrennt ist,
dann können das 2 gleichzeitig auch sein.
-Sehe ich im Prinzip auch so.
Der Dicke, sicherlich gewöhnlicher Stelltransformator in Sparausführung.
Das Ding wird einfach als einstellbare Steckdose benutzt worden sein.
Das Zeichen ist doch auch recht eindeutig.
Kein Schutz.
ek13 schrieb:> Hier noch ein Foto, früher hat man das auch in der DDR so "gebastelt"
Ja. Nur das man in der DDR bei RFT auch fitte Leute hatten, die bestimmt
nur die Schutzleiter der Dosen untereinander, aber nicht mit dem Eingang
verbunden hatten. :-)
Kalli R. schrieb:> Typenschild
Dieses Symbol bedeutet Spartrafo, also ohne galvanische Trennung:
1
____
2
|
3
---|
4
|
5
|
6
|
7
|
8
--------
Siehe auch das
http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/dsc0565535famecs9d.jpgKalli R. schrieb:> Ich hab das ja mehrfach geschrieben, dass ich mit meinem Multimeter> keine Verbindung zwischen Steckdosen und Netzkabel gemessen hab.> Kein Durchgang !!
Dann ist er nicht nur ein Sparstelltrafo, sondern auch noch kaputt.
Manfred schrieb:> Welche Zeichen?> Wieso tauchen jetzt hier zwei verschiedene Typschilder auf?
Weil zur "besseren Anschauung" noch ein paar Bilder von anderen Trafos
gepostet wurden...
Relevant ist das im allerersten Post.
Patrick C. schrieb:> Auf mein gefuhl und mein Gefuhl ist oft> richtig.
Tja, und diesmal falsch!
Kalli R. schrieb:> Schutzleiter Netzkabel ist> mit Gehäuse verbunden,Teo D. schrieb:> Der Andere schrieb:>> Aber das Teil ist uralt, da waren die Vorschriften noch ganz anders.>> Ne, die waren doch nich blöde.> Es darf nur ein Gerät angeschlossen werden können.> Steckdose darf keine Schutzkontakte haben.
Ich habe ja nichts anderes gesagt, aber ob vor 50 Jahren schon diese
Vorschriften im Laborbereich gegolten haben ist eine ganz andere
Hausnummer, denn die 2. Steckdose sieht eigentlich nicht nachträglich
reingebastelt aus.
Und der Schutzleiter an den Steckdosen ist wohl nachträglich
rangebastelt.
Teo D. schrieb:> Repair-Cafes gibt's mittlerweile doch überall!?
Gute Idee.
Lothar M. schrieb:> Dann ist er nicht nur ein Sparstelltrafo, sondern auch noch kaputt.
Das wäre ja einfach zu prüfen.
Einstecken und drehen. Dann sollte am Voltmeter was zu sehen sein.
Eine 40W Glühlampe an den Ausgang als Last.
Das kann man auch als Laie machen ohne sich umzubringen.
Und wenn er funktioniert und trotzdem kein Durchgang zwischen Primär und
Sekundär zu messen ist, dann fragt man mal einen Elektriker nach einer
Isolationsprüfung.
also zu den Typenschildern:
das erste ist auf dem Trafo selber und das zweite eben oben auf dem
Gehäusedeckel
außerdem funktioniert der einwandfrei: hab da mehrere Geräte dran
gehängt und auch ein Multimeter. Spannung und Ampere steigen beim Drehen
brav an
Theor schrieb:>> werd mir einen FI-Personenschutzschalter in>> die eine Steckdose bauen,>> Auch gut.
Schwachsinn!
Eine Fehlerstromschutzeinrichtung NACH einem Trenntrafo ist wirkungslos.
Wenn zwei Steckdosen vorhanden sind, dann MÜSSEN es Schuko-Steckdosen
sein.
Der PE dieser Dosen MUSS untereinander verbunden sein, darf jedoch KEINE
Verbindung zum PE des Netzes haben.
Bei zwei Steckdosen macht FI wieder Sinn - es MUSS jedoch für jede
Steckdose ein eigener FI da sein!
Das Gehäuse des abgebildeten Trafos von Kalli gehört natürlich an den PE
vom Netz, Schutzklasse II wird ja offensichtlich nicht erfüllt.
(Quelle für obige Behauptungen: DIN VDE 0100-410)
Das Typschild des Trafos sowie die Anschlussweise lässt auf einen
TRENNtrafo schließen. Nachmessen, am besten mit
Spannungsfestigkeitsprüfung!
Kalli R. schrieb:> Aber wenn es doch letztlich gar kein Trenntrafo ist
Dann wäre es ein Spartrafo. Und dann müsste man Verbindung zwischen den
Steckdosenpolen und den Netzsteckerpolen messen können.
Nochmal zusammengefasst:
Der Trafo funktioniert
Du kannst keine Verbindung mit dem Multimeter (Gerät ausgesteckt!)
zwischen Steckereingangspolen und den Ausgangssteckdosenpolen messen!
(Gerät muss dabei ausgesteckt aber EINGESCHALTET SEIN!)
Also umbauen wie Route_66 es vorschlägt.
Wichtig! Gehäuse mit Schutzleiter/Schutzerde verbinden.
Steckdosenschutzleiter nicht mit Schutzerde verbinden aber
untereinander!
Von einem Elektriker/Bekannter einen Isolationstest machen lassen.
Im Zweifel zu einem Repair Cafe gehen und hoffen das da jemand mit
Ahnung ist.
Hallo!
Noch was zu den TST280 Trennstelltrafos: vor 2007 war die Schutztrennung
mit mehr als einem Verbrauchsmittel noch allgemein zulässig. Nur in den
Fällen, wo Schutztrennung VORGESCHRIEBEN war, durfte nur EIN
Betriebsmittel angeschlossen werden.
Seit 2007 gilt: allgemeine Verwendung durch elektrotechnische Laien: EIN
Verbraucher ohne PE-Kontakt an der Steckdose.
Verwendung durch Elektrofachkräfte bzw. unterwiesene Personen z.B. in
abgeschlossenen elektrischen Betriebsstätten: es können auch mehrere
Verbraucher betriebn werden. Es gilt das oben Gesagte.
Die TST280 stammen deutlich vor 2007.
Ok, schaff ja selber in einem Repaircafé; einen waschechten Elektriker
hab ich da aber noch nicht gesehen.
Im Grunde ist das Ding jetzt nix anderes als folgendes Teil:
Elektronische Spannungsregler Dimmer Thermostat Drehzahlregler , nur
eben uralt! Schaad !
Kalli R. schrieb:> Ok, schaff ja selber in einem Repaircafé; einen waschechten Elektriker> hab ich da aber noch nicht gesehen.
Was ist für Dich ein "waschechter Elektriker"?
Harald W. schrieb:> Was ist für Dich ein "waschechter Elektriker"?
Er ist mit allen Wassern gewaschen.
Er wäscht seine Hände in Unschuld wenns in der Anlage kracht.
Er macht Biertrinken und seine Arbeit in einem Abwasch.
Er kippt gleich aus der Wäsche, wenn er eine gewischt bekommt.
Harald W. schrieb:> Kalli R. schrieb:>>> Ok, schaff ja selber in einem Repaircafé; einen waschechten Elektriker>> hab ich da aber noch nicht gesehen.>> Was ist für Dich ein "waschechter Elektriker"?
Er steht morgens mit Widerstand auf.
Er schwimmt den ganzen Tag gegen den Strom.
Er hat einen Kurzen in der Hose.
Er kommt geladen nach Hause.
Dort fasst er an die Dose und kriegt einen gewischt.
:-)
Sehr schön, Leute ! Dann könnt ich selbst als Elektriker gehen !!
Hab jetzt die Bestätigung von Schuntermann, dass es "wahrscheinlich" ein
Spartrafo ist. Trenntrafos hätten eine andere Bezeichnung.
Kalli R. schrieb:> Hab jetzt die Bestätigung von Schuntermann, dass es "wahrscheinlich" ein> Spartrafo ist. Trenntrafos hätten eine andere Bezeichnung.
Nun, als erstes sollte man wissen, das es sowohl Spartrafos als auch
Tenntrafos sowie (Spar-)stelltrafos und Trennstelltrafos gibt.
Trennstelltrafos als Gerät enthalten meistens einen Trenntrafo
und einen Stelltrafo als zwei Geräte. "Regeltrafos" gibts zwar auch,
die sind aber selten. Das sind Stelltrafos mit Motorantrieb und einer
Regelelektronik zum Ansteuern des Motors. Ein Fachmann kann diese
verschiedenen Typen nach Öffnen des Gehäuses leicht unterscheiden.
Ein "Patentrezept", wie auch Nichtfachleute das unterscheiden können
gibt es nicht.
Letzte Frage:
Kann ich denn einfach einen Trafo/Trenntrafo vor den Regelringkerntrafo
setzen und damit einen richtigen Trenntrafo "herstellen" ??
Die reinen Trenntrafos sind relativ günstig zu bekommen.
Kalli R. schrieb:> Kann ich denn einfach einen Trafo/Trenntrafo vor den Regelringkerntrafo> setzen und damit einen richtigen Trenntrafo "herstellen" ??
ja
Es ist immer noch nicht klar warum du keinen Durchgang zwischen Primär
und Sekundär messen kannst wenn es ein Spartrafo ist.
Muss dann wohl ein Messfehler gewesen sein.
Kalli R. schrieb:> Durchgang zwischen Netzkabel und Stecker ist nicht da! Wie kann ich denn> Primär und sekundär messen. Da komm ich nicht dran.
? ist doch eigentlich simpel
Einschalten zwichen den Steckernasen messen,
wenn kein Durchgang
a) Schalter def.
b) Sicherung def./ fehlt
c) Primärwicklung offen/defekt
d) Kabel defekt.
wen Durchgang ok, nächster Punkt:
zwischen Schutzleiter und L oder N kein Durchgang ok, nächster Punkt.
Jeder der vier Asnschlüsse sollte untereinander mit jedem anderen
Kontakt haben, wenn dem so ist liegt eine Sparschaltung vor.
Wenn keiner der Anschlüsse der Dosen mit keinem der zwei angeschraubten
Kontakt hat dann Trenntrafo.
wenn die zwei braunen an der Dose welche man von hinten im Bild sieht
gegenseitig keinen Durchgang zeigen, ausgangsseite defekt.
Wenn zwischen den beiden angeschraubten links oberhalb des Schalters
kein Durchgang Eingangseite defekt.
Grobtest. Bezug bild DSC01349.JPG
Was vergessen?
Route 6. schrieb:> Theor schrieb:>>> werd mir einen FI-Personenschutzschalter in>>> die eine Steckdose bauen,>>>> Auch gut.>> Schwachsinn!> Eine Fehlerstromschutzeinrichtung NACH einem Trenntrafo ist wirkungslos.>
Wenn ich Dir auch recht geben muss, dass meine Bewertung so nicht
zutrifft, so möchte ich Dich doch um eine gemässigte und sachgerechte
Wortwahl bitten.
@ Kalli
Ich habe angenommen, Du meintest die Steckdose, an die der Trenntrafo
angeschlossen wird. Tatsächlich aber ist Dein Satz wohl so zu deuten,
dass Du die Steckdose auf der Sekundärseite meintest. Mein Fehler.
Entschuldige bitte.
> Grobtest. Bezug bild DSC01349.JPG
Die obere Steckdose wird man auch ausbauen können.
Dann kommst du auch näher ran.
_______
Viel spass, Erfolg und tschüss
Also, wenn Du länger leben möchtest, dann zerlege diese Blechbüchse
komplett in alle Einzelteile. Jeden Draht, jedes Bautei ausbauen und
einzeln überprüfen. Wenn alle Bauteile in Ordnung sind, jedes Kabel
einwandfrei ist, dann alles nach einem korrekten Schaltplan wieder
zusammenbauen. Schaltbild und Bedienungsanleitung inclusiver
Sicherheitsregeln dem Gerät beifügen...
Theor schrieb:> Wenn ich Dir auch recht geben muss, dass meine Bewertung so nicht> zutrifft, so möchte ich Dich doch um eine gemässigte und sachgerechte> Wortwahl bitten.
Hallo!
Man muss in diesem Forum zu so drastischen Wörten greifen, um gehört zu
werden.
Hier geben Bastler, die selbst keine Ahnung haben anderen Bastlern
Tipps, die unter Umständen das Leben (Gott sei Dank des ANDEREN) kosten
kann!
Wenn ihr keine Ahnung habt, einfach mal KEINE Tipps geben.
@ Route 66
Also wir haben doch rausgefunden, dass es sich nur um einen
stinknormalen Sparregeltrafo handelt. Die 220 V am Netzkabel ohne
jegliche Trennung auch vorne aus den Steckdosen kommen, mit
angeschlossenem PE-Leiter an den Steckdosen. Ich habe also im Grunde
genommen am Eingang genau dasselbe wie am Ausgang. Wieso ist dann ein
FI-Schalter beim Ausgang nicht auch oder sogar genauso nützlich wie beim
Eingang ??
Kalli R. schrieb:> Sparregeltrafo
Aus Deinen Bildern geht hervor, das es sich nicht um einen
"Sparregeltrafo", sondern um einen normalen Stelltrafo handelt.
Harald W. schrieb:> Kalli R. schrieb:>>> Sparregeltrafo>> Aus Deinen Bildern geht hervor, das es sich nicht um einen> "Sparregeltrafo", sondern um einen normalen Stelltrafo handelt.
Die Betonung liegt hier auf "Spar-" im Gegensatz zu "Trenn-"
(was hier nicht vorliegt).
Völlig richtig müsste man sagen "Spar-Stell-Trafo". Falls du dich an dem
Wort "regel" störst.
Jeder weiß, was gemeint ist. Oder sagst du auch "Lautstärke-Steller"
statt "Lautstärkeregler"? Manchmal darf man auch mal ein Auge zudrücken,
wenn es um Umgangssprache geht. :-)
Huh schrieb:> Jeder weiß, was gemeint ist. Oder sagst du auch "Lautstärke-Steller"> statt "Lautstärkeregler"? Manchmal darf man auch mal ein Auge zudrücken,> wenn es um Umgangssprache geht. :-)
Du musst nur dich selbst als Teil des Regelkreises begreifen, dann passt
das schon. "zu laut" => runterdrehen, "zu leise" => hochdrehen.
A. K. schrieb:> Huh schrieb:>> Jeder weiß, was gemeint ist. Oder sagst du auch "Lautstärke-Steller">> statt "Lautstärkeregler"? Manchmal darf man auch mal ein Auge zudrücken,>> wenn es um Umgangssprache geht. :-)>> Du musst nur dich selbst als Teil des Regelkreises begreifen, dann passt> das schon. "zu laut" => runterdrehen, "zu leise" => hochdrehen.
Dann wird aus dem Stelltrafo aber auch ganz schnell ein Regeltrafo.
zu wenig Spannung -> hochdrehen, zu viel Spannung -> runterdrehen
:-)
Huh schrieb:> Manchmal darf man auch mal ein Auge zudrücken,> wenn es um Umgangssprache geht. :-)
Nicht, wenn die unterschiedlichen Begriffe etwas weiter oben genau
erklärt wurden. Da "echte" Regeltrafos verhältnismäßig selten snd,
kann man sich hier vielleicht noch denken, was gemeint ist. Wenn
aber in anderen Threads nach "Motorreglern" gesucht wird, kommt es
regelmäßig zu Missverständnissen.