Gast
#2078290
Hallo, ich habe vor kurzem auf der Arbeit einen etwas älteren Trenntrafo vor dem Ende auf dem Müll gerettet. Hierbei handelt es sich um ein Grundig RT5A. Da das Netzkabel abgeschnitten war, habe ich vor der ersten Inbetriebnahme die gesamte Schaltung überprüft und auf den ersten Blick erscheint alles richtig. Das Netzkabel war etwas spröde, deswegen hatte ich die Vermutung das es deswegen abgeschnitten wurde. Ich habe ein neues Netzkabel angefertigt und es montiert. Vorab, Erdung ist wie im Ursprungszustand nirgends angeschlossen. Ich habe den Trafo ans Netz angeschlossen und in Betrieb genommen. Die Regelfunktion arbeitet Einwandfrei, die Sekundärspannung lässt sich zwischen ca. 0V und ca 270V Leerlaufspannung regeln. Was mich jedoch etwas stutzig macht ist folgendes: Normalerweise sollte die Sekundärseite (damit meine ich jetzt die Schukosteckdose am Gerät selbst) doch gegenüber Erde keine Spannung aufweisen (bis auf parasitäre Einflüsse). Ich habe nun das Gehäuse gegen die Erdleitung an einer normalen Steckdose gemessen und hatte wenn die Sekundärseite auf max. eingestellt ist eine Spannung von ca. 70V anliegen. Eine Seite des Sekundärausgangs hat eine Spannung von ca. 20V gegen Erde und die andere bei max. Einstellung 230V. Drehe ich den Stecker des Trenntrafos um und messe noch mal, habe ich bei der minimalen Einstellung an einer Sekundärseite eine Spannung von 230V und an der anderen Sekundärseite immer eine Spannung von 230V. Die ganze Messung war im Leerlauf, ohne Last. Ich hatte eigentlich folgendes Verhalten erwartet: Sowohl das Gehäuse als auch alle Ausgänge der Sekundärseite sollten theoretisch gegen Erde keine Spannung aufweisen. In der Realität habe ich mit kleinen parasitären Spannungen von vllt. 20V gerechnet gehabt und war deswegen etwas überrascht. Ich habe das Gerät mit einer kleinen Schreibtischlampe kurz ausprobiert, die Spannungsregelung funktioniert und die Helligkeit lässt sich damit einstellen. Weitere Messungen unter Last konnte ich bisher nicht durchführen. Ist dieses Verhalten normal und ich habe einen Denkfehler oder stimmt da wirklich etwas nicht? Die Wicklungen haben einen geringen Widerstand von wenigen Ohm (~1-3 Ohm), beim Einschalten ist der Eingangswiderstand an der Primärseite kurzzeitig erhöht (~10 Ohm), damit die Sicherung nicht rausfliegt. Zwischen Primär- und Sekundärseite habe ich einen unendlichen Widerstand. Das alles deckt sich soweit mit der Schaltung. (Diese könnt ihr übrigens wenn ihr nach "Grundig RT5A" googelt unter der Bildersuche finden. Ich habe es absichtlich nicht angehängt um keine Urheber zu verägern.) Die Messungen habe ich mit einem Batteriebetriebenen (Marken) TRMS Multimeter gemessen. Ich gehe stark davon aus, dass mein Gerät mich nicht anlügt. Zum Vergleich kann ich falls nötig auch mit einem Tischgerät nachmessen. Ich hoffe, ihr könnt mir hierbei helfen. Vielen Dank im voraus! Gruß BC

