Verständnis kapazitiver Spannungsteiler

#4929025
Na ja, es werden bei Wechselspannung nicht immer kapazitive 
Spannungsteiler verwendet, sondern nur manchmal, aber bei Gleichspannung 
werden nie kapazitive Spannungsteiler verwendet weil sie dort nicht 
funktionieren würden.

Kondensatoren, deren Wechselstromwiderstand genutzt wird, haben den 
Vorteil, keine relevante Verluste zu erzeugen, sondern nur Blindstrom, 
also keine Leistung zu verheizen, wie es Widerstände tun würden.

Dafür haben sie viele Nachteile:
Kondensatoren haben meist grössere Toleranzen als Widerstände, der 
Spannungsteiler ist also ungenauer.
Kondensatoren können beim abklemmen geladen bleiben und müssen bei 
Berühungsgefahr dann durch einen Bleederwiderstand entladen werden.
Kondensatorspannungsteiler die mit reeller Last belastet werden, werden 
frequenzabhängig.

Bei hohen Frequenzen und hohen Widerstandswerten (weil man eine geringe 
Belastung der Quelle haben will) haben aber auch reine Widerstandsteiler 
Nachteile: Angeschlossene Kapazitäten (auch versehentliche 
Streukapazitäten) bilden einen Tiefpass so daß der Spannungsteiler bei 
hohen Freqeunez nicht mehr wie berechnet funktioniert. Dann schaltet man 
gerne einen kapazitiven Spannungsteiler parallel.
Gast #4929032
Danke fü deine Mühe.

Im Bezug zu Oszilloskop und Tastkopf , bei Wechselspannungsmessung haben 
wir auch einen Spannungsteiler aus Kondensatoren?

Warum haben wir geringere Verluste (Blindleistung)?

> Kondensatoren, deren Wechselstromwiderstand genutzt wird, haben den
> Vorteil, keine relevante Verluste zu erzeugen, sondern nur Blindstrom,
> also keine Leistung zu verheizen, wie es Widerstände tun würden.
>
Gast #4929038
> Warum haben wir geringere Verluste (Blindleistung)?
Ich meinte, durch den Blindwiderstand werde eigentlich nie Verluste 
erzeugt
>
>> Kondensatoren, deren Wechselstromwiderstand genutzt wird, haben den
>> Vorteil, keine relevante Verluste zu erzeugen, sondern nur Blindstrom,
>> also keine Leistung zu verheizen, wie es Widerstände tun würden.
>>
#4929048
Nunmehr schrieb:
> Im Bezug zu Oszilloskop und Tastkopf , bei Wechselspannungsmessung haben
> wir auch einen Spannungsteiler aus Kondensatoren?

Da die Oszilloskopzuleitung eine Abschirmung hat die kapazitiv wirkt 
(eine Oszilloskopzuleitung ist NICHT an den Wellenwiderstand angepasst, 
Reflektionen werden durch eine Innenader aus Widerstandsdraht 
abgeschwächt), muss der Widerstandsspanungsteiler (den man braucht weil 
man auch Gleichspannung messen können soll) mit einem Kondensator 
abgeglichen werden, damit bei höheren Freqeunzen das Teilerverhältnis 
immer noch stimmt.

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